Drohne - oder nicht?

thomas hofer

Ensign
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Ich wünsche einen schönen Sonntagabend!

Ich möchte die Community, die Drohnen fliegen oder geflogen haben um Eure Meinung fragen, ob diese Art der Filmgestaltung noch Wert ist und vor allem möglich ist, ausgelebt zu werden. (Doofer Satz).

Ich fotografiere leidenschaftlich seit Jahrzehnten, und seit Pandemiezeiten filme ich immer mehr, weil bewegte Bilder einen ebensolchen Reiz ausüben. Filme mit meinen spiegellosen Kameras und (zum Leidwesen meiner Frau) dementsprechend vielen Objektiven. Mit meiner Actioncam hat sich das Portfolio noch etwas erweitert - Bewegung noch dynamischer eingefangen.
Was mir aber seit Jahren im Kopf rumgeht, ist das Filmen mit Drohnen. Einfach nur genial was viele im Netz da so reinstellen.
Nun wollte ich mir endlich eine mit einer guten Bildqualität zulegen und die notwendigen Schritte (Meldung, Versicherung, Kurs,...) einleiten. In der Auswahl stehen die DJI Mavic 4 Pro (Bundle mit Rabatt über einen Freund), die Antigravity, oder das kommende DJI Äquivalent. (wobei die Bildqualität natürlich bei der Mavic viel besser ist, wie man liest. Die Antigravity wäre wegen der Steuerung und der post-Auswahl der Sicht auch eine Alternative - besonders als Beginner).

Nun komme ich aber immer mehr drauf, dass Drohnenfliegerei auch immer mehr Einschränkungen erfährt. In meiner weiteren Umgebung darf ich laut Verordnungen überhaupt nicht fliegen, auch in den landschaftlich schönen Gebieten herrscht oft Flugverbot. Sieht man sich all die coolen Videos auf Youtube et. an, stellt man oft fest, dass viele Poster eigentlich illegal unterwegs sind, weil ebendort kein Flugrecht besteht - auch nicht auf Nachfrage bei Behörden.

Wie seht Ihr das? Ist das zu negativ betrachtet?

Thomas
 
Generell muss man zu Drohnenfoto- und Videografie sagen, dass je kleiner die Drohne ist, desto mehr Freiheiten man hat. Zusätzlich gibt es im Netz Karten zum Überprüfen von Flugverbotszonen usw. Ich fliege seit nun 1 1/2 Jahren und kann sagen: In Wohngebieten und in der Nähe von Flugverkehrszonen würde ich niemals eine Drohne fliegen. Punkt. Ansonsten sind Flugverbotszonen aufgrund von Naturschutz oft so eine Sache, wo ich vorsichtig formuliere: Wo kein Kläger, da kein Richter. Ich achte immer sehr darauf, dass ich entweder an nicht belebten Orten, oder zu nicht belebten Zeiten (z.b früh morgens) fliege, um so wenig Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen wie möglich. Meine Mini 3 Pro fliegt aber auch relativ leise und unauffällig. Für einfach Bilder und Videos reicht das völlig aus. Wenn ich anmerken darf, würde ich die Mini 3 Pro einer Mavic 4 Pro jederzeit vorziehen, einfach weil man weniger Restriktionen unterliegt. Wenn man respektvoll fliegt, die roten und gelben Flugverbotszonen meidet, keinen Menschen und Tieren auf die Nerven geht, dann hat man meiner Erfahrung nach seine Ruhe.
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als ich vor der Frage stand "soll ich mir eine drohne kaufen zum filmen/fotos machen", habe ich mich da "ein wenig" eingelesen und mich gegen einen kauf entschieden.

In den Gebieten (Wanderwege, Rad/MTB Trails) in denen ich unterwegs bin herrscht Drohnenverbot, und mir war es nicht wert das risiko einzugehen (Strafen, Personenschaden,....)

Ich habe mir daher eine Insta360 x5 Kamera inkl. 3m Selfiestick gekauft und bin absolut zufrieden -> ja es ist keine Drohne, es wirkt aber wie Aufnahmen mit einer Drohne und ich darf überall aufnehmen.
 
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Wenn https://dronemaps24.org/ halbwegs was taugt (und es ist echt einiges eingetragen), dann hätte ich in meiner unmittelbaren Umgebung keine Probleme, da genügend Wald und Feld vorhanden ist wo nur die generellen Regeln gelten...

Wer in einer Großstadt lebt z.B. kann sich die Drohne sparen.

AleksZ86 schrieb:
In den Gebieten (Wanderwege, Rad/MTB Trails) in denen ich unterwegs bin herrscht Drohnenverbot, und mir war es nicht wert das risiko einzugehen (Strafen, Personenschaden,....)
Wie hattest du das in erfahrung gebracht? Auch auf einer Karte nachgeschaut?
 
Würde eher zu einer <250g Drohne für den Anfang raten. Wollte anfangs auch eine größere, habe dann aber ne Mini Pro 3 geholt. War genau richtig.

Bei uns im Schwarzwald kann man nicht fliegen, da ist fast alles Naturschutzgebiet. In meiner Heimatstadt gibts ein Krankenhaus mit Hubschrauber-Landeplatz, so das es dort in der Umgebung auch nicht geht. Wohne mittlerweile etwas außerhalb und kann da zumindest über Felder und Wiesen fliegen. Die meisten Aufnahmen mache ich beim Wanderurlaub in den Alpen.

Für die wenigen Gelegenheiten lohnt es sich für mich nicht, den Führerschein zu machen. Bei einer kleinen Drohne reicht die UAS Registrierung beim Luftfahrtbundesamt und ein Sticker auf der Drohne. Die kleine ist kaum größer als ein Objektiv und passt leicht in den Kamerarucksack. Bildqualität entspricht einem guten Smartphone.

Ich sehe das Hobby insgesamt positiv. Wenn man sucht, findet man schon Orte wo man fliegen und schöne Aufnahmen machen kann. Macht auf jedenfall Spaß.

Wie hattest du das in erfahrung gebracht?
Ich benutze die Apps "Droniq Maps" für Deutschland und "Drohnen-Info" (ÖAMTC) für Österreich.
 
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Danke - ich schaue mal um eine kleine und leichte. Wäre die Antigravity dafür ok?
Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem italienischen Kartenanbieter gemacht? Ich habe gelesen, dass die sehr findig beim Lukriieren und Eintreiben von Gebühren sind, obwohl diese gar nicht berechtigt sind, diese zu verlangen.
 
Rickmer schrieb:
Wie hattest du das in erfahrung gebracht? Auch auf einer Karte nachgeschaut?
karten habe ich mir gespart als ich gelesen habe dass es in naturschutzgebieten verboten ist.
ich bin halt auch oft auf Wanderwegen unterwegs auf denen mehr oder weniger "viele" Menschen unterwegs sind.
Preis/Aufwand zu Leistung hat für mich da nicht gepasst, ich hätte sie wsl. max. 1-2x nutzen können/dürfen.

In Foren habe ich schon gelesen dass viele dies auch an diesen Orten nutzen, aber wenn ich in der Natur unterwegs bin möchte ich mich auch "entspannen" und nicht fürchten mit der unerlaubten Drohne erwischt zu werden
 
War auch schon vor der aktuellen Flughafen-Problematik ein Trauerspiel in Deutschland. Eigentlich ein Albtraum aus Führerscheinen, Registrierungen, Kennzeichnungen, Versicherungen etc. Aber mich reizt es auch :)
 
Rickmer schrieb:
Also ich mache echt viel in Openstreetmap und für mich sieht es so aus, als das da nach passenden OSM Tags gesucht wird und automatisch dann Grenzen drum gelegt werden.
Da die OSM Daten zwar ständig wachsen, aber immer Lücken haben, ist die die Karte wohl in erster Linie eine Orientierungshilfe.

AleksZ86 schrieb:
karten habe ich mir gespart als ich gelesen habe dass es in naturschutzgebieten verboten ist.
Also die werden, sollte es stimmen, in meiner Gegend überhaupt nicht bvon dieser Karte berücksichtigt. Und NSG Gebiete fehlen in den OSM-Daten noch so einige komplett!
 
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Ich denke, ich werde mir eine Derohne kaufen. Der Ratschlag, eine leichte zu kaufen wird berücksichtigt.
Die Frage ist, welches Modell könnt Ihr mir mit einer wirklich guten Bildqualität empfehlen?

Wie sieht es mit der Antigravity aus?
Es gibt viele postive Tests. Aber mir wurde Gestern auch gesteckt, dass sie eine hohe Latenz hat und bei Flügen nahe Hindernissen zum Überreagieren, also abbremsen, neigt.
 
thomas hofer schrieb:
Wie sieht es mit der Antigravity aus?
Es kommt darauf an wie du deine Drohne fliegen willst und was für Aufnahmen du machen möchtest. Die Antigravity fällt eher in den Bereich FPV Drohne und hat verschiedene Steuermethoden die mehr oder weniger leicht sind. Außerdem ist die Antigravity eine 360° Drohne, nimmt also alles um sie herum auf und du musst später in der Nachbearbeitung deine Aufnahmen anpassen, auch ist so eher für Video als für Foto geeignet.
Eine DJI Mini 3 oder 4 (Pro) ist aus meiner Erfahrung auf jeden Fall einsteigerfreundlich, klassisch über einen Controller steuerbar und auf jeden Fall besser für Fotos geeignet. 180° oder 360° Fotografien gehen hier ebenfalls auch.
Bei der DJI würde ich auch auf jeden Fall einen Controller mit eingebautem Display verwenden, die Steuerung über das Smartphone als Display ist manchmal echt bescheuert.
Hoffe das hilft :daumen:
 
Ja, die Gedanken hatte ich nach zehn Jahren Pause jetzt auch wieder. Ich bin mit einer DJI Neo 2 jetzt wieder eingestiegen, einfach weil da der finanzielle Einstieg am geringsten war. Trotzdem kommt mit FlyMore Combo und zusätzlicher Fernbedienung schon was zusammen, Steuerung per Handy und App geht aber macht wenig Spass auf Dauer. Aber ich wollte eben auch bewusst die FPV Möglichkeit, die das Bundle bietet. Ich muss sagen, gerade das macht mir aktuell auch den meisten Spaß.
Wichtig ist erstmal vor allem eine C0 Drohne, damit einen das nicht noch zusätzlich einschränkt.

eID gibts vom Luftfahrtbundesamt, das dauerte bei mir drei Wochen. Den A1/A3-Schein für C1 hab ich bei AustroControl gemacht, der ist da gratis und gilt bei uns auch (europaweite Anerkennung). Haben ist eben besser als brauchen ;)
Versicherung läuft aktuell noch über eine kostenlose Probemitgliedschaft im MFSD, da werde ich dann auch Vollmitglied. Neben der Versicherung hat man dann die Möglichkeit auch nach Verbandsregeln zu fliegen - bei FPV ist das bis zu 30m Höhe so ohne Spotter möglich, den man sonst bräuchte.

Von Fotos und Videos (4k60) war ich bei gutem Licht sehr positiv überrascht, bei wenig Licht habe ich es noch nicht getestet. Da haben die größeren Sensoren der 4/5 Pro natürlich Vorteile gegenüber der kleinen Neo2.

Ich nutze Droniq um mir die Flugmöglichkeiten anzusehen, ist hier (mitten im Ruhrgebiet) ziemlich genau.
 
Kristatos schrieb:
Eigentlich ein Albtraum aus Führerscheinen, Registrierungen, Kennzeichnungen, Versicherungen etc.
Ich habe aus diesen Gründen vor 4 Jahren das Thema Modellflug abgehakt.
Gerade in Berlin, bei steigernder Aufmerksamkeit der Bevölkerung und Behörden, immer schwieriger geworden. Auch wollte ich nicht erst mit dem Auto aus Berlin raus, um entspannt fliegen zu können.

Bei der derzeitigen verschärften Lage? Ich würde keinem zum Kauf einer Drohne raten. Vor 5+ Jahren hat das noch wirklich Spaß gemacht, egal ob Heli, Fläche oder Drohne. Nun, wie du schon richtig schreibst, ein reglementierter Albtraum.
 
Tr8or schrieb:
Ich habe aus diesen Gründen vor 4 Jahren das Thema Modellflug abgehakt.
Ich bin außerhalb Berlins zu Hause. Auch da ist es alles andere als entspannt, weshalb ich es vor 5 Jahren wie du gehandhabt habe. Es macht einfach keinen Spaß (mehr).
 
Hatte ich noch vergessen: Wegen Versicherung am besten mal in die eigene Haftpflichtversicherung schauen. Bei meiner sind sogar Drohnen bis 5kg drin. Musste keine separate abschließen.
 
Danke dafür!

Das mit der Versicherung habe ich bereits ausgelotet. Meine ist jedoch deutlich preisintensiver als eine herkömmliche Drohnenversicherung mit 5Mio Summe. Zudem gibt es keine "Freischäden". Ich lote hier die Angebote aus.

Aus familiären Gründen verbringe ich inzwischen einige Zeit in Südtirol, daher meine Frage, ob es auch "freie" Karten über Flugverbotszonen von Notditalien gibt, ohne dass man auf der offiziellen Seite eine Menge Daten über sich preisgeben muss??? (Und auch noch Gebühren für eine Zusatzregistrierung (ist EU widrig) bezahlen muss und mit Werbung überschüttet wird).

Ich habe einige Nachrichten erhalten, dass man die Verbotszonen nicht so genau nehmen muss. Ich bin aber der Ansicht, dass es irgendwer immer sieht. Und wenn es auch nur auf einem sozialen Medium ist. Dennoch ein Dankeschön.

Danke auch für den Tipp wegen der Avata360 von DJI. https://www.notebookcheck.com/DJI-A...aendler-in-vier-teuren-Bundles.1209223.0.html Ich werde mir das ansehen.
 
thomas hofer schrieb:
Danke dafür!

Das mit der Versicherung habe ich bereits ausgelotet. Meine ist jedoch deutlich preisintensiver als eine herkömmliche Drohnenversicherung mit 5Mio Summe. Zudem gibt es keine "Freischäden". Ich lote hier die Angebote aus.
Prüf mal deine allgemeine Privathaftpflichtversicherung. Bei vielen ist da "Modellflug" oder ähnliches schon mit drin. Ich wusste das auch lange nicht und habe deshalb viele Jahre doppelt gezahlt.
thomas hofer schrieb:
Aus familiären Gründen verbringe ich inzwischen einige Zeit in Südtirol, daher meine Frage, ob es auch "freie" Karten über Flugverbotszonen von Notditalien gibt,
Natürlich gibt es das und theoretisch ist jedes Land, das die neuen EU-Verordnungen zu Drohnen umsetzt auch verpflichtet, Karten zu den Flugzonen zu veröffentlichen. Für Italien heißt das d-flight
https://www.d-flight.it/new_portal/en/services/mappe/
thomas hofer schrieb:
ohne dass man auf der offiziellen Seite eine Menge Daten über sich preisgeben muss??? (Und auch noch Gebühren für eine Zusatzregistrierung (ist EU widrig) bezahlen muss und mit Werbung überschüttet wird).
Wo hast du das nun gehört und gesehen? Auf was für Seiten treibst du dich bitte rum? 😆 Das ist dann sicher keine offizielle Seite!
thomas hofer schrieb:
Ich habe einige Nachrichten erhalten, dass man die Verbotszonen nicht so genau nehmen muss. Ich bin aber der Ansicht, dass es irgendwer immer sieht. Und wenn es auch nur auf einem sozialen Medium ist. Dennoch ein Dankeschön.
Das ist totaler Blödsinn. Wer bitte hat dir diese vielen "Nachrichten" geschickt? Gerade, wenn es sich um militärische Verbotszonen oder Bereiche um Flughäfen handelt, ist damit nicht zu spaßen! Die Medienberichte letztes Jahr hast du mitbekommen?
thomas hofer schrieb:
Danke auch für den Tipp wegen der Avata360 von DJI. https://www.notebookcheck.com/DJI-A...aendler-in-vier-teuren-Bundles.1209223.0.html Ich werde mir das ansehen.
Ist halt mit den ganzen 360°-Kameras ein anderer Anwendungszweck. Ich denke, für dich sind das nicht die richtigen Kopter. Ab DJI Mini 3 (ohne Pro) liefert eigentlich alles bei DJI gute Foto- und Videoqualität.
 
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