OldZocKerGuy schrieb:
Eventuell sollte Apple auch mal Real Life Tests machen anstatt Roboter dafür zu verwenden die unter Labor Umgebung arbeiten?
Genau das macht Apple halt schon immer - wie du ja selbst bestätigst. Nein. Apple hat damit nicht wegen des Vorfalls aufgehört. Vorseriengeräte werden teils Monate vorher schon von ausgewählten Mitarbeitern getestet...
John Ternus war sicher auch nicht nur aus Promo-Zwecken mit seinem Duo bei den Emmys. Oder auch bei der Keynote mit einem Duo unterwegs. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Ternus selbst zu diesen "Testmitarbeitern" gehört, gerade weil er ja aus dem Produktdesign kommt und btw. auch Mitverantwortlich für ein Patent mit dem Titel "
Flexible Electronic Devices" ist. Aus 2011 (Erteilung war 2015).
Insofern ist es wohl auch kein Zufall, dass auf Ternus erster iPhone Keynote als CEO ein faltbares iPhone vorgestellt wurde. Das war fast der logische Kreis für den Mann. Was eben auch zeigt, dass viele "Entwicklungsarbeit" gar nicht erst öffentlich bekannt wird.
Nur gibt es keine 100%ige Sicherheit. Egal wie viel und wie lange du vorher testest. Irgendwann musst du ein Produkt halt erstmal in die Masse schmeißen. Sonst optimierst du halt, bis du das zeitliche segnest. Kannst du natürlich auch machen. Dann wird halt nie etwas "fertig".
Ich finde es immer amüsant, wie sehr pauschalisiert wird. Da wird so viel interpretiert. Es gibt "ein paar Fälle" und dann wird ein "Apple hat da ein gaaaaanz großes Problem". Mit welcher Sicherheit? Bauchgefühl. Genauso wie beim 12VHPWR...
Es existieren derzeit viel mehr "funktionierende" Geräte im Umlauf, als kaputte Geräte. Und aktuell halte ich es für wahrscheinlich, dass es einfach "Montagsgeräte" sind.
Aber bei Apple ist ja direkt alles ein "Gate". Und jedes Jahr gibt es inzwischen so ein Gate. Wie letztes Jahr das "Scratchgate" beim iPhone 17 Pro. Beim 16 Pro gab es ein "Touchscreengate" (durch die dünneren Ränder war das iPhone anfänglich wohl etwas empfindlich, was direkt hochstilisiert wurde). Beim 15 Pro hatten wir sogar gleich zwei "Gates": Das Heatgate (Geräte wurden bei normaler Nutzung heiß) und das "Discolor"-Gate (der Titanrahmen hat sich verfärbt...)
Ich könnte unendlich so weitermachen. Und jedes Mal wurden diese Probleme, die häufig nicht einmal Probleme waren, groß aufgekocht.
Hier haben wir tatsächlich ein klares "Hardwareproblem", nämlich ein fehlerhaftes Scharnier. Und ziemlich offensichtlich scheint es so zu sein, dass der Defekt bei betroffenen Geräten auch sehr zeitnah auftritt, was eher auf einen Materialfehler hindeutet, als auf einen Designfehler.
Da passen halt auch die Berichte zu de den Schwierigkeiten bei der Produktion und das viele Geräte die QS nicht überstehen. Das Scharnier war da ein Hauptproblem.