Einstieg in IT mit 30

Hebfried

Cadet 3rd Year
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Juni 2015
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Hallo,

Ich wende mich an euch, weil ich vom IT Berufsmarkt (noch) überhaupt keine Ahnung habe.
Die Frage, die ich mir letztendlich stelle ist, ob es sich lohnen würde bzw. empfehlenswert ist mit 30 noch eine Umschulung/ Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration zu machen.
Grundsätzlich bin ich daran interessiert aber habe Bedenken mit 30 noch den Berufseinstieg zu schaffen bzw. auch was die Gehälter betrifft.

Zu meinem Hintergrund;
Ich habe ein Wirtschafts/ Sozialwissenschafts- Studium angefangen aber nicht beendet.
(Am Rande sei erwähnt, dass ich die Wirtschaftsinformatikklausur als 3. Bester von ca. 200 Studenten bestanden habe)
Da ich bereits während des Studiums nebenbei im Sicherheitsbereich gearbeitet habe, bin ich schließlich ganz in diese Branche gewechselt (was ich mittlerweile oft bereue).
Insgesamt habe ich jetzt ca. 7 Jahre Berufserfahrung in der Branche und die Aussicht auf Tätigkeiten um die 16 Eur/ h, was für diesen Bereich schon sehr viel ist.
Möglichkeiten hier in Führungspositionen im unteren oder mittleren Management aufzusteigen sind zwar vorhanden aber relativ selten.

Was würdet ihr mir raten, ist eine Ausbildung zum Fachinformatiker noch eine Option in meinem Alter?
Wie sind hier eigentlich die Arbeitszeiten, 160h oder doch eher um die 200h im Monat?
Falls ich die Ausbildung machen würde, gibt es spezielle Bereiche/ Zusatzqualifikationen auf die ich mich konzentrieren sollte?

Über euere Meinung oder Tipps würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße

Hebfried
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiterarbeiten und nebenher Wirtschaftsinformatik studieren wenn das in der Nähe angeboten wird würde ich empfehlen.
 
Warum willst du denn in die IT wechseln und was willst du später mal machen?
Die Frage solltest du dir erstmal stellen.

ich habe vertraglich eine 39 Stunden Woche, arbeite aber oft mehr, da wichtige Themen eben am WE oder Abends erledigt werden müssen. Kommt aber ganz aufs Unternehmen an.

Wieso machst du nicht selbst eine Sicherheitsfirma auf?
 
Hallo,
Vielen Dank erstmal

Ich will zur IT wechseln, weil es mich ganz allgemein interessiert.
Ich habe schon mit 17 meinen ersten eigenen PC zusammengebaut und interessiere mich eben auch für die Technik.

Eine konkrete Tätigkeit habe ich mir noch nicht überlegt.
Möglicherweise würde ich mich dann tatsächlich selbstständig machen und die Einrichtung/ Wartung von komplexeren Sicherheits- und Überwachungsanlagen anbieten.
Dazu könnte ich einige meiner bisherigen Erfahrungen im operativen Sicherheitsbereich wahrscheinlich gut einbringen, die Konkurrenzunternehmen in der Form in der Regel nicht haben.
(Ein Bekannter von mir mit nachrichtendienstl. Hintergrund macht das gerade sehr erfolgreich).

Aber genauso gut könnte ich mir eine Arbeit als Netzwerkadministrator oder ähnliches als Angestellter vorstellen.

Eine Selbstständigkeit in der Sicherheitsbranche kommt für mich praktisch nicht in Frage (das hatte ich auch mal eine kurze Zeit).
Ich kenne die Branche sehr gut und weiß deshalb auch, dass es da (auf legalem Weg) wenig zu verdienen gibt.
Die großen Aufträge werden ausschließlich an "Big Player" vergeben und bei allem anderen sind die Gewinnmargen viel zu gering.
Was die Seite für Angestellte betrifft, muss man sagen, dass es selbst bei den großen Unternehmen bzw. bei Aufträgen wo man unbedingte Seriösität und Professionalität erwarten würde, leider oft sehr unseriös zugeht (absichtlich falsche Lohnabrechnungen, desolate Ausrüstung/ Waffen, 200h und mehr...)
Nicht zuletzt wäre eben der IT Bereich für mich (vielleicht) eine Möglichkeit hier auszusteigen und eine gute Alternative zu finden.

Ein Studium neben der Arbeit wäre wegen der in der Branche üblichen hohen Arbeitszeiten von mehr als 200h nicht möglich.
Leider muss ich auch zugeben, dass ich eine Schwäche in Mathematik habe (grundsätzliches z.B. in BWL Klausuren ist kein Problem, aber die Vorlesungen Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler und Statistik 2 waren nicht zuletzt Gründe weshalb ich das Studium nicht abgeschlossen habe).
Deshalb glaube ich leider nicht, dass ein Informatikstudium das richtige wäre.
 
Hebfried schrieb:
Eine konkrete Tätigkeit habe ich mir noch nicht überlegt.

Das sollte aber an erster Stelle stehen.
Grundsätzlich ist ein Einstieg in fast jeden Beruf mit 30+ noch machbar. Das gibt es in unserer alternden Gesellschaft gar nicht mal so selten, auch in der IT nicht.
Zu Sicherheitsfirmen kann ich nichts sagen. Das Info-Studium ist eigentlich ein halbes Mathematikstudium. Mathe 1, 2 und 3 sind nicht mit BWL oder Nat-Vorlesungen zu vergleichen, Krypto und andere Fächer sind auch noch im Gepäck... Kurz: Keine Liebe zur Mathematik = kein guter Student in Informatik und somit auch kein guter Abschluss.
Bleibt also eine Ausbildung. Geldtechnisch kannst du die niedrigen Gehälter als Azubi ausgleichen? Geht eine Umschulung?
FiSi oder (besser) FiAe wäre dann wohl dein Weg. Mal ein Paktikum gemacht, um dir das Leben als Inf anzusehen?
 
Das geringe Gehalt kann ich schon ausgleichen. (Muss aber natürlich bei meiner Kosten/ Nutzenkalkulation den Verdienstausfall mit einberechnen)

Warum ist FiAe besser?
Ich muss zugeben, dass ich im Programmieren wenig Kenntnisse habe. Ich hatte Informatikunterricht in der Schule und musste mit Delphi programmieren, was mir aber damals nicht so lag (normalerweise gab es nur eine handvoll Schüler, die das Programm jeweils sauber aufgestellt haben. Die haben es dann kurz auf den für alle zugänglichen Teil des Netzwerks gelegt, so dass die anderen es sich rüber kopieren konnten. Nur am Rande erwähnt) :-D
Ich glaube, dass Netzwerk/ Systemintegration mir mehr Spass machen würde.

Ein Praktikum habe ich noch nicht gemacht. Das ist leider aus Zeitgründen bisher alles nicht möglich gewesen.
Ich habe mich hier ein bisschen eingelesen und allgemein umgehört.
(In der Regel scheint wohl das größte Problem für Netzwerkadmins der Kontakt zu den Nutzern bzw. anderen Mitarbeitern zu sein, die wegen jeder Kleinigkeit sofort Hilfe anfragen und Lösung privater Computerprobleme erwarten :-D
Ich denke aber, dass mir das nichts ausmachen würde; bin allgemein freundlich)

Das Gehalt scheint ja stark von Zusatzqualifikationen und Berufserfahrung abzuhängen.
Glaubt ihr, dass sich das noch lohnen kann bzw. wo liegen die Stundenlöhne unmittelbar nach einer Ausbildung und 5 Jahre danach (wenn es gut läuft)?
Was wären da realistische Erwartungen?
 
Aus eigener Erfahrung: mir wurde wegen Berufszerstörung durch ein Lymphom von einer Arbeitsbehörde
ein IQ-Gutachten durch einen Privatdozenten zugewiesen. Bei seinen Kolleginnen durchlief ich
dazu an einem einzigen Tag stundenlange Testreihen.
Mir machte es Spass, weil ich auf solche Frauen stehe: frisch promoviert sehr jugendlich ;-)
Angeblich kostete es den Steuerzahler damals 1 600 DM.

Nach ein paar Wochen wurde ich zum Abschluss von dem PD eingeladen.
Er erklärte mir, es habe sich sogenannte "Hochbegabung" herausgestellt.
Er meinte, ich hätte jeden beliebigen Abschluss erreichen können.
Damals war ich so ein doofer Ingenieur (ET/NT), der sich für einen Volltrottel hielt und
im Studium immer nur in Mathe fehlerfreie Klausuren abgab.
Da dachte ich, es liegt daran, weil ich sehr gerne vor allem Chopin klimpere.
Ich hielt mich aber laufend für doof, weil das Studium total langweilig war, weswegen
ich oft Vorlesungen schwänzte. Einmal hatte ich deswegen in Konstruktionstechnik eine 5.
Da habe ich dann 3 Tage was getan und kam auf die 2. Ein weiterer Tag fehlte also ;-)
Für die blöde Dipl.-Arbeit war ich 3 Wochen am Militärrechner (linux Mustererkennung) und schrieb
es daheim 1 Woche auf, gabs dann ab. Das Resultat war recht gut.
Mit Sicherheit habe ich null Ahnung von KT, könnte aber binnen einer Woche wieder fit darin werden.

90 % der Menschheit könnten einen Hochschulabschluss erreichen.
Denn wir haben neuronale Plastizität, die leider durch schlechte Entwicklungsmilieus nicht
komplex genug wird. Die Meisten könnten sogar promovieren.
1996 war ein Spanier der erste Europäer, der mit Down Syndrom einen Hochschulabschluss erreichte.
Seine Fotos im web zeigten, er sieht genau so aus wie man eben damit aus der Wäsche guckt.
Die Menschheit agiert weit unter ihrem intellektuellen level.
Wir könnten Jahrtausende weiter sein.

Jetzt würde ich in Molekularbiologie und dazu unabdingbarer Quantenphysik
promovieren wollen, seufz.

Man sollte seinen IQ und das intellektuelle Leistungsspektrum wiss. objektiviert vorliegen haben.
Dann kennt man das erreichbare Entwicklungsspektrum, um damit das einen Ansprechendste anzugehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

In wissenschaftlichen IQ Tests komme ich im Schnitt auf 120 - 130 Punkte, wobei auch diese Tests immer kritisiert werden können und die Ergebnisse von vielen Faktoren abhängen, insbesondere Gewichtigung und Auswahl der Testgebiete.
Bei meinen Klausuren war ich ebenfalls mit vergleichsweise geringem Aufwand regelmäßig unter den besten 3%

Dennoch, selbst wenn ich irgendein verstecktes Talent für Mathematik haben sollte, liegt es mir einfach nicht.
Seit der Mittelstufe war Mathematik immer das einzige Fach in dem ich ständig schlechte Noten hatte (und schlechte Lehrer, bei denen in der Klasse nur Lärm und Chaos herrschte.)
Ich will mich damit auch einfach nicht mehr allzu sehr befassen.

Davon abgesehen muss ich zugeben, dass meine Lern- und Merkfähigkeit glaube ich nicht mehr so ausgeprägt ist wie sie vor 10 Jahren war.
Zumindest habe ich diese Befürchtung.
 
Na ja, man weiss ja, was einen amitionieren könnte. Bei mir wäre es komponieren und Formeln entwickeln.
Ich würde bei Deinen Angaben eine Promotion ins Auge fassen, weil die Voraussetzungen vorliegen.
Kann ja in Geisteswissenschaften sein, wenns einem liegt.
Jura, Medizin, Psychologie, Philosophie ... jede Menge bestimmt Assoziiertes.
Bei Mathe nicht an Zahlen denken, die mir völlig egal sind. Man kann Reihen und Folgen auf den Punkt bringen.
Das sind dann Formeln. Das geht leider auch mit völlig unsinnigen Abläufen wie auf den Finanzmärkten ;-)
 
Vielen Dank für die Blumen :-D

Aber zu einem 2. Studium und zur Promotion fehlt mir dann langsam doch das Geld.
(Jura wäre aber schon was feines; das wollte ich eigentlich nach der Schule studieren, hab´s mir aber ausreden lassen. Leider dauert das Studium schnell mal 6 Jahre und viele Juristen haben Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt)


Ich glaube ich wäre mit der FiSy- Ausbildung und entsprechender anschließender Tätigkeit ganz zufrieden.
Die Frage für mich ist primär, ob ich in absehbarer Zeit auf ein Gehalt um die 40 000 Eur/ Jahr kommen könnte (also etwas höher als meine unmittelbaren Alternativen in der Sicherheitsbranche).
 
Mein letztes Jahresbrutto war 80 001 DM in 1999. Da war ich durch das Lymphom bereits kaputt.
Das Einkommen war sozusagen im Keller angelangt. Dann begann Erwerbsunfähigkeit.
2006 wurde es erst initialtherapiert. Sonst wäre ich kurz darauf krepiert.

Das Schlimme: den Allermeisten fehlt Geld. Das erzwingt minderwertige Ausbildungen.
Mir fehlte nie Geld, aber ich hatte keine Ahnung vom mentalen Leistungsspektrum und hielt mich auch
im Studium für einen Volltrottel.

Mit 30 und entsprechenden Moneten würde ich ein anspruchsvolles Studium durchlaufen.
Am Besten was mit einer gesetzlich durch Zwangsabgaben zwangsfinanzierten Honorarordnung ;-)
Sowas wie Anwaltszwang und Ärztezwang. Mit der Szene habe ich jetzt zu tun.
Die behandelnde Ärztin dürfte inzwischen Millionärin sein, ganz ohne auf dem DAX herum zu reiten.
Auch hier in der Nähe agieren Millionäre in einem Ärztehaus, das ich gottseidank nicht benötige, weil mir sonst nichts fehlt.
Es gibt goldene Futtertröge im öffentlichen Dienst mit Promotion als Voraussetzung.
Allerdings gibt es auch frustrierte Privatdozenten an Unis zumindest im Medizinbereich, die dort
vergeblich auf eine Professur waren.
Der Privatdozent des über mich erstellten IQ-Gutachtens ist ein paar Jahre später Chefarzt geworden.
Er dürfte locker über 100 T€ Jahresnetto haben.
Viele erben nichts oder zu wenig, was auch ein Elend ist.
 
Hebfried, ich kann dich schon mal beruhigen. Ich habe meinen Beruf den ich machen will noch viel später gefunden als du.
Leider lese ich immer wieder zwischen den Zeilen.."liegt mir nicht so"

Du bist unzufrieden mit deinem Beruf ( wie wahrscheinlich 90% der Bevölkerung) und weist nicht recht welche Möglichkeiten oder dir Optionen bleiben, richtig?

du sagst ja: ich habe Leidenschaft am PC zusammenbauen usw., was generell kein schlechter Ansatz ist


Leider wirst du feststellen das Leidenschaft im Privatfeld, nicht das gleiche ist wie im beruf.


Nur wenige machen ihr Hobby zum Beruf und meist auch noch unter ganz anderen Voraussetzungen.


Folge der Leidenschaft, aber etwas was wirklich ein berufsfeld ergibt.
Du magst Sicherheit und IT, aber das bedeutet nicht das du beides kombinieren musst.


ich kann es echt nicht anders beschreiben, sie mir nicht böse.
 
@Topic
Prinzipiell ist es natürlich möglich mit 30 die Ausbildung zum FI AE/SI zu machen. Die Ausbildung wirst du sogar mit überschaubarem Auffwand um ein halbes Jahr verkürzen können.
Nach der Ausbildung wirst du aber in vielen Fällen nicht zu dem Lohnniveau einsteigen können, welches du momentan gewohnt bist. Im Süden (Bayern, BW) vielleicht wohl eher, da sind die Kosten aber auch höher.
Alles andere würde sich dann ergeben. Mit ein wenig Glück und Verhandlungsgeschick kann man relativ schnell auf die 40k Brutto (die dir ja vorschweben) kommen. Kommt natürlich auch drauf an wo man wohnt, "aufm Dorf" hat man dann natürlich nicht so die Auswahl an Arbeitgebern... Flexibilität ist da natürlich wichtig.

Die Frage ist, ob du das willst. Ich arbeite selbst in der Branche und habe auch schon immer was mit Computern zu tun gehabt (auch hobbymäßig), deshalb kann ich da evtl. was zu sagen. Das schlimmste für mich als Profi in der Branche ist, dass die vorher vorhandene ich nenne es mal "Magie" der Computerwelt verschwunden ist und das "Arbeitsgefühl" geblieben ist. Vielleicht habe ich zu viel Routine, das möchte ich nicht abstreiten, es ist aber einfach so. Dieses Problem hat man aber imho in vielen Branchen...

Was ich eigentlich damit sagen wollte: Wenn du nicht gerade selbtständig bist, dann ist Arbeit immer Arbeit, egal was du machst. Natürlich ist es angenehmer im Büro zu sitzen und die virtuellen Server rauf und runter zu fahren, als draußen die Müllcontainer einzusammeln... aber es bleibt Arbeit. Die meisten Menschen können ihre "Leidenschaft" in der Arbeitszeit nicht ausleben, aber wir können ja auch nicht alle Gärtner, Musiker oder Profi-E-Sportler sein ;)

Kannst du vielleicht einen Monat unbezahlten Urlaub bei dir nehmen? Dann könntest du ja evtl. schon mal ein Praktikum bei einer IT-Firma oder ähnliches machen, dann siehst du ja wie das ist. Mit etwas Glück hast du dann vielleicht auch schon einen Fuß in der Firma ;)
 
In Bayern sind 3.333€ Brutto ca. 2034,06€ beim "Normalfall" (ledig, ohne Kinder). Wenn ich noch die Rundfunksteuer abziehe sind es 2016,56€ monatlich

Sind 2000€ monatlich zu viel, für jemanden, der:

- Eine Ausbildung hat (z.B. Berufsschulabschluss, Bachelor, Master)
- Eine qualifizierte und sinnvolle Tätigkeit übernimmt (z.B. Administration, Softwareentwicklung, Platinenentwicklung, etc.)
- Sich Mühe gibt und dessen Tätigkeit nicht völlig unnütz ist?

Ich denke nicht. Wer für weniger als 2000€ in Deutschland arbeiten geht und dabei auch noch nur einen einzigen Finger krumm macht hat meiner Meinung nach einen gewaltigen Dachschaden. Es ist ja in Ordnung, wenn ich bei Gamestop "arbeite", den ganzen Tag Xbox zocke und dafür den Mindestlohn bekomme aber sich den Kopf über irgendwas zerbrechen und sich anstrengen für weniger als 2K? Da mach ich lieber Hartz 4 :p.
 
Fried_Knight schrieb:
Das sollte aber an erster Stelle stehen.
Grundsätzlich ist ein Einstieg in fast jeden Beruf mit 30+ noch machbar. Das gibt es in unserer alternden Gesellschaft gar nicht mal so selten, auch in der IT nicht.
Zu Sicherheitsfirmen kann ich nichts sagen. Das Info-Studium ist eigentlich ein halbes Mathematikstudium. Mathe 1, 2 und 3 sind nicht mit BWL oder Nat-Vorlesungen zu vergleichen, Krypto und andere Fächer sind auch noch im Gepäck... Kurz: Keine Liebe zur Mathematik = kein guter Student in Informatik und somit auch kein guter Abschluss.
Bleibt also eine Ausbildung. Geldtechnisch kannst du die niedrigen Gehälter als Azubi ausgleichen? Geht eine Umschulung?
FiSi oder (besser) FiAe wäre dann wohl dein Weg. Mal ein Paktikum gemacht, um dir das Leben als Inf anzusehen?
Du sagst einerseits (zu recht) das ein Informatikstudium nichts ist, wenn man mit Mathe auf dem Kriegsfuß stehst, raetst dann aber zum fae? Passt nicht zusammen oder?
 
Hallo
kingler schrieb:
Wer für weniger als 2000€ in Deutschland arbeiten geht und dabei auch noch nur einen einzigen Finger krumm macht hat meiner Meinung nach einen gewaltigen Dachschaden.
Sag mal bist du wirklich so weltfremd oder trollst du nur oder hast du so eine kleine Plastikdose mit Schiebedeckel und kleinen Fächern die mit Mo-So beschriftet sind ?
Falls du dein hirnloses Gerede wirklich ernst meinst, solltest du dir Schmerzmittel und einen Verbandskasten besorgen, der Fall den du im realen Leben erleben wirst wird verdammt weh tun.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin nicht weltfremd. Ich bin nur der Meinung, dass ein Mensch (und evtl. auch andere Lebewesen) sich nicht alles gefallen lassen muss.

Man muss einfach nein sagen können. Wenn man zu allem immer ja und amen sagt, dann wird sich niemals etwas ändern. Dann gäbe es heute auch keine Gewerkschaften, oder Wahlen. Das Problem existiert auch in Niedriglohnländern wie China, Indien oder Bangladesch, wo die Menschen sich alles gefallen lassen. Nur deswegen kann man in Deutschland und anderen entwickelten Ländern Kleidung, technische Geräte und andere Dinge zum Spottpreis erwerben.

Das mit dem Fairphone mitbekommen? Es handelt sich um ein Mittelklasse-Gerät, welches von anderen Herstellern für etwa 200€ zu erwerben ist. Da es allerdings zu fairen Bedingungen gefördert (Rohstoffe), entwickelt und hergestellt wird, kostet es 525€.

Ich kann natürlich die Welt nicht verändern. Ich kann nur eines sagen: Lasst euch nicht versklaven und ausbeuten.
 
Wow kingler, komm mal in der Realität an du Witzbold. Es soll Länder geben, da hast du nicht so die Wahl. Wenn deine Kinder verhungern und du dir nicht mal sauberes Wasser leisten kannst, dann nimmst du jede Arbeit an.
 
Es ist schon heftig, wie viele mich als Witzbold und realitätsfremd bezeichnen, wenn ich mich über menschenverachtende Zustände beklage.

1. Wenn meine Kinder verhungern: Meine Kinder verhungern nicht. Wenn ich nicht für meine Kinder sorgen kann, dann setze ich auch keine Kinder in die Welt. Alles andere ist menschenverachtend. (Ich habe keine Kinder)

2. Wenn ich mir kein sauberes Wasser leisten kann, dann gehe ich zu einer Quelle, wo sauberes Wasser existiert. Wenn ich natürlich sauberes Wasser nur käuflich erwerben kann und es in der freien Natur nicht verfügbar ist, dann ist das ein gewaltiges Problem.

Das ist aber wieder alles off-topic.
 
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