Digitus Netzwerkschrank und Erdung?

@DaZpoon Na klar! Werde da vorher mit ihm quatschen. Ich Bau, bevor ich Gewissheit habe, nichts rein und lasse nur die Böden im rack.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: rezzler und DaZpoon
DaZpoon schrieb:
Der separate Potentialausgleich sorgt für zuverlässigere Sicherheit, vor allem wenn mehrere Geräte im Netzwerk gleichzeitig einen Fehlerstrom ableiten. Im Netzwerk kann praktisch jedes beteiligte Gerät mit Isolationsfehler eine Spannung über die Netzwerkkabel zum Rack einbringen. Wenn dies mehrere Geräte gleichzeitig tun, kann dieser Fehlerstrom halt den o.g. PE des Racks überlasten.
Selbst ein 1,5mm²-Draht kann doch mehrere Ampere Strom verkraften und dann sollte ein FI schon lange ausgelöst haben? Ob man überhaupt einen durchgängingen Schirm zu den Netzwerkgeräten haben sollte ist in dem Punkt auch eine Diskussionsfrage.
DaZpoon schrieb:
Also ja, lass dich langfristig von nem Elektriker beraten. Und wenn dir die Hausinstallation völlig fremd ist was vor allem den Zustand der Schutzleiter bis zur Steckdose des Racks angeht, dann auch schon bevor du das Zeug im Rack in Betrieb nimmst.
+1
 
Strom geht (wie vieles andere) den Weg des geringsten Widerstandes. Daher der große Querschnitt von Erdungsleitungen, nicht wegen der Strombelastbarkeit.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: SPB
elo22 schrieb:
Es reicht von der Hauperdungsschine ein 4 mm² bis 21 HE und darüber sind es 10 mm².
Siehe DIN EN 50310 (VDE 0800-2-310):2020-06:
7.5.2 Gestellpotentialausgleichsleiter

7.5.2.1 Gestellpotentialausgleichsleiter für die Gleichstromwiderstandskontrolle


Der RBC muss eine Querschnittsfläche nach HD 60364-5-54 haben und muss

a) eine Mindestquerschnittsfläche von 4 mm² für einen Schrank, einen Rahmen oder ein Gestell von
≤ 21 HE;

b) eine Mindestquerschnittsfläche von 16 mm² (siehe Tabelle 6) für einen Schrank, einen Rahmen oder ein
Gestell von > 21 HE

haben.

Die physikalische Grundlage der Monsterquerschnitte der Tabelle 6 konnte 2 Jahre nach Anfrage an DKE/K 712 niemand beantworten und ebenso nicht eine nachgereichte Frage zur Tabelle 5.

Incanus schrieb:
Strom geht (wie vieles andere) den Weg des geringsten Widerstandes. Daher der große Querschnitt von Erdungsleitungen, nicht wegen der Strombelastbarkeit.
Siehe Kirchhoff:

Ströme einschließlich Blitzströmen beschränken sich nicht auf den Weg des geringsten Widerstands, die teilen sich auf. Bei Blitzströmen nahezu querschnittsunabhängig nach dem induktiven Widerstand.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Web-Schecki, elo22, Funi und eine weitere Person
Ändert aber doch nichts an der Aussage, dass der Querschnitt einer Erdungsleitung nicht wegen der Strombelastung so groß ist.
 
Mir stellt sich die Frage wie wird der Schrank mit Energie versorgt ?
Steckt der per SchuKo Stecker in der nächsten Steckdose oder führt eine fest installierte Leitung in das Gehäuse.
Ich hatte vor Jahren mal die Diskussion ob ein Gerät fest installiert ist und zum Gebäude gehört (dann gilt wohl obige DIN EN) oder ist es ein "mobiles" Gerät was "zufällig" an der Wand hängt.
 
Also der Schrank, weils anders nicht möglich sein wird, kommt bei uns in den Flur an die nächstgelegene Steckdose. Und ist dann über eine Schuko Mehrfachsteckdose angeschlossen.
 
Incanus schrieb:
Ändert aber doch nichts an der Aussage, dass der Querschnitt einer Erdungsleitung nicht wegen der Strombelastung so groß ist.
Sondern?

Was sonst als die reale oder worst-case potentielle (Blitz-)Strombelastung kann für die Wahl des Materials und den Querschnitt von geschützten oder ungeschützten Leitern maßgebend sein? Es gibt doch nur noch die mechanische Festigkeit und die wird in der für Netzwerktechnik primär zuständigen DIN EN 50310 (VDE 0800-2-310) nicht erwähnt.

Fall ich das in der Norm oder dem Entwurf zum Beiblatt 1 überlesen habe, bitte mitteilen wo es steht.
 
4-Real schrieb:
Also der Schrank, weils anders nicht möglich sein wird, kommt bei uns in den Flur an die nächstgelegene Steckdose. Und ist dann über eine Schuko Mehrfachsteckdose angeschlossen.
Das wäre bei mir quasi eine "mobile" Installation, da würde ich den Schutzleiter der Zuleitung mit dem Gehäuse verbinden.
Aber Achtung: die Blitzschutzzone (Wohnung, Haus) darf mit Leitungen nicht verlassen werden.

Mir liegt obige DIN EN nicht vor, aber ich vermute dort darf die Blitzschutzzone verlassen werden und dann muss die Surge Energie abgeführt werden können.
 
@JoergB
Also er wird ja bei mir zwar fest an die wand montiert, aber im Endeffekt hab ich da halt auch null Plan von was halt gemacht werden muss, daher kommt ja Dienstag der Elektriker. Ich hoffe es ist ohne Probleme über die Steckdose möglich..
Was genau meinst du die Leitungen dürfen nicht verlassen werden?
 
Dipol schrieb:
Was sonst als die reale oder worst-case potentielle (Blitz-)Strombelastung kann für die Wahl des Materials und den Querschnitt von geschützten oder ungeschützten Leitern maßgebend sein?
Der Widerstand? Wer redet denn von Blitzschutz?
 
JoergB schrieb:
Das wäre bei mir quasi eine "mobile" Installation, da würde ich den Schutzleiter der Zuleitung mit dem Gehäuse verbinden.
Als RFT und Blitzschutzfachkraft verstehe ich unter mobilen Installationen oder Anlagen etwas anderes.

Einen temporären Schutzpotentialausgleich kenne ich nur aus der IEC 60728-11 und der wird in der nächsten Edition 6 hoffentlich abgeschafft. Mal sehen was nach dem Abschluss des Schiedsverfahrens aus dem Nachtrag zur DIN 18014 dazu definiert wird.

Hier geht es sowohl um Schutz- wie auch Funktions-Potentialausgleich bzw. -Erdung. Um die Synchronisierung/Abgrenzung der beiden Begriffe in verschiedenen Normen bemüht sich gerade eine gremienübergreifender Workshop-Reihe des DKE/K 712.
JoergB schrieb:
Aber Achtung: die Blitzschutzzone (Wohnung, Haus) darf mit Leitungen nicht verlassen werden.
Mir liegt obige DIN EN nicht vor, aber ich vermute dort darf die Blitzschutzzone verlassen werden und dann muss die Surge Energie abgeführt werden können.
Offenbar kannst du diese Vermutung keiner Norm zuordnen? Wärst du Elektrofachkraft müsstest du die einschlägige(n) Norm(en) aber kennen.
Incanus schrieb:
Der Widerstand? Wer redet denn von Blitzschutz?
Na ich doch, das aber nur als Nebenaspekt auch ohne Blitzschutzsystem. Wo bleibt deine Erklärung was außer der Stromstärke den Leiterquerschnitt bestimmt?

MEIN Schwerpunkt liegt beim Schutz gegen den elektischen Schlag nach Reihe VDE 0100 und dem Funktions-Potentialausgleich bzw. -Erdung nach EN 50310. Als Nicht-Starkstromer bin ich gespannt ob noch ein Eli auftaucht, der normativ sattelfest ist.
 
Dachte immer die Empfehlung zu einer extra gelegten Erdungsleitung hängt von der von außen berührbaren Metallfläche ab. Also: großer 30HE+ Schrank: ja. Kleiner <20HE Wandschrank: nein.
 
Dipol schrieb:
Was sonst als die reale oder worst-case potentielle (Blitz-)Strombelastung kann für die Wahl des Materials und den Querschnitt von geschützten oder ungeschützten Leitern maßgebend sein?
Ich denke nicht, das 4 oder 16 mm2 bei einem Blitz-Volltreffer ansatzweise ausreichen zum ableiten.
qiller schrieb:
Dachte immer die Empfehlung zu einer extra gelegten Erdungsleitung hängt von der von außen berührbaren Metallfläche ab. Also: großer 30HE+ Schrank: ja. Kleiner <20HE Wandschrank: nein.
Dagegen spricht, das selbst Geräte mit Metallgehäuse auch schutzisoliert, also Euro-Stecker, sein können.
 
qiller schrieb:
Dachte immer die Empfehlung zu einer extra gelegten Erdungsleitung hängt von der von außen berührbaren Metallfläche ab. Also: großer 30HE+ Schrank: ja. Kleiner <20HE Wandschrank: nein.
Ich denke, dass du dich bei den 30 HE vertippt hast, siehe Normzitat in Beitrag # 24.

Warum der Querschnitt in der EN 50310 bis 20 HE nur 4 mm² Cu beträgt und ab da auf 16 mm² springt würde ich auch gerne wissen. Einen Bezug zur Schrankfläche ist in der Norm nicht enthalten, weshalb das eine Fehlspekulation ist.

Im Elektrikforum wurde - auch von einer der handverlesenen EFK mit Kenntnis der EN 50310 - schon alles Wesentliche gesagt. Dort ist die Aufgabenstellung mit Anschluss an die Unterverteilung eine andere als hier und dort taucht ein virtueller Elektiker auf, der hier erst konsultiert werden soll.

Bei fünfadriger Verkabelung zwischen Zählerschrank und UV mit mind. 6 mm² Cu und einem PE, der mit der HES verbunden ist, wäre - Tabelle 6 der EN 50310 hin oder her - das auch mit nur vorgegaukelter EFK-Begleitung noch nicht als reine Suche nach einem Persilschein für DIY einzustufen gewesen.

rezzler schrieb:
Ich denke nicht, das 4 oder 16 mm2 bei einem Blitz-Volltreffer ansatzweise ausreichen zum ableiten.
Wenn man sich mit der Erwärmungsformel und der Spreizung der Blitzströme nicht auskennt, ist "Denken" Glückssache. ;)

Blitz ist nicht gleich Blitz und schwache Direkteinschläge mit < 3 kA können von den Bewohnern auch unbemerkt bleiben. Vorbehaltlich dafür ausgelegter Klemmen leitet ein 4 mm² Cu auch einen durchschnittlichen Medianblitz von 28 kA ab, ohne zu "verdampfen". Ausgehend von 0° C kommt 4 mm² Cu erst nach Erwärmung durch 72 kA und ein 16 mm² Cu erst ab 288 kA an den Schmelzpunkt, sofern es die Leiter nicht schon vorher an scharfen Leitungsknicken zerfetzt.

Das ist hier aber OT. Wer sich dafür interssiert kann sich auch ohne Zugriff auf die IEC 62305-1 in Sekundärliteratue wie dem noch aktuellen DEHN Blitzplaner, Ed. 4, oder demnächst der Neuausgabe zur Light + Building schlau machen.

Dass es auch metallische Schränke nach Schutzklasse II gibt, ist unstrittig
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: schnagga
4-Real schrieb:
@JoergB
...
Was genau meinst du die Leitungen dürfen nicht verlassen werden?
Eine Blitzschutzzone ist meist ein Gebäude. Im Fundament ist üblicher weise ein Erdungsband wogegen auftretende Blitzenergien abgeleitet werden können.
Gehst du mit einer Leitung weiter weg in ein anderes Gebäude holst du dir das Erdungs-Potenzial von dem anderen Gebäude ins Haus. Diese Differenzspannungen können zu hohen Strömen führen und problematisch werden, diese müssen dann mit dicken Leitungen abgeleitet werden können.
Bei IT Lösungen ist es aber heute einfach zu umgehen, da nimmt man nicht leitende Glasfasern zwischen Gebäuden.

Ansonsten hab ich den Eindruck hier wird typisch deutsch mit Atombomben auf Spatzen geschossen.
 
JoergB schrieb:
Eine Blitzschutzzone ist meist ein Gebäude.
Auch noch "meist" :heul:

Wie die Blitzschutzzonen außer- und innerhalb von Gebäuden nach der Normenreihe IEC 62305 definiert sind, können auch elektro- und blitzschutztechnische Laien in Sekundärliteratur wie z. B. dem DEHN Blitzplaner, Ed. 4, im Kapitel 7 auf den Seiten 209 und 210 nachlesen.
JoergB schrieb:
Ansonsten hab ich den Eindruck hier wird typisch deutsch mit Atombomben auf Spatzen geschossen.
Solche überflüssigen Kommentare helfen Fragestellern nicht weiter. Wie lautet denn dein Vorschlag als Laie ohne oder evtl. EFK mit Kenntnis der "meist" harmonisierten Regelwerke?
 
@Dipol Als Dipl.-Ing. Elektrotechnik und Entwicklungsleiter für elektronische Komponenten und Systeme mit IT Anbindung der schon sehr viele Diskussionen mit Prüfstellen geführt hat stehe meine Meinung in #29.
Mir wird die aggressive herum Schreierei zu blöd, ich bin hier raus, tüss.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: SPB und Incanus
JoergB schrieb:
@Dipol Als Dipl.-Ing. Elektrotechnik und Entwicklungsleiter für elektronische Komponenten und Systeme mit IT Anbindung der schon sehr viele Diskussionen mit Prüfstellen geführt hat stehe meine Meinung in #29.
Bei der Qualifikation sollte aber klar sein, dass das keine mobile Installation ist.
JoergB schrieb:
Mir wird die aggressive herum Schreierei zu blöd, ich bin hier raus, tüss.
Flucht statt konkreter Antwort auf die Frage des TE?

Da war ich bei dieser eindeutig stationären Installation als unstudierter selbstständiger Handwerker auch im Elektrikforum mutiger und bei Begriffen etwas normkonformer. :)
 
Zurück
Oben