News Deutsche Telekom beantragt höhere TAL-Gebühr

Ein Beispiel für Kausalität: wenn der Ausbau in der Fläche Geld kostet und der Ausbau in der Fläche eine Folge der Verstaatlichung wäre, dann hast du mehr Kosten durch die Verstaatlichung. Nicht durch die Verstaatlichung selbst, sondern durch den neuen Auftrag. Unabhängig davon sind Unternehmen in der freien Wirtschaft bisher immer effizienter gewesen.
Ich könnte jetzt aber auch behaupten, dass Festplatten jährlich billiger werden, WEIL die Hersteller keine Staatsbetriebe sind.
Diese Ausage ist ja auch nicht falsch.
Oder dass .de-Domains ohne Firlefanz seit 20 Jahren immer günstiger werden WEIL kein Beamter in den Rechenzentren tätig ist.
Und wenn der Beamte teurer ist als ein Angestellter, dann kostet die Domain vom Registrator mit Beamten sicher auch mehr als vom Registrator der beim Aushandeln der Löhne drücken kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Aussagen haben sich ja sowieso nicht wiedersprochen. Die zu erwartenden steigenden Gesamtkosten in einem solchen Szenario kommen ja nicht durch einen steigenden Preis einzelner Komponenten oder Dienstleistungen, die zur Realisierung benötigt werden. Die Telefon und Internetpreise von vor 15 Jahren will ich jedenfalls NIEEEE wieder haben.
 
Atkatla schrieb:
Ein Beispiel für Kausalität: wenn der Ausbau in der Fläche Geld kostet und der Ausbau in der Fläche eine Folge der Verstaatlichung wäre, dann hast du mehr Kosten durch die Verstaatlichung. Nicht durch die Verstaatlichung selbst, sondern durch den neuen Auftrag.

Unabhängig davon sind Unternehmen in der freien Wirtschaft bisher immer effizienter gewesen.

Du vergisst aber, dass durch den Ausbau sehr viele neue Kunden erreichbar wären und es wäre egal wer die Leitungen dann anmietet...

Effizienz hat per se eigentlich nichts mit Unternehmen zu tun - entscheidend ist ob jemand für seine Entscheidungen verantwortlich ist und eben da happert es idR. bei den Staatsbetrieben.
Ich kenne sehr viele Firmen und von Effizienz ist da nichts zu sehen - tendenz fallend...
 
Atkatla schrieb:
Erm, wo wiederspricht sich das mit meiner Aussage, wonach TK-Dienstleistungen 2010 nicht teurer wurden?

edit: Falls du meinst, wie das nach einer Verstatlichung teuerer werden kann: der bisherige Kostendruck entstand hauptsächlich durch den Konkurrenzkampf der verschiedenen Anbieter, dieser Druck wäre nach einer Verstaatlichung nicht mehr gegeben. Dann hättest du steigende Kosten durch den erzwungenen Ausbau in der Fläche. zudem sind staatliche Anbieter immer aufwändiger aufgestellt. Vgl dazu einfach den Aufbau der Telekom (vor allem personell) vor und nach Ihrer Privatisierung.

Vielleicht sollten einige vllt mal realisieren, dass irgendwann Schluss mit "immer günstiger" ist.

Wer sich die Gehälter bei anderen Netzbetreiber anschaut, dem wird schnell klar werden, warum die schönste Verbindung der Welt für nahezu Lau den Hintern abwischt.

Die Telekom zieht da leider nach, sodass a) immer mehr MA outgesourced werden und b) immer weniger Personal immer mehr Arbeit zu immer niedrigeren Gehältern bewältigen muss.
Eine Entwicklung, die sich branchenübergreifend beobachten lässt und die ich in keinem Unternehmen gutheißen kann.
 
Wenn ich mich mal selbst zitieren darf^^

Robo32 schrieb:
Hier ist kaum einer bereit für gute Arbeit gutes Geld zu bezahlen, aber mit dem eigenem Lohn sind viele mit sicherheit auch nicht glücklich...
 
Robo32 schrieb:
Du vergisst aber, dass durch den Ausbau sehr viele neue Kunden erreichbar wären und es wäre egal wer die Leitungen dann anmietet...
Das wäre nur dann ein positiver Faktor, wenn die neu erschlossenen Kunden die Investitionen auch wieder reinbringen. Nur gibt es Ecken in Deutschland, wo die Investitionen gar nicht oder erst nach langer Zeit wieder reinkommen, da die Preise dort ja nicht höher sein können. Dort lohnt sich der Ausbau für die Anbieter nicht. Wenn er sich wirklich lohnen würde, wäre schon längst ausgebaut. Ergo kann man nur warten, bis durch technischen Fortschritt bei den Systemausrüstern für die Telekommunikationsfirmen die Erschliessungkosten sinken. Bsp. in der Vergangenheit die Outdoor-DSLAM bzw die Technik darin. Die Buddelkosten bleiben dagegen ja relativ konstant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde die Diskussion, das staatliche Betriebe ineffizienter sind, reichlich beschissen.

Nur weil Intel Marktmißbrauch betrieben hat, heißt das nicht, dass alle privaten Firmen Marktmißbrauch betreiben.

Außerdem ist es so wie es momentan ist, auch nicht gut.
Denn es wird immer mehr zu einer Stadtflucht kommen und die Gebiete ohne Internet werden wie ausgestorben sein.
Bei der Telekom ist noch dazu auch nicht alles Gold was glänzt.
Weglaufende Techniker nach dem klingeln bei Fremdaufträgen z.B.

Ich glaube auch nicht, dass es staatlich so teuer wäre.
Denn wenn die heutigen TAL Gebühren tatsächlich für das was sie sollen, eingesetzt werden würden (und auch nicht in den Gewinn fließen), dann würde es vorankommen.
Ein ANSTÄNDIGE Organisation ist aber bei staatlichen Unternehmen besonders wichtig, da gebe ich recht. Auch das verbeamten ist kontraproduktiv. Lieber ein angemessenes Gehalt + Bonuszahlungen bei guten Leistungen.

Und das ihr Angst habt, dass es dann nicht mehr zum Technologischen Fortschritt kommt, kann ich auch nicht verstehen.

Nich umsonst haben 1und1 und Kumpanen in den Städten eigene Netze gebaut...
Der einzige Vorteil wäre, dass nicht NUR die Städte etwas von schnellerem Internet bekommen.

Ich habe vor knapp 2 Jahren endlich DSL 16k bekommen, weil es vorher die ganzen Jahre nur 9 DSL-Lite Anschlüsse gab.

Schon 1-2 Jahre vorher war alles abgemacht und eigentlich startbereit.
Die Telekom hatte die zusagen zur bezuschussung, die sie wollten usw.
Aber nein, die Telekom hat sich trotzdem 2 Jahre Zeit gelassen.

Ich kann auch versichern, dass es hier garantiert nie wieder eine Investition geben wird, es sei denn auf irgendeiner Art und weise werden de Kabel und Kästen so zerstört, dass neue gelegt werden müssen....

Internet ist ein Grundbedürfnis und so wie das behandelt wird (LTE usw), ist das nicht mehr schön.
Auch in Zukunft wird immer schnelleres Internet benötigt werden.

PS:
Es gibt schon eine Technik die sehr Wartungsarm ist, steht immer wieder in der CT.
Ist eine passive Glasfasertechnik wo der Groß der Technik nur in den Zentralen liegt und die DSLAM eigentlich überflüssig werden. Bei Gelegenheit suche ich nochmal den Artikel in der CT
 
derGrimm schrieb:
Bei der Telekom ist noch dazu auch nicht alles Gold was glänzt.
Weglaufende Techniker nach dem klingeln bei Fremdaufträgen z.B.
Sowas machen nur Subunternehmer der Telekom und die kriegen, sofern die DTAG etwas davon erfährt, gehörig auf den Sack.
Welchen Vorteil hat denn die DTAG, wenn man ihr nur einen Kundenbesuch bezahlt, aber 2-3 Anfahrten bezahlt werden müssen? Richtig - keinen.

Wenn sowas passiert kann man das gerne weitermelden, die Telekom ist immer dankbar wenn sie sich verschwendetes Geld von ihren Auftragnehmern zurückholen kann.

Nich umsonst haben 1und1 und Kumpanen in den Städten eigene Netze gebaut...

1&1 ist Reseller und baut überhaupt nichts.
 
@derGrimm: Aus einem einfachen Grund kansnt du davon ausgehen, dass die Telekom sich nicht absichtlich Zeit gelassen hat: die haben ein wirtschaftliches Interesse daran, dir so schnell wie möglich die teueren Tarife anbieten zu können. Wenn also durch die Bezuschussung für die Telekom der Ausbau an sich lohnt, verzögern die ihn nicht absichtlich. Vor allem, um möglicher Konkurrenz und den Kabelbetreibern nicht zuviele Kunden zu schenken. Mögliche Gründe für Verzögerungen gibt es viele, von fehlendem Platz in der VSt bis hin zu behördlichem Ärger wegen anstehenden Buddeleien ist das Spektrum sehr groß.

Die "Angst um den stagnierenden Fortschritt der Technik" bei einem staatlichen Unternehmen resultiert einfach daraus, dass kein staatliches oder nicht-staatliches Unternehmen sich es leisten kann, alle drei bis vier jahre bundesweit die Technik höherzurüsten. Ein privates Unternehmen hat dieses Problem nicht. Sie machen das stückweise, weil es ja keine Verpflichtung gibt, das neue Produkt überall zur Verfügung zu stellen.

Die "wartungsarme" Technik die du meinst ist GPON.
http://www.computerwoche.de/netzwerke/tk-netze/1896011/
http://de.wikipedia.org/wiki/GPON
Telekom hat da bereits Piloten laufen gehabt. GPON ist in der aktiven Technik sehr kostenintensiv. Vor allem bei FttB, da letztlich dann noch VDSL dahinter gebaut werden muss. VDSL + GPON = teurer als nur VDSL. GPON könnte nur dann preiswerter werden, wenn irgendwann LWLs von den Vermittlungsstellen in jede Wohnung führen. Dann würden nur GPON-Investitionen anfallen, von denen man sicher annehmen kann, dass sie im Laufe der technischen Entwicklung sinken.
 
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