Develo vs. Fritz

verena1995 schrieb:
Wenn im Grundsatz mit solchen 8-adrigen Kupferdrähtchen maximal 100 MBit möglich sind, wie zaubert dann Gigacopper 1.000 Mbit her?
Weil es keine feste maximale Datenrate gibt, die mit einer bestimmten Leitung möglich ist, sondern das auch vom Modulationsverfahren abhängt.
Bei kurzen Leitungslängen (in EFH hat man in der Regel unter 20 Meter) kann sogar Gigabit Ethernet direkt über 8 adrige Telefonkabel funktionieren. Auch offizielle Netzwerkkabel bestehen nur aus „8 Kupferdrähtchen“, und wenn es UTP Kabel ist, noch nicht mal geschirmt. Entscheidender Unterschied ist die „Verseilung“, d.h die Anordnung der Adern.

verena1995 schrieb:
Was haltet Ihr davon?
Was wir davon halten ist erstmal zweitrangig, entscheidend ist, ob Du mit der Lösung zufrieden bist, und falls nicht, was stört Dich?
Sorry, hatte einen Satz falsch gelesen, dachte ihr habt schon Devolo. Grundsätzlich ist Powerline Glückssache.

Ich würde auch versuchen, zumindest einen Repeater pro Geschoss irgendwie per Kabel (notfalls eben die ISDN Verkabelung) anzubinden, den Rest dann eben über WLAN Mesh
 
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Zusätzlich muss man noch schreiben dass Powerline gewisse Funkwellen massiv stören kann. Mit Pech wohnt ein Amateurfunker in der Nähe der eurer Powerline n schnelles Ende setzen könnte.
 
VDC schrieb:
In 90er Jahre-Häusern geht so, in 80er eher weniger und in modernen auch nicht so toll, so meine Erfahrungen.
Ein Problem ist, das es nicht vom Alter des Kabels abhängt, sondern (u.a.) wie diese verbunden werden. Bei Telefon, Netzwerk, Fernsehkabel achtet man auf Verbinder mit der passenden Impedanz. Außerdem schließt man keine Störsender ans Kabel an, im Gegensatz zum Stromkabel, wo "Störer" prinzipbedingt ans Kabel müssen (LED, Schaltnetzteil, Waschmaschine, ...). Man kann Störer mittels Netzfiltern mundtot machen, die muss aber in der Regel ein Elektriker einbauen. Neben dem Preis ist hier das Problem, dass viele Elektriker keine Ahnung davon haben.

verena1995 schrieb:
Ich meine 8-adrig.
Dann könnte man die auch für Gigabit-Ethernet direkt verdrahten: https://ngb.to/threads/ethernet-über-netzwerk-und-telefonkabel-praktische-montage-und-fehlersuche.39749/ Je nach Streckenlänge und Kabel werden in diesem Beitrag gelgentlich auch 2,5 GBit/s erreicht.

verena1995 schrieb:
wie zaubert dann Gigacopper 1.000 Mbit her?
Ganz kurz: mehr Megahertz (Bandbreite) pro Draht und mehr Bits pro Hertz.

Higli schrieb:
In diesem Forum darfst Du nicht nach Devolo/DLAN fragen.
Canonball schrieb:
Kann nur Gutes sagen, was die Stabilität und die Traffic angeht.
Wenn es um Ping geht, kann Powerline Vorteile ggü. WLAN haben. Auch bei der Anbindung einer Wallbox in der Garage oder PV-Anlage wo es nicht auf Geschwindigkeit ankommt sehe ich Powerline als Option. Aber bei 1.000 MBit/s? Die bekommt man nicht über Powerline hin. Die schreiben zwar 2.400 MBit/s auf die Verpackung, aber das ist Brutto und selbst der Chiphersteller MaxLinear sieht im Labor maximal 1.000 MBit/s als möglich an. Etwas was man ohne viel Geld in die Elektrik zu stecken zu Hause wohl kaum erreichen wird.
 
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verena1995 schrieb:
jedoch mit mässigem Erfolg.
Kannst du das ein wenig ausführen? Wenn wir wissen, was nicht geklappt hat, dann macht es das raten einer Lösung einfacher. Grundsätzlich wäre ich auch eher auf dem Standpunkt, dass stabile 100MBit immernoch besser sind als mäßig gutes WLAN.

DLAN KANN sehr gut funktionieren. Muss aber nicht. Es ist eine noch größere Wundertüte als WLAN. Bei WLAN erwartet man wenigstens, dass es instabil ist. DLAN weckt ein wenig die Erwartung, es wäre stabiler, weil es über ein Kabel läuft. Aber es ist extrem störanfällig, wenn man Störquellen in Reichweite hat wird DLAN frustrierend. Wenn man keine Störquellen hat, läuft es super. Und weil DLAN so unvorhersehbar ist, wird es ungerne empfohlen. Wenn es läuft, schön, aber wenn es nicht läuft heißt es ganz schnell "aber ihr habt mir doch gesagt wie toll das ist".
verena1995 schrieb:
Verständnisfrage:
Wenn im Grundsatz mit solchen 8-adrigen Kupferdrähtchen maximal 100 MBit möglich sind, wie zaubert dann Gigacopper 1.000 Mbit her?
Für Kupferkabel mit RJ45-Anschluss wird meist Ethernet als Protokoll verwendet. Das definiert für bestimmte Schirmungen bestimmte Frequenzen über die dann bestimmte Datenraten erzielt werden. Möchte man andere Datenraten, in diesem Fall höhere, dann wählt man ein anderes Netzwerkprotokoll. Zum Beispiel DOCSIS. DOCSIS stellt weniger Anforderungen an die Kabel, dafür mehr an die Sende- und Empfangsgeräte.
 
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verena1995 schrieb:
wie zaubert dann Gigacopper 1.000 Mbit her?
G.Hn funktioniert letztendlich ähnlich wie eine (V)DLS-Leitung. Um über ungeschirmte, für Ethernet untaugliche Kupferleitungen so hohe Datenraten übertragen zu können, benötigen die jeweligen Enden Modems (die übrigens auch Strom brauchen, also wenn in der Nähe der "ISDN"-Buchsen kein Strom ist, ist das schon wieder schwierig). Genau das sind diese kleinen Kästchen. Da spielts auch keine Rolle, ob Telefonklingeldraht, Koaxialkabel oder Stromleitungen verwendet werden. Du brauchst immer für die Übertragungstechnik passende Modems. Im Gegensatz zu Ethernet.
 
verena1995 schrieb:
"Kabellegen" im Haus geht nicht.
Vielleicht sollte man heute mal in der Schule wieder einen "Werken" Unterricht einbringen und dabei auch mal eine Bohrmaschine praktisch näher bringen. Kabellegen geht immer.
Wenn es nachher was taugen soll, muß ein Kabel genutzt werden. Alles andere ist Murks.
 
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verena1995 schrieb:
Devolo-Powerline mit WiFi 6 steht jetzt im Raum.

Was haltet Ihr davon?
Wie eigentlich alle hier schon geschrieben: Abstand halte ich von sowas.

Was hier aber noch nicht so Anklang fand:

Je mehr Powerline du zu Hause installierst, desto stärker stören sie sich gegenseitig. Also 2 Adapter um 1 Strecke im Haus zu überbücken.... ok, aber 3,4,5 6 kann ganz schön nach hinten los gehen, da kommen der Erfahrung nach nur 2 stellige Megabit noch an, sofern es stabil läuft. Und wehe irgendein Stör"sender" (kann Kühlschrank, Heizungspumpe, Waschmaschinen, Trockner,.... oder sonst was sein) geht unsteuerbar an und aus, dann bricht die Verbindung auch mal gerne ganz ab.

Musste mal in einer temporären Wohnung 8 Monate während Corona im Homeoffice arbeiten, der Vermieter hatte trotz Neubau nur Devolo Powerline, in jeder Etage 1 Adapter (3) und dazu die Internetverbindung von seinem Router per Powerline in das Haus geholt. Also mindesten 5 Powerline bei uns und wer weiß wieviele bei ihm, mit Glück hatte ich 80 Mbps stabil, aber oft auch instabil. Besser wurde es, als ich den Adapter in der Mittleren Etage absteckte, dafür wurde dort das WLAN zwar langsamer, aber wenigsten stabiler. Zusätzlich kanen Instabilitäten durch für mich nicht identifizierbare Störsender, da die Dauer immer so 30 Minuten war aber mehrmals am Tag.

Mit DLAN macht man sich halt alle Stromleitungen im Haus zu einer riesigen Antenne. Nichts für Strahlungs-Aluhut-Träger :D
 
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Lass die Finger von D-LAN.
überall wo es bis jetzt eingesetzt wurden ist im Freundes und Bekanntenkreis immer nur Probleme.

Wenn 8-Addriges ISDN Kabel geht, dann haste ja Lan-Kabel verlegt.
Darüber sollten 1Gbit ohne Probleme möglich sein.

Sonst halt Flaches Lankabel verlegen, das passt auch perfekt in hinter Holz Sockelleisten usw. Solange keine Tür dazwischen ist, kann man alles sauber verlegen.
 
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Higli schrieb:
Ich hatte es jahrelang im Einsatz
Ah, anekdotische Evidenz ist doch die beste. Und was sagst du zu denen, die damit schlechte Erfahrungen gemacht haben? Alles Inquisitoren und Quacksalber?

DLAN ist sehr anfällig. Verbindungsabbrüche, schlechte Empfangsqualität etc. sind keine ausgedachten Märchen, sondern reale Probleme in Bezug auf Powerline. Und jede neue Lampe im Haus kann dir den kompletten Aufbau zerschießen.

@verena1995 wie genau ist der Grundriss, was nutzt ihr bisher für Geräte, was soll am Ende erreicht werden (jedes Zimmer LAN oder eher nur partiell und Rest mit WLAN und mit welchen Geschwindigkeiten)? Und was liegt an Telefonkabeln oder anderen ungenutzten Leitungen rum? Da gerne auch Fotos von den Kabelenden. Und guck dir die Fragen der anderen hier im Thread an
 
Und nebenbei erwähnt, zu der fehleranfälligkeit und den gewürfelten datenraten bei dLAN, hier im Forum in den unzähligen Threads, hat auch gefühlt noch niemand berichtet, dass er mehr als im besten Fall ~250 Mbit/s netto durchgeschaufelt bekommt, in den meistens threads geht es um deutlich weniger.
 
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verena1995 schrieb:
Devolo-Powerline mit WiFi 6 steht jetzt im Raum.
Was haltet Ihr davon?
Neutral.
Wenn es für Dich besser funktioniert ist das doch in Ordnung.
Du verwendest halt jetzt Kabel, die nicht für Datenübertragung vorgesehen sind.
Ohne Messung lässt sich die Performance nicht abschätzen.
 
verena1995 schrieb:
Es liegen zwar aus den 80er Jahren noch ISDN-Kabel überall, aber die "können" maximal 100 MBit.
Doppel- oder Einzel-Dosen? Wobei selbst 100 Mbit/s gar nicht schlecht sein dürften, denn damit können drei Personen im Raum jeweils einen eigenen Fernseh-Stream schauen. Wie Andere schon schrieb, brauchst Du wirklich mehr?
verena1995 schrieb:
Ich meine 8-adrig.
Wie Andere schon schrieben, dann geht auf kurze Distanz auch direkt Gigabit. Oder hast Du es schon probiert?
verena1995 schrieb:
wie zaubert dann Gigacopper 1.000 Mbit her?
Wie Andere schon schrieben, jene anderen Protokolle können auf kurzen Strecken bzw. durch mehr Strom das Signal auf weniger Adern um-modulieren, ähnlich wie bei DSL und Cable. Mein Tipp wäre Devolo Giga Bridge Phoneline, also G.hn über 2-adrige Telefonleitung.
verena1995 schrieb:
WLAN […] mit mässigem Erfolg
Wie Andere schon nachfragten, auch von mir nochmal: Welche Symptome genau? Oder anders herum gefragt: Hast Du die drei Themen Geschwindigkeit (Durchsatz), Abdeckung (Signalstärke) und Spatial-Streams schon durch?
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibung: nicht „modellieren“ sondern „modulieren“)
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"Ich meine 8-adrig.

Wobei da zunächst umfangreiche Messarbeiten notwendig wären ...."
nein, wieso? Annahmen helfen da wenig, man muss nachschauen.
Vor allem muss erkundet werden von wo diese Kabel wohin laufen.

"Verständnisfrage:
Wenn im Grundsatz mit solchen 8-adrigen Kupferdrähtchen maximal 100 MBit möglich sind, wie zaubert dann Gigacopper 1.000 Mbit her?"
Mit 8-adrigen Telefonkabeln sind gigabit möglich auf kurze Entfernungen (20-30m) muss aber richtig verschaltet sein und es kommt auf das Kabel an. Bei den Kabeln mit den Strichen drauf geht es am besten.
Aber oft sind sehr unterschiedliche Kabel verbaut worden.

Für Gigachopper sind nur 2 Adern nötig. Diese Adapter machen das Signal halt größer und besser übertragbar. Ist halt ähnlich wie beim DSL. Es ist halt ähnlich wie bei Fernsehfilmen. Wenn Jemand nuschelt oder nur laut flüstert, verstehen leicht Schwerhörige das nicht. Macht man den TV lauter, gehts. Alternativ kann man den Equalizer anders einstellen.
Um ein Netzwerk im Haus aufzubauen eignen sich Gigachopper nicht. Die kann man nehmen um eine oder zwei Brücken zu bauen. Hat man 6 Zimmer, kann man keine 6 Gigachopper nehmen.
Fragt man nach Hersteller/Marken, ist AVM erfolgreich am Markt, Delovo hat Insolvenzen überstanden.
 
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Solange hier keine Rückmeldung der TE kommt, dreht sich der Thread wie oft leider im Kreis...
 
Dass du aus der Doppeldose (die jeweils 4 Adern auf 2 Buchsen aufteilt) eine Einfachdose mit einer Buchse mit 8 aufgelegten Adern machst und damit dann 1/2.5/5 Gb-Ethernet darüber fahren kannst.
 
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Wenn es eine ISDN-Verkabelung in Bus- und nicht in Sternform ist, nützt das auch nichts.
 
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