Sammelthread Der Plattenspieler- und Vinylthread

Ich hatte gestern abend nochmal die "Deep Purple in Rock" (Erstpressung) aufgelegt. Ja, Ian Gillan ist heute 56 Jahre älter und die Stimme verändert sich nun einmal.. Aber umso mehr tut es weh, ihn heute mit 81 Jahren zu hören. Echt schade, wenn man nicht erkennen will, das es besser wäre, in die verdiente Rocker-Rente zu gehen.
 
Da ich ein Messnerd bin, habe ich mein nigelnagelneues AT-OC9XML auch mal durch den Frequenzgangtest meiner Testplatte geschickt:
AT-OC9XML Frequenzgang.png


Die einzelnen Werte dazu packe ich mal in einen Spoiler:
Frequenz in HzAbweichung (L)Abweichung (R)
20-0,794-1,000
25-0,493-0,842
31,5-0,324-0,538
40-0,049-0,354
50+0,115-0,133
63+0,265-0,029
80+0,490+0,144
100+0,521+0,120
125+0,623+0,410
160+0,512+0,328
200+0,980+0,740
250+0,667+0,411
315+0,490+0,336
400+0,354+0,244
500+0,159+0,100
630+0,044+0,046
800+0,075+0,049
10000,0000,000
1250-0,142-0,127
1600-0,241-0,250
2000-0,359-0,368
2500-0,540-0,572
3150-0,718-0,544
4000-0,848-0,940
5000-0,727-0,877
6300-0,631-1,107
8000-0,650-0,698
10000+0,762+0,339
12500+2,171+1,811
16000+3,007+2,712
20000+0,656+1,035

Man merkt auch hier wieder Audio Technicas Haussound mit angehobenen Höhen, aber im Vergleich zum VM540ML verschiebt sich der Peak etwas nach hinten, und er ist auch nicht so stark ausgeprägt. Nur ca. 2 dB zu viel bei 12,5 kHz und bei 16 kHz 3 dB zu viel, finde ich bei weitem nicht so schlimm wie +3 dB bei 10 kHz und +4 dB bei 12,5 kHz. Oberhalb von 14 KHz höre ich eh nichts mehr, und die 10 kHz sind beim OC9 noch fast neutral. Ich denke, damit kann ich mich arrangieren.

Kanaltrennung ist auf Goldring-Niveau:
L -> R: 25,42 dB
R -> L: 24,35 dB

Die Wiedergabeverzerrungen sind wirklich absurd niedrig, das Ding trackt fast alles, was ich ihm vor die Nadel setze, auch Sachen, wo das VM95ML noch Probleme hatte. Ich bereue den Kauf nicht, das wird mein neues System fürs Digitalisieren und für besondere Fälle. Zum einfachen Nebenbeihören tut es dann weiterhin das VM95ML, da brauche ich ja nicht unnötig Verschleiß am teuren MC-System.
 
mario_mendel34 schrieb:
das Ding trackt fast alles, was ich ihm vor die Nadel setze
Das ist wirklich so, das AT-OC9XML tastet die 100 µm im horizontalen Tiefenabtasttest auf der dhfi Nr. 2 sauber ab. Ich hätte nicht gedacht, dass sowas überhaupt möglich ist.😳
 
Obwohl es eigentlich viel zu warm war, bin ich gestern nach dem letzten Arbeitstag vor dem Urlaub malo wieder zu Haithabu-Vinyl nach Jagel gefahren. Der Laden ist hier oben mittlerweile schon fast legendär. Konnte da auch wieder einige Scheiben abgreifen. Das folgende gab es alles für je 5€

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Die hatte ich bisher nur auf CD. Die gibt es nicht so oft auf Vinyl, da 1991 schon das CD Hochzeitalter angebrochen war.

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Die Bad war nach der legendären Thriller das nächste Album von Michael Jacksen. Erschienen im August 1987 und steht Thriller kaum nach. Auch bisher nur auf CD vorhanden.

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So von Peter Gabriel. Die Scheibe lag 2x in den Kisten. Hab mich bewußt für die Amiga Pressung aus der DDR entschieden, da diese immer eine sehr gute Pressqualität haben.

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The Yardbirds. Geburtsstätte von so einigen späteren legendären Gitarristen. Darunter "Mr. Slowhand" Eric Clapton, Jeff Back und auch Jimmy Page, der nach dem Ende der Yardbirds 1968 Led Zepplin gründete. Was daraus geworden ist, bedarf keiner weiteren Worte. Auf der Scheibe hier sind die großen Hits der Beat Musikzeit der 60ziger drauf. Aber auch einige sehr schöne Bluesrock lastige Tracks, die leider kaum bekannt, aber trotzdem gut sind.
 
Obwohl ordentlich verpackt und in einer Platten-Papphülle. Wie schafft man so was?
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Wie man so etwas schafft ?
Indem man auf Qualitätskontrolle pfeift. Leider heute Normalzustand.

Das ist ja schon Seegang in Orkanstärke. Das dürfte jede Nadel aus der Rille werfen.
Obwohl der Händler da nichts für kann, natürlich zurück damit. Natürlich dann blöde, wenn es eine limitierte Pressung ist und davon mittlerweile alles weg ist. Hatte am Samstag eine Scheibe bestellt, die nur in einer streng limitierten Pressung von 200 Stück erschienen ist. Hoffentlich ist da alles in Ordnung .....
 
Habe die Scheibe eben zur Post gebracht, das Geld ist schon auf meinem Guthabenkonto. Die Platte ist natürlich jetzt erst mal weg. Oder ich bestelle teurer woanders. Mal sehen.

Die beiden anderen Alben (Megadeth Youthanasia und Exploder) sind absolut in Ordnung.

Am Sonntag wurde ich endlich wieder auf einem Flohmarkt fündig. Eine Erstpressung von Sacred Reich, die American Way. Eines der besten Thrash-Alben aller Zeiten.

Dazu noch (nicht auf dem Foto) eine gelungene Vertigo Nachpressung von Black Sabbaths Paranoid und ein Live Bootleg von The Cure mit einer echt guten Tonqualität. Diese drei zusammen für 60€.

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1980er Metal/Thrash und ich kann nicht widerstehen 😄 allesamt Erstpressungen. Die Hallows Eve ist eine US 1st von 1985 und die Heavy Load ist auch recht selten, finnische Band, 1983.
 

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Da die Schwiegermutter beim letzten Besuch wieder erwähnt hat, dass sie gerne ihre alten Platten noch hören würde aber der alte Plattenspieler nicht mehr tut (Ich weiß nicht, was genau kaputt ist), suche ich mal um Rat.
Der Verstärker dran war auch immer so ein Thema.

Daher bitte ich um Empfehlungen für ein einfaches Kombigerät im günstigen Bereich: Plattenspieler mit Lautsprechern integriert, bestenfalls unter 250€. Maximales Budget sind 300€, wenn es notwendig ist.
(Ja, ich hab schon etwas geschaut, die Kombigeräte haben keinen guten Ruf, und das Budget ist nicht die Welt. Aber die Dame ist über 70, und würde gerne ihre Peter und der Wolf LP hören, und anderes Zeug in der Richtung)
Ich hab auch gefragt ob wirklich ein Kombigerät oder ob auch ein Plattenspieler mit externen Boxen für sie in Ordnung wäre: Nein, lieber ein Komplettgerät.
Auch wenn die Akustik dann leidet: Ja, solange es nicht schlecht klingt.

Sie hat schon so 'Koffergeräte' im Auge gehabt, aber die können ja wirklich nicht gut klingen bzw. fürchte ich da eher um ihre Platten.

Einsatzort wird ihr Nähzimmer, also keine besonders audiophile Umgebung, braucht auch keine großartige/Leistungsstarke Beschallung.

Gefunden hätte ich von Philips "The Stevie", aus diversen 'Tests' den Qlearsoul ONE-Q, den Lenco LS-410 (oder viele andere Lenco-Modelle), aber welcher davon jetzt die alten Platten nicht kaputt macht, bzw. Klanglich ok ist..?

Gibts irgendein Gerät, dass man um 250€ kaufen kann und dann auch was brauchbares hat?
 
Sowohl der Lenco als auch der Qlear haben einen AT3600 Tonabnehmer drauf. Und beide haben einstellbares Auflagegewicht. Damit machst du zumindest mal keine Platten kaputt.
 
@frazzlerunning: Wäre es keine Alternative die Schallplatten zu digitalisieren und ihr so zur Verfügung zu stellen? Um den analogen Klang und das bewusste genießen des Auflegens etc. geht es hier doch vermutlich nicht, sondern um das Anhören der Inhalte an sich.
 
frazzlerunning schrieb:
Sie hat schon so 'Koffergeräte' im Auge gehabt, aber die können ja wirklich nicht gut klingen bzw. fürchte ich da eher um ihre Platten.
Von allen Plattenspielern mit Plastiklaufwerk und dem roten Keramiksystem würde ich großen Abstand nehmen. Auch wenn einige YouTube-Kanäle immer wieder betonen, dass diese Dinger die Platten nicht kaputtmachen, hat mir ein solches Teil alle Platten, die ich damit häufiger abgespielt habe, kaputtgemeißelt.

frazzlerunning schrieb:
Gefunden hätte ich von Philips "The Stevie", aus diversen 'Tests' den Qlearsoul ONE-Q , den Lenco LS-410 (oder viele andere Lenco-Modelle), aber welcher davon jetzt die alten Platten nicht kaputt macht, bzw. Klanglich ok ist..?
Der Philips sieht optisch jetzt nicht besonders hochwertig aus, die anderen beiden schon. Tonarm samt Lager wirkt vernünftig konstruiert, Gegengewicht zum Einstellen der Auflagekraft ist vorhanden und das verbaute AT3600L ist ein MM-System mit Rundnadel, welches die Platten nicht kaputtmacht. Wie gut die elektrische Seite ist (Verstärker, Lautsprecher) kann man aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.
 
Gut, dann bin ich schonmal in der richtigen Richtung unterwegs, danke für die Antworten.
mario_mendel34 schrieb:
Wie gut die elektrische Seite ist (Verstärker, Lautsprecher) kann man aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.
Soweit ich sehe, könnte man die immer noch umgehen und dann ev. den schon vorhandenen Verstärker und Boxen weiternutzen, falls die noch gehen (konnte sie uns nicht sagen). Oder, falls nötig, Aktivboxen dazustellen?

Incanus schrieb:
Wäre es keine Alternative die Schallplatten zu digitalisieren und ihr so zur Verfügung zu stellen?
Ich bin mir nicht sicher. So wie ich sie kenne, nimmt sie schon gerne die Platten in die Hand und legt sie bewusst auf. Ich würde aber vermuten, dass es ihr nicht um den Klang geht, sondern um die Nostalgie.
Kann ich aber nochmal mit ihr drüber sprechen.
 
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Ich brauche nochmal euren Rat... Anscheinend gibts auch 78er Schellack Platten im Haus, beim Schwiegervater. Macht die Sache nicht einfacher.

Weder Qlearsoul One-Q noch Lenca LS-410 beherrschen 78rpm, The Stevie würde es können. Ich hab noch gefunden von House of Marley das Modell Rise Up, bzw. Lenco LS-60.

Die haben zwar alle drei den AT3600-Abnehmer, aber wie es da mit dem Tonarm aussieht, dazu fehlt mir die Erfahrung.

Gibts sonst noch ein brauchbares Gerät, dass ich nicht gefunden habe?
 
Das macht die Sache wirklich komplizierter, denn 78 RPM alleine reichen nicht, Schellackplatten brauchen auch eine andere Nadel, da die Rille viel breiter ist und eine Nadel für Vinylplatten nur auf dem viel zu breiten Rillenboden hin- und herschlackern würde. Der Schellackplatte würde das gar nicht mal so viel ausmachen, das Material ist sehr hart, aber die Nadel würde dadurch sehr schnell verschleißen. Ton würde trotzdem rauskommen, nur sehr leise und stark verzerrt.

Die Tonarme vom Rise Up und LS-60 machen auf mich auch nicht den gleichen guten Eindruck wie bei One-Q und LS-410, der Rise Up scheint noch einigermaßen ok zu sein, wobei auch da das Gegengewicht so aussieht, als könne man es nicht verstellen. Der Arm des LS-60 ist vergleichsweise primitiv, das Lager versteckt sich unter dem Gehäuse am Ende, kann ich nicht beurteilen, was das für eins ist.

Ich würde da wirklich erstmal ein ordentliches Gerät für die Vinylplatten beschaffen und die Schellackplatten außen vor lassen.
 
mario_mendel34 schrieb:
78 RPM alleine reichen nicht, Schellackplatten brauchen auch eine andere Nadel,
Oh, das ist eine wichtige Info. Danke!

Dann wird's wahrscheinlich ein Lenco LS-410, 430 oder 440.
Soweit ich das gesehen habe, sind die praktisch baugleich, nur dass die 430 und 440 noch Pitchverstellung können und halt andere Gehäuse-Oberfläche haben, 430 Kunstleder und 440 Stoff.
 
frazzlerunning schrieb:
Dann wird's wahrscheinlich ein Lenco LS-410, 430 oder 440.
Dir ist dann aber schon bewußt, das für die Schelleckplatten auch immer die Nadel gewechselt werden muß. Für diese Dinger brauchst du dann so etwas hier:
ATN 78
Und für normale Platten muß dann wieder auf die ATN 3600 zurück gewechselt werden. Für eine ältere Dame wohl eher suboptimal.
 
@DaBas Die gewählten Modelle (am Ende wirds jetzt ein LS-440BUBG) können keine 78rpm, also wird jetzt keine Schellackplatte aufgelegt, damit brauch ich auch keine Schellack-Nadel.

Die Schellacks des Schwiegervater werden zu einem anderen Zeitpunkt behandelt, er meint, er hat noch wo einen Plattenspieler dafür.

Aber Danke!
 
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