Donald Trump wird 45. Präsident der USA? Ein (Alb-)Traum?

Würdest du Bernie Sanders in den USA wählen?

  • Ja

    Stimmen: 96 66,7%
  • Nein

    Stimmen: 48 33,3%

  • Umfrageteilnehmer
    144
Ein Unternehmen hat in der Menschheitsgeschichte noch nie etwas erwirtschaftet um das mal klar zustellen!
dann wirf jetzt bitte einmal alles weg, was von unternehmen entwickelt und produziert wurde und behalte nur das, was du selbst produziert hast. nein, ohne unternehmen kann dir das sozialamt nicht deinen luxusleben bezahlen, denn es gibt keine arbeit und keine produkte und folglich auch keine steuereinnahmen. aber wenigsten profitieren dann nicht die bösen bösen unternehmen davon dass du einen anteil zur gesellschaft beitragen müsstest und sowas böses wie einen job hättest. :rolleyes:
Ein Arbeitsplatz ist ermal nichts gutes oder etwas worauf man stolz sein müsste das mal als ersten Punkt.
genau, arbeitslos sein und anderen auf der tasche liegen, darauf kann man stolz sein. und die ganzen güter fallen sicher vom himmel, wenn sie nicht mehr durch arbeiter in bösen unternehmen hergestellt werden.
 
Das führt mir jetzt auch zu weit, zumal sich die Debatte auf Begriffsdefinitionen reduzieren wird, wenn man sie zu Ende führt und auch wirklich nur noch bedingt mit dem Thread-Thema zu tun hat.
Ich hab mich in meinen letzten Beiträgen so schön bemüht zumindest in einem Satz den Bogen zu Trump zu spannen, mach das doch jetzt nicht kaputt. ^^
 
Den Angriff auf den syrischen Flughafen (über dem schönsten Stück Schokoladentorte der Welt!) und den Einsatz der MOAB kann man doch durchaus schon so interpretieren. Jedoch waren seine innenpolitischen Probleme viel zu gravierend, als dass sie davon in den Hintergrund gerückt wurden. Damit hat er keine Kriege angezettelt, die sind in beiden Ländern schon "da", jedoch kann man sie als militärische Einzelaktionen mit dieser mutmaßlichen Stoßrichtung verstehen.

Innenpolitisch setzt er sich ja weiterhin in die Nesseln und wird seine ersten 100 Tage, die ihm im Wahlkampf ja noch so wichtig waren, jetzt aber als lächerlicher Standard abgekanzelt werden, lediglich mit Neil Gorsuch als Erfolg abschließen. Sein Steuerprogramm: Nur ein lauwarmer Handzettel auf einer A4-Seite (mit doppeltem Zeilenabstand und bullet points, yeah!), Gesundheitsprogramm: am House an Parteifreunden gescheitert, Infrastrukturprogramm: vielleicht irgendwann mal, The Wall: kann man ja noch 2018 finanzieren, bisher ist immerhin schon mal Geld für fast ne Meile da!; überhaupt ein Zusammenstellen einer funktionsfähigen Regierung: Noch nicht mal begonnen, die meisten Stellen sind unbesetzt. Freitag Nacht ist die Regierung pleite, mutmaßlich muss man einen Haushalt beschließen, der sogar die Finanzierung von Obamacare umfasst, aber keinen Cent für seine Mauer. Vielleicht hat Ted Cruz ja noch mal einen Filibuster auf Lager, um das zu verhindern und die Regierung lahmzulegen. Er ist ja so prinzipientreu...

Nein, also innenpolitisch gibts dermaßen auf die Finger, da muss ja quasi ein außenpolitischer "Erfolg" - oder zumindest eine langfristige Ablenkung - her. Daher vorstellbar, dass er militärisch ein bisschen aktiver wird. Das Zusammentrommeln der Senatoren bzgl. der Korea-Krise war aber auch wieder nur ein ermütender PR-Stunt, der ihm keine Luft verschafft.

Vielleicht machen die ehemalige, kommisarische AG Yates und FBIs Comey die Russland-Anhörungen noch ein bisschen spannender. Noch so eine innenpolitische Siegesserie. So much winning, i'm tired mr president.
 
Ein konventioneller Krieg in Korea hat auf jeden Fall und unausweichlich die totale Zerstörung Seouls und vieler weiterer südkoreanischer Städte und Industriegebiete zur Folge - Samsung wäre z. B. größtenteils vernichtet.

Ein nuklearer Erstschlag der USA könnte dies u. U. verhindern, allerdings dürfte das aufgrund der unabsehbaren Reaktionen (selbst wenn es nicht zu einem Atomkrieg käme => völlige weltweite außenpolitische Isolierung der USA) ausscheiden.


Das ganze Thema bleibt also wohl ein Säbelrasseln. Rein von der Sache her befinden sich Nordkorea und die USA sowieso noch im Krieg.
 
ich glaub gar nicht, dass ein korea-krieg atomar geführt werden müsste. ich vermute dass die usa durchaus imstande wären, die primitiven koreanischen nuklearwaffen mit einem konventionellen erstschlag vollständig zu vernichten und bei der gelegenheit auch die semi-flugtauglichen balistischen raketen. allerdings muss die usa aufpassen, dass sie das koreanische militär nicht sofort gänzlich beim erstschlag vernichten, sonst kommt es nicht zu einem medial wirksamen krieg. nur die waffen, die potentiell bedrohlich sein könnten.

das größere problem sehe ich darin, dass die usa kim jong un derart provozieren muss, dass dieser einen solchen erstschlag durch sein verhalten rechtfertigt und china und russland von einer militärischen unterstützung kim jong uns absehen würden. das ist ein drahtseilakt, denn jede provokation wird ja auch von den anderen mächten beobachtet und die reaktion von kim jong un muss derart übertrieben unverhältnismäßig sein, dass es den anderen öffentlich unmöglich wird, ihn noch weiter zu unterstützen.
leichter ist es da imho schon in syrien. da liegen bereits alle karten seitens assad auf dem tisch und man hat ja auch noch den terror, gegen den man seine kampfflugzeuge jederzeit aktiv einsetzen kann. vllt n paar fehlgeleitete raketen oder mal assads truppen mit is-truppen verwechseln...

natürlich könnte man auch wieder iran oder andere länder zu schurkenstaaten erklären...

dass so ein krieg trump sehr entgegenkäme ist aber wohl offensichtlich, oder? ^_^
 
Südkorea und die USA hätten, sofern Nordkorea isoliert bleibt, das Potenzial, die komplette Luftüberlegenheit zu erlangen, sowohl und insbesondere gegegen Flugzeuge aber auch gegen Artillerie jedweger Art. Moderne Luftschutzsysteme fangen zuverlässig auch Artilleriegeschosse ab und die USA besitzen davon eine Menge. Ein Konventioneller Krieg muss also nicht die komplette ZErstörung Seouls etc bedeuten, die Frage ist eher, kann und will die USA derart viel Aufwand und vor allem GEld dahingehnd investieren.

Und ja dem "Macher" Trump käme das gelegen. 1. Er macht halt wieder, 2. lenkt es von der Innenpolitik ab und er hat ne Ausrede, dass er sich darum nicht so kümmern kann und 3. kann er einen "Erfolg" für sich verbuchen, dass er das Langzeitproblem Nordkorea gelöst hätte, was vor ihm keiner geschafft habe. Das es keiner wollte, wird für ihn nicht die Rolle spielen.
 
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@ Lübke

Die größte Gefahr ist das große Arsenal an Artillerie in stark befestigten Stellungen. Das kann man nicht mal eben konventionell ausschalten - gleichzeitig sind es aber diese Geschütze, die u. a. Seoul in direkter Reichweite haben.

@ Mustis

Welche Luftabwehrsysteme in Südkorea sollen denn bitte Geschosse von Rohrartillerie abfangen? Bei Raketenartillerie kommen wir sehr schnell in den Bereich der Übersättigung, von den relativ schlechten Abwehrmöglichkeiten der in SK vorhandenen Systeme mal abgesehen. Selbst Israels Iron Dome ist kein Garant.
 
die usa verfügen über bunkerbuster, die die artillerie recht zuverlässig vernichten können. alles außer einem atomschutzbunker bietet keinen hinreichenden schutz. ich glaube nicht, dass es diesbezüglich technische probleme gibt. ich sehe da rein politische probleme, diese aber ganz massiv, da weder putin noch peking gewillt sind, die usa da frei agieren zu lassen. die werden ihr veto einlegen und wenn trump das ignoriert sicherlich auch nicht untätig danebenstehen. und diese zwei staaten haben ohne weiteres das potential, die usa nukelar ernsthaft zu bedrohen.
 
Ich rede ja nicht von Südkoreas Kapazitäten allein. Die USA müssten massiv Material herankarren. Deswegen sage ich ja, können bzw. wollen sie das. Das es kein 100% Schutz gibt ist klar. Aber großflächige ZErstörung kann verhindert werden theoretisch. Selbst DE hat ein System zum Abfangen von Rohrartillery und die USA besitzen bereits ein laserbasiertes System gegen Raketen und Rohrartillerie und soweit ich weiß ist dieses bereits voll operationstauglich, nur die Stückzahlen kenn ich nicht.

Genauso sind die Stellungen der Nordkoreaner gegen die moderne Luftwaffe der USA nahezu wirkungslos. Auch hier wieder ist der begrenzende Fakt die Risikobereitschaft der USA zu Verlusten und auch der finanzielle Wille. Aber 3 Trägerverbände plus U-Boot und Zerstörer unterstützung mit Tomahawks hätten die Nordkoreaner nichts entgegenzusetzen.
 
Naja, in Nordkorea ist die normale U Bahn so tief gebaut, dass sie als Atomschutz Bunker herhalten kann, ich würde also nicht annehmen, dass man alles mit Bomben erledigen kann. Am Ende reichen ein paar Stellungen die entsprechend geschützt sind und ich würde damit rechnen, dass sie diese haben.
 
Diese Bunker dienen aber der Bevölkerung. Dort sind und können keine Artilleriestellungen operativ untergebracht werden. Schlimmstenfalls können sich dort Soldaten einbunkern und fanatischen Widerstand leisten. Dieser ist dann aber auch nur punktell.
 
zum einen ist das mit dem atomschutz eher an zeiten von hiroschima und nagasaki bemessen und hat gegen moderne bomben dann doch recht wenig aussagekraft, zum anderen sind ubahn-tunnel keine abschussrampen für nuklearwaffen und es würde ja auch schon reichen diese einfach an den ein- und ausgängen zu vernichten. dann hat man tief unter der erde ein paar röhren, in die man weder rein noch rauskommt.

ich denke da nur an den golfkrieg, wo saddam damals immerhin die viertgrößte armee der welt hatte. verluste durch feindkontakt hatte die usa da so gut wie gar nicht zu beklagen. die meisten toten amerikaner starben durch versuche mit chemischen kampfstoffen und zwar eingesetzt durch die usa selbst. und die waffen der usa damals waren vergleichsweise primitiv gemesssen an ihren aktuellen waffensystemen.
 
@ Lübke

Nordkorea verfügt über 9000-11000 Geschütze. Stell das mal der Anzahl der verfügbaren Bunkerbuster oder auch nur der verfügbaren Flugzeuge für eine derartige Mission gegenüber - wobei diese Flugzeuge (allen voran die B-2 und die B-1) eher Angriffe auf Flughäfen und Kommandozentralen fliegen sollten.

Nordkoreas Streitkräfte mögen technologischen lächerlich sein, die reinen Quantitäten stellen ein großes Problem dar. Durch die Bunkeranlagen kann man diese Quantitäten auch nicht mit Clusterbombs kontern.

@ Mustis

Mir ist im aktiven Arsenal der USA keine Möglichkeit bekannt, Artillergranaten zuverlässig auszuschalten. Das klappt ja nicht mal mit kleinen und mittelgroßen ballistischen Raketen vernünftig (wobei AEGIS und MIM-104 PAC 3 immerhin zuverlässig größere und große Raketen ausschalten können). Die Bedrohung geht hier aber vor allem von GRAD etc. aus. Damit hat selbst Iron Dome Probleme.


Ich glaube, ihr beiden unterschätzt die quantitativen Kapazitäten Nordkoreas und überschätzt die der USA. Die vier umgerüsteten SSGN, sofern sie denn alle in Reichweite wären (was sie nicht sind) können wohl zusammen einen Sättigungsangriff starten. Aber man wird doch keine BGM-109 als Erstschlag auf Rohrartillerie aus den 50er, 60er und 70er Jahren werfen, sondern auf prinzipiell hochwertigere Ziele.

Die Marschflugkörper der Trägerverbände werden zum Eigenschutz eingesetzt werden (müssen). Nordkorea verfügt über eine erstaunlich nervige und umfangreiche Marine. Die Kampfkraft mag zweifelhaft sein, aber trotzdem muss man eben jedes Schiff und jedes U-Boot erstmal versenken.



Generell kontert man Artillerie mit eigener Artillerie (sofern man Anti-Artillerie-Radar hat, was z. B. der Ukraine 2014 fehlte und für massive Verluste sorgte) und mit luftgestützten Cluster-Bombs. Beides ist im Falle Nordkorea/Südkorea nicht erfolgversprechend.

Schon die erste Salve aus Nordkoreas Artillerie wäre für Südkorea verheerend.

Diese ganzen Betrachtungen lassen außer acht, dass es Spionagetunnel nach Südkorea gibt. Ziemlich schnell wird man also im Süden die eigene Artillerie zu erheblichen Teilen nicht mehr für Counter-Artillerie nutzen können, sondern zur Verteidigung der Verteidigungszonen und Unterstützung der eigenen Bodentruppen.

Die Langstreckenbomber der USA haben gleichzeitig einen extrem langen Anflugweg. Durch die Abkehr der spezialisierten Flugzeuge haben auch die Trägergruppen nur begrenzte Kontingente zur Luftüberlegenheit - eine F/A-18 bringt zum Teil einfach weniger Luftüberlegenheit mit ihren AIM-120 als eine F-14 mit ihren AIM-54, auch wenn's da 10:6 steht.


Edit:
@ Lübke

Der Irak ist dann doch etwas weitläufiger als Südkorea, offener vom Gelände und vor allem hatte der Irak kein so starkes Bedrohungspotential.

Natürlich können die USA Nordkorea "besiegen". Aber eben weder Seoul noch die Industriestandorte retten. Das ist meines Wissens in der Fachwelt auch Konsens.
 
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Nordkorea verfügt über 9000-11000 Geschütze.
es war glaub ich könig alarich, der vor rom sagte "je dichter das gras, des so leichter das sensen" (frei aus dem gedächtnis)
ein bombenteppich wirkt gegen quantitaiv starke ziele wunder. nicht dass die usa nicht über 11000 marschflugkörper, bomber und jagdflugzeuge mit boden-luftraketen verfügen würden, aber ich bezweifel, dass es so aufwendig wäre, wie man es sich bei so großen zahlen an zielen vorstellt. es muss nicht mehr jedes geschütz einzeln bekämpft werden und von den 11000 stehen wohl die allerwenigsten in einem bunker.

Der Irak ist dann doch etwas weitläufiger als Südkorea,...
auch das macht es für die usa leichter. je höher die konzentration an zielen, des so effektiver sind die flächenangriffe.

...und vor allem hatte der Irak kein so starkes Bedrohungspotential.
worauf führst du das bedrohungspotential zurück? die irakische armee war dann doch technisch deutlich näher an der amerikanischen als korea an der heutigen us-armee. rein vom militärischen aspekt sehe ich da einen vollkommen einseitigen kampf. gefährlich wird imho erst die besatzung.
 
Du solltest dich auf Stand bringen. =) Duetschland setzt z.B. das MAntis System ein. Die USA haben dazu Äquivalente. LADS nennt sich das moderne LAsersystem.

Deiner Analyse der Luftüberlegenheit muss ich widersprechen. die AIM 120 ist der AIM 54 in allen belangen überlegen außer der Reichweite und diese ist gegen Nordkorea nicht nötig. Insbesondere die Leistungsgesteigerte Super Hornet schlägt auch die Tomcat in nahezu allen belangen was die KApazitäten als Trägersystem angeht. Zudem hat die USA die Möglichkeiten von Japan aus zu operieren. Die Bomber würden ergo noch aus Amerika kommen sondern Japan desweiteren können von dort aus auch langestützte Jäger wie die F22 aus operieren. Von Südkorea ganz zu schweigen.

Ich kenne die quantitativen Zahlen Nordkoreas. Sie klingen gewaltig aber effektiv ist die Überlegenheit der USA technologisch derart hoch, dass dies keine Rolle spielt. Die nervige MArine würde nichtmal aus dem Hafen kommen, an anti schiffsraketen hat Nordkorea ausschließlich völlig veraltete russische Modelle, die für ein modernes Schutzsystem keinerlei herausforderung darstellen.

Bedenke zudem, dass nicht alle Rohrwaffen direkt an der Front stehen und damit nennenswert tief nach Korea schiessen können. der Löwenanteil davon steht im Hinterland und dient der tiefen gestaffelten VErteidigung.
 
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Diese ganzen Betrachtungen lassen außer acht, dass es Spionagetunnel nach Südkorea gibt.

Und 4 bekannte Invasionstunnel. Was wenn es einen 5. gibt? Was wenn eine Atombombe durch einen Tunnel in den Süden transportiert wird und von dort aus über Land nach Seoul?
 
Eine Atombombe per pedes über eine der stärksten kontrollierten Grenzen der Welt schmuggeln während eines Krieges? Sorry, aber eine ncoh abwegigere Situation könnte sich nicht mal Hollywood ausdenken.

Auch die Invasion durch Spione im großen Stil, die dann Südkorea weitestgehnd lahmlegen ist reichlich unrealistisch. Die Südkoreaner und die USA kennen dieses Szenario und sind entsprechend vorbereitet. Zudem gibt es heute hochauflösende Wärmebildkameras etc. Das einzelne Sabotageaktionen gelingen könnten schließe ich nicht aus, aber eine großangelegte Offensive durch diese Tunnel ist absurd...
 
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