Erster NAS Bau: Fertig-NAS oder Selbstbau? (Fokus Energieeffizienz)

mikiiway

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Moin zusammen,


das Herumspielen mit meinem alten Gaming-PC hat mir Lust gemacht, mir nen eigenen NAS zu bauen.


Hardware die ich schon da hätte:
  • 1x 1 TB NVMe (Kingston KC3000)
  • 1x 28 TB Seagate Exos (es kommt noch ne zweite 28 TB dazu)

Was mir wichtig ist:
  • Freie OS-Wahl! Will Unraid oder Saltbox lokal drauf packen
  • Jellyfin (kein Transcodieren benötigt) & *arr Stack + Sabnzdb
  • Parität brauch ich nicht
  • Energieeffizienz ist Prio Nr. 1, das Ding soll im Idle möglichst wenig ziehen

Was ich mir bisher angeschaut hab:
  • AOOSTAR WTR PRO (5825U): Deutlich stärkere CPU, was bei SABnzbd Downloads und Entpacken schon nice wäre. Bin mir aber unsicher wie die Verarbeitungsqualität so ist... hat da jemand Erfahrungen?
  • UGREEN NASync DXP2800: Interessant, aber ich hab Bedenken ob der bei SABnzbd + Entpacken nicht komplett einknickt.

Oder wäre ein Selbstbau vielleicht die bessere Option? Bin für jeden Vorschlag offen! Budget OHNE Festplatten max. 600€
 
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https://www.friendlyelec.com/index.php?route=product/product&product_id=301
habe ich hier mit sehr vielen Diensten laufen.
Kostet leider mit 32GB RAM inzwischen knapp 200 Euro
Aber bei dem was du vor hast reichen auch 8-16GB
sehr flinkes teil.
Extraplatz habe ich extern und schalte die HDD bei bedarf an. Braucht mehr Strom als der PI, selbst wenn darauf LLMs und Whisper lokal laufen.
Ich denke viel sparsamer wird es nicht
 
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Alternative: Stattdessen ordentliche Hardware mit freiem PCIe-Slot für einen Proxmox-Host kaufen und das NAS in einer VM betreiben. Dafür braucht es dann ein passendes JBOD-Gehäuse.

Desktop: https://geizhals.de/qnap-expansion-unit-tl-d400s-a2264973.html
Rack: https://geizhals.de/qnap-rack-expansion-tl-r400s-a2271387.html

So kannst du die Hardware frei wählen und später bei Bedarf das NAS auch einfach umziehen. Ich betreibe mein NAS in einer TrueNAS Scale VM mit dem Minisforum MS-01 und dem Rack QNAP Gehäuse.
 
Hätte ich vielleicht direkt dazu schreiben sollen: Budget liegt so bei max. 600€, Platten mal außen vor. Weniger ist natürlich immer besser 😄


@CoMo Proxmox ist sicher nice, aber ehrlich gesagt fehlt mir grad einfach die Zeit mich da groß reinzuarbeiten. Mit Unraid bzw. Saltbox hab ich in 5 Min alles am Laufen, das ist halt schon bequem. Trotzdem danke für den Tipp!
 
Also ich bin die Selbstbau Variante gefahren mit Unraid.
Erstes NAS ohne HDDs hat keine 250 euro gekostet mit gebrauchten Gehäuse. Wurde dann später erweitert.
Grundsätzlich handhabe ich das wie Ja_Ge schreibt.

Mittels Sleep Plugin wird der Server zu bestimmten Zeiten selbst heruntergefahren bzw. zu gewissen Zeiten auch daran gehindert dies zu tun. Gestartet wird er bei mir via Alexa zu festgelegten Routinen via WOL Skill. Er läuft also zu den Zeiten wann ich will und wenn ich ihn brauche.

Ich wollte die Freiheit haben das NAS nach belieben erweitern zu können, und da schränkt man sich mit nem fertigen einfach ein.
Spielt man mit dem Gedanken später mehrere HDDs zu verwenden kann ich das Jonsbo N5 dafür empfehlen. Gibt gerade von dem Hersteller aber auch für kleinere NAS Gehäuse.

Allerdings is Hardwarekauf (RAM) ja aktuell n bisschen angespannt :D
Wenn Hardware bereits vorhanden is würd ich das in ein brauchbares Gehäuse packen und das nutzen was da is. Wenn der Server nur läuft wenn er gebraucht wird sollte das ja kein problem sein was Verbrauch betrifft.

Von 24/7 Servern halte ich wenig da ich einfach n Großteil der Zeit schlafe oder in der Arbeit bin. Bringt ergo nix wenn zu den Zeiten die Kiste läuft.
 
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Blutomen schrieb:
Da gibts ne ausführliche HW Beratung. :)
absolut!

Azghul0815 schrieb:
Wenn du eh direkt auf die Festplatte Entpackst, limitiert womöglich eher die die Geschwindigkeit.
Lasse auf eine "kleine" m2 runterladen, entpacke auf eine andere m2 (Cache), über nacht werden die Daten dann aufs Array (HDDs) geschoben. So sind die HDDs auch oft im idle. VMs und Docker liegen auch alle auf der m2.

mikiiway schrieb:
UGREEN NASync DXP2800: Interessant, aber ich hab Bedenken ob der bei SABnzbd + Entpacken nicht komplett einknickt.
Wie schnell ist denn die Leitung?
 
mikiiway schrieb:
Energieeffizienz ist Prio Nr. 1, das Ding soll im Idle möglichst wenig ziehen
Ein Selbstbau PC wird, wenn perfekt optimiert immer noch ~15W im Idle verbrauchen. Realistisch ist da eher um die 20W. Bei mir läuft noch ein Enshrouded Game Server drauf und ich bin schon fast bei 30W.

Du willst 600€ für die Hardware (ohne Festplatten) ausgeben. Benke aber, das Unraid als Betriebssystem auch noch Geld kostet und seit der Umstrukturierung vor einem Jahr das nicht wenig Geld ist.

Ich habe vor 1,5? Jahren folgendes System zusammengebaut (bzw auf diesen Stand aktualisiert)
Intel I5 14400 <- kein Buchstabe. Viele Threads, im Kern noch 12th Generation ohne Degradation, niedrige Leistungsaufnahme im Idle und Efficiency Cores
Asus Q670M-C CSM Mainboard <- Würde Stand heute schauen, ob man ein Board mit 2,5Gbit Ethernet findet. mITX schlägt µATX beim Stromverbrauch, allerdings mITX mit 6x SATA ist auch wieder schwierig.
2x 16GB Kingston ValueRAM DDR5 <- DDR5 als Kompromiss, da kein ECC auf der Plattform funktioniert. Läuft im langsamen JEDEC Standard, da jedes OC hier den Stromverbrauch deutlich anhebt. Wegen Stromverbrauch ist es idealer nur ein Modul zu verbauen.
Corsair RMX (2021) 650W Netzteil <- Das war damals DIE Empfehlung bezüglich Effizienz bei niedriger Last, allerdings dürfte es heute ATX3.1 Netzteile geben, die noch effizienter sind.

Ich hatte hier noch ein Cougar QBX Gehäuse als mATX Version stehen. Das fand ich gut, da der Staubfilter als Magnet Matte außen dran ist und ich das so im Betrieb sauber machen kann.
Ich habe vor das Mainboard einen Festplattenkäfig auf den Boden gesetzt, den ich von einem anderen Gehäuse übrig hatte. So blockiere ich mir die PCIe Plätze. Luft bekommt das System von einem 120er Noctua von vorne und hinter den Festplattenkäfig ziehe ich mit einem 80er Noctua die Abluft der Festplatten über die Slotbleche raus (hatte da noch geschlitzte übrig). Ohne den 80er werden die Festplatten sehr warm.

Ich bin mit dem System an sich sehr zufrieden, würde aber heute, wie gesagt, beim Mainboard drauf achten, dass ich 2,5Gbit Ethernet hätte. ECC wäre dann der nächste Schritt Richtung Perfektion, allerdings ist das im Intel Ökosystem extrem teuer.
AMD hat das Problem, dass CPUs mit vielen Cores im Idle extrem viel Strom brauchen. Die AMD APUs sind sehr sparsam, allerdings fehlen da Cores/Threads und wenn man mehr mit dem System will, fehlt da ein wenig die Leistung. Dafür können AMD Systeme ECC.
Ich würde gerade beim RAM mal schauen, wie sich die Preise bei DDR4, ECC, DDR5 und DDR5 ECC unterscheiden und bei den aktuellen Preisen es danach das System festlegen. DDR4 ohne ECC würde ich bei einem System, was 24/7 läuft nicht nutzen wollen.
 
derchris schrieb:
Lasse auf eine "kleine" m2 runterladen,
ich lade aktuell auf die SSD im Container und lass da auch entpacken und lasse dann das entpackte File rüberkopieren... In Summe dauerts vermutlich genauso lange, wie wenn ich direkt alles aufs NAS werfen würde (wegen Schreibcache).
Bin nur zu faul zum umbauen,

Ich fahre ja noch mit nem Intel NUC und Proxmox und dem NAS als reinen Speicher (DXP2800). Hab gestern nun das neuen AI NAS vn Ugreen vorbestellt...vermutlich ziehe ich dann alles Stück für Stück um und von LXC auf Docker...oder auch nicht...

Wenn man Angst hat, dass die CPU zu langsam ist, kann man bei dem Geld auch direkt auf das DXP4800 plus holen. Da ist die CPU deutlich stärker, du kannst du SSD mit dem OS austauschen und hast noch zusätzliche Slots wenn der Platz eng wird oder so.
 
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Ja_Ge schrieb:
Dann im Idle schlafen schicken und bei Bedarf mit WOL starten.
Ist halt die Frage was du mit dem System sonst noch machen willst, außer Netzwerkspeicher.
Wenn da ein PiHole drauf läuft, geht das schon nicht mehr mit dem Abschalten.
Dazu kommt, dass ich mit Homeassistant die Heizungsanlage automatisiert habe, die würde nicht mehr richtig regeln, bzw ausgehen, wenn der Server (länger) aus ist.
Bei mir Läuft jetzt endlich auch Vaultwarden drauf und ein Game Server.
Da ist Abschalten halt blöd.
 
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@Azghul0815
Das hat mir an Unraid halt sehr gut gefallen, dass die "Nicht-Raid" Konfiguration Platten einzeln schlafen legt und bei Bedarf weckt und nicht immer alle Platten gleichzeitig an sein müssen.
 
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madmax2010 schrieb:
Ist halt ARM64, da sind nicht wenige (NAS-)Betriebssysteme raus. Aus der Hüfte wüsste ich grad nur OpenMediaVault, welches auch auf ARM64 laufen würde. UnRaid und TrueNAS sind da raus, da geht nur x86.
Saltbox, wie vom TE gewünscht, setzt auf Ubuntu Server auf, ARM64 ist in der Dokumentation explizit als nicht unterstützt markiert.
Auch wenn ich grundsätzlich ARM64 für sehr interessant halte, ist es in diesem Anwendungsszenario vermutlich keine kluge Wahl. Zumindest nicht, wenn man extra kaufen muss. Bei "Eh da" Hardware sieht die Sache anders aus.

@SavageSkull In so einem Szenario wäre entweder eine zweite Maschine für 24/7 Anwendungen interessant oder man hat zusätzlich noch eine oder mehrere SSDs im NAS.
Ich hab in meinem einen RaidZ1 Stack aus je 2TByte SSDs und einen RaidZ1 Stack aus vier 8TByte HDDs - letztere schicke ich bei Nichtgebrauch schlafen, die SSDs und die darauf laufenden 24/7 Dienste fressen dann kein Brot mehr.

Ich empfehle sonst gerne mal gebrauchte OEM-PCs aber ich fürchte fast, dass die Performance für den TE unzureichend sein könnte. OEM-PCs sind meist deutlich schärfer auf geringen Stromverbrauch getrimmt, nicht selten kann man diese Verbräuche mit Einzelkomponenten nur selten bis nie erreichen.

Ich selbst hab für sehr wenig Geld nen Dell Optiplex 3050 mit i7 7700 bekommen können. Dazu 32GByte RAM und n SATA Controller für m.2, fertig. OS ist TrueNAS, der Idle-Stromverbrauch mit laufendem TrueNAS ohne HDDs liegt bei rund 9W.

Aktuell hab ich noch n Odroid H3 mit Proxmox in Betrieb, darauf laufen aber nur noch zwei VMs. Das muss ich noch in Docker umziehen und das wandert dann auch noch auf den TrueNAS Host.
 
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Der Witz an Unraid, bzw warum es überhaupt so heißt, ist, dass es sich zwar wie ein Raid 5 verhält, aber keins ist.
Dateien, die auf den Platten abgelegt werden, bleiben immer am Stück und werden nicht auf alle Platten zerstückelt. Das heißt, wenn ich auf eine Datei zugreifen möchte, wird nur die Platte geweckt, auf der die Datei ist. Ich kann die Platte ausbauen und an einen PC stecken und die Dateien lesen. Ich kann Platten dazu stecken und die können "live" zu dem Array ergänzt werden. Die Platten können alle unterschiedlich groß sein, die einzige Regel ist, dass die Paritätsplatte die größte Festplatte sein muß.
SSD Cache kann das System unabhängig davon auch.
Das System selbst läuft unabhängig von dem Speicher auf einem USB Stick. Dieser wird übrigens per Unraid Cloud gebackupt (Dafür bezahlt man letztendlich auch das Geld)
Ansonsten bietet Unraid abseits von dem Speicher System halt VMs und Docker aus einem "App Store" mit der Bequemlichkeit die darüber halt auch aktuell halten zu können.

@Das MatZe Die Anwendungen/Docker laufen auf einer SSD. Der NAS Speicher ist davon unberührt.
Bei mir läuft Cache und Docker auf einer SSD, man könnte das allerdings auch auf 2 SSDs aufteilen.
Ich hatte vorher ein einfaches 2Bay NAS von WD und zwei Raspberry Pis für die Aufgaben. Das wollte ich aber jetzt auf einem "richtigem" System mit Luft nach oben haben.
 
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SavageSkull schrieb:
Ist halt die Frage was du mit dem System sonst noch machen willst, außer Netzwerkspeicher.
Hat der TE doch geschrieben was er damit möchte.
 
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Das MatZe schrieb:
Ist halt ARM64, da sind nicht wenige (NAS-)Betriebssysteme raus. Aus der Hüfte wüsste ich grad nur OpenMediaVault, welches auch auf ARM64 laufen würde.
Man könnte ja auch eine beliebige Linux-Distribution einsetzen, die ARM64 unterstützt. Die NAS-Systeme sind ja im Grunde auch nix weiter als speziell vorkonfigurierte/angepasste Linux-Distributionen.

Das MatZe schrieb:
TrueNAS sind da raus
Für TrueNAS Scale gibts inoffizielle Builds für ARM64:
https://truenas-releases.jmay.us/
Aber ja, ist die Frage ob man ein offiziell nicht supportetes System (welches im Wesentlichen eine One-Man-Show ist) nutzen will.

Das MatZe schrieb:
Auch wenn ich grundsätzlich ARM64 für sehr interessant halte, ist es in diesem Anwendungsszenario vermutlich keine kluge Wahl.
Ja. Da hast Du Recht.

SavageSkull schrieb:
die auf den Platten abgelegt werden, bleiben immer am Stück und werden nicht auf alle Platten zerstückelt. Das heißt, wenn ich auf eine Datei zugreifen möchte, wird nur die Platte geweckt, auf der die Datei ist. Ich kann die Platte ausbauen und an einen PC stecken und die Dateien lesen. Ich kann Platten dazu stecken und die können "live" zu dem Array ergänzt werden.
Das klingt sehr nach sowas wie SnapRAID.
Wobei Unraid wohl über die md-Schnittstelle des Linux-Kernels geht.
Der Vorteil: Es muss GPLed sein, weshalb es dann auch Forks (https://github.com/qvr/nonraid) gibt die ohne Unraid funktionieren. :-)

SavageSkull schrieb:
Dieser wird übrigens per Unraid Cloud gebackupt (Dafür bezahlt man letztendlich auch das Geld)
Finde ich witzig. Weil man betreibt ja eigentlich ein NAS um unabhängig von Clouds zu sein. :-)
 
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andy_m4 schrieb:
Finde ich witzig. Weil man betreibt ja eigentlich ein NAS um unabhängig von Clouds zu sein. :-)
Du mußt den USB Stick nicht zwingend in die Cloud sichern, aber wenn der mal die Grätsche macht, wird das wild, das System wieder zum Laufen zu bringen. Das ist halt ein Dienst, warum Unraid nicht kostenlos ist.
 
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