Distributed Multimedia + NAS (Ubuntu)

Shedeki

Cadet 2nd Year
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Feb. 2011
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19
Hallo,

das hier gehört eigentlich in mehrere Foren gleichzeitig. In erster Linie geht es aber um das Anschauen von Filmen, wobei wir dabei auf der Suche nach einer Gesamtlösung für die Wohnung sind.
Wir möchten uns einen Fernseher kaufen; ausschließlich, um damit Filme und Serien von DVD/Blueray oder Festplatten zu schauen. Momentan haben wir etwa 2,5 TB an Video-Daten auf verschiedenen externen Festplatten, verschlüsselt mit TrueCrypt. Dies möchte ich auf jeden Fall aufstocken und wahrscheinlich alles spiegeln (also etwa 8TB). Super wäre, weitere Daten (Bilder) und Backups ebenfalls verteilt zu verwalten.
Es stellen sich also verschiedene Fragen:
- Wie spielt man Video-Daten am besten mit einem Fernseher ab? Gibt es Fernseher, die man ins LAN integriert und die verschiedenste Codecs benutzen können? Sollte man lieber einen Computer für den Fernseher abstellen, um keinen Einschränken unterlegen zu sein?
- Wie verteilt man die Daten am besten im Netzwerk? Es wäre schön, von jedem Gerät aus (zwei Laptops, ein Desktop-PC und dann der Fernseher) gleichen Zugriff auf alles zu haben. Stellt man sich dafür einen NAS auf? Wie verbindet man einen NAS am besten mit der Nutzung einer Software wie Plex oder XBMC?
Bei allem ist wichtig, dass wir nur kostenlose Software (Ubuntu als OS) benutzen.
 
HI

also ich habe mir letzte woche einen htpc also fileserver installiert.

amd e-350 asus
4gb
1x ssd kingston now 32gb für os
4x 2tb wd green als datengrab

OS: Linuxmint 13 Matye
XBMC

die 4x 2tb habe ich mittels lvm zu einem logischen laufwerk zusammengefasst somit habe ich 8tb als eine logische hdd

auf diesen Ordner für Filme Music Serien und Bilder angelegt

Samba installiert zum fileshareing

ATI fglrx treiber installiert was mir ziemlich viele nerven gekostet hatte aber nun läufts.

PC mittels HDMI am AVReceiver angesteckt XBMC starten und los gehts.

Somit kann man über einen rechner Filme gucken über TV und auch deine andren Clients können auf die Files am HTPC zugreifen.
 
Muss das NAS mit Ubuntu laufen? Ich würde da eigentlich FreeNAS verwenden.

Verschlüsselung ist bei einem Server hingegen nicht so trivial. Grundsätzlich geht es mit Unix und Linux schon, jedoch müsstest du dann z.B. ein Monitor und Tastatur für den Server zur Verfügung haben, womit du beim Boot das Passwort eingeben kannst (wenn du ihn denn mal neustartest).
 
Bei Linux setzt man eigentlich nicht auf TrueCrypt sondern auf Verschlüsselung mit LVM (http://wiki.ubuntuusers.de/System_verschlüsseln), wenn man die Bootpartition mit verschlüsseln möchte. Soll die Bootpartition nicht verschlüsselt werden, gibt es eigentlich kein Problem. Dann können TrueCrypt Container oder ähnliches weiterhin verwendet werden.
 
@ Engelsen
Das soll er doch gar nicht. Damit das mit mehreren Nutzern funktioniert, muss das der Server übernehmen. Der Server bootet und anschließend werden die jeweiligen Container/Festplatte (egal ob TrueCrypt oder was anderes) entschlüsselt (egal ob automatisch oder manuell).

Die Frage ist nur, ob der Server eine Boot-Envryption haben soll oder nicht. Wenn ja, dann geht es am besten über LVM. Wenn nein kann er grundlegend jede verfügbare Verschlüsselungssoftware verwenden. Stellt sich dann nur die Frage, wie man die Entschlüsselung automatisieren kann. Man kann sicherlich Skripte schreiben, die die Platten z.B. mithilfe einer Schlüsseldatei entschlüsseln, jedoch ist das nicht wirklich sicher, da ja jeder, der den Rechner booten kann, Zugriff auf den Schlüssel und die Dateien hat.

Es läuft also entweder auf eine Boot-Verschlüsselung hinaus, wobei dann der NAS permanent ein Monitor und Tastatur benötigt, wenn er mal neu gestartet wird oder auf eine Verschlüsselung der Storage Festplatten, wobei dort ein Automatismus zum Entschlüsseln schwer umsetzbar ist. Ich denke mit dem fehlenden Automatismus wird man leben können.
 
Erstmal sollte der TE sagen wieviel er ausgeben will.

Erst dann kann man Ihm doch raten wie er vorzugehen hat.

Am einfachsten ist es doch einen kleinen NAS zu kaufen und ein Externes Laufwerk als Datensicherung.

Und jetzt könnte man das doch beliebig steigern, abhänig von Budge des TE....
 
Danke für die vielen Beiträge.

andy_0 schrieb:
Muss das NAS mit Ubuntu laufen? Ich würde da eigentlich FreeNAS verwenden.
Ubuntu ist absolut kein Muss. Je nach Gerät sollte ich sicherlich etwas anderes verwenden.

andy_0 schrieb:
Bei Linux setzt man eigentlich nicht auf TrueCrypt sondern auf Verschlüsselung mit LVM (http://wiki.ubuntuusers.de/System_verschlüsseln), wenn man die Bootpartition mit verschlüsseln möchte. Soll die Bootpartition nicht verschlüsselt werden, gibt es eigentlich kein Problem. Dann können TrueCrypt Container oder ähnliches weiterhin verwendet werden.
Dass ich TrueCrypt nutze, liegt in erster Linie daran, dass ich früher von Windows aus auf meine Daten zugriff. Das Dateisystem ist sogar noch NTFS. Mittlerweile brauche ich die Möglichkeit, Windows auf die Daten zugreifen zu lassen, überhaupt nicht mehr.

worldoak schrieb:
Erstmal sollte der TE sagen wieviel er ausgeben will.
Erst dann kann man Ihm doch raten wie er vorzugehen hat.
Am einfachsten ist es doch einen kleinen NAS zu kaufen und ein Externes Laufwerk als Datensicherung.
Und jetzt könnte man das doch beliebig steigern, abhänig von Budge des TE....
Ich hatte für den Fernseher mit etwa 600€ gerechnet und für den Rest etwa 400€. Wenn ich aber tatsächlich 8TB verbauen will, wird das vielleicht nicht ganz ausreichen.



Läuft es also darauf hinaus, einen NAS sowie einen Mini-PC für den Fernseher anzuschaffen?
 
Shedeki schrieb:
Es stellen sich also verschiedene Fragen:
- Wie spielt man Video-Daten am besten mit einem Fernseher ab? Gibt es Fernseher, die man ins LAN integriert und die verschiedenste Codecs benutzen können? Sollte man lieber einen Computer für den Fernseher abstellen, um keinen Einschränken unterlegen zu sein?
Ja, viele TVs können dies inzwischen, aber meist leider nur mit Filmen die via DLNA bereit gestellt werden.
Ein ganzer Computer ist für das Abspielen übertrieben. Es gibt eine Vielzahl von Mediaplayern die genau das machen und bestens können. Diese greifen dann auf SMB oder NFS Freigaben zu und spielen den Film ab.
Shedeki schrieb:
- Wie verteilt man die Daten am besten im Netzwerk? Es wäre schön, von jedem Gerät aus (zwei Laptops, ein Desktop-PC und dann der Fernseher) gleichen Zugriff auf alles zu haben. Stellt man sich dafür einen NAS auf? Wie verbindet man einen NAS am besten mit der Nutzung einer Software wie Plex oder XBMC?
Bei allem ist wichtig, dass wir nur kostenlose Software (Ubuntu als OS) benutzen.
Ein NAS ist hier sicher die sinnvollste Lösung für dein Vorhaben. Ob als Fertiglösung oder Eigenbau sei dahin gestellt. Plex und XMBC greifen einfach auf das NAS oder verstehe ich deine Frage falsch.

Persönlich habe ich eine ähnliche Situation wie du, allerdings habe ich nur fertige Lösungen im Einsatz, weil mir die Zeit und der Nerv fehlt mich kontinuierlich mit allen Komponenten zu beschäftigen.

Bei mir sieht es folgender Maßen aus:

UE46D7090 (TV) --hdmi--- WDTV-Live (Mediaplayer) ---Netzwerk-- QNAP TS-412 (NAS)
LE32B650 (TV) ----hdmi--- WDTV-Live (Mediaplayer) ---Netzwerk---------|
Küchenradio --------DLNA per WLAN------------------------------------------|
PC--------Netzwerk------------------------------------------------------------|
Laptop--------WLAN-----------------------------------------------------------|
2x Handy--------WLAN--------------------------------------------------------|
Tablet--------WLAN------------------------------------------------------------|

Alle Geräte greifen direkt auf NAS zu und das Abspielen von Medien funktioniert auch überall problemlos. Auch das parallel Zugreifen von mehreren Quellen (3 gelichzeitig getestet) führ zu keinen Problemen beim Abspielen von Videos.
Zusätzlich werden bestimmte Verzeichnisse als BackUp noch zum Amazon S3 gesichert.
Um dies alles einzurichten waren nur Konfigurationen nötig aber keine großen Anpassungen.

Die gleiche Konfiguration kann ich absolut weiterempfehlen, den WDTV-Live Mediaplayer würde ich wohl nur durch ein aktuelleres Gerät wie den HiMedia 900B austauschen aber abgesehen von 3D ISOs hat der WDTV-Live bisher keine Schwächen und ist immernoch eine günstige und gute Lösung.
Der TV der vorne dran hängt spielt in dieser Konstellation auch keine Rolle.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Shedeki
Ja darauf läuft es wohl hinaus. Mit 400 Euro kommst du da jedoch niemals hin. Dich kosten die 8TB schon mindestens 400 Euro. Bei solch einem System ist es schwer angeraten Parität zu verwenden. Ein Raid5 mit 4 Festplatten benötigt eine HDD für die Parität d.h. du hast von 8TB nur noch 6TB zur Verfügung. Ohne Raid würde ich es nicht machen. Wenn dir eine Festplatte ausfällt, sind die ansonsten Daten futsch.

Wenn du weißt, was alles rein soll (HD Anzahl, ...) kann man dir sagen, was für Möglichkeiten du hast.
 
Markus83Muc schrieb:
Ein NAS ist hier sicher die sinnvollste Lösung für dein Vorhaben. Ob als Fertiglösung oder Eigenbau sei dahin gestellt. Plex und XMBC greifen einfach auf das NAS oder verstehe ich deine Frage falsch.
Worauf läuft dann der Plex Media Server? Bei XMBC scheint man keinen Server zu verwenden, aber bei Plex muss dieser ja auch noch irgendwo laufen.

Markus83Muc schrieb:
Die gleiche Konfiguration kann ich absolut weiterempfehlen, den WDTV-Live Mediaplayer würde ich wohl nur durch ein aktuelleres Gerät wie den HiMedia 900B austauschen aber abgesehen von 3D ISOs hat der WDTV-Live bisher keine Schwächen und ist immernoch eine günstige und gute Lösung.
Den HD900B habe ich mir mal angeschaut. Solch ein Gerät greift dann also tatsächlich einfach auf alle freigegebenen Daten im Netzwerk zu und spielt unterstützte Formate ab? Kann ein Plex Server dann trotzdem zu so etwas streamen?

andy_0 schrieb:
@ Shedeki
Ja darauf läuft es wohl hinaus. Mit 400 Euro kommst du da jedoch niemals hin. Dich kosten die 8TB schon mindestens 400 Euro. Bei solch einem System ist es schwer angeraten Parität zu verwenden. Ein Raid5 mit 4 Festplatten benötigt eine HDD für die Parität d.h. du hast von 8TB nur noch 6TB zur Verfügung. Ohne Raid würde ich es nicht machen. Wenn dir eine Festplatte ausfällt, sind die ansonsten Daten futsch.
Wahrscheinlich würden 4TB von 6TB erst mal reichen. Die Frage ist auch, was ich dann mit all den externen Festplatten mache...
 
Haben die kleinen Media-Player eigentlich Vorteile gegenüber einem PC? (jetzt mal abgesehen vom Preis). Schließt man an die Media-Player dann externe Laufwerke an, um DVDs/Bluerays abspielen zu können? Mit einem PC wäre das ja kein Problem. Werden die Media-Player in der Regel schon fix und fertig mit Betriebssystem ausgeliefert? Kann man sich da installieren, was man will?

Scheidet in all diesen Szenarien Plex schon vollständig aus? Für Plex bräuchte man ja einen Plex Server und einen Plex Empfänger...

Liebste Grüße!
 
Du kannst an die externen Media Player durchaus Festplatten anschließen, wenn sie über einen USB Anschluss verfügen. Der größte Vorteil neben dem Preis ist der geringe Strom- und Platzbedarf dieser Geräte.

Ob du externe optische Laufwerke anschließen kannst, weiß ich nicht. Theoretisch ist es schon möglich, ich bezweifle jedoch, dass die Software darauf ausgelegt ist. Da ist nämlich bereits ein System vorinstalliert. Für gewöhnlich kannst du daran nichts machen. Das und die relativ schwache Hardware machen so einen Media Player nicht sehr flexibel, wenn man etwas ändern möchte. Sie ist natürlich so gebaut, dass du alles aktuelle wie z.B. FullHD Videos ruckelfrei wiedergeben kannst. Wer "einfach nur ein Wiedergabegerät" ala High-End DVD/BluRay-Player möchte, ist mit sowas sehr gut bedient.

Der Plex Media Player scheidet da schon aus. Den Server bzw. generell ein Streaming Server könntest du theoretisch einsetzen, wenn die Media Player über einen Netzwerkzugang und netzwerkfähige Wiedergabe verfügen.
Da Plex jedoch ein geschlossenes Client/Server-System anbietet, wird dir der Server ohne den Client nicht viel nutzen.

Grundsätzlich kann man sich für vlt. 200-300 Euro (http://www.alternate.de/html/product/Asrock/E350M1-USB3_inkl._AMD_E-350/853760/? zzgl. HDD (~30-50 Euro), RAM (~20 Euro), Netzteil und Gehäuse (ab 50 Euro)) solch ein Small Client bauen. Für weniger könnte man z.B. auf Raspberry Pi setzen, wobei du dort auch wieder auf 200 Euro kommst, da du noch die HDD und das Gehäuse benötigst.

[Nachtrag]
Die Geräte des Hersteller Roku (http://www.roku.com/roku-products#3) sind kompatibel mit Plex. Da müsstest du den Client importiere. Kommt dich vermutlich auf 100-150 Euro (inkl. Steuer und Zoll), stark abhängig von den Versandkosten.

Die SmartTVs von LG aus der 2011er Reihe sind offenbar auch kompatibel mit Plex Server.
 
Zuletzt bearbeitet:
Shedeki schrieb:
Worauf läuft dann der Plex Media Server? Bei XMBC scheint man keinen Server zu verwenden, aber bei Plex muss dieser ja auch noch irgendwo laufen.
Einen PLEX-Server könntest du auf einem QNAP Intel NAS laufen lassen, falls der unbedingt nötig sein sollte.

Shedeki schrieb:
Den HD900B habe ich mir mal angeschaut. Solch ein Gerät greift dann also tatsächlich einfach auf alle freigegebenen Daten im Netzwerk zu und spielt unterstützte Formate ab? Kann ein Plex Server dann trotzdem zu so etwas streamen?
Ja die Geräte greifen direkt auf die freigegebenen Dateien zu (unterstützt werden alle gängiegen und fast alle exotischen Formate), aus diesem Grund würdest du keinen Streaming-Server ala Plex benötigen.
Eine entsprechende fertige Media-GUI bringen die kleinen Mediaplayer von sich aus schon mit.
Natürlich bist du damit aber eingeschränkter als mit Plex-Server und Client was die Darstellung betrifft.
Ich nutze in meiner Konstellation weder XMBC noch PLEX oder ähnliches.
Ich finde die Out-Of-The-Box möglichkeiten meines WDTV-Live mehr als ausreichend und bedienerfreundlich.
Ergänzung ()

TinaSunshine schrieb:
Haben die kleinen Media-Player eigentlich Vorteile gegenüber einem PC? (jetzt mal abgesehen vom Preis).
Ja, sehr viele.
Geringere Stromkosten, keine Implementierung notwendig, keine kontinuierlichen "Wartungs-" Aufwände, einache Bedienung, somit direkt Einsatzbereit, koplette Bedienung per Fernbedienung....

TinaSunshine schrieb:
Kann man sich da installieren, was man will?
Nein kann man nicht, man ist mehr oder minder auf das angewiesen was vom Hersteller mit kommt. Bei manchen gibt es noch alternative Firmware, die ein paar mehr Features ermöglicht wie bspw. B-Rad bei WDTV.
 
@ Markus83Muc
Ich denke der Plex Server hat eine deutlich geringere Wartungsaufwand. Ich kannte das Produkt nicht, es hat aber seinen Reiz. Bei XBMC bzw. vorgefertigten Standalone Playern pflegt jeder der Clients seine Liste selber. Entsprechend aufwändig ist die initiale Einrichtung der Kategorien und dafür zu sorgen, dass auch alles richtig erkannt wird. Das muss man mit dem Plex Server nur einmal machen, nämlich auf dem Server. Das empfinde ich als einen deutlichen Vorteil, wenn man mehrere Clients anschließend möchte.
 
Dafür hat das zugrunde liegende System einen deutlich höheren Pflegeaufwand.
Bei mir bspw. muss das Pflegen auch nur einmalig geschehen, da ich nur eine einzige Sorte Player verwende.
Die Player legen die Konfiguration auf dem NAS ab und greifen alle auf die gleiche Konfig-Datei zu.
Eine Änderungen an einem Player wirkt sich direkt auf den anderen aus. Allerdings wird bei WDTV alles an Hand der Ordnerstruktur erkannt. Dies schränkt natürlich ein und eine Mehrfachzuordnung funktioniert nicht.
Flexibler ist PLEX sicher, allerdings hat man mit fertig Lösungen inzwischen auch schon gute Möglichkeiten an der Hand.
 
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