[Debian] IPv6-Netzwerk im Terminal einfügen

Rubyurek

Commander
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Kurz zu mir was ich eingestellt habe:

  • SuperUser aktivieren
  • nano /etc/network/interfaces:
#######################
auto enp2s0
iface en2s0 inet6 static
address fe80:3::1/64

auto enp2s2
iface en2s2 inet6 static
address 2001:0:0:3::1/64

up ip -6 route add 2001:0:0:4::1/64 via 2001:0:0:3:1 dev enp2s2
#######################

Im Netzwerklabor habe ich 4 Router mit der jeweiligen Zahl 1-4 und die sollen miteinander kommunizieren also sich anpingen können. Ich weiss momentan nicht weiter, was ich noch einstellen muss, damit andere Leute mit mir pingen können und ich die anpingen kann.
 
Die Angaben für dein Setup sind nicht ausreichend...

Du hast also 4 Router mit 2 oder mehr Interfaces und die Router sind wie genau miteinander verbunden?
Dann ist an einem der Router ein PC mit Debian angebunden und der zwei NICs hat, auf der einen ist nur eine link-local Adresse und die andere hat keine link-local Adresse (?) und als public address das gesamte 2001:0:0:3::1/64

Wie sieht denn die Routingtabelle auf dem Debian aus? Eigentlich müsste es reichen wenn du als Default-Gateway die 2001:0:0:3:1 hast sofern das die IP am entsprechenden Interface des Routers ist an dem der PC hängt.
 
824616


So sieht die aufstellung aus.
 
2001:0:0:0:: kannst du zusammen fassen zu 2001::

Du kannst aus einem bestehenden /64 Subnet nicht weitere /64 "schneiden". Es gelten fürs subnetting die gleichen Regeln wie bei IPv4.

Wenn du vom Provider ein 2001::/64 bekommst und du in deinem Beispiel 5 Subnets willst (::0 bis ::4) dann wäre also die Aufteilung in 8 gleich große Subnets möglich. Das sieht in deinem Beispiel dann wie folgt aus:
2001::/67
2001::0:1:0/67
2001::0:2:0/67
2001::0:3:0/67
2001::0:4:0/67
2001::0:5:0/67
2001::0:6:0/67
2001::0:7:0/67

Router 1 bekommt dann am Interface Richtung Internet die IP 2001::1, Router 2 am Interface Richtung Internet die 2001::2 usw.
Im "internen" Netz von Router 1 bekommt das Interface des Router 1 die IP 2001::0:1:1, Router 2 bekommt am internen Interface die 2001::0:2:1 usw.

Der Server im Beispiel oben links bekommt die 2001::0:1:5 mit Default Gateway 2001::0:1:1 und sonst keine weiteren Routingeinträge. Auf Router 1 sähe die Routing Tabelle wie folgt aus:
2001::0:1:0/67 dev eth1 (internes Interface)
2001::0:2:0/67 dev eth0 (Interface Richtung Internet) gateway 2001::0:2:1
2001::0:3:0/67 dev eth0 gw 2001::0:3:1
2001::0:4:0/67 dev eth0 gw 2001::0:4:1
::/0 default route an eth1 und Gateway dann der unbekannte Router Richtung Internet

Damit weiß dann Router 1, dass das Netz 2001::0:1:0/67 an seinem Port eth1 direkt anliegt und dass er das Netz 2001::0:2:0/67 über das Gerät mit der IP 2001::0:2:1 (also Router 2 eth1) erreichen kann.

Vergleichbare Routingtabellen musst natürlich auch auf den anderen Routern einrichten. Netzwerke und Interface-Bezeichnungen musst natürlich an deine Situation anpassen.
Aber an den Clients/Servern/Workstations musst du defacto keine zusätzlichen Routen eintragen, da die Systeme nur ein einziges Netzwerk und Gateway kennen. Solche Routingtabellen am Client sind nur notwendig, wenn sich in einem Subnet mehrere Router/Gateways befinden und man unterschiedliche Netze über unterschiedliche Router/Gateways erreicht oder wenn ein Gerät mehr als ein Netzwerkinterface hat und diese Interfaces sich in unterschiedlichen Subnets befindet.
 
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