News DeepL: Echtzeit-Sprachüber­setzung mit Voice-to-Voice nun Reali­tät

"staatlich vereidigte Übersetzer hassen diesen Trick"

Es wird früher oder später Versuche geben, so etwas auf der großen Bühne via KI umzusetzen, zum Beispiel bei der UN Vollversammlung.

Bisher braucht es dafür unmengen an Übersetzern um alle Sprachen abzudecken.

Eröffnet aber auch neue Vektoren, um das gesagte zu Manipulieren und Unfrieden zu stiften.
 
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Also ich benutze DeepL um mit einer bekanntschaft in Ungarn zu schreiben und gut die Hälfte der Übersetzung ist nicht präzise oder komplett am Sinn vorbei und dabei sollte die schriftliche Übersetzung schon einigermaßen gut funktionieren, ich will nicht wissen wie schlecht die Sprachübersetzung erst ist, derartige Tools kommen ja schon kaum hinterher bei einem akzent oder leichten Lispeln.

Ich hab da so meine Zweifel ob das in einem Meeting Szenario überhaupt noch irgendetwas präzise übersetzt, in so einem Setting sollte es aber vorallem präzise übersetzen.

Und von der Kostenstruktur für mehr Text will ich gar nicht erst anfangen.
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Das ist die gleiche Logik, wieso viele Menschen immer noch Zeichnen lernen wollen, obwohl es schon lange Fotoapparate und mittlerweile auch KI-Bildgeneratoren gibt:
So meinte ich es nicht. In Star Trek bekommt man die Fremdsprache ja erst gar nicht zu hören da die übersetzer anscheinend im ohr implantiert sind und permanent übersetzen. Das ist iwie nicht logisch zu ende gedacht. Zumindest wurde das in der Serie nie wirklich genauer beleuchtet. Da muss wohl irgend eine hochkomplexe KI wohl im Hintergrund die intention oder absicht des Sprechers erraten das der in dem moment eine bestimte Sprache mit dem gesprächspartner anwenden will.
Nehmen wir mal das mit der synchronität außen vor.
 
Kaufmannsladen schrieb:
Sprachen zu lernen, bringt nämlich viel mehr als nur den reinen Spracherwerb.
Absolut. Aber wenn die Software in Echtheit übersetzen kann, könnte sie auch als Lehrer dienen. Wenn das Modell dann auch den kulturellen Kontext kennt, um so besser.

Vermutlich werden das andere KI-Modelle aber auch können. Machen sie ja heute schon, in dem es fast egal ist, mit welcher Sprache sie gefüttert werden.

DeepL muss sich daher auch jetzt strecken, um mit Genimi und Co. konkurrenzfähig zu bleiben.
 
Das ist mal ne News. Endlich mal was wirklich Sinnvolles.
Echtzeitübersetzung ist für uns in Deutschland natürlich immer besonders doof, weil wir diese dumme Eigenschaft haben unsere Verben am Ende des Satzes zu verstecken. Ähnlich wie in Japan oder Korea.
Sprachen zu lernen, bringt nämlich viel mehr als nur den reinen Spracherwerb.
Richtig und wichtig. Es kann aber auch eine Hürde darstellen, wenn man andere Kulturen kennenlernen möchte. Und ich finds gut, wenn wir die für Legastheniker und Co abbauen. Ich komm ja selber auch besser mit Mathe als mit Sprachen klar. ^^
 
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Ich finde ja das im Englischen gängige "Interpreter" passender, als das häufig anzutreffende Übersetzter, da das Wort gleich die Tiefe der Aufgabe beschreibt. Denn es werden ja nicht nur dumm Worte übersetzt, sondern eben Zusammenhänge im Kontext und dabei auch vor einem kulturellen Hintergrund.

Deshalb ist es auch wichtig eine Sprache zu lernen, denn nur so kann man die Kultur dahinter verstehen.

Ein gutes Beispiel sind Sprichwörter, denn diese würden plump übersetzt in anderen Sprachen meist gar keinen Sinn ergeben.

Insofern ist Echtzeit hier Blödsinn, weil eben in diesem Prozess unmöglich. Und damit auch Erfindungen wie der Translator in Star Trek. 😉 Das merkt man ja auch bei Simultanübersetzungen im TV, wie schlecht diese zum Teil sind bzw. wie häufig sich die Dolmetscher korrigieren.

Am Ende ist so ein Service also ein schöne Hilfe um eine Pizza zu bestellen, aber vermutlich mehr oder minder tauglich um komplexe mehrschichtige Themen zu besprechen oder es müssen sich eben beide Seiten dann so einfach wie möglich ausdrücken.

Es kommt auch darauf an, wie ähnlich sich Sprachen und Kulturen sind.
 
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Ansich finde ich es ja schon praktisch, aber eine Sprache zu erlernen sollte noch immer Priorität haben. Ich muss mich gerade beruflich wieder mit „echtem“ Englisch auseinandersetzen und je älter man wird, desto schwieriger wird es. Dennoch sollte einem die Herausforderung nicht genommen werden und DeepL und Co nur als Unterstützung nutzen.

Gerade Kinder / Jugendliche sollten noch das eigene Gehirn anstrengen und nicht nur wissen, wie man die App benutzt.

Und man darf auch nicht den Berufszweig des „Dolmetschers“ vergessen, der damit einfach komplett wegfallen wird 🤔
 
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konkretor schrieb:
Jetzt wird er Wirklichkeit
Muss nur noch der Quellcode via CRISPR ähnlichen Technologien in das Genom eines Goldfischs kopiert werden … Ich mach mich selbstständig … :daumen:
 
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Für mich nir interessant, wenn es stationär aif dem Smartphone oder pc ablaufen würde. Wenn man dazu erst wieder alles auf irgend einen Ki server senden muss, dann ist es wieder kein besuchbares Tool für Firmen. Geschäftgeheimnise stellt man ja auch nicht auf die webseite.
 
Ach....wenn das richtig ausgereift ist, braucht man keine Sprachen mehr lernen.

Sollte ja auch heutzutage durch KI etc. eigentlich kein Problem mehr sein, dass sämtliche Anwendungen wie Spiele etc. nun in Wort und Schrift in Deutsch sind....🤔
 
Thares schrieb:
iwann müssen wir gar keine Sprachen mehr lernen :-)
Ich nutze DeepL schon lange, klar nicht als Echtzeit Kommunikation, jedoch als Unterstuetzung.

Zudem ich mich fuer das Sprachen lernen begeistere, neben deutsch und englisch existieren noch finnisch, russisch und italienisch in meinem Sprachschatz.

Spanisch steht auch noch auf der ToDo. :-)
 
Jagdwurst schrieb:
wenn das richtig ausgereift ist, braucht man keine Sprachen mehr lernen.
Cognitive Offloading... irgendwann haben wir dann ein Niveau persönlicher Fähigkeiten, das einem Toastbrot entspricht 😉.
 
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AGB-Leser schrieb:
Zum Glück, denn sonst wäre es schnell vorbei mit denen und gratis auch
Jaein ;),kommt darauf an wenn Sie als Investor im Rücken haben oder mal ins Boot holen. Da ist dann u.U. Eine breit gestreute Anlegerschaft das kleinere Übel
 
Jagdwurst schrieb:
Sollte ja auch heutzutage durch KI etc. eigentlich kein Problem mehr sein, dass sämtliche Anwendungen wie Spiele etc. nun in Wort und Schrift in Deutsch sind....🤔

Bei Xbox sieht man, wie gut das funktioniert, wenn man professionelle Übersetzer durch KI ersetzt:

1776424419782.png

1776424442248.png
 
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incurable schrieb:
"Echtzeit" ist bei Übersetzungen praktisch unmöglich.

Man kann höchstens die Latenz zwischen gesprochenem Wort und Übersetzung minimieren.
Im Produktvideo (auf https://www.deepl.com/de/springlaunch) sprechen sie konsequenterweise auch von "very low latency". Komplett natürlich erscheint mir die Konversation da auch nicht. Trotzdem: schon recht eindrucksvoll, was das DeepL-Team da auf die Beine gestellt hat!
 
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Bei Spanisch hat die App im Jahr 2025 komplett versagt. Ich wollte einen Teller für meine Tachter. Chat GPT hat funktioniert. Ich sehe da keinen Vorteil zum Google Translart
 
samuelclemens schrieb:
Da muss wohl irgend eine hochkomplexe KI wohl im Hintergrund die intention oder absicht des Sprechers erraten das der in dem moment eine bestimte Sprache mit dem gesprächspartner anwenden will.
Kennst die StarTrek Folge Darmok? Diese führte eigentlich die eigene Translator-Erklärung schon ad absurdum. Mal abgesehen davon, dass dieses Technobabble sowieso nur ein produktionstechnischer Kniff, genauso wie das Beamen der Autoren war, und auch abgesehen von Extremfällen wie Metaphern-Sprachen. Es ist doch jede Sprache grammatikalisch anders aufgebaut und man kann in Echtzeit Wort-für-Wort nur sehr schwierig übersetzen, ohne den Rest und Kontext bereits gehört zu haben. Es dürfte also schwierig werden, außer man baut noch eine Zeitschleife ein oder jeder kann über einen manipulativen Chip im Hirn jede Sprache direkt fließend sprechen. ;)
 
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