steve127
Lieutenant
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- Juli 2006
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nachdem der " die atmosphärischsten pc-spiele" thread gute resonanz gefunden hat mal was anspruchsvolleres: postet eine kurze szene oder ähnliches aus einem spiel, das ihr mögt, in literarischer form. dabei ist der zweck die stimmung im spiel möglichst authentisch für die leser rüber zu bringen.
ich fang mal an - gothic 1
... in der ferne scheint die luft in schwingungen geraten zu sein, zitternde entladungen rollen über einen unsichtbaren horizont und die luft vibriert unter dem leisen grollen der entladungen. viel mehr als das gefühl des eingesperrt seins ist diese barriere inzwischen zu einem vertrauten begleiter in dieser feindlichen welt geworden und das fahle leuchten gibt dieser nacht eine stimmung wie vor einem sommergewitter. niemanden hier im sumpf scheint das phänomen noch zu interessieren, keiner richtet auch nur seinen blick an diesem abend zum himmel, allein der aromatische rauch aus selbstgedrehtem kraut zieht ihre gedankenverlorenen blicke auf sich. aus einer kräuterküche dringt noch licht und aus dem inneren erhasche ich schnelle bewegungen dieses alten leuteschinders, der mich bei unserer nächsten begegnung sicher wieder in diesen sumpf hetzt, um seine kräutersammlung zu vervollständigen. dieser verdammte griesgram, dessen krächzende stimme niemals ein lob auspricht, egal wie viel kraut ihm die novizen noch aus dem sumpf heranschleppen. doch das leben könnte schlechter sein. zum ersten mal seit meinem "sturz" in die enklave gibt es so etwas wie eine perspektive, hoffnung. wenn ich lange genug mit diesen spinnern an einem strang ziehe, vielleicht trage ich dann auch bald eines dieser prächtigen langschwerter auf dem rücken und muss mich nicht länger vor jeder blutfliege fürchten, wie ein kleiner junge, der sich im sumpf verlaufen hat. ein arroganter haufen diese priester, aber gute kämpfer, das muss man ihnen lassen und vielleicht kann ich hier noch das ein oder andere lernen. und mit neuen kenntnissen kann es ein niemand innerhalb der barriere vielleicht weit bringen. vielleicht ...
ich fang mal an - gothic 1
... in der ferne scheint die luft in schwingungen geraten zu sein, zitternde entladungen rollen über einen unsichtbaren horizont und die luft vibriert unter dem leisen grollen der entladungen. viel mehr als das gefühl des eingesperrt seins ist diese barriere inzwischen zu einem vertrauten begleiter in dieser feindlichen welt geworden und das fahle leuchten gibt dieser nacht eine stimmung wie vor einem sommergewitter. niemanden hier im sumpf scheint das phänomen noch zu interessieren, keiner richtet auch nur seinen blick an diesem abend zum himmel, allein der aromatische rauch aus selbstgedrehtem kraut zieht ihre gedankenverlorenen blicke auf sich. aus einer kräuterküche dringt noch licht und aus dem inneren erhasche ich schnelle bewegungen dieses alten leuteschinders, der mich bei unserer nächsten begegnung sicher wieder in diesen sumpf hetzt, um seine kräutersammlung zu vervollständigen. dieser verdammte griesgram, dessen krächzende stimme niemals ein lob auspricht, egal wie viel kraut ihm die novizen noch aus dem sumpf heranschleppen. doch das leben könnte schlechter sein. zum ersten mal seit meinem "sturz" in die enklave gibt es so etwas wie eine perspektive, hoffnung. wenn ich lange genug mit diesen spinnern an einem strang ziehe, vielleicht trage ich dann auch bald eines dieser prächtigen langschwerter auf dem rücken und muss mich nicht länger vor jeder blutfliege fürchten, wie ein kleiner junge, der sich im sumpf verlaufen hat. ein arroganter haufen diese priester, aber gute kämpfer, das muss man ihnen lassen und vielleicht kann ich hier noch das ein oder andere lernen. und mit neuen kenntnissen kann es ein niemand innerhalb der barriere vielleicht weit bringen. vielleicht ...
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