Datenweitergabe an Gewerkschaft

LinuxMcBook

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Ich habe mal eine kurze Frage zu dem, was mein Arbeitgeber darf.
Anscheinend hat der einer Gewerkschaft meine Daten mitgeteilt.

Ich habe sowohl einen Brief bekommen von denen, als auch mehrere E-Mails.
An dem Brief habe ich mich nicht gestört gefühlt, der kam beim Arbeitsplatz mit der anderen Post an mich.
Was mich allerdings verärgert hat und mir eine eventuelle Problematik erst hat bewusst werden lassen ist, dass ich mehre E-Mails von der Gewerkschaft bekommen habe.
Die E-Mailadresse stand definitiv nur in meiner Bewerbung drin. Da die Mails zB direkt aufs Handy pushen achte ich schon ganz genau darauf, wer diese bekommt (0 Spammails in 5 Jahren).

Ich habe mal einen der "Führungskräfte" darauf angesprochen, Antwort war ungefähr:
"Natürlich darf die Firma das einer Gewerkschaft geben."

Stimmt das? Was könnte ich machen, wenn die das nicht dürfen?
 
Paranoid? Ich hoffe du siehst die Gewerkschaft nicht als Spamverein an.
Hast du die Email auf deine Dienst Email Adresse oder auf deine private E-Mail Adresse bekommen?
 
Was sind das hier für selten dämliche Antworten? Ich kann den TE verstehen, wenn man versucht seine Email Adresse so gut wie Möglich zu schützen. Und nein die Firma darf die Adresse nicht weitergeben, ohne deine Erlaubnis. Problem ist das, man wenig dagegen tun kann. Auch würden weitere Schritte nicht unbedingt zum Erhalt deines Arbeitsplatzes führen.
 
Die Mail ging an meine private Mailadresse.
Ich weiß sowieso noch nicht, ob ich da bleiben will, also könnte sich dieses Problem bald erledigt haben.

Gibs im Internet irgendwo etwas zu dem Thema, sodass ich mir mal weitere Schritte angucken kann?
Hab natürlich schon gegooglet, aber nichts richtiges gefunden.
 
Im Prinzip kannst du nicht viel erreichen. Wenn du Schadensgeld haben willst, müsstest du erstmal einen Schaden nachweisen. Ob die Datenschützer deines Bundeslandes sich hier bemühen, das dein Arbeitgeber fahrlässig mit deinen Daten umgeht, bezweifele ich. Kannst denen aber ne Mail schreiben und es nachprüfen.

Letzt endlich ist alles vergebene Mühe. Anders wärs wenn dein Arbeitgeber permanent Daten seiner Mitarbeiter nach aussen geben würde ohne Rücksprache. Aber auch das müsste bewiesen werden.
 
1. Falsches Forum, wenn du wissen willst, ob sie es dürfen.
2. Arbeitsvertrag betrachten und nach lesen. Eventuell steht dort drin, dass die Daten an die Gewerkschaft gegeben werden, sollte die in dem Unternehmen tätig sein.
3. Wenn du was über rechtliche Schritte wissen willst, geh zum Anwalt!
 
Du hast Angst und willst deine Privatsphäre schützen und knallst die E-Mail Adresse gleichzeitig auf eine Bewerbung?

Ob das rechtens ist oder nicht weiß ich nicht, frag doch direkt bei der Gewerkschaft nach und erkundige dich, ob das im Arbeitsvertrag steht?

Zur Not bittest du darum die Adresse löschen zu lassen, und darum das dir keine E-Mails mehr zugeschickt werden, ich persönlich fände das nicht so schlimm, aber wenn ich nicht will das ich Spam E-Mails bekomme, so kriegt die E-mail Adresse keiner, auch nicht mein Arbeitgeber.
 
ich würde auch einfach mal nachfragen wie du die Adresse gelöscht bekommst.
bzw. eine andere Adresse angeben kannst.

Vermutlich verstehen die das als Service, dass du Informationen bekommst.
wenn du diese nicht willst, wird dir sicher auch keiner böse sein....

mich hat mein Arbeitgeber auch bei einer Wirtschaftszeitschrift angemeldet.
nen paar Nette E-mails später wurde ich wieder aus dem Verteiler gelöscht.
 
Ich glaube eher das nicht die Personalabteilung deine Daten weiter gab, sondern das dies eher dein Betriebsrat war. Die haben ja oft bei Personalfragen auch ein Mitspracherecht. Zumindest bekommen Sie aber Informationen über neue Mitarbeiter.

Insbesondere muß man auch bedenken, wer im Betriebsrat aktiv ist, der ist auch häufig in seiner Gewerkschaft aktiv. Und somit ergibt sich dann auch zwangsläufig die Verbindung Betrieb und Gewerkschaft.
 
Die ist in der Tat vorhanden. Aber jemand aus dem Betriebsrat darf doch bestimmt auch keine Daten an die Gewerkschaft weiter geben, die ja mit dem Betriebsrat eigentlich nichts zu tun hat.

Naja ich denke mal, ich werde mal eine Mail an den Datenschutzbeauftragten des Landes schreiben...
 
tu was du nicht lassen kannst :rolleyes:

und du glaubst, das ist der einfachste weg wie du aus dem Verteiler heraus kommst ???
 
Nur mal so aus interesse:
Was sind die Beweggründe aus so einer Lappalie einen Skandal machen zu wollen?
Langeweile? Paranoia?

Soll keine Polemik sein, ich verstehe nur echt nicht was dich antreibt damit deine Zeit zu verschwenden?

PS: Und ja, vermutlich war es der Betriebsrat, da sitzten sicherlich auch viele Gewerkschaftsvertreter mit drin ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
LinuxMcBook schrieb:
Aber jemand aus dem Betriebsrat darf doch bestimmt auch keine Daten an die Gewerkschaft weiter geben,

Muß er ja auch nicht Zwangsläufig. Man kann ja über Dritte und deren Adresse E-Mails auch versenden, ohne das man die Daten weiter gibt. Das Betriebsratmitglied = Gewerkschaftsmitglied muß nur die Entsprechenden Befugnisse zum Versand haben.

Auch gibt es die Möglichkeit, bei E-Mails eine andere Rücksendeadresse an zu geben, als von wo Sie Versand wurde. So kann es sein, das die E-Mails Tatsächlich vom Firmenserver kommen, und nur Inhalt und Rückantwortadresse von der Gewerkschaft sind. Kontrollire das mal.
 
Bei manchen Antworten hier fragt man sich, welches Rechtsempfinden einige User so haben. Diese User haben ja sicher auch nichts dagegen, wenn CB ihre sämtlichen Angaben, wie die zur Registrierung benutzte Mailadresse, hier in einem Thread für alle bekannt macht.
Die unbefugte Weitergabe persönlicher Daten, auch privater Mailadressen, ist und bleibt hierzulande immer noch keine Lappalie und wird nicht selten gar als Straftat gewertet, es sei denn, der Inhaber der Daten hat in irgend einer Form der Weitergabe zugestimmt, was in dem Fall aber eher unwahrscheinlich ist. Also könnte eine Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten des Landes durchaus für die Firma ernste Konsequenzen haben.
Betriebsräte (die häufig auch Gewerkschaftsfunktionäre sind) haben ohne Zustimmung des Beschäftigten keinen Zugriff auf die Personalakte. Also muß sich irgend jemand mit Zugriff auf die Akte einer groben arbeitsrechtlichen Verfehlung schuldig gemacht haben.
Ich hatte vor Jahren einen ähnlichen Fall, ein früherer Vorgesetzter hatte sich illegal meine private Telefonnummer besorgt (da sie nicht im Telefonbuch stand und er der Meinung war, es reicht nicht, daß ich während der Bereitschaft mein Diensthandy an habe), um sie gegen meinen Willen in einen Bereitschaftsplan einzutragen, nach meiner Beschwerde war der Eintrag wieder raus und der Vorgesetzte um eine Abmahnung reicher. Und es hat mir, bis auf diesen Vorgesetzten, in der Firma auch keinen Schaden eingebracht, im Gegenteil. Wir werden gar halbjährlich nachweispflichtig zum Datenschutz geschult. Genau Dein Fall, in abgewandelter Form, ist da auch immer Gegenstand.
 
@frankpr, die Frage dabei ist immer nur, ob man sich nicht selbst schadet oder am Ende wegen Verleumdung angezeigt wird.

Wie gesagt, in diesem Fall ist es immer besser, erst mal den Arbeitsvertrag zu konsultieren und anschließend die weiteren Schritte zu planen.

Die Aktionswut mancher ist genau so schlimm, wie eine unrechtmäßige Weitergabe der Daten. Es hilft oftmals wesentlich entspannter an die Problematik ran zu gehen, und erst mal die Arbeitsverträge durch zu suchen, dann mit der Gewerkschaft sprechen, woher sie diese E-Mail Adresse hat. Wenn er das alles weiß, kann er wesentlich fundierter auch ggf. weitere Schritte einleiten, als wenn er jetzt einen bösen Brief schreibt und absendet.
 
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