Desktop PC als Serverersatz für Virtualisierungen

RondradanSJ

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Hallo liebe Community

ich erwäge mir einen Desktop-PC zusammenzubauen, der vorallem dazu dient Virtualisierungen im größeren Stil, (was immer das heißt) zu betreiben.

Priorität 1: Das Gerät soll flüssig mehrere virtuelle Server mit je 2-4 GB Ram Verbrauch bedienen können.

Priorität 2: dazu mehrere virtualisierte PCs (6+x), die mithilfe von Linux zwar einzeln einen geringeren RAM verbrauch haben in der Summe aber doch sich bemerkbar machen.

Der PC müsste nach also meiner Einschätzung 32GB RAM haben, was inzwischen scheinbar umsetzbar ist. Dennoch kenne ich mich mit vielen Details nicht so aus.

Frage eins an die Profis:
Welchen Nachteil hätte ein solcher, gut ausgerüstete PC gegenüber einen wirklichen Rack-Server? Ein ersten Konfigurationsversuch bei One.de ergab Kosten von unter 1000 €. Ein vergleichbarer Server würde deutlich mehr als 2000 € kosten.

Frage zwei:
Worauf sollte ich noch achten?
Derzeitig erwäge ich eine SSD für Betriebssystem und VM Programm zu nehmen und eine normale Festplatte (1TB) zum Speichern der VMs. Ist das für meine zwecke hilfreich, oder rausgeschmissenes Geld?

Frage drei:
Lohnt es sich vielleicht eher zwei etwas schwächere PCs zu erstellen um eine entsprechende Virtualisierungsleistung zu erzielen?

Finale Frage: Wie könnte eine gute Gesamtkonfiguration für etwa 1500 Euro aussehen? ich habe (von Perepherie abgesehen leider nichts, was sich verwenden ließe)

Vielen Dank
RondradanSj
 
Auf welche Plattform soll es denn hinauslaufen? Würde dabei hauptsächlich auf viele Kerne und viel RAM setzen. Also entwerder einen Intel Sockel 2011 Sechs Kerner, einen AMD FX 8150 oder AMD Opteron.
 
Ich behaupte mal da gibt es wenig unterschied. Du kannst auch Server im normalen Desktop Gehäuse kaufen ... Schau doch einfach nach ähnlicher Hardware ...

Ich würde auf jeden fall nicht nur eine 1TB Platte nehmen, weil wenn du wirklich alle genannten virtuellen Systeme auf dieser Platte speicherst, wirst du keine Freude haben. Ähnlich wie beim RAM, irgendwann kann die Platte einfach nicht mehr gleichzeitig schreiben und lesen ...

Sprich ich würde dir mehr redundante Platten empfehlen und einen RAID Controller mit Cache!
 
fertige Server von HP und Dell sind auf Dauerbetrieb und Zuverlässigkeit ausgelegt. Soll das System in einer Firma laufen, dann sollte man nur solche fertigen Server mit ordentlich Service (24/7 4h Reaktionszeit usw...) nehmen.

Ansonsten sollten die VM-Systeme auf vielen Spindeln liegen. Also würde ich nicht nur eine HDD nehmen, da Du da definitv nen Engpass bekommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
ordentlich Service (24/7 4h Reaktionszeit usw...)
Sehe ich auch so! Aber hier wird immer gegeizt, auch von mittelständischen Unternehmen! Die Scheiße ist immer erst am dampfen wenn sich mal eine Platte oder andere Komponenten verabschieden ...
 
Grundsätzlich ist mir die Plattform egal. Bis mir jemand den Vorteil von einer Plattform aufzeigt.

24/7 ist nicht nötig... im Gegenteil, ich möchte ihn einschalten wenn ich von Arbeitkomme und halt ein paar Labore etc. machen.

Raid klingt gut, hab mir bisher noch nicht den Kopf drüber zerbrochen.
 
wie hier schon gesagt wurde, unterscheidet sich die hardware eig. nicht voneinander.

Bei den großen herstellern, hat sich aber wirklich jemand hingesetzt, und die komponenten getestet.

So hatten unsere HP Server auch HP RAM, der natürlich von irgendeiner firma hergestelle wurde, aber HP hat den mit diesem System getestet, und auch dafür gibt es support.

Wo man dann beim Thema Support ist. In der Regel sind bei solchen Servern immer lange supportverträge bei ;)

Du kannst ruhig einen Normalen Rechner bauen, der die virtualisierung übernimmt.

Du solltest, wenn die kiste aber wirklich mal in einem RZ stehen sollte, und nicht bei dir zuhause.
Soviele Komponenten wie möglich redundant zu gestallten - einerseits erspart das stress, und anderer seits ist die chance auf eine ausfallzeit geringer ;)

Also platten mind. RAID 1 (SSD wie auch HDD) - besser wäre RAID10 oder 5.

Die Systemplatten, können im RAID1 laufen, da diese wenig belastung haben, die platten für die VMs sollten aber zusätzlich zum durchsatz auch eine geringe zugriffrate haben.

Ich weiß jetzt nicht, in wie weit du in dem thema drin bist, aber wenn du mehr über "echte" virtualisierungshardware erfahren willst, dann kann ich dir ein paar begriffe hinlegen, über die du dich gerne informaieren kannst - das sollst du auf keinem fall selber bauen, aber mit den gewonnen wissen, kannst du dein vorhaben bestimmt verbessern ;)

Bladeserver
- Blade
- Blade enclosure

SAN (Storrage)
iSCSI
FireChannel
 
Auf meinen PC laufen auch regelmäßig viele VMs (zwar nicht ganz so viele wie bei Dir, aber immer 2-3).

Meine Meinung zu deinen Punkten

- Solange die den PC nicht 24h/7d laufen lässt würde ich zur "normaler" Hardware greifen, Rack-Server sind für den Dauereinsatz ausgelegt und daher auch verdammt teuer, was sich für private Anwendungen einfach nicht lohnt

- SSD für das Host-System: kommt drauf an, ob du sonst noch viel mit dem System arbeitest, wenn das nur zum VM-Start dient dann halt ich das für überflüssig, ansonsten macht ja eine SSD immer Spaß ;-)

- Festplatten defintiv seperat, ich habe für meine maximal 4 VMs 3 Festplatten, zwei Systeme gehen noch so grade auf einer Platte, alles darüber ist für mich no-go

- Ob ein oder zwei PCs: Hier kann ich leider nichts zu sagen, da meine maximal 4 VMs den PC zwar stark fordern (ok, er ist auch schon drei Jahre alt und damit nicht mehr ganz so top), aber noch lange nicht überfordern, ein zweiter PC dürfte vermutlich Energie-technischer schlechter ausfallen
 
ich würde die vms auf möglichst viele platten verteilen, da dass meist der engpass ist. wie schon geschrieben, blockieren sich die schreib/lese vprgänge irgendwann sonst gegenseitig. also evtl mehrere controller einbauen.
die cpu sollte wenn möglich die aktuellen vt-features wie z.b. SLAT supporten, dann bist du erstmal zukunftssicher.
 
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