Ein System für nen ältern PC

Danek

Ensign
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Hi Leute.

Ich habe ne Frage zur Linux OS, gibt es ein OS von Linux für ein älteres Pc, das ungefähr so stabil wie XP. Alles was Microsoft dafür hat ist sehr instabil :freak: (ich meine alles außer XP). Da ich mich gar nicht mit den Linux auskenne bitte ich euch mir zu helfen. Der Rechner wird nur für Office und Internet gebraucht.

PC
CPU: intel P III
RAm: ca 300MB
HDD: 20 GB

Schon Mal Danke für hoffentlich kommende Hilfe.
 
Bevor du denkst, dass du jetzt ne Minimal-Distribution brauchst, will ich dir nur sagen, dass ich dir eher Ubuntu, gerade als Anfänger, empfehlen würde. Einfach runterladen, also Image auf CD(RW)brennen, ausprobieren, bei nichtgefallen einfach was andere ausprobieren :) Aber ich denke mit Ubuntu oder Xubuntu wirst du schon ganz gut aufgehoben sein :) Falls dir das zu langsam ist versuche ruhig DSL o.Ä. und bei Fragen, einfach Stellen :)
 
Das Gnome-Monstrum spricht dagegen. :p

Ubuntu bietet entgegen weitläufiger Meinung NICHT die Antwort auf alle jemals gestellten Fragen, in diesem Fall würde ich wenn dann zu Xubuntu raten.

Und jemand, der in einem Forum so eine Frage stellt erwartet sich wohl kaum ein "was spricht gegen Testen". ;)

EDIT: Ok, beim Prozessor haben mir wohl die Augen einen Streich gespielt. Mit einem potenten P3 spricht überhaupt nichts gegen eine aktuelle Linux-Distribution, Knackpunkt ist trotzdem der ziemlich geringe Arbeitsspeicher. Für Office wirds aber reichen.
 
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Welche Geschwindigkeit hat denn der PIII?

Ab 500Mhz und 256MB Ram wird openSUSE 10.3 vernünftig mit KDE laufen.
Ab 800Mhz gibt es kaum noch etwas zu meckern.
Ab 1000Mhz rennt es.

Ansonsten kann man auch XFCE oder Fluxbox als schlankere Windowmanager installieren.

Auf meinem P200/128MB Ram läuft der RC1 mit Fluxbox nach einigen weiteren kleineren Optimierungen bei gerade mal 23MB Ram Auslastung.
Das erste Mal, dass auf dieser Maschine ein flüssiger Desktop läuft.

Nächste Woche kommt die Final von openSUSE 10.3 und wird für Aufsehen sorgen.
Es hat sich sehr viel getan, auch im Hinblick auf Geschwindigkeit.
Hier noch ein kleiner Einblick zum Thema Multimedia:
http://news.opensuse.org/?p=325

edit:
Hier noch mal die Ergebnisse meiner Experimente auf dem uralten Pentium 200Mhz / 128MB Ram:
https://www.computerbase.de/forum/t...mb-ram-pc-bsd-oder-linux.323382/#post-3227928

gruss, limoni
 
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limoni, ich finde es zwar schön dass du dich immer wieder um die Vergrößerung der Userbasis von openSUSE sorgst, aber mit diesen Neuerungen holen sie auch nur ihren Rückstand gegenüber anderen Distributionen auf... ;)
 
Wo ist dein Problem?
Die Frage war, welches Linux auf einem PIII (Mhz?) mit ca. 300MB(256+64?) Ram gut läuft.

Du sprichst selbst von dem "Gnome-Monstrum" unter Ubuntu und würdest es unter diesen Verhältnissen nicht empfehlen! Immerhin.
Hier werden sehr oft Ubuntu oder dessen Ableger ganz pauschal empfohlen, ohne dass die Leute das auf der angesprochenen Hardware tatsächlich selbst getestet haben.
Ich habe sehr viel getestet, auch mit Xubuntu.
Xubuntu ist auf alten Maschinen, wenn es denn überhaupt installiert werden kann, da gibt es auch oft Probleme, einfach langsamer als Zenwalk oder Vector Linux.

Und ich habe jetzt nochmals openSUSE 10.3 RC1 auf einem alten Rechner mit Vector 5.8 Std. verglichen.

Und erstaunlicherweise ist openSUSE hier, selbst mit KDE einfach performanter als Vector mit XFCE.
Und openSUSE mit Fluxbox ist einfach der absolute Renner (natürlich verhältnismässig unter den beschränkten vorhandenen Ressourcen)
Und da steht noch die komplette Infrastruktur dahinter und man muss auf fast gar nichts verzichten.
Selbst OpenOffice läuft mit 128MB Ram, nur der Start dauert natürlich, aber dann wäre es durchaus benutzbar, Abiword macht natürlich mehr Sinn.

Das sind Erfahrungswerte aus der Praxis.
Da kommt von anderen sonst nicht viel.

Fakt ist, openSUSE 10.3 läuft auf so gut wie jedem Rechner und bietet auch auf älteren Systemen ansprechende Performance.
Alternativ fallen mir nur noch die PCLinuxOS Derivate ein, haben jedoch nicht die vergleichbare Infrastruktur.
Und die Abkömlinge TinyMe und PCFluxboxOS sind noch nicht sehr ausgereift, bestehen auch nur aus sehr kleinen Teams.

Kritikpunkte, die an der einen oder andern Stelle bisher noch bestanden, sind behoben.
Paketmanagement, Codec Installer:
http://software.opensuse.org/codecs
http://opensuse-community.org/Restricted_Formats/10.3

Es ist ein professionelles Produkt mit einer sehr grossen Infrastruktur, hoher Sicherheit:
Suse Firewall und AppArmour, welche andere Distri hat das schon default?

Und auch einigen netten Neuerungen, wie:
1-Click Install
http://news.opensuse.org/?p=133

Der Build Service mit ca. 24.000 Paketen: (http://lists.opensuse.org/opensuse-project/2007-09/msg00074.html)
http://software.opensuse.org/search

oder Compiz (Compiz Fusion) (und ja, Compiz wurde von Novell entwickelt, von wegen Rückstand ;) )
http://news.opensuse.org/?p=167

oder OpenSource Treiber für Ati Karten:
http://news.opensuse.org/?p=265

Das eine andere Distri komfortabler und schneller auf einem alten Rechner läuft möchte ich mal aus der Praxis hören.
Natürlich kann man mit Gentoo noch ein wenig mehr Geschwindigkeit herausholen, aber das wiegt die dafür benötigte Arbeit kaum wieder auf.

Dies nur mal so als Gegenpol zu den ewigen fast schon reflexhaften [A-Z]buntu Empfehlungen.

Und um die Ursprungsfrage noch einmal aufzugreifen:
Bei mir läuft openSUSE 10.3 auf einem Duron 750Mhz / 256MB Ram in der Praxis benutzbar und ohne Einschränkungen.
Office (OpenOffice, besser KOffice oder Abiword) und Internet (Firefox, besser Opera) sind kein Problem.

gruss, limoni
 
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ist yast immer noch so langsam wie mit 10.1 ?

wenn nicht, dann wäre susi definitiv (insgesamt) schneller als ubuntu & auch noch sicherer

natürlich, nachdem beagle deaktiviert wurde :D

man muss sich nur mal die cflags von openSUSE anschauen & apparmor, dann weiß man schon was das bessere konzept ist
 
Du meinst das Paketmanagement? YaST ist viel mehr!

Da hat sich viel getan. Es ist deutlich schneller geworden. (Die Bootzeit im übrigen auch, bei mir ca. 35sek in KDE ab Grub :) )
Die Enterprise Management Lösung ZENWorks ist nicht mehr dabei.
An allen Ecken und Enden wurde optimiert.
Das Paketmanagement übernimmt jetzt "zypper"
Beispiel:
Code:
[B]zypper install firefox[/B]
noch Fragen? ;)
Das ganze geht natürlich auch über die GUI in YaST.

Das Caching der Metadaten aus den Repos geschieht nun über eine MySQL Lite Datenbank.
Einmal im Cache, lässt es sich sehr gut arbeiten.
Man darf nur nicht alle Repos auf autorefresh stehen lassen.

New Package Management
http://news.opensuse.org/?p=153

Neue Community Repos werden als Liste übers Internet geladen und lassen sich mit einem Klick aktivieren.
Kein Eintragen der URLs per Hand mehr nötig.

Damit lässt es sich angenehm leben.

Kerry/Beagle sollte auf alten Rechnern aus Performancegründen selbstverständlich deaktiviert werden.
Leider gibt es dafür bei der Installation keinen extra Menupunkt an prominenter Stelle.
Man muss es unter den zu installierenden Paketen einfach abwählen.
Da ist openSUSE ja sehr flexibel und bis ins Detail konfigurierbar.

gruss, limioni
 
Zuletzt bearbeitet:
Bitte nicht beleidigt sein, finde es eh toll dass du hier gleich deine eigene Erfahrung mit älteren Systemen einbringen kannst, ich wollte nur ein wenig auf deinen SUSE-Werbepostings herumhacken. :p

Jetzt wo du es erwähnst, wäre natürlich auch Gentoo Linux eine gute Alternative, indem man in der /etc/make.conf einen binary package server angibt und sich somit das Compilieren erspart - man genießt trotzdem das überlegene Packagemanagement und lernt dabei auch noch was.

Für ein schnelles, unkompliziertes Resultat wäre aber dann wohl wirklich openSUSE zu empfehlen. ;)
 
Keine Angst, ich bin nicht beleidigt.
Ich finde jedoch, openSUSE ist entsprechend seiner Möglichkeiten einfach stark unterschätzt.
Welche Distri hat schon ein Reparaturmanagement, welches das System im Fehlerfall wieder reparieren kann?

YaST Systemreparatur auf Installations CD:
i_y2_repair_auto.png

Automatische Reparatur
Wenn Ihr System aufgrund einer unbekannten Ursache ausgefallen ist, und Sie nicht wissen, welcher Teil des Systems für den Ausfall verantwortlich ist, sollten Sie Automatische Reparatur verwenden. Eine umfassende automatische Prüfung wird an allen Komponenten des installierten Systems durchgeführt. Eine detaillierte Beschreibung dieses Verfahrens finden Sie in Automatische Reparatur.

Benutzerdefinierte Reparatur
Wenn Ihr System ausgefallen ist und Sie bereits wissen, an welcher Komponente es liegt, können Sie die langwierige Systemprüfung von Automatische Reparatur abkürzen, indem Sie den Bereich der Systemanalyse auf die betreffenden Komponenten beschränken. Wenn die Systemmeldungen vor dem Ausfall beispielsweise auf einen Fehler mit der Paketdatenbank hindeuten, können Sie das Analyse- und Reparaturverfahren so einschränken, dass nur dieser Aspekt des Systems überprüft und wiederhergestellt wird. Eine detaillierte Beschreibung dieses Verfahrens finden Sie in Benutzerdefinierte Reparatur.

Expertenwerkzeuge
Wenn Sie bereits eine klare Vorstellung davon haben, welche Komponente ausgefallen ist und wie dieser Fehler behoben werden kann, können Sie die Analyseläufe überspringen und die für die Reparatur der betreffenden Komponente erforderlichen Werkzeuge unmittelbar anwenden. Detaillierte Informationen finden Sie in Expertenwerkzeuge.
http://www.novell.com/de-de/documentation/opensuse102/opensuse102_startup/data/sec_trouble_data.html

Sicher, das braucht der versierte Anwender alles nicht, aber es schadet nicht und dem Einsteiger hilft es, zumal es keine Ressourcen frisst.

Und da hier fast immer nur [A-Z]buntu erwähnt wird, zeige ich halt die Möglichkeiten von openSUSE.
Macht ja sonst keiner. ;)

ps: Ich habe auch schon andere Distris empfohlen, und im Einzelfall auch schon öfter Ubuntu, so ist es nicht, aber das machen inzwischen auch genügend andere, die oft gar keinen Vergleich haben.

Zum Abschluss noch ein aktueller Review des RC1:
http://www.tuxmachines.org/node/20446

Eine Live CD, Gnome oder KDE, mit dem internen RC2 findet ihr hier:
http://download.opensuse.org/distribution/10.3-RC2/iso/cd/

gruss, limoni
 
Zuletzt bearbeitet: (Link Live CD)
also wenn man den DIY-weg unter Gentoo "reparaturmanagement" nennen kann, vielleicht noch Fedora ?

ansonsten openSUSE ++

wenn die neuen ati-treiber raus sind (8.42.X) werd ich es vielleicht mal bei gelegenheit auf meinem X20 testen, ansonsten bin ich rundum zufrieden mit meinem Gentoo-system (hardened)
 
Ich glaube ich habe die Ankündigung übersehen dass limoni von Novell hier im Forum angestellt ist ^^

Nein im Ernst. Ich bin eingefleischter MacOSx86+Gentoo User. Und du blöder Affe hast mich tatsächlich dazu gebracht mir mal 10.3 anzuschaun. ARSCH! ;)

Vielleicht sollten wir wirklich einsehen dass Suse für einen Windows-Switcher echt eine Empfehlung Wert ist.

Dass DU jedoch so glücklich bist mit diesem rumklick system, kann ich nicht verstehen. :rolleyes:

Arch/Vector/Zenwalk/Gentoo Linux sind doch immernoch die schönsten :)
 
Ich hatte/habe beruflich mit folgenden Systemen zu tun:
MPE/IX, BS2000, VMS, NOVELL, SOLARIS, HP/UX, IRIX, AIX.
Daneben alle Windows Varianten.

Privat bin ich eher faul, möchte jedoch trotzdem ein professionelles System benutzen, das mir einerseits möglichst viel Arbeit abnimmt, andererseits jedoch alle Freiheiten lässt.
openSUSE 10.3 kommt dem sehr nahe.

Trotzdem macht es mir immer noch Spass, damit auf der Konsole zu arbeiten, aber ich muss es eben nicht...

ps: Und, hat es sich wenigstens gelohnt, für die 10.3 Werbung zu machen? ;)

gruss, limoni
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm ich denke um Suse zu mögen nutze ich unter Linux einfach zu wenig die Oberfläche.

Mein Gentoo ist ein Rettungs/Formatierungs/Musikhör(mp3blaster)/etc-System. Da starte ich höchstens mal den X-Server wenn lynx die Howto-Seiten, die ich gerade brauche, nicht anzeigen kann ;)

Ich mag es einfach nicht, wenn ich nicht genau weiß, was eigentlich im Hintergrund passiert. Nur aus diesem Grunde hab ich doch Linux.


Eines Tages wenn die Polizei mich packt und ich ab diesem Tage nur noch legale Programme nutzen kann, werde ich mir überlegen ob ein rumklick-Linux etwas für mich ist.
 
Verdammt limoni mich haste auch überzeugt. Ich schau mir Suse 10.3 mal an. Meine letzten Erfahrungen mit 10.1 waren da nicht sehr positiv ums mal nett zu formulieren.

Viel lahmer als K/ubuntu kanns ja nicht sein.

Ansonsten würde ich für ältere Rechner vielleicht noch zu Zenwalk raten. Oder eben ein gut konfiguriertes Arch, aber da sollte man sich schon ein wenig für auskennen.
 
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