Ein paar Fragen zu DDR3

Maine

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Hallo zusammen!

Da ich vorhabe, mir mit Erscheinen der neuen Lynnfield-Prozessoren ein neues System zuzulegen, bin ich momentan dabei, schonmal Komponenten zu sondieren.

Aber bei einer Sache steig ich aufgrund der Fülle an Angeboten nicht mehr durch: DDR3-RAM.

Der Speichercontroller der Lynnfields unterstützt ja maximal 1333 Mhz, getestet werden überall aber meist nur 1600er.

Merkt man den Sprung von 1333 auf 1600? Welche Latenzen sollte man nehmen? Welche Spannung müssen die Dinger haben? Kann ich mit einem Lynnfield auch DDR3 auf 1600 Mhz nutzen? Wie bringt ich dem Prozessor bei, den RAM mit dieser Frequenz anzusprechen?

Vielleicht kann mir jemand hier ja etwas Licht am Ende des Tunnels zeigen ;)

Gruß
Maine
 
Der "spürbare" Vorteil von DDR3-1600 gegenüber DDR3-1333 ist gering, aber vorhanden. Genauso gehts dann weiter bis DDR3-2000, es ist immer ein kleiner Vorspung. Aber da 1600er aktuell ein gutes P/L-Verjältnis haben, ist so einer auch recht sinnvoll.

Es sollte dannn auch CL8 (oder kleiner) sein. CL9 würde ich nicht mehr kaufen.

Spannung ist von Riegel zu Riegel unterschiedlich und egal, da man sie ja selbst im BIOS einstellen kann.

Den zu verwendeten Takt stellt man natürlich im BIOS ein, genauso die Latenzen und Spannung.
 
Erstmal danke für die Antwort!

Wie groß ist der Unterschied denn ca.?
Denn ein 4GB-Kit 1333er mit CL9 kriegt man ab knapp 70 Euro, ein 1600er mit CL 8 kostet dann schon 90 Euro, mit CL7 knapp 100. Ist halt die Frage, ob sich das dann lohnt, wenn der Vorteil, relativ zum langsameren RAM, nur wenige Prozent beträgt.

Achja, und noch eine Frage: Da ich mit meinen aktuell 4 GB bei meinem 775er-System doch langsam immer öfter sehe, dass der RAM fast komplett ausgelastet ist, denke ich auch über 6GB nach. Dann wäre aber mit einem Lynnfield kein Dual-Channel-Betrieb möglich - aber wäre das schlimm?

Wie groß ist der Unterschied da?



Man man man....früher musste man einfach nur RAM kaufen, heute ist das ja eine Wissenschaft ;)
 
Nein, man kann da persönlich eine Wissenschaft draus machen :evillol:

Der Aufpreis auf schnelleren Speicher lohnt sich nur dann, wenn dem eher geringen Performancevorteil ein entsprechend kleiner Aufpreis entgegensteht.

Beim derzeitigen Angebot würde ich DDR3-1333 CL7 oder DDR3-1600 CL8 in Betracht ziehen.
In der Latenz (auf CAS bezogen) steht der 1333er etwas besser da mit 10,5 vs. 10,0ns - übrigens auf DDR2-800 CL4 Niveau ;)
Alle langsameren Module sind kaum günstiger, verlieren aber schon einige Prozentpunkte.

Der 1600er hat den Vorteil größerer theoretischer Speicherbandbreite, die Frage ist nur, wie oft bei aktueller Hardware / Software der Burst-Modus überhaupt zum tragen kommt.
Everest kann das Maximum ausmessen, ich denke in realen Anwendungen kommen >99% der Daten eh aus dem Cache.

Alle Module mit mehr als 1,65V Spannung würde ich gleich entsorgen, die machen nur Ärger.
Damit fallen alle Ladenhüter "Intel Extreme" bzw. "AMD Edition" Module raus, ebenfalls alle übertakteten Teuer-Module mit extrem kurzer Latenz.

Was dann übrig bleibt, ist eine feine Liste mit Speichermodulen, die im großen und ganzen ihr Geld wert sind und vergleichsweise wenig Ärger machen.

Es kann auch nicht schaden, die QVL Kompatibilitätsliste des Mainboardherstellers zu befragen, das hilft später auch den Händler bei evtl. Inkompatibilitäten in seine Schranken zu weisen.
 
Also das höre ich zum ersten Mal.
Dann haste die Core i7 Markteinführung komplett verpennt, ich gehe einfach davon aus, daß die Vorgaben und Fallstricke auch für den weitgehend "baugleichen" i5 gelten.

Hier so ziemlich die am Besten aufbereiteten Infos im deutschen Sprachraum:
http://ht4u.net/reviews/2008/intel_nehalem_core_i7/index17.php
http://ht4u.net/reviews/2008/intel_core_i7_strom/index6.php

Computerbase hatte die Info im Einführungsartikel auch parat:
https://www.computerbase.de/artikel...edition-test.895/seite-5#abschnitt__speichers
 
Mit dem Shrink bei den AMD-Prozessoren von 90 auf 65 nm und der Vorstellung von Vier-Kern-Prozessoren - wir sprechen natürlich vom Phenom - wurden plötzlich Gerüchte laut, dass einige Prozessoren dort gar durch zu hohe Speicherspannungen Defekte erlitten.
Das ist bedenklich, allerdings:
So ließen sich zwei Kingston-HyperX-Module, welche Latenzen von 7-7-7-20 und DDR3-1333-Takt bei 1,7 Volt umsetzen können, auf der Plattform stabil mit den anliegenden 1,54 Volt betreiben.
könnte man die Teile einfach undervolten...

Dies kann allerdings nicht Sinn und Zweck sein, nur wie findet man 1333er-RAMs CL7 mit 1,65 oder weniger Volt, bei den einschlägigen größeren Shops konnte ich leider nicht fündig werden.
 
Klar kann man die Speicher undervolten, das wird aber nicht in jedem Fall funktionieren und spätestens bei Vollbestückung ein ziemlich schwieriges Unterfangen.

Es gibt aber durchaus einige passende Module, selbst DDR3-1600 CL8 Speicher mit erträglichen Spannungen. Die sind noch nicht mal extrem teuer.

1333 CL7 ab 75€
http://geizhals.at/deutschland/a456506.html
http://geizhals.at/deutschland/a272373.html
http://geizhals.at/deutschland/a331422.html
http://geizhals.at/deutschland/a429007.html

1600 ab 80€, sogar einige mit CL7 - die Spannung steht doch fast immer dabei
http://geizhals.at/deutschland/?cat=ramddr3;sort=p&xf=254_1600~256_2x~253_4096~255_8~255_7
 
Is klar, nur warum hat OCZ den praktisch baugleichen LowVoltage mit 1,65V nachgeschoben und bewirbt Ihn auf der eigenen Website als Optimized for the Intel Lynnfield Platform?
http://www.ocztechnology.com/products/memory/ocz_ddr3_pc3_10666_platinum_low_voltage_dual_channel - inzwischen auch als 1866MHz Version!

Ganz ehrlich, wenn ich ein besseres Produkt zum gleichen Preis kaufen kann, dann nehm ich das dankend an und kauf nicht den Schrott den alle haben (warum auch immer) - auch wenn der irgendwo in 'nem anonymen Forum beliebt ist. ;)
 
Dieses SLI Ready und Optimized for Intel, AMD Edition bla bla bla ist alles Geldmacherei damit sich ahnungslose, den Speicher kaufen und eben ein paar euronen mehr ausgeben.
 
Ich werd den OCZ Platinum Low-Voltage DIMM 4GB Kit PC3-10667U CL7-7-7-20 (DDR3-1333) wohl nehmen, weil er mit weniger Volt läuft und nicht weil er gerade für Lynnfield besonders toll sein soll. Sicher ist das ne nette Zusatzinfo, mehr aber auch nicht...
 
1600 wird natürlich insbesondere dafür ins Auge gefasst, dass man z.B. die CPU übertakten kann und der RAM kein Taktlimit ist (RAM-Module sind sehr empfindlich und können meist nicht besonders intensiv übertaktet werden).
Alles über 1333 wird über OC-Settings eingestellt. Wenn du vor hast, später zu übertakten, kaufe lieber 1600er oder hoffe auf sinkende RAM-Preise. :)
 
Bei CPUs mit integriertem DDR3-Controller (bei Intel ab Intel Core i5/i7) sollte man darauf achten, dass die Differenz zwischen Speicherspannung und VCore nicht größer als 0,5 Volt wird. Das mögen die CPUs nicht. Die Standardspannung bei DDR3 beträgt übrigens 1,5 Volt. Ich würde nur DDR3-Speicher für einen Lynnfield kaufen, der ein Profil DDR3-1333 @ 1,5 Volt im SPD enthält. Dann hat man zumindest keinen Schrott und kann auf jeden Fall den von Intel empfohlenen, maximalen Takt fahren, ohne den Speichercontroller der CPU außerhalb der Spezifikation betreiben zu müssen.
 
Da waren meine Apogee Chaintech CL8 für 100€ echt günstig und laufen auf 1.5V :o

Nochnie etwas von Crucial gehört Oo

Die gibts schon etwas länger im RAM Business und produzieren auch guten RAM
 
Zuletzt bearbeitet:
Crucial ist die Hausmarke von Micron, also M stellt die Chips her und C baut daraus Module.

Aber genau diese am 29.10. (?) lieferbaren CL6 Module sind ziemlicher Müll, wenn 1,8V korrekt wiedergegeben sind.
 
Ich habe mal eine Frage! Hat jemand von euch eine Ahnung ob das Fujitsu Siemens G31T-M2
Motherboard mit DDR3 Kompatibel ist?
 
Wenn ich bei Google Suche (ist nicht schwer), ist es ein Elitegroup Board, das nur DDR2 Ram unterstützt.
Ist wohl ein OEM Board für FTS (früher FSC) gewesen.
 
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