"Durchgehendes" auf allen Etagen

juus

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Hallo liebes Forum,

ich habe gerade Kernsaniert und in jedem Zimmer 3 LAN Anschlüsse + in jedem Flur 1 LAN Anschluss. Das Haus besteht aus

  • Keller (hier steht das Unitymedia Kabelmodem, Patch-Panel und die Gigabit-Switch)
  • Erdgeschoss (LAN Anschluss)
  • Obergeschoss (LAN Anschluss)
  • Dachgeschoss (Arbeitszimmer, LAN Anschluss)

Nun meine Frage: aufgrund von Stahlbetondecken etc. ist die WLAN Qualität vom Router der im Keller steht im OG und DG sehr schlecht. Nun meine Idee: auf jeder Etage im Flur ein "Gerät" an den LAN Port (mit Steckdose daneben) hängen um ein durchgehendes WLAN über einen Namen gefühlt unterbrechungsfrei nutzen zu können.

D.h. WLAN Name "TEAM_X" steht dann vom Keller bis hin in DG zur Verfügung. Immer mit gleichem Namen und folglich gleichem Passwort. Also einmal angemeldet und man ist im gesamten Haus im WLAN.

Was für ein "Gerät" bräuchte ich dazu auf jeder Etage? Wie nennt man sowas? Worauf muss man achten? Die Idee hinter dem Anschließen an den LAN Port auf jeder Etage ist der, dass dadurch die Leistung des WLANs auf jeder garantiert ist.

Viele Grüße
Juus
 
Hi,

Access Point. Wenn es komplett unterbrechungsfrei (VoIP z.B.) sein muss brauchst du Controller-gestützte Access Points, wenn nicht tut es jeder Access Point.

VG,
Mad
 
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Einen WLAN Access Point. persönlich kann ich die UniFi Geräte von Ubiquiti empfehlen. Wenns günstig sein soll das AP AC Lite (ca. 80€) und wenns richtig gut sein soll das NanoHD (ca. 180€).

Die können auch über PoE Strom bekommen.

EDIT: Bei Amazon kann man die auch als 5er Packung bekommen :D
 
dasbene schrieb:
EDIT: Bei Amazon kann man die auch als 5er Packung bekommen :D
Achtung! Bei den Mehrpacks sind in der Regel keine PoE-Injektoren dabei, da diese Pakete für Installationen mit PoE-Switches gedacht sind. Sofern man also keinen PoE-Switch hat oder sich keinen anschaffen will/kann, sind die 3er bzw. 5er Packs der UniFi-APs keine gute Idee. Bei den Einzelpacks liegt nämlich ein PoE-Injektor bei, mit dem man den AP dann via PoE betreiben kann.
 
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Zu dem Unifi APs würde ich auch Unifi Switch mit POE empfehlen und kann sich damit die POE Injektoren sparen.
 
Wenn du es "ordentlich" haben willst, dann solltest du auf Ubiquity setzen. Da musst du dich aber auf etwas mahr Konfigurierungsarbeit einstellen. Wenn du es einfacher haben willst, dann installiere als Router eine FritzBox und nutz deren APs auf jeder Etage. (z.B. AVM 3000 oder 1750E, in Raeumen wie dem Keller reicht auch ein 450E). Das ganze ist deshalb simpler, da die Einrichtung ueber simple Webinterfaces gemacht werden kann und man kein POE "braucht", da die APs direkt in die Steckdose kommen. Die AVM Loesung ist der von Ubiquity technisch eindeutig unterlegen, aber fuer einen Privathaushalt bekommt man damit trotzdem ein super WLAN hin. (Letztens erst das Netz meienr Eltern aufgeruestet)
 
NJay schrieb:
Das ganze ist deshalb simpler, da die Einrichtung ueber simple Webinterfaces gemacht werden kann und man kein POE "braucht", da die APs direkt in die Steckdose kommen.
Prinzipiell gebe ich dir Recht, dass Fritz-All-the-way für Otto Normal einfach zu handhaben ist, aber die PoE-Injektoren sind im Prinzip nichts anderes als Netzteile, deren Zuleitung zum Gerät eben kein Kabel mit DC-Hohlstecker ist, sondern das LAN-Kabel. Ob man nu nen Fritz 1750E direkt in die Steckdose haut und dort dann ein LAN-Kabel anklemmt oder einen PoE-Injektor in die Steckdose und dort dann ebenfalls ein LAN-Kabel und dann ein LAN-Kabel zum AP anklemmt, kommt in etwa auf das gleiche hinaus (halt das LAN-Kabel als Zuleitung zusätzlich).

Was die Web-GUI angeht ändert sich auch nicht so viel. Der UniFi-Controller bietet zwar wesentlich mehr Funktionen als Fritz, aber es gibt Hunderte Videos dazu wie man das einrichtet. Letztendlich läuft es auch nur darauf hinaus, dass man die SSID definiert, den Kanal wählt und dann einfach in ein und derselben GUI jeden AP einmal anklickt und einen Haken neben der zuvor einmalig definierten SSID macht.

Aber es ist schon so, dass Otto Normal bei Fritzen nebenbei noch seine Lieblings-Soap gucken kann und bei UniFi muss man sich zumindest mal für 15 Minuten hinsetzen und sich etwas fokussierter damit beschäftigen ;)

Bei einer "Kernsanierung" würde ich jedoch in jedem Fall zu einem UniFi-Setup von Ubiquiti raten. Es sollte ja kein Problem sein, je nach Bedarf 1-3 UAPs an die Decke oder zur Not auch an die Wand zu schrauben und dann mal ein paar Anleitungen bei Youtube zu gucken und den Unifi-Controller einzurichten. Der "Aufwand" - wenn man es denn so nennen möchte - lohnt sich unbedingt.
 
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Mittlerweile kann man auch die Fritz Geräte dafür benutzen.
Seit ein paar Monaten kann deren Mesh auch Access Point steering.
Das müssen aber auch die Endgeräte unterstützen.
Bei Unify ist die alte variante mittlerweile legacy und arbeitet sonst wohl genauso wie das Fritz Mesh.

Hatte auch versucht die Fritz Geräte durch ubiquity zu ersetzen.
Leider hatte ich damit schlechteren Empfang und die Konfiguration ist mit dem Controller umständlicher. Hatte den auf einem Raspberry laufen, was die Ausfallsicherheit nicht unbedingt erhöht hat im Vergleich zum Controller auf der Fritzbox.

Andererseits kannst bei ubiquity zb einstellen ab welcher Signalqualität die Geräte wechseln müssen.
 
DonnyDepp schrieb:
die Konfiguration ist mit dem Controller umständlicher. Hatte den auf einem Raspberry laufen, was die Ausfallsicherheit nicht unbedingt erhöht hat im Vergleich zum Controller auf der Fritzbox.
Da bist du mit deiner Meinung aber wohl ziemlich allein. Ein PI ist abgesehen vom Ubiquiti-eigenen Cloud Key wohl die am weitesten verbreitete Hardware-Plattform für den Controller und läuft überragend stabil, wenn man mit dem PI nicht irgendwelchen Bastelkram nebenher macht, der ihn laufend ausknockt. Man muss sich bei UniFi nur daran gewöhnen, dass das Webinterface eben nicht direkt auf den APs läuft, sondern auf einem PC, einem Laptop, einem PI, einem NAS oder eben dem dafür vorgesehen Cloud Key.

Was du als "umständlicher" bezeichnest, wird wohl der deutlich größere Funktionsumfang des UniFi-Controllers gegenüber rein consumer-orientierter Hardware wie von AVM sein. Klickt man da an Einstellungen rum, die man ohne KnowHow nicht anfassen sollte, kann man eben auch aktiv Probleme verursachen - zB wenn man die besagte Funktion zum Kicken eines Clients bei zu schwachem Signal so krass einstellt, dass im Haus regelrecht Funklöcher entstehen.
 
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@Raijin

Mich musst du nicht ueberzeugen, ich wuerde (wenn ich nicht in einer WG Wohnen wuerde und mein Router schon die ganze Wohnung perfekt abdecken wuerde) auch auf Ubiquity setzen. Ich "manage" eine kleine Ubiquity Installation bei Verwandten und komme damit sogar besser klar als mit dem AVM Kram bei meinen Eltern. Aber AVM macht schon solide Hard und Software und sollte als Alternative aktuell immer genannt werden. Wer z.B. schon ne Fritzbox hat und einfach nur WLAN im haus haben will um Netflix im Bett gucken zu koennen und keine Lust auf etwas basteln hat, fuer den ist eine AVM Loesung IMHO besser geeignet.

PS: ich muesste mir echt mal ne Moeglichkeit suchen um die Tastatursprache schnell umstellen zu koennen, so ohne Umlaute liesst sich ein Text schon sehr anstrengend. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
NJay schrieb:
Mich musst du ueberzeugen, ich wuerde (wenn ich nicht in einer WG Wohnen wuerde und mein Router schon die ganze Wohnung perfekt abdecken wuerde) auch auf Ubiquity setzen.
Ich vermute mal du meintest nicht überzeugen? Hehe..

Grundsätzlich habe ich dir ja zugestimmt, weil ein komplettes AVM-Setup durchaus eine gangbare Lösung sein kann oder gar ist.

Wobei auch Otto Normal überlegen muss was er will. Bei AVM mag der Initialaufwand tendenziell geringer sein, aber ein einmal eingerichtetes UniFi-Setup ist zu 100% für den Dauereinsatz geeignet. Ich war buchstäblich seit Jahren nicht mehr in meinem UniFi-Controller eingeloggt - abgesehen von etwaigen Screenshots oder wo-muss-ich-klicken-"Recherchen" für's Forum hier ;)
Bei Router-basierten WLANs ist's halt immer doof, wenn man den Anbieter oder gar die Technologie wechselt, den Router tauscht, etc...
 
Raijin schrieb:
Ich vermute mal du meintest nicht überzeugen? Hehe..

Habs korrigiert :D

Wenn du die Controllersoftware seit jahren nicht geoeffnet hast, dann hast du aber doch auch chon lange keine Updates mehr installiert, oder gibt es da irgendwo die Moeglichkeit diese automatisch installieren zu lassen?
 
Würde auch zu Ubiquiti UniFi raten.
Habe in meiner ca. 95qm Wohnung aktuell einen Ubiquiti UAC-AP-Pro recht zentral an der Decke montiert und überall recht guten Empfang, aber ich bin am überlegen mir noch den UAP-AC-M zu holen um das Ganze noch etwas zu optimieren.
Bei mir läuft die Controller Software seit über einem Jahr auf einem RaspberryPi 3 mit PiHole und PiVPN parallel einwandfrei zusammen.
Theoretisch reicht es auch die Controller Software nur für die Erstkonfiguration auf einem PC zu installieren, da die Einstellungen direkt auf dem AP gespeichert werden und die Software nur bei Bedarf oder Änderungen der Einstellungen zu starten. Der AP läuft dann autark, wenn die Erstkonfiguration gemacht wurde, auch ohne gestartete Controller Software.
Aber es macht schon Sinn sich die Controller Software auf einem Pi oder per Docker auf einer NAS zu installieren, allein deswegen, weil es dann etwas komfortabler ist (z.B. Zugriff über die UniFi App am Smartphone) oder für Logging, Gäste-Portal mit Landingpage, bequemere Firmware Updates des/der AP(s) usw. zu nutzen.

Klar, man muss sich etwas reinarbeiten, aber die Installation (Pi) an sich ins ein Klax, sind ja nur Befehle per Copy & Paste reinklatschen im Grunde.. und die Konfiguration an sich ist auch alles andere als kompliziert.
Wie bereits von jemanden geschrieben gibts genügend Anleitungen, Videos usw.

Jedoch ist halt auch die Frage bei dir @TE, WO deine LAN-Anschlüsse in den Fluren überhaupt sind, wenn du schreibst, dass ihr Betondecken haben. Wenn diese auf 30cm Bodenhöhe sind, dann wären APs von Fritz evtl. besser, da die optimale Einabauposition der Ubiquiti UniFi APs an der Decke ist - was aber nicht heißen soll, dass eine Wandmontage komplett falsch wäre, aber hier kann das Signal dann evtl. nicht so gut sein, wie durch die Deckenmontage.
 
Zuletzt bearbeitet:
NJay schrieb:
Wenn du die Controllersoftware seit jahren nicht geoeffnet hast, dann hast du aber doch auch chon lange keine Updates mehr installiert, oder gibt es da irgendwo die Moeglichkeit diese automatisch installieren zu lassen?
Ich war ja eingeloggt, wenn ich mal nen Screenshot für's Forum gemacht habe und jemandem kurz erklären musste wo er klicken soll. Da habe ich natürlich auch mal ein Update angestoßen. Allerdings mache ich bei weitem nicht jedes Update mit (weil ich es auch nicht laufend prüfe), da das Setup zu 100% zuverlässig läuft.
 
Raijin schrieb:
Ich war ja eingeloggt, wenn ich mal nen Screenshot für's Forum gemacht habe und jemandem kurz erklären musste wo er klicken soll. Da habe ich natürlich auch mal ein Update angestoßen. Allerdings mache ich bei weitem nicht jedes Update mit (weil ich es auch nicht laufend prüfe), da das Setup zu 100% zuverlässig läuft.

Das ware dann aber fuer den 0815 Nutzer ein weiterer Vorteil von AVM, die Updates gehen automatisch. Bei jemandem, der das eventuell wirklich nur einrichtet und dann nie wieder ueberprueft sind automatische Updates schon ein Vorteil.
 
NJay schrieb:
Das ware dann aber fuer den 0815 Nutzer ein weiterer Vorteil von AVM, die Updates gehen automatisch. Bei jemandem, der das eventuell wirklich nur einrichtet und dann nie wieder ueberprueft sind automatische Updates schon ein Vorteil.
Wobei automatische Upgrades aber möglich sind, wenn die Controller Software dauerhaft läuft.
Siehe hier: https://help.ubnt.com/hc/en-us/arti...ging-the-Firmware-of-a-UniFi-Device#automatic
oder hier: https://community.ubnt.com/t5/UniFi...o-Automatically-upgrade-firmware/td-p/2003976

Ich habe es bei mir aber auch nicht aktiviert..
Es soll aber wohl nicht so gut funktionieren: https://community.ubnt.com/t5/UniFi-Wireless/Firmware-Auto-Update-not-working/td-p/2301608

Okay, eig kann ich den ganzen Post löschen. :D
Es ist nicht 0815-User-friendly, muss man zugeben.. 🙈
 
Raijin schrieb:
Da bist du mit deiner Meinung aber wohl ziemlich allein.
Kannst du diese Aussage belegen?

Würd mich mal interessieren, welches Feature du in deinem Heim-Wlan benötigst, dass andere Anbieter nicht haben?

Wär ich beim Ubiquiti Setup geblieben, hätte ich mir aber ein managed poe switch und controller geholt.
So ein Raspberry zerstört sich seine sdkarte bei nem spontanen Stromausfall gern mal selbst, wenn man nicht auf usb stick umfrickelt.
Aber fand jetzt kein ubiquiti Feature so sehr "must-have".
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin

Mal blöde nachgefragt: Was spricht denn gegen Devolo-WLAN. Funktioniert bei mir auf 3 Etagen, ohne Probleme.

Gruß
Nobsi
 
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