El Sadr Aufstand in Irak

Ich frage mich nur wie lange die Menschen unter dem Saddam-Regime weiter gelitten hätten. bis 2010 hätte er ohne probs selber regieren können. Dann hätte er einen seiner söhne langsam zum Führer aufgebaut, und die hätten dem irakischen Volke noch mehr zugesetzt.

Die UNO, die mittlerweile ein Witz sind, und wo fast jeden den Respekt verloren hat, hätten sich wohl auf Diskussionen und Rügen beschrenkt. Saddam terrorisierte die menschen nicht seit paar Jahren, sondern seit sehr langem und da hat die UNO nichts getan. Genauso tut sie nichts in Sache Nord Korea. Da wird das volk unterdrückt, verhungert fast, aber regime werkelt an Atomwaffen herum. In halb Afrika herrscht Chaos und Hunger, und die UNO reißt da auch keine Bäume aus. Diskussionen finden statt, Treffen werden abgehalten, aber es wird nichts umgesetzt.

Manchen Menschen muss man einfach helfen, weil sie mit den Problemen selber nicht fertig werden können. Dass es nicht ohne Opfer an Unschuldigen verlaufen kann ist auch klar. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Isreal/Palästina.
 
Der Daedalus schrieb:
Du machst immer noch den Fehler und gehst davon aus, dass das was Sadre vordert die Meinung der Mehrheit des Volkes vertritt. Dafür hast du mir bis jetzt keinen einzigen Beleg genannt. Somit ist das für mich kein Argument.
So? Dann zeige mir einmal nur eine einzige Demo die DAFÜR ist das die Amerikaner bleiben. Zeige mir nur eine einzige.
Bisher habe ich nur Demos gesehen die DAGEGEN sind.
Der allerbeste Beweis ist und bleibt das die amerikanischen Besatzer zu den Wahlen KEINE ihnen unangenehmen Parteien zulassen werden. Warum bloß? Doch schiss in der Hose?
Von daher weiß ich nicht wo Du die Masse her nehmen willst die dafür sind!
Das Volk schart sich um die Religiösenführer wie einst die Leute um Khomeini im Iran. Wenn im Irak nicht das passiert was das Volk will, wird es dort ein zweites Iran geben.

@Simple Man
Nicht die UNO ist zu einem Witz geworden, sondern das was die USA (BUSH) daraus gemacht haben!
 
Manchen Menschen muss man einfach helfen, weil sie mit den Problemen selber nicht fertig werden können. Dass es nicht ohne Opfer an Unschuldigen verlaufen kann ist auch klar. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Isreal/Palästina.
Wie meinst du das jetzt mit Isreal/Palästina?
 
GRAKA0815 schrieb:
@Simple Man
Nicht die UNO ist zu einem Witz geworden, sondern das was die USA (BUSH) daraus gemacht haben!

Die UNO war schon vorher ein Witz. Man denke mal an die schwammigen UN Mandate, wo Blauhelmtruppen zusehen mussten wie Menschen, die sich versammelt haben um Hilfsgüter zu empfangen von Rebellen niedergemetzelt wurden!


Zum Rest deiner Äußerungen! Ist doch klar, dass die Leute, die gegen etwas sind auf die Straße gehen und die die für etwas sind nicht.

Hast du schonmal in Deutschland eine Großdemo gesehen, die die Wirtschaftspolitik einer Regierung unterstützt.

Ich sage, dass ich nicht weis, wie die Stimmung ist... Nicht das ich weis, dass sie Pro USA ist.
 
Der Daedalus schrieb:
Zum Rest deiner Äußerungen! Ist doch klar, dass die Leute, die gegen etwas sind auf die Straße gehen und die die für etwas sind nicht.

Hast du schonmal in Deutschland eine Großdemo gesehen, die die Wirtschaftspolitik einer Regierung unterstützt.

Ich sage, dass ich nicht weis, wie die Stimmung ist... Nicht das ich weis, dass sie Pro USA ist.

Dann zeige mir die Demos die gegen El Sadr gerichtet sind! Oder Demos die gegen einen Gottesstaat sind. Nimm es Dir wie Du möchtest!
 
Ich kann dir TOTAL zustimmen. Ah, wenn ich mich da an Demos gegen Saddam erinnere. zu Hundert Tausenden waren die Menschen auf den Strassen. Ahwas es waren Millionen die auf den Strassen demonstriert haben.... El sadr scheint aber viel beliebter zu sein. Seine Fans sind auch ganz feine burschen...

nur die radikalen sind für el sadr. vor 1 Monat kannte den fast keiner... und in einem monat sollte das wieder so sein
 
Welch Sarkasmus ... ;)

@GRAKA:

Ich denk mir das so:
Dem Großteil des Volkes ist es scheiss egal, wer da ist, hauptsache sie bekommen was zu essen und können endliche frei leben, ohne Krieg, ohne Angst vor irgendwelchen Geheimdiensten. Vielleicht sind die meisten nicht gerade Glücklich mit den USA als Besatzern, aber sie sind damit auch nicht extrem unglücklich.
Wenn Sadre an die Macht kommt, was, meinst du, passiert mit den Leuten, die vorher lauthals gegen in protestiert haben? Davor hat denk ich ein großer Teil Angst.

Das es keine Proteste gegen Sadre gibt ist wohl lange kein Beweis, dass der Großteil des Volkes die USA mit Gewalt aus dem Land jagen will.
Du solltest hier vielleicht empirische Fakten liefern und wenn du das nicht kannst, solltest du deine Meinung nicht als Fakt hinstellen.
 
Simple Man schrieb:
Ich kann dir TOTAL zustimmen. Ah, wenn ich mich da an Demos gegen Saddam erinnere. zu Hundert Tausenden waren die Menschen auf den Strassen. Ahwas es waren Millionen die auf den Strassen demonstriert

Genau, und als die Amis einmarschiert sind waren auch Million auf den Straßen und haben Jubeltänze vollführt was? Selbst in einer Kleinstadt mit etwa 20.000 Einwohnern sind bei einer Fußball WM / EM bei einem Deutschen Sieg mehr Leute auf den Straßen als es in Badgad oder Basra nach beendigung des Krieges je waren. Haste die Fernsehbilder gesehen als die Amis die Saddamstatue umstürzten? Wenn da mal 1000 Leute anwesend waren, dann ist die Zahl noch GÖTTLICH hochgegriffen. Selbst auf Beerdigungen sah man mehr Menschen.

Um Fazit ist das die Amis einen heiden schiss haben das es religiöse Fundamentalisten schaffen könnten an die Macht zu kommen. Ansonsten würden sie solche Parteien zulassen. Das bleibt Fakt. Und die wissen dass sie es schaffen würden an die Macht zu kommen. Da braucht man nichts abstreiten.
 
Es geht wohl eher darum ein Zeichen zu stetzen, dass fundamentalistische Parteien nicht an die Macht oder ins Parlament kommen dürfen. Genau so wie in Deutschland jede rechtsradikale Partei verboten wird.

Als ich eben die Nachrichten gehört habe, hab ich wieder gesehen, was für einen tollen Kampf Sadre und sein Gefolge doch kämpfen.
Da wird in Basra ein Anschlag auf Polizisten durchgeführt, frei nach dem Motto: "Wer den Besatzern hilft, der verdient den Tot.". Und nebenbei geht mal eben ein Bus mit Schulkindern in die Luft ...
Sicher die US Truppen haben auch schon viele "Kollateralschäden" (man wie ich dieses Wort hasse) verursacht, aber die Art, wie gegen Iraker vorgegangen wird, die halt nicht die Ansicht Sadres vertreten und die wollen dass es endlich aufwärts geht mit dem Irak, zeigt wie es aussehen würde, wenn die USA aus dem Land verschwinden würden.
 
Sorry fürs Doppelpost, aber ich wollte das Thema nochmal hoch holen, da ich auch neue Quellen habe ...

Den Anstoß gab ein Artikel in der Welt vom letzten Samstag.
Hier mal ein paar Auszüge:

Dabei haben die USA bislang vor allem im schiitischen Süden des Irak keineswegs auf Demokratisierung gesetzt, sondern von Anfang an schiitische islamische Parteien und Kleriker, die als gemäßigt galten, kooptiert. Nach dem Sturz Saddam Husseins setzten sie in den südirakischen Provinzen Stadträte ein, die fast ausschließlich aus Vertretern islamischer Gruppierungen bestanden.
Proteste aus der Bevölkerung, die sich von Islamisten keineswegs repräsentiert fühlte, überhörte man dagegen geflissentlich. Scheinbar hatte niemand sich die Mühe gemacht, die Geschichte des Südirak zu studieren, denn Provinzen wie Kut, Basra, Diwanija oder Nasirija waren einst bekannt als Hochburgen des Säkularismus im Irak. Kommunisten und Demokraten übten hier, bevor Saddam Husseins sie brutal niedermachen ließ, mindestens so viel Einfluss aus wie Ayatollahs.

[...]

Und wo der Urnengang stattfand, verloren die Islamisten haushoch. In der Stadt Shatra etwa wurden sieben unabhängige Kandidaten, darunter zwei Frauen, vier Kommunisten, und lediglich vier Islamisten in den neuen Stadtrat gewählt. Zuvor bestand der 15-köpfige Rat ausschließlich aus islamischen Parteivertretern.

[...]

n Deutschland betrachteten die Medien den Aufstand des khomenistischen Predigers Muktada Al Sadr, der zum Angriff gegen die Besatzer und das "Weltjudentum" trommelte, als genuinen Ausdruck der schiitischen Volksseele, während die Wahlergebnisse aus Nasirija unerwähnt blieben. In den meisten Städten des Südirak brach sein vornehmlich vom Iran finanzierter und inszenierter Aufstand mangels Unterstützung entweder kläglich in sich zusammen oder stieß sogar auf offenen Widerstand.

Wie gesagt, nur Ausszüge, es lohnt sich auf jeden Fall den ganzen Artikel durch zu lesen.
Kleine Randinformation: Der Autor ist Journalist und Mitarbeiter bei WADI, einer Organisation, die sich um die Kriesenhilfe vor allem in Arabischen Ländern kümmert.

Wenn wirklich ein so großer Teil des Volkes hinter Sadre steht, warum üben seine Rebellen dann Anschläge auf Shiitische Pilger aus? Warum werden Irakische Polizisten gezielt attakiert?
All das dient der Einschüchterung des Volkes und zeigt, dass selbst Sadre genau weis, dass er keine Mehrheit hinter sich hat.
Die oben aufgeführte Quelle belegt, dass bei weitem nicht alle Shiiten gegen eine demokratische Regierung sind und vor allem, dass viele GEGEN einen Gottesstaat sind.

Jetzt sind wir wieder an dem Punkt, wo wir die Frage stellen müssen: "Was will das Volk im Irak eigentlich.".
Die Antwort lautet (bei mir) noch immer: "Nichts genaues weis man nicht".

Aber ich weis eins: Wenn die USA Sadre nachgeben, dann wird im Irak nicht der Wille durchgestetzt, der die meisten Beführworter hat, sondern der, der mit den meisten Waffen unterstützt wird.
 
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