Die richtigen Programmierer finden

IronX

Cadet 4th Year
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Okt. 2014
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Guten Morgen zusammen,

wie vielleicht ein paar Leute wissen, habe ich mich selbstständig gemacht und plane ein neues Projekt. Nur möchte ich dieses Mal ein wenig Geld in die Hand nehmen und dafür eine Agentur beauftragen. Dabei stehen mir insgesamt 6.000 € zur Verfügung, wo nicht nur die Programmierung, sondern auch das Webdesign mit finanziert werden muss. Das Ganze soll ein Preisvergleich für ein Nischenprodukt werden.

Ich habe bisher noch nie eine externe Agentur beauftragt und kann daher auch nicht wirklich einschätzen, auf was ich achten muss und welche Merkmale eine gute Agentur ausmachen. Mir ist es wichtig, dass die Firma nicht zu weit weg sitzt, weshalb ich erstmal im raum Mönchengladbach/Krefeld gesucht habe. Ich bin dabei auf mehrmals via Google auf die Programmierer gestoßen: http://www.use-media.com/de/

Die Referenzen scheinen gut zu sein und ich hoffe, dass die Firma trotz den großen Marken nicht mein Budget sprengt. Vielleicht kann ja einer mit eigener Erfahrung mal ein Auge drauf werfen und mir sagen, wie sein erster Eindruck ist. Ich würde mich natürlich auch über Erfahrungsberichte oder Empfehlungen freuen, wenn die empfohlene Agentur dann nicht zu weit weg von mir sitzt.

Wünsche noch einen guten Start in den Tag! :)
 
Hehe für das Geld könntest du mich genau 4 Tage buchen! :)
Ich würde mir lieber irgendwelche privaten Bastler suchen..
 
Es muss doch auch günstige Agenturen geben, wo man ne recht gute Website bekommt. Soll ja kein "Großprojekt" mit 200 Arbeitsstunden sein. :-)
 
Mit dem Budget aber weitreichenden Aufgaben kannst du dich mal an einer Uni bei IT/Info am schwarzen Brett versuchen oder musst eben anfragen an Firmen stellen mit deinen Belangen.
 
Du kannst dein Projekt auch bei Freelancer Portalen ausschreiben.

Spontan fallen mir da ein:
Twago.de (wobei ich davon eine schlechte Meinung habe)
Freelance.de
Gulp.de

Rechne mit Durchschnittspreisen von 50€/h, die ein Freelancer verlangt (natürlich gehts auch noch höher oder auch niedriger :) )

Das sind aber durchaus realistische Preise und keine 6.000€ für 4 Tage (das sind 1500€/Tag und bei 8 Stunden arbeiten/Tag somit 187,5€/h ... das zahlt vielleicht die NASA ihren Wissenschaftlern :D ) Wahnvorstellungen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Naja ganz so Wahn ist es nicht.

Wenn man bedenkt, dass der Freiberufler sich ggf. noch Versichern und Altersvorsorge etc. betreiben muss geht da auch was für drauf.

Wenn man die pauschale Aussage nimmt, dass 100€ Bruttogehalt auch 100€ Nebenleistungen ausmachen würden aus den 187€ Brutto ja nur noch etwas über 90 Netto. Und das wäre durchaus im gehobenen realistischen Rahmen.



Ich würde mich an deiner Stelle auch an Unis etc. umsehen. Für 6000€ wirst du bei profesionellen offiziellen Firmen nicht unbedingt unheimlich viel Leistung erwarten können. Da wäre ein guter motivierter Student vermutlich die bessere Lösung, wobei hier natürlich das Risiko eines Blenders höher ist.

Im Bekanntenkreis gibts da keinen der einen kennt? ;)

Grüße
SeeD
 
Wenn du mit dem Start noch ein paar Monate warten kannst würde ich mich jetzt schon einmal an eine Uni mit IT-Bezug wenden. Für gewöhnlich haben solche Studiengänge oftmals ein "Praxis-Fach", heißt: Eine Gruppe von Studenten koopieriert ein Semester lang mit einem Unternehmen und entwickelt für diese eine (Software-)Lösung. Sorgt dafür dass ein Student - wie ich - sich freut, einmal was praktisches (und nicht realitätsfernes) zu machen und der Kunde - du :D - zumindest keine (großen) Kosten finanzieller Natur hat. Natürlich wirst du aber auch selbst einiges an Zeit für Betreuung und Vorbereitung investieren müssen, aber das scheinst du ja teilweise ohnehin schon gemacht zu haben.
 
ratzeputz schrieb:
Das sind aber durchaus realistische Preise und keine 6.000€ für 4 Tage (das sind 1500€/Tag und bei 8 Stunden arbeiten/Tag somit 187,5€/h ... das zahlt vielleicht die NASA ihren Wissenschaftlern :D ) Wahnvorstellungen

Sorry, da kann man wirklich nicht von "Wahnvorstellungen" sprechen. Wir nehmen knapp 150€ die Stunde, 1300€/Tag.
Wie viele schon geschrieben haben -> Schau dich an Unis, von mir aus auch an FHs um.
 
150€/h ist zwar sportlich, aber am oberen Ende der Qualität & Qualifikation aber vollkommen legitim. Für "simples" Webdesign kannste keine 150 nehmen, da sind 70-100€/h eher realistisch.
Unter 60€/h kommt aber wirklich nur Pfusch raus. Da verkauft sich jemand entweder mangels Erfahrung derb unter Wert, oder er weiß genau, dass seine Arbeit eben nix wert ist.
 
@amokkx:
Du hast genau das entscheindene Wort geschrieben -> "WIR" nehmen ....
Kann man davon ausgehen, dass du von Firmenpreisen sprichst ... da sind solche Werte natürlich absolut korrekt.

Scheinbar sind Versicherungen und so weiter in Deutschland um viele viele Prozente teurer als in Österreich.
Ein Softwareentwickler verdient bei uns in Ö laut Kollektivvertrag rund 2.200€ (als Einsteiger), 2750€ (mit 3 Jahren Erfahrung) und 3.100€(Experte mit 7+ Jahre Erfahrung) Brutto/Monat. Davon bleiben dir rund 1.500€, rund 1790€ respektive rund 1950€ Netto übrig. (Angaben betreffend einen Entwickler mit Lehrabschluss ... kein Akademiker)
Als Freelancer kommst du bei einem Stundenlohn von 50€/h und genau so vielen Arbeitsstunden wie der Festangestellte auf ca 8000€ Brutto/Monat.
davon bleiben dir nach Steuer und Sozialversicherung locker zwischen 4.000 und 4.500€ Netto übrig (je nachdem wieviel man dann tatsächlich übers Jahr verdient hat halt). Sonstige Zusätze wie Haftpflichtversicherung und eigenständige Arbeitslosenversicherung (wobei die in Österreich absoluter Müll ist) mal außen vor.
Ich arbeite selbst als freiberuflicher Softwareentwickler und verlange je nach Einsatzort zwischen 50 und 70€/h und bin damit mehr als zufrieden ... und ich denke meine Arbeit ist durchaus etwas Wert, sonst hätte ich nicht das ganze Jahr eine :)

Und genau das war für mich pers. auch der Grund, vom festen Job als Angestellter weg ins Freelancing zu wechseln.

Scheinbar ist das aber in Österreich wirklich ein wenig anders als in Deutschland.
 
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Als ob ein selbstständiger Softwareentwickler 40h/Woche Arbeitszeit abrechnen...
Für Kundenaquise etc geht schon einiges drauf.
 
ratzeputz schrieb:
Als Freelancer kommst du bei einem Stundenlohn von 50€/h und genau so vielen Arbeitsstunden wie der Festangestellte auf ca 8000€ Brutto/Monat.
Kein Selbständiger kann seinen Kunden tatsächlich 40h/Wo in Rechnung stellen, außer er arbeitet tatsächlich 50-60h/Wo. Selbständige müssen immerhin auch...
- Neukunden akquirieren (SEHR zeitraubende Kiste)
- Bestandskunden bei der Stange halten. Wartungsverträge sind üblicherweise signifikant billiger als einmalige Geschichten
- ihre Buchhaltung erledigen
- die Zeit/Kohle heraus arbeiten, die sie in Urlaubs- und Krankenphasen NICHT erledigen können. 2 Wochen Malle, eine Woche Grippe, schon hast du 120h NICHT gearbeitet.
- Rücklagen für Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit & Alter bilden

Ich arbeite selbst als freiberuflicher Softwareentwickler und verlange je nach Einsatzort zwischen 50 und 70€/h und bin damit mehr als zufrieden
Dann verkaufst du dich unter Wert. Du willst hier keinem weiß machen, dass du tatsächlich jeden Monat Kunden-Rechnungen für 150-160h schreiben kannst. 80h dürfte es eher treffen, wenn überhaupt.
 
Schon mal etwas von Vollzeit Projekten gehört?
Scheinbar nicht.

Schau dich doch auf den genannten Portalen um ... da werden haufenweise Freelancer für Vollzeit gesucht
Derzeit bin ich auch wieder in einem Vollzeitprojekt bei einem Versicherungsunternehmen und da sind die Zeiten auch von 7-16 Uhr jeden Tag, wobei ich eine Stunde Mittagspause mach :)

Wir reden offensichtlich von verschiedenen Auffassungen des Freelancings.

Ich wills niemandem weiß machen ... ICH weiß ja, wieviel ich arbeite. Ob mir das irgendein heinzi im Internet glaubt ist mir ... ach ... jo ich sags gradeaus ... es is mir wurscht :D
 
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Dann kalkulierst du aber ganz anders. So ein Projekt wie vom TE ist aber eben kein Vollzeit-Projekt. Wer solche Projekte annimmt, der muss eben auch Akquise betreiben.
Außerdem hast du in Deutschland ganz schnell ein Problem, wenn du ewig und drei Tage bei einem Vollzeit-Projekt hängst. Stichwort "Scheinselbständigkeit".
 
Das wichtigste ist, dass du ganz genau in einem Dokument (mindestens 10 Seiten) aufschreibst was das Portal können soll. Du musst wirklich so detailliert wie möglich das beschreiben. Skizzen gehören auch dazu. Wie du es bedienen willst, wie der Anwender es bedienen soll. Must-have, Should-Have... Je mehr Anforderungen dir die Programmierer aus der Nase ziehen müssen, desto teurer wird es...

https://software-consultant.net/blog/was-gehoert-ins-projektkonzept

Dann schickst du das an die Agentur und fragst ob das für das Geld machbar ist.
 
Vielen Dank für eure Mühe und die vielen Meinungen. :) Jetzt bin ich ein ganzes Stück schlauer :)
 
150€/h sind auch nicht purer Lohn. Die Arbeitsgeräte, Versicherungen, der Raum samt allen Unkosten müssen auch bezahlt werden.

FHs haben meist Wahlmodule mit Schwerpunkt Webentwicklung. Dort findest du am ehesten jemanden der was kann. Unis würde ich persönlich meiden, die haben mehr Theorie als Praxis.

Lass dir einfach die Notenliste zuschicken, die müssten ein PDF haben. Dann kannst selbst schauen welche Wahlmodule etc. belegt wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
dcc22 schrieb:
Lass dir einfach die Notenliste zuschicken, die müssten ein PDF haben. Dann kannst selbst schauen welche Wahlmodule etc. belegt wurden.
Und am besten noch die Körbchengröße aller weiblichen Studentinnen dazu...?
Es würde mich doch stark wundern, wenn eine Hochschulverwaltung vertrauliche und persönliche Informationen wie eine Notenliste weitergeben würde.
 
Kanibal schrieb:
Und am besten noch die Körbchengröße aller weiblichen Studentinnen dazu...?
Es würde mich doch stark wundern, wenn eine Hochschulverwaltung vertrauliche und persönliche Informationen wie eine Notenliste weitergeben würde.

Die Hochschule doch nicht, die Bewerber selbst !
Das PDF bekommt man normal online, wo man auch die Noten sieht.
 
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