Erstellen einer eigenen Cloud

**Martin**

Ensign
🎅Rätsel-Elite ’24
Registriert
Dez. 2011
Beiträge
213
Hallo zusammen,

ich habe mit mehreren Freunden aktuell ein Projekt, bei dem wir einen gemeinsamen Cloud-Speicher benötigen. Da wir aktuell etwa 200GB an Daten haben und sich dieser die nächsten Jahre auch stark vergrößern wird (> 2 TB) reicht ein "normaler" Cloudanbieter wie z.B. Google Drive nicht aus, bzw. Die Pläne für mehrere TB sind nicht ganz günstig.
Deshalb wollen wir nun eine eigene Cloud aufsetzen. Die Dateien auf dieser Cloud sollen von außen immer erreichbar sein, vor allem auch z.B. vom iPhone aus mit Word / Excel bearbeitet werden können.

Würdet ihr einen fertigen NAS kaufen (z.B. WD MyCloud) und über diesen dann die Cloud realisieren, oder alternativ einen einfachen PC zusammenstellen (z.B. Athlon 3000G, 4GB RAM, 80 Plus Gold Netzteil & WD Red Festplatten) und auf dem PC ein spezielles Cloud-Betriebssystem installieren und dann verwenden?

Was gibts sonst noch zu beachten? Habe was von Portfreigabe und DynDNS gelesen, dass die Cloud immer erreichbar ist. Haben bei all-inkl.com 25DDNS-Adressen, können wir diese verwenden?

Ich hoffe, jemand der so etwas ähnliches schon aufgesetzt hat, kann mir / uns weiterhelfen.
 
Mycloud von WD hat den vorteil, das es bereits fertige lösungen fürs smartphone gibt. Ich stehe aktuell an der selben Frage, da ich mich von Dropbox verabschieden möchte. Wenn man es mit einem eigenen PC macht kommt schnell das Problem des Smartphone Programms zum abrufen, wobei es hier sicher auch Lösungen gibt, da wäre dann aber wohl DynDNS und Portfreigabe wichtig, während es bei Mycloud über den WD Server realisiert wird.
Die frage wäre aber dann noch, wie wichtig die Daten sind, weil man sich dann auch gleich ein Backup Konzept überlegen muss, was dann halt wieder bei Anbietern wie HiDrive oder Google Drive inklusive ist.
Am Ende wird so ein Rechner, aber auch die MyCloud, wenn auch weniger, Strom verbrauchen, das man mit in die Rechnung einbeziehen muss, außerdem sollte eine hohe Upload Bandbreite zur Verfügung stehen, da es sonst schnell nervig wird, wenn man Daten abrufen will, insbesondere wenn mehrere gleichzeitig drauf zugreifen.

Das muss man sich genau ausrechnen und am Ende kann auch ein Anbieter ein schlicht weg wirtschaftlicher sein.
 
Vorab: Kauf dir keine MyCloud! Das ding taugt maximal als dummer SMB oder iSCSI Share.

Wenn Fertig-Nas dann Synology oder QNap wobei ich mir hier eher sorgen um die Fehlerhaften Intel-Apollo/Gemini-Lake-Chips machen würde die die da verbauen.

Auch noch wichtig wäre ob ihr alle DS-Lite habt oder echte IPv4 Adressen. Nur dann funktioniert DynDNS.

Am Besten wäre natürlich wenn jeder IPv6 hätte dann ist theoretisch das Nas ohne DynDNS erreichbar (vorausgesetzt deine IPv6 Adresse ändert sich nicht!)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Scr1p
Sicher, dass die großen Anbieter nicht günstiger sind?
Eine Backup-Automatisierung wird schon berücksichtigt?
 
Wie sieht denn eure Internetanbindung aus? Welchen Anbieter und welche Upload-Rate habt ihr denn?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: M4ttX
Nextcloud wäre auch eine Idee. Die dann bei einem Hoster eurer Wahl hosten lassen. Hat den Vorteil der größeren Bandbreite. Und man kann die Storage-Kapazität bei Bedarf in beide Richtungen anpassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: DAASSI
Zum Thema Backup: Hätte da an einen einfachen RAID 1 im Falle des PCs gedacht?

Zum Thema Internet: Telekom Magenta Zuhause XL (Vectoring) mit über den Tag schwankenden 80 - 180 MBit im Download und 40 - 90 Mbit im Upload.

Zum Thema Kosten: Da auch manchmal bis zu 10 User gleichzeitig arbeiten, müssten wir bei jedem Anbieter die Professional-Pläne nehmen, die kosten richtig Geld. Die z.B. 2TB bei Dropbox für 9,99€ im Monat gelten ja nur für einen Einzelnutzer.
 
RAID ist kein Backup.

Du brauchst (evtl.) ne DMZ und somit einen zweiten Router(switch), Anleitungen für "Clouds" (own, next, free usw.) gibt es dutzende im Netz, damit kriegt es sogar ein Anfänger hin (siehe auch Linux), dann musst du gewährleisten dass du von außen überhaupt Zugriff hast -> komplexer also die Cloud per Anleitung zu installieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: M4ttX und Jasmin83
**Martin** schrieb:
Da auch manchmal bis zu 10 User gleichzeitig arbeiten
was heißt das genau? viele/große dateien hin und her schieben?
**Martin** schrieb:
40 - 90 Mbit im Upload
das kommt schnell an die grenzen, dazu kommt Internetausfallzeit vom Server, Serverwartungszeit, bestenfalls gleich einen Businessvertrag (SDSL).

Eine RICHTIGE Backup Strategie solltest du dir unbedingt überlegen. Das kostet dann aber auch alles Zeit, auch wenn man mal keine Zeit/Lust dazu hat.

Wenn man das ganze nur für sich haben will, sieht die Welt anders aus.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: M4ttX und K3ks
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Makso und Jasmin83
Jasmin83 schrieb:
was heißt das genau? viele/große dateien hin und her schieben?

Bearbeitete Fotos / Videos hochladen / runterladen (Adobe Premiere, Adobe Photoshop).
Excel-Listen bearbeiten, PDFs hochladen, bearbeiten ...
 
**Martin** schrieb:
Bearbeitete Fotos / Videos hochladen / runterladen (Adobe Premiere, Adobe Photoshop).
da wirst du schnell in bandbreiten probleme kommen, sag ich mal voraus, in dem fall wäre eine businesslösung sowzusagen wirklich vorzuziehen, die haben dann auch die nötige bandbreite im internetzugang. klingt zwar jetzt doof und nicht nach dem gesuchten, aber ich denke persönlich, das du dir mit einer eigenen lösung mehr ärger als nutzen einhandelst.
 
Google Drive mit 2 TB kostet 99€ im Jahr, also etwa 8€ im Monat. Weitere Nutzer ("Familienmitglieder") sind kostenfrei hinzufügbar.
Rein wirtschaftlich bezweifle ich, dass man privat in diesem Rahmen günstiger werden kann.
 
Die Frage ist eben, darf ich bei den ganzen privaten Plänen mit mehreren Usern gleichzeitig darauf arbeiten bzw. kann das Probleme geben wenn wir genau das machen und ebenen keinen Business-Plan gebucht haben?
 
Auch: Du willst etwas was nicht gerade permanent 30W schluckt, sonst zahlste über die Jahre hunderte € an Strom, da kannste gleich nen Anbieter nehmen. Stromkosten sollten bei 30W grob 80€ im Jahr sein...
 
Würde da Nextcloud hernehmen und das hosten lassen, wenn's was Eigenes sein muss...
Beispielsweise bei Hetzner den NX40 mit 2TB Speicher für nichtmal 12€ im Monat.

Google & Co sind da aber sicher günstiger und funktionieren mindestens gleich gut. Da wird dir auch niemand auf die Kappe steigen, wenn du einen regen Dateiaustausch betreibst...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ebrithil und lyn187
Mal hand aufs Herz.
Wird dieses Projekt so groß, dass wirklich alle parallel an den Daten arbeiten und tägliche mehrere GB über das Netz schicken?
--> Dann Cloudanbieter mit Profifunktionen wählen
Bleibt es überschaubar und der tägliche Datenverkehr bewegt sich unter wenigen GB
--> Synology NAS

Wenn das NAS bei dir stehen soll, solltest du ggf. über eine VPN-Löung nachdenken. Fritzboxen bieten sowas von Haus aus.
Hinzu kommt ein anständiges Backup. Und NEIN, Raid ist KEIN Backup.
also Mindstens USB-Platte ans NAS und darauf täglich sichern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Xes und K3ks
**Martin** schrieb:
Die Frage ist eben, darf ich bei den ganzen privaten Plänen mit mehreren Usern gleichzeitig darauf arbeiten bzw. kann das Probleme geben wenn wir genau das machen und ebenen keinen Business-Plan gebucht haben?

Wenn du tatsächlich geschäftlich damit arbeitest, dann solltest du über ganz andere Lösungen nachdenken... Self-Hosting wäre dann keine Option.
Solange es privat ist, wird die Google Lösung sicherlich i.O. sein.
 
Hab gerade geschaut: Laut Hersteller 5W idle und 10W Betrieb + evtl. Wandlungsverluste und Platten für die kleineren Teile, das 2-3fache für fette NAS.
2s Recherche, Daten mit ner großen Prise Salz nehmen.

E: Zweitrangig, huh? Wie dem auch sei...
4TB Red - die erste die ich im Preisvergleich finde: 3,3W Idle, 4,5W Betrieb <- x2 für Verfügbarkeit.

E2: Aus dem Eingangspost sage ich das ein aktueller Desktop zu viel Saft zieht als das es sich lohnt, aber da es egal ist... https://www.computerbase.de/artikel...-2#abschnitt_die_leistungsaufnahme_ueberzeugt
20W Leerlauf, mit nem PicoPSU und UV usw. geht da bestimmt weniger. Not bad!
 
Zuletzt bearbeitet:
@DJKno also aktuell isses noch im kleinen Rahmen, aber in 1-2 Jahren kanns natürlich ganz anders aussehen. Warum würdest du genau ein NAS von Synology nehmen, haben die bereits eine Cloud-Integration / Software integriert?

@K3ks Ich sag mal so, der Stromverbrauch ist zweitrangig.

E: @K3ks der Selbstbau-Desktop kommt rein vom Stromverbrauch natürlich auf den absolut letzten Platz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben