Die Ukrainekrise – Ein Versuch der Faktensammlung und Analyse

Antimon schrieb:
Und wenn es dich stört, tröste Dich, darüber haben sich schon andere aufgeregt, allerdings ging es da um die USA und ihren Krieg gegen den Terror, da waren die Genfer Konventionen auch gänzlich uninteressant.
Eigentlich hat es mich gestört, weil ich der Meinung war, dass alle Länder die die Konvention unterschrieben haben sich in jedem militärischen Konflikt daran auch zu halten haben... Aber man lernt ja nie aus.


Antimon schrieb:
Und wo wir hier noch am Diskutieren sind und die USA noch davon reden, dass man überlege Waffensysteme an die Ukraine zu liefern ist auch das schon längst geschehen und uns wurde einmal mehr eiskalt in´s Gesicht gelogen.
Ajtopper schrieb:
Wobei das eig. uninteressant ist, die Ukraine hat genug Kalaschnikovs für den 3.WK. Was sie brauchen: mit riesen Abstand Schutzausrüstung und Funkgeräte, lange Zeit nichts, Nachtsichtgeräte, Artillerieortungsradare, Ersatzteile für Panzer und Flugzeuge.
Will einer Bingo spielen?
Alles ganz offen (bis auf die Ersatzteile) und legal. Sehr gutes Geschäft für beide Seiten; die Briten haben für ihre schrottreifen Saxon's 3.8 kk$ gekriegt.


Antimon schrieb:
dass die Ukraine über 271 T-80 und 94 Smertsch, in unterschiedlichsten Ausführungen verfügt. Es sei denn Wikipedia lügt, dann wäre aber einiges mehr zu überdenken, was die Ukraine betrifft.
Ukraine hat noch einen ganzen Haufen T-80UD/T-84, BM-30 auch, die sieht man auch recht oft auf den Fotos. Die Streumunition die sie verschießen können hab ich z.B. im alten Tread gepostet.

Einhörnchen schrieb:
Tja, scheint so als ob die "Lügenpresse" im Westen doch nicht so unrecht hatte... zumindest laut einer Moskauer Zeitung:
Die "Nowaja Gaseta" geht davon aus, das Papier sei über Vertraute von Wladimir Putin an den Kreml-Chef herangetragen worden. Und der - so sieht es Chefredakteur Muratow - habe es für gut befunden.
*no comment*

Boogeyman schrieb:

Habs gleich gebookmarkt, einfach n Musterbeispiel für "Qualitätsjournalismus". Ich mag den Begriff "Lügenpresse" nicht, doch hier ist er durchaus angebracht.
@Rest des Posts
Lies bitte die letzen paar Seiten aufmerksam durch. Danke.
 
Wie wichtig es für die Ukraine ist, die Maidan Schüsse auf zu klären, sieht man an der Handhabung der Personen, die es versuchen. Ivan Katchanovski, gebürtiger Ukrainer, hat hierzu eigene Recherchen angestellt und wird als Belohnung die Ukraine wahrscheinlich so lange nicht mehr betreten könne, solange dort die "lupenreinen Demokraten" herrschen.

Hier findet sich sein vor zwei Tagen aktualisierter Bericht dazu. Und dieser wirft überhaupt kein gutes Licht auf die derzeitige Regierung, den Westen und unsere "Freunde" aus Übersee.
 
Antimon schrieb:
Russland ist die Weltmacht welche auf die Aktionen in der Ukraine reagiert hat, Auslöser für das ganze war nicht Russland sondern der Westen.
Was noch zu beweisen wäre.

Antimon schrieb:
Und wer die Ereignisse in der Ukraine beobachtet, dem ist auch klar, dass er nicht hunderttausende Ukrainer bezahlen muss um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Es reicht doch völlig die rechtsradikalen Blöcke zu bezahlen und für sich einzuspannen, die wiederum sorgen dafür, dass es in die Gewünschte Richtung läuft.
Ich habe die Ereignisse beobachtet und komme zu einem anderen Schluss. Und nu..? Gehöre ich nicht zur sog. Allgemeinheit, mit der du argumentierst?
Der Maidan begann als Studentenprotest, breitete sich in der pro-europäisch gesinnten Bevölkerung aus und zog damit auch extremistische Kräfte an, für die aber der Tenor der Proteste nicht von gesteigertem Interesse war. Da sahen nationalistische Spinner die Chance, auf der Welle der Empörung mit zu reiten und ihre Gedanken von der Verteidigung der ukrainischen Ethnie, Staatlichkeit und diffusem Russenhass auszuleben.

Antimon schrieb:
Und eben in solchen Organisationen sind 5 Mrd $ viel Geld, und nein es wurde nicht seit 1991 gezahlt sondern laut Nuland in den letzten 10 Jahren. Aber auch dann dann sind es trotzdem noch knappe 500 Millionen Dollar pro Jahr, wenn ich so eine stolze Summe in Bauwerken vorstelle, da kann man komplette Städte (!) neu bauen. (Vor allem wenn man bedenkt, was ein Dollar in der Ukraine wert ist).
Seit 1991 sind die 5 Mrd. US-Dollar in die Ukraine geflossen. (Ab Minute 7:25min im Video) Aber machen wir uns nichts vor, ob nun die USA oder Russland. Jede Partei versucht mit ihren verfügbaren Mitteln Einfluss zu nehmen. Es sollte uns nicht verwundern, dass sich die USA in der Vergangenheit der pro-europäischen Opposition zugewendet haben, während sich Russland bei den pro-russischen Machthabern beliebt machte. Hier sind es 5 Mrd. US-Dollar auf der anderen Seite, 30% Rabatt auf den Gaspreis und eine um den selben Prozentsatz erhöhte Pacht für den Schwarzmeerhafen der russischen Föderation in Sewastopol.

Antimon schrieb:
Bist Du Dir da ganz sicher? Evtl. solltest Du Dich dann mal mit Ron Paul unterhalten, immerhin sagt auch er als ehemaliger Präsidentschaftskandidat und als Kongressmitglied, in welchem er über 3 Jahrzehnte Texas vertrat, dass es nicht die Russen waren welche den Ärger in der Ukraine angezettelt haben.
Ron Paul ist ein respektierter Politiker in Texas und hat wohl zurecht drei Jahrzehnte im Kongress verbracht, allerdings sind seine politische Ansichten - ich sage einmal - außergewöhnlich. Man darf zurecht anmerken, dass er nicht ohne Grund dreimal Kandidat war und dreimal gescheitert ist. Wer sich nur beispielhaft den US Wahlkampf 2012 (oder die zwei davor) anschaut, wird bemerken, warum seine Meinung zur Ukraine sicherlich gehört werden sollte, aber als Argumentationsbasis "pro-russisch" denkbar schlecht ist. Müsste man Ron Paul politisch in Deutschland verorten, würde er sich vermutlich in den Extrembereichen von FDP und die Linke am wohlsten fühlen, obwohl er sich als Konservativer bezeichnet, ist er dafür alle us-amerikanischen Truppen zurück in die Staaten zu holen, er sprich sich gegen jede Art von Krieg aus, abgesehen dem zur Selbstverteidigung. Er plädiert dafür die weltweite Entwicklungshilfe der USA zurückzufahren, ebenso das ohnehin dünne staatliche Netz sozialer Absicherung für Notleidende und Geringverdiener. Er ist dafür, dass die USA die Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen beenden - darunter United Nations und Internationaler Strafgerichtshof. Regeln, die den freien Markt behindern lehnt er ab, soziale Marktwirtschaft? Ein Werk des Teufels.

Sich den - der eigenen Argumentation - gefälligen Kommentar Ron Pauls zur Ukraine herauszupicken, ist unglücklich, vorausgesetzt man stimmt den anderen Punkten nicht ebenso vollumfänglich zu. Ansonsten verkommt diese angeblich so wegweisende und repräsentative Meinung eines Politikers schnell zur inhaltslosen Farce.


Antimon schrieb:
Auch hier verweise ich, der Einfachheit halber auf Ron Paul:
Dann solltest du aber ebenfalls anmerken, dass Ron Paul jedwede militärische Intervention fremder Mächte in innerstaatliche Angelegenheiten ablehnt. Das ist kein Blankoschein eines amerikanischen Politikers für das Handeln Russlands.

Antimon schrieb:
Ansonsten würd ich gern noch einmal die Sache mit den USA aufgreifen, sie haben es ja wieder einmal ganz groß in die (IT) Nachrichten geschafft, immerhin hat man ja so eine Kleinigkeit vollbracht wie die Verschlüsselungscodes des größten Sim-Karten Herstellers zu stehlen. Aber auch sonst sind die USA immer ganz vorne mit dabei und erlauben sich Dinge, wo jeder normale Mensch fragen würde "Spinnst Du?", aber es sind ja die USA denen kann man das ja durchgehen lassen.
Für den Ukraine Konflikt irrelevant. Bitte versuche nicht aus einem Unrecht heraus, das andere zu relativieren, bzw. einen kausalen Zusammenhang zwischen zwei unterschiedlichen Vorkommnissen zu konstruieren. Man kann sehr wohl die NSA für ihre Aktivitäten verurteilen und trotzdem Russland kritisieren.

Antimon schrieb:
Evtl. hilft es in diesem Zuge auch zu verstehen was Energiepolitisch rund um die Ukraine so geschieht:

Natürlich ist die Ukraine energie-politisch wichtig, sowohl für die EU, USA und Russland. Soll es uns jetzt verwundern, dass alle Akteure versuchen aus dieser Situation Gewinn zu schlagen?

Antimon schrieb:
Dann relativiere ich es einmal anders, wer hier erinnert sich noch an den Anti-Maidan, welcher parallel zum Maidan statt gefunden hat? Wer erinnert sich noch daran, dass dort auch Bürger der Krim waren und wie mit ihnen umgegangen wurde? Wer erinnert sich daran, was mit ihnen bei Korsun geschehen ist?
Ich für meinen Teil kann aufgrund der Geschehnisse sehr gut verstehen, warum die Krim der Ukraine "Good Bye" gesagt hat.
Ich muss gestehen, bis gerade eben habe ich noch nie etwas von Korsun gehört. Also abgesehen von der Schlacht im 2. WK. Ich kann aber meine Zweifel nicht leugnen, wenn das erste was ich in dem Zusammenhang lese, Pogrom ist. Und auch Google schafft es nicht den Nebel zu lüften. Ausschließlich alle Links und Treffer zu dem Thema - abseits 2. Weltkrieg - stammen aus einer gemeinsamen Quelle, die sich fleißig wiederverlinken und re-tweeten.

Antimon schrieb:
Es mag sein, dass er es nicht ganz genau genommen hat und es kann durchaus sein, dass mir das eine oder andere dabei entgangen ist, allerdings kenne ich die Problematik mit dem Kopfschmerz und den brennenden Augen nur zu gut. Es wäre um einiges einfacher und auch angenehmer wenn wir das, was wir wissen wollen, frei weg aus den Medien lesen könnten und uns nicht damit abmühen müssten das nötige Wissen aus aller möglicher Quellen zu filtern.

Was wir hier betreiben ist nichts anderes als Nachrichteninterpretation, deren Ergebnis eben unseren Standpunkt als Bauern in diesem großen Schachspiel bestimmt. Und somit kämpft hier Bauer gegen Bauer, eigentlich getrieben aus dem selben Grund, denn beide haben Angst, Sorgen und Bedenken vor der Zukunft, wie es weitergeht und was danach sein wird.
Ich würde dir im Grunde zustimmen. Aber allein dein erster Beitrag mit dem verlinkten Artikel bereitet mir massive Zweifel daran, dass den Quellen aus denen du dich informierst, wirklich daran gelegen ist, eine zweite Meinung neben der - angeblichen Westpropaganda - zu etablieren. Beinahe jeder Satz war von der Kernaussage fehlerhaft bzw. verfolgte offensichtlich das Ziel die Geschehnisse in der Ukraine nach eigenem Gusto umzudeuten. So baut man kein Vertrauen auf.

Antimon schrieb:
Ja habe ich, inzwischen wurde der Artikel ja auch zum dritten mal gelöscht. Hast Du die Löschdiskussion auch gelesen? Es verhält sich hier wie bei vielen anderen Dingen, sicher es kann Wahr sein, es kann aber auch Falsch sein. Ich muss aber offen zugeben, dass sich seit Snowden so manches, was vorher eben auch als urbane Legende eben mit der gleichen Argumentationsweise verdammt wurde, als wahr herausgestellt hat. Schlimmer noch, es kommen jeden Tag weitere Dinge hinzu die bis vor kurzem unvorstellbar waren. (Wie eben auch Handyverbindungen milliardenfach abfangen und entschlüsseln, kein Problem)
Habe ich tatsächlich. Aber ich halte mich da an Hitchen's Razor: "What can be asserted without proof, can be dismissed without proof"


Antimon schrieb:
Und wo wir hier noch am Diskutieren sind und die USA noch davon reden, dass man überlege Waffensysteme an die Ukraine zu liefern ist auch das schon längst geschehen und uns wurde einmal mehr eiskalt in´s Gesicht gelogen.
Das ist mir schon seit Juni 2014 bekannt. Und dabei handelt es sich auch nicht um Waffen, sondern um ausschließlich nicht letale Ausrüstung. Daraus einen Skandal zu konstruieren, ist gewagt.


Antimon schrieb:
Aber geholfen hat das Waffensystem im Kessel von Debalzewo auch nicht viel und so wurde es, wie viele andere Dinge, zurückgelassen. Siehe auch dieses typische ukrainische Kampffahrzeug ;)
Anstatt mit Zynismus als Ergänzung auf die fehlende Grundlage für Kritik zu antworten, hättest du auch - wie weiter unten von dir demonstriert - einfach Wikipedia befragen können. Der Humvee dient seit 2001 in den ukrainischen Streitkräften.

Antimon schrieb:
Wenn Putin bewusst einen großen Krieg schüren wollte, dann wären während des Maidan Konflikts die russischen Truppen in der Ukraine einmarschiert. Allerdings hat er das nicht getan im Gegenteil von Seiten Russlands aus gingen bis jetzt alle Versuche etwas am Konflikt in friedlicher Art und Weise zu ändern. Ja auch die beiden Abkommen in Minsk. Und von wem wurden diese Abkommen jedes mal torpediert? Es war jedes mal die ukrainische Armee bzw. der rechte Sektor/Asow die in Wildwest Manier meinten für sie gelte das Ganze ja nicht. Und wenn auf mich geschossen wird und ich die Möglichkeit habe zurück zu schießen, dann mache ich das auch, ich warte nicht bis ich mir da eine Kugel einfange. Da kann ich die Ostukrainer nur zu gut verstehen.
Deine Meinung ist dir unbenommen, spiegelt jedoch nicht die Situation in der Ostukraine wieder. Es ist wohl eher so, dass aus Reihen beider Seiten munter auf die Gegner geschossen wurde, einem Minsker Abkommen zu Trotz. Im Übrigen ist Putin vielleicht rücksichtslos aber kein Idiot. Ein offener Konflikt mit regulären russischen Truppen in der Ukraine? Ein Angriffskrieg? Was möchtest du mit solchen Extrembeispielen eigentlich belegen bzw beweisen? Das der Krem intelligent genug ist, sich nicht offen an Kampfhandlungen zu beteiligen?

Antimon schrieb:
Du musst immer im Hinterkopf behalten, Russland ist eine Atommacht, so schnell bricht mit den Russen niemand einen Konflikt vom Zaun wegen einer kleinen Enklave. Außerdem brauchen wir ja nichtmal so weit weg gehen, gibt doch auch Kaliningrad bei uns (vermutlich auch der Grund für die Panik der Nato vor einem russischen Angriff im Gebiet Litauen). Bei dem allgemeinen Tenor, wäre es doch nur passend, wenn wir Deutschen gleich mit einstimmen und schreien "Königsberg heim ins Reich"
Die Ukraine war bis vor 30 Jahren ebenfalls Atommacht. Es darf angezweifelt werden, dass die Situation heute eine ähnliche wäre, wenn sich die Ukraine nicht auf die Sicherheitsversprechen zur territorialen Integrität von der russischen Föderation verlassen hätte.

Antimon schrieb:
Wie ich weiter oben im Post schon ausgeführt habe, liefert der Westen ja bereits Waffen und Militärtechnik an die Ukraine und auch Russland ist sich dessen wohl bewusst. Die Geheimdienste sind nicht blöd und hinter den Kulissen geht vermutlich weit mehr ab, als wir kleine Lichter hier, uns jemals erträumen würden.
Wenn es so wäre, ich betone wenn. Dann hältst du also ausschließlich die amerikanischen Geheimdienste für so intelligent sich aktiv am Konflikt zu beteiligen?
Wo wurden Waffen an die Ukraine geliefert?

Antimon schrieb:
Sind unsere Methoden denn wirklich besser? Wenn man so in die Welt schaut, kommen einem ernsthafte Zweifel ob der Mensch überhaupt für Frieden geeignet ist.
Vom Großen auf's Kleine zu schließen funktioniert vielleicht bei philosophischen Diskursen.


Antimon schrieb:
Da man aber vorab nicht sagen kann wie viele und vor allem welche Fahrzeuge kontrolliert werden, wäre es zum einen ein beträchtlicher Risikofaktor wenn man mit einem Hilfskonvoi Waffen liefern würde zum anderen würde man durch so eine Aktion, so sie aufgedeckt wird, sein Gesicht verlieren und das sind Dinge die Russland so trivial wirklich nicht machen würde.
Da die russischen Grenzer, respektive Separatisten bestimmen konnten, welche Fahrzeuge zuerst kontrolliert wurden, erübrigt sich die Frage nach der Wahrscheinlichkeit.

Antimon schrieb:
Sicherheitsgarantien waren vorhanden, allerdings waren sie dem roten Kreuz nicht ausreichend genug. Und was die Fahrt des Konvois angeht, wie lange ist der damals an der Grenze gestanden und wurde von der Ukraine immer wieder verzögert? Das war damals doch nur zu offensichtlich, dass die ukrainische Regierung die Hilfslieferung gerne gänzlich unterbunden hätte.

Und auch bei den Sicherheitsgarantien war es das ukrainische Militär, welches durch Nichteinhaltung glänzte
Wielange wurde er denn verzögert und von wem? Und woraus schließt du aus den verlinkten Artikeln, dass das ukr. Militär den Konvoi aufgehalten hat bzw. die Sicherheitsgarantieren verweigerte?


Antimon schrieb:
Meinst Du diese Panzer?
Bezug und Relevanz für den verlinkten Artikel? Soll ich im Gegenzug vielleicht ein paar Videos der Separatisten auflisten, die aus dem Irak stammen und Kampfhandlungen in der Ukraine zeigen sollen? Mit so einem Bild schadest du der Diskussion.


Antimon schrieb:
Es sollte jemandem, der regelmäßig den Ukrainekonflikt in den Medien verfolgt, inzwischen geläufig sein, dass irgendjemand dort unten einem übermäßigen Konsum von Halluzinogenen unterliegt. Vor allem warum sollte Russland seine Soldaten mit Bussen an die Front fahren, die hätten genügend Truppentransporter.
Jetzt lass doch bitte endlich diese "Common Sense" Strohmänner um in der Diskussion irgendetwas zu beweisen. Warum ist Russland nicht schon längst in Kiev einmarschiert? Weil Russland nicht blöde ist.



Antimon schrieb:
Falls es noch nicht aufgefallen ist, Novorossia besteht aus den Gebieten von Donezk und Lugansk und das nicht nur aus den beiden Städten sondern aus deren Verwaltungsbezirken und Mariupol liegt, wenn man sich die Karte einmal anschaut, im Verwaltungsbezirk Donezk
Mit Minsk II sollte der Frontverlauf eingefroren werden. Bei Debalzewe haben sich die Separatisten nicht drum gekümmert, es darf angenommen werden, dass es sie bei Mariupol ebenfalls nicht interessiert. Ob es anders kommt, werden wir in den nächsten Wochen sehen.


Antimon schrieb:
Nicht nur das, die Krim bzw. Sevastopol ist der einzig dauerhaft eisfreie Warmwasserhafen den Russland zur Verfügung hat, ein Wegfall des selbigen würde für Russland einen schmerzhaften Verlust bedeuten und für die USA/NATO wäre es ein nicht zu verachtender Gewinn. Aber auch weil man mit Konflikten nicht unerheblich Geld verdienen kann, dürfte ein nicht allzu kleines Interesse der USA an diesem Konflikt bestehen.
Dachte ich zunächst auch, jedoch besitzt Russland noch weitere ganzjährig eisfreie Häfen.


Antimon schrieb:
Wie weiter oben schon ausgeführt, die Ukraine selbst bezeichnet wohlweislich den Konflikt im Osten als Anti-Terror Operation. Das Kriegsrecht wurde nie ausgerufen und somit ist ein Verweis auf die Genfer Konventionen hinfällig. Und wenn es dich stört, tröste Dich, darüber haben sich schon andere aufgeregt, allerdings ging es da um die USA und ihren Krieg gegen den Terror, da waren die Genfer Konventionen auch gänzlich uninteressant.
Auch mit dem Kriegsrecht gäbe es an der rechtlichen Stellung der Separatisten keine Änderung. Sie zählen nach wie vor als irreguläre Kräfte, die nicht unter die Genfer Konvention fallen.

Antimon schrieb:
Und wenn wir nun davon ausgehen, dass beides Wahr ist, dann können wir nur zu dem Schluss kommen, dass der Ukrainekonflikt von Seiten der USA und Russland lange voraus geplant wurde und jetzt in die Tat umgesetzt wird, ähnlich wie am 23.08.1939 der Hitler-Stalin Pakt die Aufteilung Polens, Finnlands und der baltischen Staaten vorsah.
Ich darf an Ockhams Skalpell erinnern: "Von mehreren möglichen Erklärungen desselben Sachverhalts ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen."
Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält, die in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.

Antimon schrieb:
Und was die Aufgabe der NATO betrifft so brachte es Lord Ismay der 1. NATO Generalsekretär treffend auf den Punkt:

“Die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten halten.”
Jeder staatliche Eingriff, auch wenn er Schwarze schützt, die Jahre zuvor noch gelyncht wurden, sei Teufelswerk. - Ron Paul.
 
Zuletzt bearbeitet:
PiPaPa schrieb:
Alle beschränken sich nur noch auf die Ostukraine. Und was man damit erreicht? Unter anderem ein Zeichen an andere ehm. Sowjet Staaten, das man sich lieber nicht dem Westen zuwenden sollte, sondern im Schoß von Mütterchen Russland man am sichersten ist. Wie man sieht kann der "Westen" ja der Ukraine nicht helfen.
Ich habe nun lange deine Posts mitverfolgt und kann nicht mehr schweigen^^
Ich finde du Missverstehst die Russen und damit auch Putin bzw. seine Politik.

Ich lege dir diesen Zeit-Artikel zu Herzen:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/russland-bedrohung-nato-osterweiterung

Und vor allem diese Talk-Runde vom 5. Feb. 2015 (Maybrit Illner @ ZDF)
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beit...g/video/2336848/maybrit-illner-vom-5.-Februar

Boogeyman schrieb:
Wie das Buk System in die Ukraine gebracht wurde, ist eigentlich gut dokumentiert.
Offensichtlich ja nicht...
Die Rede ist ständig dass Russland diese spendiert hat.

Wozu? Die Separatisten hatten bereits Wochen vor dem Abschuss eine komplette AA Basis eingenommen.
http://wikimapia.org/19236597/156th-Air-Defense-Regiment-Base-Military-Unit-A-1402


Boogeyman schrieb:
Das als Quelle auszuweisen grenzt schon an Körperverletzung.
Objektivität vermisse ich komplett in diesem "Report".

Keine Eingeständnisse.
Kein Wort über das gefakte Ton-Materieal Seitens Ukraine dass 24h vor dem Abschuss erstellt wurde.
Nix. Russe = Schuld, Basta! :freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier ein aktueller Bericht, Quelle Komitees der Soldatenmütter Russlands (also wohl nicht gerade westliche Lügenpresse), wie Russland seine Soldaten "hemilich" in diesen illegalen Krieg zwingt.
"Wir bekommen Botschaften von überall, in denen Soldaten sagen, sie würden wieder zu Militärübungen nach Rostow geschickt", sagt Walentina Melnikowa, Leiterin des Komitees der Soldatenmütter Russlands, einer Menschenrechtsorganisation mit drei Jahrzehnten Erfahrung. "Diejenigen, die schon dort waren, wissen, dass das in Wahrheit Ukraine bedeutet."
...
Doch niemand wollte die Beschwerde der beiden Frauen hören: "Sie sagten uns, unsere Söhne nähmen an Übungen teil, und es seien keine Soldaten in der Ukraine; das sei ein Hirngespinst, das wir uns ausgedacht hätten." Ihr Sohn habe sich nicht als Zeitsoldat verpflichtet, aber er habe eine Erklärung unterzeichnen müssen, in der er sich bereit erklärte, die Grenze zur Ukraine zu überschreiten. Das Dokument trug nicht einmal ein Datum, das die Zeitspanne des Einsatzes angab.
http://www.focus.de/politik/ausland...uten-zum-kampf-in-der-ukraine_id_4496116.html
 
Naja, zugegebenermaßen fällt es deutlich leichter, einem unabhängigen Journalisten denn irgendwelchen Spinnereien hier im Thread Glauben zu schenken.
 
Wenn Du nicht selber vor Ort reisen möchtest um Informationen aus erster Hand zu bekommen, wirst Du immer auf Informationen aus zweiter Hand angewiesen sein und wirst immer irgendwem vertrauen müssen.
 
Das heißt also das du dein Wissen dir vor Ort gebildet hast?

Denn Internet Blogs sind nun auch nicht wirklich geeignet für unabhängige Meinungsbildung, wenn ich mir manche Formulierungen wie "Söldner von USrael" o.ä. angucke... :rolleyes:

Ja, für die Ukraine kämpfen Neonazis, rechte Nationalisten. Und Krieg ist dreckig, daher nehme ich an das die Regierung es ganz pragmatisch sieht und statt regulären Truppen eben die Faschisten zu "besonderen Aufträgen" losschickt... Die sind anscheinend meist die Aufklärer oder sollen das Feuer auf sich ziehen.. :rolleyes:

Und die Ukraine hat nicht viele Leute, also nehmen sie alle.
 
Einhörnchen schrieb:
Hier ein aktueller Bericht, Quelle Komitees der Soldatenmütter Russlands (also wohl nicht gerade westliche Lügenpresse), wie Russland seine Soldaten "hemilich" in diesen illegalen Krieg zwingt.

http://www.focus.de/politik/ausland...uten-zum-kampf-in-der-ukraine_id_4496116.html

Als Auszug eben aus diesem Focus Artikel:

er sei in der ukrainischen Region Lugansk stationiert gewesen, in einem Dorf 80 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Hier ist die Position von Lugansk auf Google Maps und ein Dorf 80km von der russischen Grenze, nach Möglichkeit in Separatistenhand, ist in der Regel irgendwo Frontgebiet bzw. dürfte zur Zeit, als die Thematik bereits im August letzten Jahres veröffentlicht wurde, eigentlich von der ukrainischen Armee gehaltenes Gebiet gewesen sein.

Es ist klar, dass es für beide Seiten um viel geht und entsprechend agieren auch die Medien, bei uns ist es die Dauerleier vom bösen Russen, in Russland ist es dann der böse Westen.

Der andere Punkt bei dieser Nachricht allerdings ist, Walentina Melnikowa ist Co.Vorsitzende der „Republikanische Partei“ (RPR) des Oppositionspolitikers Wladimir Ryschkow. Ein Schelm wer hier eigene Interessen dahinter vermutet ;)
 
Also 500km entfernt vom Donbass und in Russland. Und deine Infos hast du durch den Bruder deines Cousins, dessen Freund dessen Tante... :freak:

Du hast also im Grunde genau genommen auch keine wirkliche Ahnung.

Edit: und 2h danach den Beitrag komplett löschen um sich einer Diskussion zu entziehen, und deine Abfälligkeiten sind wohl zurecht im Aquarium gelandet.
Schade chmir....
 
Zuletzt bearbeitet:
Noxiel schrieb:
Was noch zu beweisen wäre.

Zumindest scheint es das britische Oberhaus ähnlich zu sehen, immerhin gibt man zu blind in die Krise geschlittert zu sein und somit auch indirekt, dass man da einen Bock geschossen hat.


Ich habe die Ereignisse beobachtet und komme zu einem anderen Schluss. Und nu..? Gehöre ich nicht zur sog. Allgemeinheit, mit der du argumentierst?

Du weißt, dass das eine Steilvorlage ist, für "Ausnahmen bestätigen die Regel" ? ;)

Der Maidan begann als Studentenprotest, breitete sich in der pro-europäisch gesinnten Bevölkerung aus und zog damit auch extremistische Kräfte an, für die aber der Tenor der Proteste nicht von gesteigertem Interesse war. Da sahen nationalistische Spinner die Chance, auf der Welle der Empörung mit zu reiten und ihre Gedanken von der Verteidigung der ukrainischen Ethnie, Staatlichkeit und diffusem Russenhass auszuleben
.

Und die Chance haben sie dann ja gleich so professionell und perfekt umgesetzt, dass sie einen Durchmarsch bis an die Spitze hinlegen konnten. Sie waren im ersten Jazenjuk Kabinet mit 4 Ministerposten vertreten, allerdings waren das ja nur die offensichtlichsten, einige sind auch in die Volksfrontpartei von Jazenjuk (wie meinte Frau Nuland nochmal? "Jaz is our man")"eingetreten.

Viele Ukrainer wollten auch nur ein Ende der Korruption weniger die Angliederung an die EU, aber das ist auch einer der Punkte die je nach dem eigenen Standpunkt ein wenig anders gewichtet wird.

Auf alle Fälle wusste der "Rechte Sektor", dass es sich durchaus lohnen kann mit den Polizeikräften "zusammen" zu arbeiten

Seit 1991 sind die 5 Mrd. US-Dollar in die Ukraine geflossen. (Ab Minute 7:25min im Video)

Stimmt, der Artikel welchen ich hatte, hat an der Stelle wohl einen Übersetzungsfehler gemacht.Wobei es nichts an der Aussage ändert, dass es sich dabei um viel Geld handelt, ich würde zu gerne wissen, wohin die knapp 210 Mio $ pro Jahr geflossen sind.

Aber machen wir uns nichts vor, ob nun die USA oder Russland. Jede Partei versucht mit ihren verfügbaren Mitteln Einfluss zu nehmen. Es sollte uns nicht verwundern, dass sich die USA in der Vergangenheit der pro-europäischen Opposition zugewendet haben, während sich Russland bei den pro-russischen Machthabern beliebt machte. Hier sind es 5 Mrd. US-Dollar auf der anderen Seite, 30% Rabatt auf den Gaspreis und eine um den selben Prozentsatz erhöhte Pacht für den Schwarzmeerhafen der russischen Föderation in Sewastopol.

Was man im Allgemeinen eben als Politik bezeichnet, es sei ja auch ok, solange es sich die Waage hält und nicht ausartet wie es eben jetzt in der Ukraine geschieht. Und das auch die jetzige ukrainische Regierung vorbelastet ist, sieht man an einem Blick auf die Arsenij Jazenjuk Stiftung, frei nach dem Motto, zeig mir Deine Partner und ich sage Dir wer Du bist.

Das ärgerliche dabei ist wie immer, einige wenige profitieren davon und das normale Volk schaut mal wieder in die Röhre bzw. darf die Konsequenzen tragen.

Einiges über Ron Paul

Das ist alles schön recht und gut, allerdings stelle ich mir ein wenig die Frage, was das mit seiner Aussage zu tun hat, dass die USA in der Ukraine aktiv ist. Ich denke nicht, dass er solch eine Aussage getätigt hätte ohne über entsprechende Kenntnis der Lage zu haben. (Von einer Glaubwürdigkeitsdiskussion über Politiker sollten wir absehen, denn dafür müssten wir einen neuen Thread eröffnen.)

Für den Ukraine Konflikt irrelevant. Bitte versuche nicht aus einem Unrecht heraus, das andere zu relativieren, bzw. einen kausalen Zusammenhang zwischen zwei unterschiedlichen Vorkommnissen zu konstruieren. Man kann sehr wohl die NSA für ihre Aktivitäten verurteilen und trotzdem Russland kritisieren.

Das wäre auch nicht meine Intention, mir liegt eher an einer Art Ausgleich, denn im Moment zeigt, zumindest meiner Meinung nach, die Waagschale der USA/NATO Staaten/EU um einiges weiter nach unten als die Seitens Russland. Sicher, in einer idealen Welt wäre auch so etwas verwerflich, allerdings sollten wir uns damit abfinden, dass wir nicht in einer Idealen Welt leben.

Man könnte die Vorgeschichte auch so sehen, die USA/NATO/EU nehmen Tag für Tag, Jahr für Jahr ihre Freiheiten heraus nun kommt allerdings der Punkt, wo sie jemand anderen auf die Füße treten. Derjenige beschwert sich dann natürlich entsprechend, erhält aber als Antwort nur "er solle sich nicht so anstellen" und man tritt ihm darauf gleich wieder auf die Füße.

Verständlich wird das ganz gut, wenn man die Jahrespressekonferenz anschaut

https://www.youtube.com/watch?v=jY-CXhN9SqM

Das Problem dabei ist, man kennt es aus normalen Beziehungen, immer nur nehmen ohne etwas geben zu wollen geht zwangsläufig schief, wir sind an einem Kreuzweg angelangt und je nachdem wie sich unsere politischen Vertreter entscheiden wird die Zukunft aussehen und einer der Wege die hier abzweigen ist ganz und gar nicht schön, nicht für uns und nicht für die Welt.

Natürlich ist die Ukraine energie-politisch wichtig, sowohl für die EU, USA und Russland. Soll es uns jetzt verwundern, dass alle Akteure versuchen aus dieser Situation Gewinn zu schlagen?

Wer einigermaßen mit offenen Augen durch die Welt geht, den wundert nichts mehr (oder nicht mehr vieles). Es gibt aber auch Leute die sich so etwas schlicht nicht vorstellen können. Stellenweise ist es auch stark vom Alter abhängig, als älterer Jahrgang hat man meist etwas mehr Lebenserfahrung und weiß wie der Hase läuft, während man in jüngeren Jahren keinen Gedanken daran verschwendet hat.


Ich muss gestehen, bis gerade eben habe ich noch nie etwas von Korsun gehört. Also abgesehen von der Schlacht im 2. WK. Ich kann aber meine Zweifel nicht leugnen, wenn das erste was ich in dem Zusammenhang lese, Pogrom ist. Und auch Google schafft es nicht den Nebel zu lüften. Ausschließlich alle Links und Treffer zu dem Thema - abseits 2. Weltkrieg - stammen aus einer gemeinsamen Quelle, die sich fleißig wiederverlinken und re-tweeten.

Ich denke wir wissen vieles noch nicht bzw. bekommen dies auch nicht mit, immerhin benötigt man erst einmal jemanden der die Berichte vom russischen/ukrainischen ins englische/deutsche übersetzt. Evtl. kann ja einer der mitlesenden CBler, welcher dem russischen/ukrainischen mächtig ist ein wenig in diesen Sprachen suchen ob sich mehr dazu findet oder evtl. andere unbekannte Berichte.


Ich würde dir im Grunde zustimmen. Aber allein dein erster Beitrag mit dem verlinkten Artikel bereitet mir massive Zweifel daran, dass den Quellen aus denen du dich informierst, wirklich daran gelegen ist, eine zweite Meinung neben der - angeblichen Westpropaganda - zu etablieren. Beinahe jeder Satz war von der Kernaussage fehlerhaft bzw. verfolgte offensichtlich das Ziel die Geschehnisse in der Ukraine nach eigenem Gusto umzudeuten. So baut man kein Vertrauen auf.

Dann nenne mir eine Quelle, welche deiner Meinung nach absolut neutral, unvoreingenommen und 100% wahrheitsgetreu berichtet. Ich bin schon gespannt.

Habe ich tatsächlich. Aber ich halte mich da an Hitchen's Razor: "What can be asserted without proof, can be dismissed without proof"

Hmm das Totschlagargument schlechthin, ich bin so frei und kontere mit Rumsfeld:

Simply because you do not have evidence that something exists does not mean that you have evidence that it doesn't exist.

Und nu, wie machen wir weiter?

Das ist mir schon seit Juni 2014 bekannt. Und dabei handelt es sich auch nicht um Waffen, sondern um ausschließlich nicht letale Ausrüstung. Daraus einen Skandal zu konstruieren, ist gewagt.

Nunja, ein Mörser-Konter-Radar als nicht tödlich anzusehen, halte ich doch für etwas gewagt immerhin ein Waffensystem welches Mörserbeschuss durch koordinierten Mörserbeschuss kontern soll. Wenn man es jetzt so sieht, dass das Radar selbst niemanden tötet dann mag das stimmen, halte ich von der Auslegung her aber für sehr grenzwertig, da es gezielten Beschuss ermöglicht und somit Defensiv wie Offensivwaffensystem darstellt.


Anstatt mit Zynismus als Ergänzung auf die fehlende Grundlage für Kritik zu antworten, hättest du auch - wie weiter unten von dir demonstriert - einfach Wikipedia befragen können. Der Humvee dient seit 2001 in den ukrainischen Streitkräften.

Ich fand es passender als das Bild vom Mörser-Radar und mit 50 Stück bei der Luftlandetruppe dürfte ich ja recht behalten, was dieses typische ukrainische Landfahrzeug angeht.

UkraineAntimortarSystem2.jpg


Deine Meinung ist dir unbenommen, spiegelt jedoch nicht die Situation in der Ostukraine wieder. Es ist wohl eher so, dass aus Reihen beider Seiten munter auf die Gegner geschossen wurde, einem Minsker Abkommen zu Trotz.

Darüber können wir nur mutmaßen, Fakt ist der rechte Sektor und Bataillon Asov haben ja von vorn herein bekannt gegeben, dass für sie der Waffenstillstand nicht gilt und er auch nicht akzeptiert wird. Was machst Du nun als eine der Waffenstillstandsparteien, wenn Du beschossen wirst? Und was den Kessel von Debaltsewo betrifft, ich denke hier stellt sich die Frage wie viel Ermessensspielraum die Verträge von Minsk hergeben, die Neurussen argumentieren damit, dass sie aus dem Kessel beschossen wurden und das sich der Kessel hinter der im Waffenstillstandsabkommen angegebenen Waffenstillstandslinie befand. Ist ebenso grenzwertig wie die Sache mit den Waffensystemen.

Im Übrigen ist Putin vielleicht rücksichtslos aber kein Idiot. Ein offener Konflikt mit regulären russischen Truppen in der Ukraine? Ein Angriffskrieg? Was möchtest du mit solchen Extrembeispielen eigentlich belegen bzw beweisen? Das der Krem intelligent genug ist, sich nicht offen an Kampfhandlungen zu beteiligen?

Öhm falls es Dir entgangen ist, dass war mein Kommentar auf die Aussage von Exar_Kun, dass Putin ganz bewusst einen großen Krieg schüre. Und wenn Putin es ganz bewusst auf einen großen Krieg anlegen würde, dann hätte er diesen schon längst vom Zaun gebrochen, das war das was ich damit sagen wollte und ich denke auch gesagt habe.

Die Ukraine war bis vor 30 Jahren ebenfalls Atommacht. Es darf angezweifelt werden, dass die Situation heute eine ähnliche wäre, wenn sich die Ukraine nicht auf die Sicherheitsversprechen zur territorialen Integrität von der russischen Föderation verlassen hätte.

Ich denke wir sollten froh sein, dass sie keine Atommacht mehr ist, wenn ich mich da an die Aussage von Timoschenko erinnere, sie hätte sie wohl eingesetzt und was passiert, wenn eine Atomrakete aufsteigt kann sich jeder selbst ausmalen, danach sind die Silos offen. Immerhin zum Beschuss von Donetsk und Lugansk mit ballistischen Kurzstreckenraketen hat es dennoch gereicht allerdings war der wohl größere Teil der Raketen in einem so schlechten Zustand, dass nur wenige Gefechtsköpfe ihren Weg in´s Ziel fanden. (Beschuss wurde immer wieder vorgenommen, jetzt alle Quellen zu zitieren würde den Rahmen sprengen)

Auf der anderen Seite haben wir immer noch das Problem, dass die Russen reagiert haben, wer agiert hat, darauf haben wir uns ja noch nicht einigen können. Was ja auch hier wieder zum tragen kommt:

Wenn es so wäre, ich betone wenn. Dann hältst du also ausschließlich die amerikanischen Geheimdienste für so intelligent sich aktiv am Konflikt zu beteiligen? Wo wurden Waffen an die Ukraine geliefert?

Am Konflikt beteiligen sich immer mehrere, in der Regel nur so, dass einer einen Schritt vorgibt und der andere auf diesen Schritt reagiert. Schafft es der andere geschickt zu taktieren kann es natürlich auch zu einem Rollentausch kommen und der der reagiert hat kann dann agieren und jener welcher agieren konnte darf dann reagieren. Wie es sich weiter entwickelt, wir dürfen gespannt sein. Die Sache mit den Waffen siehe 3 - 4 Quotes weiter oben.

Vom Großen auf's Kleine zu schließen funktioniert vielleicht bei philosophischen Diskursen.

Und nicht nur da ;)

Da die russischen Grenzer, respektive Separatisten bestimmen konnten, welche Fahrzeuge zuerst kontrolliert wurden, erübrigt sich die Frage nach der Wahrscheinlichkeit.

Theorie und Praxis, dann hast beim Abladen irgendwo nen Reporter dabei und schon isses wieder Essig, Abweichler vom Konvoi, dumm nur wenn ihm die OSZE vor die Nase fährt. Das Risiko wäre entsprechend hoch, dann doch lieber nach Ho-Chi-Minh-Pfad Manier quer durch die Wildnis, hier könnte man evtl. noch verstehen, dass die Operation gänzlich unerkannt bleibt. Egal wie man es nimmt, bis jetzt gab es noch keine Hieb und Stichfeste Beweise, dass Russland Ausrüstung und Waffen an die Neurussen liefert und das obwohl die amerikanischen Spionagesatelliten Bierflaschen neben BUK Luftabwehrraketen identifizieren können sollen.


Wielange wurde er denn verzögert und von wem? Und woraus schließt du aus den verlinkten Artikeln, dass das ukr. Militär den Konvoi aufgehalten hat bzw. die Sicherheitsgarantieren verweigerte?

Er traf um den 12.08.2014 an der Grenze ein, am 16.08 hatte man sich dann offensichtlich geeinigt und am 21.08.2014 kam dann etwas Bewegung in die Geschichte und am 23.08.2014 hatte der Konvoi die Ukraine wieder verlassen. Macht für mich 9 Tage an der Grenze warten und 2 Tage zum rein fahren, abladen und wieder raus fahren. Wenn man es in Arbeitswochen rechnet 2 Wochen warten um ne kurze Fuhre abzuliefern.

Bezug und Relevanz für den verlinkten Artikel? Soll ich im Gegenzug vielleicht ein paar Videos der Separatisten auflisten, die aus dem Irak stammen und Kampfhandlungen in der Ukraine zeigen sollen? Mit so einem Bild schadest du der Diskussion.

Ja ich bitte darum, mir wären nämlich keine derartigen Videos bekannt und so sie existieren hätte ich sie auch gerne zur Kenntnis genommen.
Zum Thema Panzer, bis jetzt haben sich alle Meldungen, dass russische Panzer (so man nicht unbedingt von bauartbedingt "russisch" ausgeht, denn das dürften alle Panzer dort sein) die Grenze überschritten hätten oder gar bei einem Gefecht in der Ukraine zerstört wurden etc. als Enten herausgestellt. Ich hoffe ich muss jetzt nicht alle Berichte dazu auch noch als Quellen heraussuchen, denn das sollte eigentlich niemandem entgangen sein.

Jetzt lass doch bitte endlich diese "Common Sense" Strohmänner um in der Diskussion irgendetwas zu beweisen. Warum ist Russland nicht schon längst in Kiev einmarschiert? Weil Russland nicht blöde ist.

Korrekt und um einen Schritt weiter zu gehen, was sollten sie dort auch wollen?

Mit Minsk II sollte der Frontverlauf eingefroren werden. Bei Debalzewe haben sich die Separatisten nicht drum gekümmert, es darf angenommen werden, dass es sie bei Mariupol ebenfalls nicht interessiert. Ob es anders kommt, werden wir in den nächsten Wochen sehen.

Nunja das ist der Punkt welchen ich weiter oben bereits angeschnitten habe, laut den Neurussen ging es eben um den Frontverlauf, ein Kessel hinter der Front war nicht Teil der Abmachung, zum anderen haben ja auch die "rechten" Kampfgruppen der Ukraine dazu beigetragen, dass der erste Anlauf von Minsk II ein Rohrkrepierer war. Im Moment scheint es von Seiten der Neurussen ja besser auszusehen, allerdings bereitet mir die ukrainische Politik doch ein wenig Kopfzerbrechen, wird ein Abzug der schweren Waffen nun abgelehnt, im Gegenteil der Vizeaußenminister der Ukraine spricht bereits von "Vorbereitung auf totalen Krieg" und auch unsere Freunde in Übersee sorgen nicht unbedingt für eine Deeskalation der Lage. Hinzu kommt, dass sich in der Ukraine wohl Geheimdienst und Regierung gerade in den Haaren haben und man wohl mit der Arbeit der Zentralbank-Chefin unzufrieden ist.

Dachte ich zunächst auch, jedoch besitzt Russland noch weitere ganzjährig eisfreie Häfen.

Hängt wohl mit diesem Eintrag der Wikipedia zusammen, da hat man schnell was anders in Erinnerung:

Sewastopol ist aber im Gegensatz zu anderen Häfen der Ukraine ganzjährig eisfrei

Auch mit dem Kriegsrecht gäbe es an der rechtlichen Stellung der Separatisten keine Änderung. Sie zählen nach wie vor als irreguläre Kräfte, die nicht unter die Genfer Konvention fallen.

Kann man so nicht genau sagen

Zusatzprotokoll vom 8. Juni 1977 zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte

Das Zusatzprotokoll II definiert Regeln für alle bewaffneten Konflikte, die vom Artikel 1 des Zusatzprotokolls I nicht erfasst sind. Dabei handelt es sich um Konflikte, die auf dem Hoheitsgebiet einer Vertragspartei des Zusatzprotokolls stattfinden zwischen deren regulären Streitkräften und abtrünnigen Streitkräften oder anderen organisierten bewaffneten Gruppen (Artikel 1).

Die Frage ist natürlich auch, ob die Ukraine das Zusatzprotokoll ratifiziert hat. Und auch in den USA hat sich der Zustand bezüglich des Krieges gegen den Terror (zumindest rechtlich) seit einem Urteil des Obersten Gerichtshofes:

Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten im Fall Hamdan v. Rumsfeld am 29. Juni 2006 gab der stellvertretende US-Verteidigungsminister Gordon R. England in einem Memorandum vom 7. Juli 2006 bekannt, dass alle Gefangenen der US-Armee aus dem Krieg gegen den Terror strikt nach den Regeln des gemeinsamen Artikels 3 der Genfer Konventionen zu behandeln seien. Dies betrifft – neben den zu diesem Zeitpunkt noch rund 450 Gefangenen in Guantánamo Bay – auch rund 550 Häftlinge in anderen Gefängnissen, deren Existenz damit von den Behörden der Vereinigten Staaten erstmals explizit bestätigt wurde.

Quelle

Es ist halt wie immer, Justizia benötigt einfach etwas Zeit.


Ich darf an Ockhams Skalpell erinnern: "Von mehreren möglichen Erklärungen desselben Sachverhalts ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen."
Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält, die in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.

Sie mag zwar allen anderen vorzuziehen zu sein, allerdings habe ich keine Garantie, dass sie richtig ist. Denn Ockhams Skalpell macht keinerlei Aussage über den Wahrheitsgehalt einer Theorie. Was mir dazu recht gut gefällt:

Ockhams Skalpell ist das Sparsamkeitsprinzip der Wissenschaft. Es besagt, dass von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, die einfachste allen anderen vorzuziehen ist. Gewöhnlich wird hierbei unter "einfach" verstanden, daß sie auf möglichst wenigen Grundannahmen beruht.

Diese Aussage ist in vielen Zusammenhängen und für viele Zwecke der Wissenschaft sehr hilfreich und nützlich. In anderen Fällen sollte man dieses Prinzip nicht anwenden, da es dort mehr schadet als nützt.


Jeder staatliche Eingriff, auch wenn er Schwarze schützt, die Jahre zuvor noch gelyncht wurden, sei Teufelswerk. - Ron Paul.

Rein rational kann ich die Aussage durchaus verstehen, rein human ist diese Aussage eine Katastrophe. Die Sache hier zu erörtern erspar ich uns, ist auch nicht Thema des Threads. ;)

Was übrigens auch einen recht guten Einblick in die "Machtverhältnisse" der Ukraine gibt bzw. warum wir ein Ost gegen West in der Ukraine haben zeigt die Stimmverteilungskarte in der Ukraine von 2010. Janukowitsch wurde vom Osten gewählt, Timoschenko vom Westen. Janukowitsch gewann mit ca. 3% Vorsprung. Es ist durchaus denkbar, dass diese Karte auch die neuen Grenzen der Ukraine zeigen.

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Nunja, ein Mörser-Konter-Radar als nicht tödlich anzusehen, halte ich doch für etwas gewagt immerhin ein Waffensystem welches Mörserbeschuss durch koordinierten Mörserbeschuss kontern soll. Wenn man es jetzt so sieht, dass das Radar selbst niemanden tötet dann mag das stimmen, halte ich von der Auslegung her aber für sehr grenzwertig, da es gezielten Beschuss ermöglicht und somit Defensiv wie Offensivwaffensystem darstellt.
Dieser Definition folgend waere ein Fernglas eine lethale Waffe. Und das ist Quatsch.
Fuer mich war allerdings recht interessant zu Erfahren, dass es fuer die Lieferung dieser RADAR Lieferdokumente gibt. Bei Russland vermisse ich ein Stueck weit diese Transparenz, zumindest habe ich noch nichts derartiges zu Gesicht bekommen.

Uebrigens zeugt es nicht von einer guten Diskussionskultur wenn man versucht "Hitchens Razor" mit einem Rumsfeld Zitat zu kontern. Das driftet in Richtung Irrational ab und eine Debatte ist bekannterweise nur dann sinnvoll wenn sie rational gefuehrt wird.
 
aim.star schrieb:
Dieser Definition folgend waere ein Fernglas eine lethale Waffe. Und das ist Quatsch.

Wie man es nimmt, ein Fernglas liefert mir auch keine Feuerleitwerte, das Radar dagegen schon.

Fuer mich war allerdings recht interessant zu Erfahren, dass es fuer die Lieferung dieser RADAR Lieferdokumente gibt. Bei Russland vermisse ich ein Stueck weit diese Transparenz, zumindest habe ich noch nichts derartiges zu Gesicht bekommen.

Wäre noch zu beweisen, ob Russland überhaupt Waffensysteme geliefert hat, denn wo nichts geliefert wurde können auch keine Lieferdokumente existieren.

Uebrigens zeugt es nicht von einer guten Diskussionskultur wenn man versucht "Hitchens Razor" mit einem Rumsfeld Zitat zu kontern.

Dann erkläre mir bitte was an dem Rumsfeld Zitat falsch ist (Außer das es von Rumsfeld kommt?), dann können wir ja weiter darüber diskutieren.

Das driftet in Richtung Irrational ab und eine Debatte ist bekannterweise nur dann sinnvoll wenn sie rational gefuehrt wird.

Prinzipiell ja, allerdings ist die Frage, kann ich rational über einen evtl. irrational geführten Konflikt debattieren? Müssten wir dann vorab nicht noch klären ob der Ukrainekonflik bzw. die Parteien im Ukrainekonflikt ein rationales oder irrationales Verhalten an den Tag legen.
Warum wird von beiden Seiten Frieden propagiert, die Taten dagegen sprechen jedoch eine andere Sprache?
 
Antimon schrieb:
Wie man es nimmt, ein Fernglas liefert mir auch keine Feuerleitwerte, das Radar dagegen schon.

Doch, genau das machen Vorgeschobene Beobachter.

Wäre noch zu beweisen, ob Russland überhaupt Waffensysteme geliefert hat, denn wo nichts geliefert wurde können auch keine Lieferdokumente existieren.

Selbst wenn man mal hypothetisch davon ausgehen wuerde das alle Bilder und Informationen von Waffensystemen aus russischen Bestaenden gefaelscht sind und sie alles von der ukrainischen Armee erobert/uebernommen haben, stelle ich dir folgende Frage:
Wer stemmt die Logistik der Rabellen fuer diesen nun schon ca. ein Jahr andauernden Konflikt?
Die Panzer, APC und Artilleriegeschuetze brauchen Treibstoff, Munition und Ersatzteile. Ich weiss nicht wie gut du mit Kriegsfuehrung vertraut bist, die meisten Menschen unterschaetzen aber den Aufwand und die Signifikanz diese "Rattenschwanzes" von dem man im Fernsehen natuerlich nichts mitbekommt. Die Rebellen behaupten, dass sie alles aus ehemaligen ukrainischen Bestaenden haben. Es streitet auch niemand ab, dass sie in dem unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiet die Waffenkammern und Lager der ukrainischen Armee uebernommen haben. Nur liegt dies nun schon Monate zurueck und besonders gross ist das von den Rebellen kontrollierte Gebiet auch nicht. Einen Hafen haben sie nicht und die einzige offene Grenze ist zu Russland. Was glaubst du, wie die Rebellen deiner Meinung nach die Logistik ohne Russlands Hilfe aufrecht erhalten?

Dann erkläre mir bitte was an dem Rumsfeld Zitat falsch ist (Außer das es von Rumsfeld kommt?), dann können wir ja weiter darüber diskutieren.

Es gibt eine Reihe von logischen Fehlschluessen. "Hitchens Razor", eigentlich nur ein neuer Begriff fuer das lateinische "Quod gratis asseritur, gratis negatur." (What is asserted gratuitously may be denied gratuitously), ist dabei die Erwiderung fuer "burden of proof". Eventuell erweckt das Englisch jetzt den Eindruck, dass hier irgendwelche Vorurteile existieren; mir sind diese Begriffe aber deswegen vertraut weil ich das Thema Atheismus auf Reddit verfolge und gerade dort der Begriff "Hitchens Razor" haeufig faellt.
Diese Fehlschluesse sind unabhaengig vom Thema der Debatte, sondern stellen ein allgemeingueltiges Mittel dar um die Validitaet von Argumenten zu ueberpruefen.
Wuerde man dagegen der Logik Zitats von Rumsfeld folgen, kaeme man zu solchen Aussagen
Simply because you do not have evidence that something exists giant unicorns with laser eyes plan to invade the earth does not mean that you have evidence that it doesn't exist it won't happen.

Prinzipiell ja, allerdings ist die Frage, kann ich rational über einen evtl. irrational geführten Konflikt debattieren?
Ja, man kann rational ueber irrationale Themen diskutieren. Angst ist ein typisch irrationales Thema ueber das man rational Debattieren kann (aber nicht wenn man welche hat). Ich bezog mich aber auf die logischen Fehlschluesse.
 
Das Problem ist nur, dass sich viele Dinge nicht ohne weiteres beweisen lassen. Es hat in der Vergangenheit schon viele sogenannte "Verschwörungstheorien" gegeben, die sich später als wahr herausgestellt haben.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2246260/"Eingriffe-im-Nahen-Osten"

"Klingt aber schon ein bisschen nach Verschwörungstheorie, oder?"
"Ja, das wars auch, bis letztes Jahr, da hat die CIA die Akten geöffnet."

Wir können also festhalten, dass Hitchens Razor manchmal zutrifft, und manchmal nicht, genauso wie das Rumsfeld-Zitat manchmal zutrifft und manchmal nicht. Eine allgemeingültige Regel, wann welche der beiden Aussagen zur Wahrheit führt, gibt es nicht.
 
@Maxurugi
Das ist nicht korrekt. Das Rumsfeld Zitat ist gerade im Hinblick auf Hitchen's Razor Umfug. Aim.star hat das gut verdeutlicht in seinem Beitrag.

Rumsfeld wie Antimon versuchen auf eine Art zu argumentieren, die schon bei der Diskussion nach göttlicher Existenz gebraucht wurde und die Beweislast umzukehren versucht. Bertrand Russell hat dies schon 1952 mit Russels Teekanne treffend formuliert: "Es ist nicht Sache der Wissenschaft, Gott zu widerlegen."

Edit:
Gott muss in diesem Beispiel natürlich die die Kanzlerakte, respektive jeden Gegenstand - der zur unbewiesenen Theorien führt - ersetzt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich gerade allerdings, was die Frage nach Gott, hier in diesem Thread verloren hat ;)
 
Willst du mich veralbern? :mad:
Oder ist die Transferleistung zum Thema wirklich so schwer zu erbringen?
 
@Noxiel
Was genau ist "nicht korrekt"?
Dogmaartig an Hitchens Razor festzuhalten, hilft nicht weiter. Operation Ajax ist ein gutes Beispiel, weil Hitchens Razor noch vor zwei Jahren zur Schlussfolgerung geführt hätte, dass es diese nicht gegeben hat. Hitchens Razor ist bei der Wahrheitsfindung in der Politik nicht anwendbar.
 
@Maxurugi

Danke fuer den Link, ausgesprochen witzig :D Aber das ist man von der Anstalt ja schon gewohnt.

Nur ist das was dort wiedergegeben wurde schon ziemlich lange keine Verschwoerungstheorie mehr sondern historisch anerkannte Tatsachen. Habe hier noch einen 7 Jahre alten Spiegel Special zum Kalten Krieg, da wird das schon als historische Tatsache beschrieben. Ebenso wie den Putsch den die CIA eine Jahr spaeter in Guatemala. Dank der Jubelperser habe sogar wir was vom der Iran-Geschichte sogar etwas Abbekommen.

Hat aber alles nichts mit Hitchens Razor zu tuen. Es sagt nicht das eine Behauptung falsch sein muss, sondern das eine Theorie verworfen werden kann, wenn sie nur auf Annahmen beruht.
Allerdings ist mir diese "Grundlagen Diskutieren" Diskussion schon weit im Offtopic, daher klinke ich mich hier mal aus.

Edit:
Ich brauch eh immer viel zu lange um so ein paar Zeilen zusammenzutippen ...
 
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