DS215j JBOD Upgrade

M@rsupil@mi schrieb:
Noch kurz zu SHR: Das ist eine spezielles RAID von Synology, womit man auch Platten unterschiedlicher Größer in RAID-Konstellationen mit Ausfallschutz verwenden kann.

Im Prinzip ist das eine feine Sache. In meiner DS1813+ hatte ich auch mit 5x 4 TB angefangen, diese dann nach und nach bis 8x 4 TB erweitert, und dann angefangen diese durch 10 TB Platten zu ersetzen. Da ich ein SHR2 fahre musste ich am Anfang aber 4 Platten gleichzeitig wechseln (statt 2 bei SHR).

In der Praxis muss ich aber auch sagen, wenn man angefangen hat Platten durch größere zu ersetzen kostet das etwas Performance. Denn der Mix Platten verschiedener Größen ist im Prinzip keine Zauberei. Auf dem "überschüssigen" Platz der größeren Platten wird einfach ein neues Volume angelegt, das eben bei SHR mindestens gespiegelt werden muss (also 2 Platten) oder SHR2 für ein RAID-6-Äquivalent 4 Platten umfassen muss. Dieses Volume taucht aber nicht unabhängig auf. Vielmehr werden die beiden Volumes nach außen hin wie eines angezeigt, müssen intern aber getrennt verwaltet werden. Mixt man mittels einem SHR und mehrfach Platten unterschiedlicher Größen (genug Bays vorausgesetzt) können das auch noch mehr Volumes werden als zwei.
 
@NobodysFool
Danke für das Angebot.
Aktuell weiß ich noch nicht, auf was ich gehen werden.
Bei dem DSM 7 Beta wäre ich mir aber unsicher.

@M@rsupil@mi
Je nach Größe meiner zu sichernden Daten, kann ich auch mehrere BackUps fahren, z.B. mehrmals pro Monat. Halt Abhängig wie groß die zu sichernden Daten sind und wie groß die BackUp Nas ist. Wichtig ist jedoch, dass mindestens 1 passt und das würde es aktuell locker.

Wenn ich in dem Rechner eingebe, dass ich 12TB und 3TB in meinem NAS habe, dann kommt folgendes Ergebnis:
1614229972650.png

Hier wären jetzt 9TB einfach so "weg"?
Zumindest lese ich das daraus.
Selbst bei 3 Platten (12TB, 4TB, 3TB) irgendwie komisch:


1614230005911.png

Vermutlich habe ich das SHR Prinzip nur noch nicht verstanden...
 
Ja, weil du um den Platz komplett nutzen zu können 3 Platten bräuchtest, und davon müssten zwei die (gleich) größeren sein.

Weil fürs SHR ist nur der Bereich nutzbar, der wirklich den Ausfall einer Platte kompensieren kann. Also wird bei 2 Platten gespiegelt, und ab 3 eine Art RAID-5 aufgebaut. Das heisst bei SHR:

3 TB + 12 TB = 3 TB von der 3 TB Platte + 3 TB von der 12 TB Platte werden genutzt. die restlichen 9 TB der großen Platte können nicht gespiegelt werden und bleiben ungenutzt.

3 TB + 4 TB + 12 TB = Es wird ein RAID-5 Volume erstellt, das je 3 TB der 3 Platten nutzt (= 6 TB nutzbar), es wird ein RAID-1 Volume auf der 12 und der 4 TB Platte erstellt das von denen je 1 TB nutzt (= 1 TB nutzbar), das macht zusammen 7 TB da diese mit den 6 TB von zuvor zusammengefasst werden). Es verbleiben 8 TB auf der 12er Platte, die weder für Spiegelung noch für Redundanz nutzbar sind.

Mit verschieden großen Platten anfangen ist eine unglückliche Ausgangssitiuation. Vor allem bei starken Größenunterschieden, und wenn von der größten Platte nur eine im Verbund ist.

Hättest Du jetzt beispielsweise eine 3 TB und zwei 12 TB, dann wäre bei SHR der komplette Platz nutzbar (3x 3 TB RAID-5 = 6 TB Nutzkapazität/3 TB Redundanz) + (2 x 9 TB RAID-1 = 9 TB Nutzkapazität/9 TB Redundanz) = insgesamt 15 TB Nutzkapazität/12 TB Redundanz. Das Verhältnis würde sich dann mit hinzufügen einer weitern 12 TB Platte bei Bedarf nochmal stark verbessern, da die Redundanz bereits abgedeckt ist. Dann würden die vollen 12 TB der nächsten Platte als nutzbare Kapazität einfliessen. Es ist eigentlich ganz simpel, wenn man das Prinzip hinter dem SHR verstanden hat. Im Endeffekt werden die Gesamtkapazitäten der Platten abhängig der beteiligten größen in kleinere Segmente zerlegt, und mehrere RAID-5 oder RAID-1 Volumes darauf erstellt, die dann aber wieder zusammengefasst dargestellt werden, so das man von dem Vorgehen dahinter nichts mitkriegt. Und alles was nicht mindestens gespiegelt werden kann an Platz bleibt ungenutzt.

Und wegen der DS418j habe ich mal eingeworfen weil ich die noch da hab. DSM7 wird mit ziemlicher Sicherheit diesen Sommer offiziell erscheinen und dann kann man es natürlich auf den fertigen Build updaten. Es läuft auch sehr flüssig und stabil. Theoretisch würde ich die Beta auch auf meiner DS1813+ schon installieren. Die vorläufigen Bedenken habe ich nur wegen Active Backup for Business das ich dort nutze. Ob das nämlich schon funktioniert konnte ich auf der DS418j nicht testen, da dieses Paket mangels BTRFS darauf nicht angeboten wird. Und wenn das nicht funktioniert wäre das für mich nicht nur ein kleiner vorübergehender Komfortmangel, sondern schon essenziell. Daher warte ich da noch bis zum Release ab. Aber ist Deine Entscheidung, ich hab nur die Gelegenheit genutzt, um hinzuweisen dass ich da noch was hab. :)
 
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NobodysFool schrieb:
Es verbleiben 8 TB auf der 12er Platte, die weder für Spiegelung noch für Redundanz nutzbar sind.
Man kann womöglich diese ungenutzen 8TB als Basic-Speicherpool einrichten oder wären die in diesem Falle ganz verloren?
 
Die sind in dem Fall komplett unbenutzbar. Im angeführten Beispiel müsste man als vierte Platte eine weitere 12 TB Platte einsetzen, damit dieser Platz genutzt werden könnte. Allerdings müssten diese einmal 8 TB dann als Platz für die Spiegelung genutzt werden. Das heisst, baut man also als vierte Platte eine 12 TB Platte dazu, dann bekommt man auch 12 TB mehr Platz.
 
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