Sammelthread Der Plattenspieler- und Vinylthread

Ich bin am überlegen, in einen besseren Tonabnehmer für meinen JVC QL Y5F zu investieren.

Ich sehe aber leider den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Eher neutraler Charakter, nicht warm. Shibata oder Fineline. Budget würde ich auf um 500€ ansetzen. Der JVC hängt an einer Project Phono Box S2 Ultra.

Ideen? 🤔

@mario_mendel34

Hast du das Goldring noch? Hat das Gewindebohrungen oder einfach nur Löcher? Wenn es einfach nur Löcher hat, kann man da auch von unten eine Schraube rein drehen? Das sieht etwas komisch aus wegen der konischen Form.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Exit666
evtl. mal ein MC System, falls es die Komponenten hergeben ?
Hatte vor Wochen mal das DL103 gehört, was ja eher noch zu den günstigen MC gehört. Klang trotz nur Rundnadel doch sehr gut. Aber da gibt es ja auch richtig gute MC Systeme mit entsprechenden Schliffen. Bei mir ist ein MC leider außen vor, da ich keine Anschlüsse dafür habe.

Ich bin derzeit mit dem "billigen" und alten Shure M75 höchstzufrieden. Höre kaum noch mit meinen eigentlich viel höherwertigen AT Systemen. Mir gefällt der "warme" Shure Sound wirklich gut. Hätte nicht gedacht, das selbst Budget so gut klingen kann.
 
@DaBas

Als MC in der Preisklasse gibt es gerade das Hana SL (MK1) für 499,- als Rückläufer. Dadurch, dass es keine Innengewinde hat, sondern nur Bohrungen, würde es auch auf das original JVC-Headshell passen.
Allerdings soll es mit mehr als 400 Ohm abgeschlossen werden. Mein Preamp hat 100, 1000 oder 47000 Ohm.
1000 könnten wohl schon zu viel sein. Da hadere ich noch etwas.

Alternativ gefällt mir noch das "alte" AT VM 750 SH, also wieder MM. Für 329,- und ebenfalls ohne Gewinde. Da weiß ich nicht, inwieweit dies eine Verbesserung gegenüber dem VM95 SH wäre. Und dieser goldene Body passt auch optisch nicht soooo ganz.

Ich würde vielleicht auch doch das Goldring 1042 nehmen...

Ich habe sogar noch einen Ortofon OMB Tonabnehmer hier. Hat mir der Verkäufer meines TD318 damals noch mitgegeben. Dafür könnte ich eine OM40 Nadel (419,-) mit Fritz Gyger Schliff (FG 70) bestellen. Aber die OMB TAs sind wohl so was wie OEM (Bulk) Teile, also Erstausrüster auf fertigen Plattenspielern, mit höheren Fertigungstoleranzen als die normalen OM.
 
Zuletzt bearbeitet:
Exit666 schrieb:
Hast du das Goldring noch? Hat das Gewindebohrungen oder einfach nur Löcher? Wenn es einfach nur Löcher hat, kann man da auch von unten eine Schraube rein drehen? Das sieht etwas komisch aus wegen der konischen Form.
Hab gar nicht gesehen, dass du mich erwähnt hattest. Ja, das Goldring habe ich noch, das hat nur Löcher. Schraube von unten sollte kein Problem sein, aber das teste ich mal beim Demontieren.

Wobei ich das Goldring 1042 auch echt nicht empfehlen kann, von allen Systemen mit hochwertigeren Schliffen hat das mit großem Abstand die schlechteste Abtastfähigkeit, ich weiß nicht, wie man es schaffen kann, das so zu verbocken.

Die OM40-Nadel ist identisch mit meiner VM-Silver-Nadel, die ist gut. Die OMB-Generatoren dürften auch ähnlich zu den VM-Generatoren sein.

Eine andere Option wäre natürlich bei Ortofon noch ein 2M Bronze oder 2M Black. Ich weiß allerdings nicht, wie die Klangsignatur der 2M-Reihe ist, weil ich mich aufgrund des Preisanstiegs zur VM-Reihe bisher konsequent geweigert habe, eins zu kaufen. Die Nadeln dürften die übliche Ortofon-Qualität haben, das 2M Black wird oft gelobt, ist aber massiv überteuert.
 
@mario_mendel34

Ich würde halt gerne das originale JVC Headshell verwenden. Das hat durch seinen zweiteiligen "Schienen"-Aufbau eine feste Kröpfung, man stellt nur, durch verschieben, den Überhang ein.

Leider hat das Headshell an sich Gewindebohrungen, man befestigt den originalen Z1-Tonabnehmer daher von unten.

Will man jetzt einen TA mit Innengewinde auf das Headshell schrauben, trifft dieses Innengewinde auf das Innengewinde des Headshells. Die Schrauben müssen, wenn die aus dem TA ins Headshell greifen, direkt in dessen Gewinde. Und wenn das nicht sauber passt (je nachdem wie die Gewinde zueinander stehen), dann fängt es an zu sperren.

Meine AT TAs bekomme ich nicht sauber drauf, es zieht immer eine Seite nicht ganz bei.

Beim 2M bekäme ich wieder das gleiche Problem. Oder hätte vielleicht Glück.
 
Ah ok, das heißt, alles ohne Gewinde ist gut und alles mit Gewinde ist Glückssache. Dann würde ich ein 2M gar nicht erst probieren, sondern die Nadel 40 für das OMB kaufen. Die ist meilenweit besser als das Goldring.
 
Das wäre die Variante fürs JVC-Headshell. Und damit bin ich echt eingeschränkt, habe mir jetzt zig TAs angeschaut.

Oder ich nutze doch das AT-Headshell, dann bin ich eben nicht so eingeschränkt. Mache ich im Moment ja auch mit dem VM95SH. Wäre halt cool gewesen mit dem JVC, dann wäre der Dreher original bis zum TA.

Das AT-Headshell passt ganz gut, den von JVC vorgegebenen Überhang treffe ich ziemlich genau, wenn der TA press hinten im Headshell sitzt. Das gilt für alle TAs bei denen die Distanz von Mitte Gewindebohrung bis Nadelspitze ca. 9,4mm ist (das ist bei vielen ATs der Fall). Die Kröpfung ist auch kein Problem, wenn beide Schrauben an der Hinterkante sitzen, sind sie automatisch parallel.

Wenn das 9,5mm (z.B. Ortofon 2M Serie) oder 9,3mm sind, diese Erbsen zähle ich nicht. JVC schreibt selbst in der Anleitung, dass 1mm Abweichung OK ist. Auf 1/10mm schaffe ich eh nicht einzustellen.

Das VM 760 xSL lacht mich auch an. :)
 
mario_mendel34 schrieb:
Eine andere Option wäre natürlich bei Ortofon noch ein 2M Bronze oder 2M Black. Ich weiß allerdings nicht, wie die Klangsignatur der 2M-Reihe ist, weil ich mich aufgrund des Preisanstiegs zur VM-Reihe bisher konsequent geweigert habe, eins zu kaufen. Die Nadeln dürften die übliche Ortofon-Qualität haben, das 2M Black wird oft gelobt, ist aber massiv überteuert.
Ortofon ist aus meiner Sicht mittlerweile massiv überteuert !
Mitttlerweile über 400€ für ein OM40....öhm Nein, niemals. Wobei nicht wenige das OM30 als die bessere Nadel bezeichnen. Ähnlich wie das VM95ML vs. VM95SH. Das mag aber sicherlich auch Geschmacksfrage sein.

Exit666 schrieb:
Alternativ gefällt mir noch das "alte" AT VM 750 SH, also wieder MM. Für 329,- und ebenfalls ohne Gewinde. Da weiß ich nicht, inwieweit dies eine Verbesserung gegenüber dem VM95 SH wäre.
Für das 750SH kann ich jetzt nicht sprechen. Ich hab nur das 540ML, was in Tests als das bessere System gegenüber dem 740ML bezeichnet wird. Die Unterschiede zur VM95 Serie sind jetzt nicht so groß. Was aber definitiv vorhanden ist, ist der AT typische eher hellere Klang. Deutlich ausgeprägter als bei der VM95 Serie.

Ansonsten bin ich bei Systemen in der Preisklasse aber auch raus. Das ist mir dann einfach too much. Hatte ja schon beim 540ML mit mir gerungen. Und selbst das geht ja mittlerweile in Richtung 250-270€.
 
DaBas schrieb:
Ortofon ist aus meiner Sicht mittlerweile massiv überteuert !
Mitttlerweile über 400€ für ein OM40....öhm Nein, niemals.
Ich finds auch zu teuer, aber wenigstens bekommt man bei Ortofon Nadeln, die auch sauber abtasten. Nach meinem Griff ins Klo mit Goldring habe ich ja bemerkt, dass nicht jeder Hersteller dazu in der Lage ist. Und die höheren Ortofon-Preise wurden ja leider von den Käufern angenommen. Bereits zum Beginn des Vinyl-Hypes hatte Ortofon mit der 2M-Reihe die höheren Preise getestet, und die 2M-Systeme wurden in sehr großen Mengen verkauft.

Die OM30 ist bestimmt auch eine feine Nadel, damit macht man gewiss nichts verkehrt.
 
Haltet mich für bekloppt, aber mich stört dieses Gold bei dem Audio Technica. Es passt überhaupt nicht zum Rest meines JVC. Oder generell. Es hat die Farbe einer Ludenhalskette.

Ja, ich könnte sagen Form follows Function, aber leider geht das nicht so einfach.

Ich tendiere hart zum Ortofon 2M Black. Ja, es ist teuer und auch wieder ein Shibata. Aber optisch einfach gelungen.
 
Damit wirst du klanglich nichts falsch machen, das 2M Black bekommt wirklich im Netz sehr viel Lob. Ich habe auf Youtube mal ein paar Needle Drops damit gehört, und fand den Klang auch sehr gut, aber mir war es immer zu teuer.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Exit666
Das 2M Black ist ein klasse System, keine Frage.
Aber ich finde die 500-600€, welche dafür aufgerufen werden, für ein MM System einfach nur absurd teuer.
Aber wie schon gesagt wurde, die Leutte bezahlen das, leider.

Zumal man sich ja dann auch die Frage stellen muß, wenn man sich dieses System für den Preis sich zulegt, ob die Kette, an dem das System dann spielt, das dann auch wiedergeben kann, was so ein 2M Black klanglich liefern kann.
 
Ich sage mal so, ein 3000€ MC würde ich nicht in meine aktuelle Kette einbauen. Ein 500€ MM gibt die Kette aber weiter, da bin ich mir sicher.
 
Das wäre auch noch eine Option.

https://share.google/IZ12LgSWHibJfAqcr

Damit wäre der Dreher weitestgehend original.

Wollte gerade testweise mal die aktuelle Nadel abmachen. Ich bekomme sie nicht ab. Ich ziehe genau nach Anleitung aber das Teil will nicht runter.
 
Am Sonntag wurde die Entscheidung getroffen - 500€ wollte ich doch nicht investieren. Es wurde ein AT VM750xSH, für 305€ inkl Versand. :cool_alt:

6C5A0513---Kopie.jpg

6C5A0520---Kopie.jpg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nihil Baxxter und WhiteHelix
Wie ist denn der klangliche Unterschied zum VM95SH ?
Ich hab ja "nur" das VM540ML. Dort ist der Unterschied zum VM95ML zwar zu vernehmen, jedoch recht gering. Zudem hat das VM540ML auch den AT typischen hellen Klang, der im direkten Vergleich zum VM95ML doch schon deutlich ausgeprägter ist.
 
Die Stereotrennung ist besser. Ansonsten dachte ich zunächst, dass der Unterschied recht gering ist. Bis ich intensiv mit meinen Lieblingsalben anfing.

Fleetwood Mac - Tango in the Night.

Ich bin recht neutral an die Sache ran gegangen, wollte nicht dieses "Ich habe was teureres gekauft, also muss es besser sein" an mich ran kommen lassen.

Aber so gut habe ich die Scheibe noch nicht gehört. Stereobild, nenne es Bühne, Details und der Bass.

Hifi Schluderbacher hat ein langes Video veröffentlicht (2:44 Std.), da haben sie auch die VMx Serie besprochen. Ihr P/L Sieger war eigentlich das VMx 745ML, was aber sehr analytisch aufspielen soll. ATs sind ja eher auf dieser analytischen Seite, mal ganz grob eingeordnet. Aber das 745xML an einer hellen Kette kann auch schon zu viel sein. Einer der beiden Kommentatoren war dann eher Richtung 750 xSH, es würde, im Gegensatz zum ML, die Sache nicht besser oder schlechter machen, sondern anders.

So eine Art ganz leichte Wärme ins Spiel bringen.

Da meine Quadrals eher hell sind, war die Entscheidung dann für´s SH getroffen.

Schwer zu erklären - Details sind da, richtig gut, richtig differenziert, super klar. Aber nicht bis ins letzte analytisch, sondern sehr "seidig". Wunderbare Mischung aus Klarheit und Musikalität. Sehr gut durchhörbar.

Absolute Empfehlung!
 
Exit666 schrieb:
Fleetwood Mac - Tango in the Night.
Das ist, sofern es sich um eine Pressung von damals handelt, eine sehr gute Pressung. Hatte die damals als CD gekauft und letztes Jahr hier auf dem Flohmarkt für einen schmalen Taler das Vinyl davon ergattern können. Denn als Vinyl ist das Album nicht gerade oft vorhanden, da aus der Hochzeit der CD.
Exit666 schrieb:
. Ihr P/L Sieger war eigentlich das VMx 745ML, was aber sehr analytisch aufspielen soll. ATs sind ja eher auf dieser analytischen Seite, mal ganz grob eingeordnet. Aber das 745xML an einer hellen Kette kann auch schon zu viel sein. Einer der beiden Kommentatoren war dann eher Richtung 750 xSH, es würde, im Gegensatz zum ML, die Sache nicht besser oder schlechter machen, sondern anders.

Das x745 ist ja noch recht neu. Es hat im Gegensatz zum 740ML einen Nadelträger aus Bor. Hatte auch damals Tests zum 740ML gelesen und dort war tlw. das 540ML als die bessere Nadel gesehen worden. Eine SH Nadel gibt es ja in der 5X0 Reihe nicht. Ich hatte die vor 2 Jahren noch für 199€ bekommen. Heute wird für das 540ML 250-270€ aufgerufen.

Das die Fleetwood Mac mit dem 750SH besser klingt, liegt sicher auch an der besseren Kanaltrennung des 750SH. Dadurch wird die Bühne ja breiter. Das ist ja beim 540ML vs 95ML recht ähnlich. Auch dort noch etwas breitere Bühne, bzw. etwas mehr räumlicher Klang.
 
DaBas schrieb:
Das ist, sofern es sich um eine Pressung von damals handelt, eine sehr gute Pressung.
Aus der Sammlung meines Vaters, erste Pressung :) . "Hifi-Referenz", ähnlich wie Tracy Chapman oder die Pyramid von Alan Parsons Project.

Ja, die 7xx und auch die aktuellen 5xx, glaube ich, haben ja ein Metallplättchen zwischen den Spulen, zwecks Reduzierung von Übersprechen.
 
Ich hab heute meine erste Picture Disk bekommen, ist grundsätzlich schon echt ganz cool das Ding. Was mich aber extrem stört ist das fehlende Cover, hab nicht mit PVC-Müll sondern eher was Jewelcase artigem gerechnet...sehr uncool grade.

Ich hab jetzt mal so ne Antistatik Innenhülle mit rein gepackt, reicht das schon oder sollte ich mir noch weiter Sorgen machen bzgl. dem PVC?

IMG_9948.jpeg
 
Zurück
Oben