News EuGH: Weiterverkauf von gebrauchter Software doch zulässig?

Creeed

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Das Beispiel hinkt aber: Autos sind nicht unendlich, sondern eine begrenzte Ressource - Software ist theoretisch unendlich oft vervielfältigbar und unbegrenzt verfügbar. Daher ist der Vergleich von Software zu Autos nicht plausibel.
Autovergleiche werden hier im Forum gerne gemacht, auch wenn sie nie passend sind ist diese Marotte nicht auszurotten.

Hier im Forum wird das Ergebnis im Sinne von Spiele gesehen, aber denkt man sich mal die vielen betriebswirtschaftlichen Programme hinzu und den Rattenschwanz an adminsitrativen Folgen, dann ist das ein Hinkefuß für die Wirtschaft.
Viele kennen den betriebswirtschaftlichen Hintergrund zu dem Thema nicht, es wird dann das herangezogen was man kennt und wahrscheinlich auch hasst. Das sind dann Hersteller die den Weiterverkauf ihrer Spiele unterbinden wollen, in diesem Fall EA und Valve. Es gibt noch genügend andere Hersteller die es ähnlich machen, zum Beispiel Ubisoft, aber Steam und Origin sind derzeit die bekanntesten Ziele. Welche Arbeit hinter einer Lizenz für Anwendersoftware steht, angefangen beim Lizenzmanagment über Updates bis hin zum kompletten Support, sehen die Leute in der Regel nicht da das im Hintergrund abläuft und man es als Enduser eigentlich nicht mitbekommt.

btt.:

Dieses Problem muss endgültig und vor allem großflächig gelöst werden um eine Rechtssicherheit für Entwickler und Nutzer zu schaffen.
 

estros

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Und Apple und Google umgehen es einfach indem sie keine Lizenzen für ein Programm verteilen sondern es Accountbezogen handhaben... das ist schon eine schwierige Sache für die Richter.
 

Fu Manchu

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Meine Meinung: dieses Urteil wird eine Tendenz verstärken und am Ende dominieren lassen --> Mietsoftware.

In naher Zukunft (5 Jahre) wird es keine Kaufsoftware mehr geben, man mietet sich Spiel- und Anwendungszeit, bezahlt die Nutzungszeit und seinen Speicherplatz in der Cloud und nach dem Spielen ist alles wieder weg, bis auf die Speicher- und Spielstände.

Wer wettet dagegen?
 

pleio

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@Fu Manchu

Der Preis für die Lizenz müsste natürlich komplett von der Wartung getrennt werden. Es besteht dann die Möglichkeit diese einzeln zu erwerben.
Man koennte z.B. die Lizenz billiger machen und den Wartung bzw. Updateanteil erhöhen. So würde durch den weiterverkauf der Lizenz nur ein verhältnismäßig geringer Verlust entstehen.
Die Updates würden ausserdem von allen 12 Unternehmen eingekauft insofern diese benötigt werden wovon ich jetzt einfach mal ausgehe. Diese koennten auch unterteilt werden in einmal Update (zeitl. Wartung) für die diejenigen die das Produkt nur eine begrenzte Zeit im Einsatz haben oder halt eine Art Updateflatrate für die Unternehmen die einen weiterverkauf nicht in Betracht ziehen.

Bezüglich der Überprüfung der Lizenzen und wo diese eingesetzt werden ist das doch heute schon nicht anders. Gerade dadurch das die Updates vielleicht über personalisierte bzw auf eine Firma festgeschriebenen Login verteilt werden hätte man eine Übersicht wo die Lizenz gerade im Gebrauch ist.Vielleicht sogar besser als zurzeit.

Wo ich dir Recht gebe ist das wir das Problem hier im Forum nicht lösen werden und wenn bestimmt nicht in einem Hauptsatz :)
Aber es gibt bestimmt Möglichkeiten zum einen das Recht auf weiterverkauf einer gekauften Ware bzw. Lizenz zu ermöglichen ohne das alles zusammenbricht. Man muss sich nur auf neue Wege einlassen und sich erlauben alte Systeme zu hinterfragen ^^
 
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Haldi

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Da sag ich doch: Zum Glück gibts Bots!

SCNR :D




In naher Zukunft (5 Jahre) wird es keine Kaufsoftware mehr geben, man mietet sich Spiel- und Anwendungszeit, bezahlt die Nutzungszeit und seinen Speicherplatz in der Cloud und nach dem Spielen ist alles wieder weg, bis auf die Speicher- und Spielstände.
Wer wettet dagegen?
Hier!

Es wir immer Kaufsoftware geben! Auch wenn es nur noch 1% ausmacht. Aber sie wird existieren! Das mit dem Cloud Gaming kann ich ja noch nachvollziehen, aber sowas gibts erst in 15-30 jahren wenn jeder ecken der Welt (für diese Zeitspanne wohl eher jeder Ecken Deutschlands ^^) Glasfaser anbindung hat! Aber ich bin mir immer noch nicht sicher ob sich Cloud Gaming durchsetzten wird... Ich tippe auf eher Nein.



naja. Toll das sich das durchgesetzt hat. Zwar wird Steam (aka Valve) einen weg finden das zu umgehen. Aber ich bin der Meinung das man gebrauchte PC(und Konsolen!) Spiele wiederverkaufen dürfen sollte! Ich hoffe PS4 und Xbox720 bekommen ein Verkaufsverbot in Europa wenn sich das mit der NichtWiederVerkaufsbarkeit der Spiele bewarheitet.

Was Profesionelle Software angeht, Wenn Firma ABC einen Lizenschlüssel gekauft hat und schon X-mal Vorort/Online-support bekommen hat, und plötzlich taucht Firma XYZ auf und verlangt Support dann kann man doch einfach sagen "Tut mir Leid, WIR haben ihnen keinen Lizenzschlüssel verkauft, SIE sind nicht in der Kundendatenbank. Lösen sie einen Supportvertrag wenn sie Hilfe brauchen!"
 

HellsMarch

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Is vielleicht nen Traum, wäre aber super, wenn man dass ganze auf Plattformen wie Steam oder Origin ausweiten könnte, wenns durch kommt.....gibt genug kram, der auf vielen Steam-accs nur noch gammelt....
 

Rausch_78

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Grundsätzlich sollte man Software schon weiter verkaufen dürfen, auch wenn in den Lizenzbedingungen etwas anderes steht. Man darf sie danach nur nicht weiter nutzen. Bei der neuen Playstation sollen gebrauchte Spiele nicht bzw. nur abgespeckt laufen, was ich aus rechtlicher Sicht auch schon sehr bedenklich finde. Der Sachverhalt ist aber schon komplexer als bei physischen Gegenständen.
 

Zhalom

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Schwer zu verstehen der Text, kann das mal jemand übersetzen...

So wie ich es verstanden habe, kann ich demnach Gabe Newall ansagen, das sein Recht der Verbreitung auf meine Kopie der Spiele erschöpft sei, und du kannst mich mal usw?
Und ,wird es bald ein modell geben, wo Spielehersteller nur ein befristetes Nutzungsrecht einräumen. Oder ist das bei Steam zB schon der Fall?
 

Moep89

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Wenn am Ende noch entschieden wird, dass es rechtswidrig ist den Weiterverkauf zu erschweren bin ich vollkommen glücklich.

Was EA und Co. machen ist eine Sauerei.
 

Nightmare25

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Autovergleiche werden hier im Forum gerne gemacht, auch wenn sie nie passend sind ist diese Marotte nicht auszurotten.
Faßzinierend daran finde ich, wo man dort GELD macht.

AUTO : Wird gebaut, kostet den Hersteller Summe X, wird verkauft...wird verkauft...wird verkauft...verrostet. PRESSE. ENDE. Hersteller verdient daran 1 mal und heult nicht rum weil man sein Auto gebraucht verkauft.

Software : Weniger Aufwand, 1mal gecodet u. millionfach kopiert verkauft. Weiterverkauf nicht möglich. Hersteller verdient, verdient, verdient....und das an Kopien.

Jetzt komm mir keiner mit Ersatzteilen, die werden meist auch mit einem dreistem Gewinn verkauft. Bei der Software Industrie ist es wie in der Musikindustrie, einmal einen Titel gemacht und sich danach auf dem Gewinn ausruhen. Die Autoindustrie muss ständig neue Fahrzeuge, neue Ideen bringen und verkauft diese nur ein einziges mal, danach ist der Gebrauchtmarkt. Wenn man das ganze mal mit Sinn und Verstand betrachtet will sich jemand einfach nur auf seinen Lorbeeren ausruhen, das ist nichtmal der Entwickler, sondern der Vertreiber (Publisher). Ich finde diesen Gedankengang garnichtmal so abgwegig. Wir reden vom Lobbyismus in Reinkultur.
 

SaGGGan

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Da sich das ganze nur auf Lizenzen mit unendlich langem Nutzungsrecht gegen einen fixen, einmalig fälligen, Betrag bezieht, kann man dann warscheinlich in Zukunft nurnoch 5-Jahres-Lizenzen für Spiele o. ä. erwerben und umgeht das ganze damit.
Wenn dann in 10 Jahren oder so diese Praktik erneut vor ein Gericht gezerrt und für illegal befunden wird, so geht man dann ganz auf Monats-Abos oder sonstwas runter ...
 

etking

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Egal ob Steam oder Itunes, ein gesetzlich garantiertes und einklagbares Weiterverkaufsrecht digitaler Güter muss eine Selbstverständlichkeit sein, genauso wie bei Aktien und Autos . Sonst hätten digitale Güter ja alle einen Wert von 0€.
 

Nikflin

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Um mal ein Szenario in den Raum zu werfen was ausgelöst werden könnte, wenn plötzlich Spiele bei Steam nicht mehr an den Account gebunden wären...

Sicherlich würden dann einige auf die Idee kommen rabattierte AAA Titel kaufen um diese Lizenzen dann gewinnbringend aber dennoch günstiger als zum Nomralpreis weiter zu verkaufen - was darin resultiert dass der Markt mit Keys überschwemmt wird und dauerhaft den Preis der betroffenen Spiele drücken würde.

Valves Antwort wäre dann entweder deren Rabattaktionen zu reduzieren oder aber ein Limit zu setzen, wieviele Einheiten günstiger verkauft werden dürfen. Diese würden dann von den Bots binnen kürzester Zeit abgegrast werden und der "Ottonormal-Schnäppchen-Junkie" wäre der geprellte - wie man es nur zu gut von Amazons Black-Friday bzw. Cyber-Monday Aktionen kennt.

Ich finde die Idee zwar auch gut Spiele vom Account lösen (da ich gerne mal ein Spiel herborgen oder verschenken möchte das ich bereits besitze, bzw. meine Accounts endlich zu einem fusionieren könnte) zu können aber ich kann es mir nicht vorstellen dass dies, wenn nicht gerichtlich beschlossen, jemals umgesetzt wird.
 
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Fu Manchu

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Schöne Welt oder, wo man einmal im Leben seinen Hintern bewegen muss um danach nur noch abzukassieren ?...
Welchen Softwarehersteller kennst du, der einmal eine Software rausbrachte und danach ein Leben lang abkassiert hat? Ich kenne keinen, alle sorgen für Updates oder nach einiger Zeit istdie Software unverkäuflich (vom Kunden aus gesehen). Sonst wären ja heute noch Amiga und C64 Spiele eine Einkommensquelle. Software unterliegt einer Alterung, nicht wie bei Autos, aber in Optik und Funktion. Einmal im Leben seinen Hintern bewegen und dann abkassieren ist ein Mythos.
 

Der Puritaner

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Ich weiß nicht ob ein gemietetes Windows besser sein kann als ein gekauftes^^

Aber besser ist ein geklautes Windows als ein entführtes allemal :D
 

Fu Manchu

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Für Firmen wäre das evtl. besser, weil die Mietkosten als laufende Kosten den Gewinn schmälern und nicht als Anlage (gekaufte Lizenzen) in der Bilanz schlummern.

Für den Anwender sollte das unerheblich sein, solange er seine Miete zahlt
 

NuminousDestiny

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Das Beispiel hinkt aber: Autos sind nicht unendlich, sondern eine begrenzte Ressource - Software ist theoretisch unendlich oft vervielfältigbar und unbegrenzt verfügbar. Daher ist der Vergleich von Software zu Autos nicht plausibel.

Ich arbeite in einem Softwareunternehmen und der Verkauf von Lizenzen ist ein Standbein des Unternehmens. Würden jetzt Lizenzen im freien Umlauf sein, dann hätten unsere Vertriebler und das Unternehmen erhebliche Probleme. Bei uns hängen an der Lizenz auch Wartungsverträge, mit denen der Anwender ein Recht auf Updates/Upgrades hat und auf technischen Support. Aber dazu muss der Anwender auch die Wartung zahlen. Das alles zu verfolgen, wer welche Lizenz erworben hat ... ob das immer so einfach ist.

Hier im Forum wird das Ergebnis im Sinne von Spiele gesehen, aber denkt man sich mal die vielen betriebswirtschaftlichen Programme hinzu und den Rattenschwanz an adminsitrativen Folgen, dann ist das ein Hinkefuß für die Wirtschaft.

Autovergleiche werden hier im Forum gerne gemacht, auch wenn sie nie passend sind ist diese Marotte nicht auszurotten.

Viele kennen den betriebswirtschaftlichen Hintergrund zu dem Thema nicht, es wird dann das herangezogen was man kennt und wahrscheinlich auch hasst. Das sind dann Hersteller die den Weiterverkauf ihrer Spiele unterbinden wollen, in diesem Fall EA und Valve. Es gibt noch genügend andere Hersteller die es ähnlich machen, zum Beispiel Ubisoft, aber Steam und Origin sind derzeit die bekanntesten Ziele. Welche Arbeit hinter einer Lizenz für Anwendersoftware steht, angefangen beim Lizenzmanagment über Updates bis hin zum kompletten Support, sehen die Leute in der Regel nicht da das im Hintergrund abläuft und man es als Enduser eigentlich nicht mitbekommt.
Ich glaube ich wurde missverstanden...
Aber der Vergleich hinkt garantiert nicht mit der Begründung der Endlichkeit von Autos.
Ich selbst betreibe auch Softwareentwicklung und bin garantiert nicht nur auf Spiele fokusiert.
Ich finde Autovergleiche sehr wohl passend. Zumindest soweit, wenn keine Support Verträge für einen spezifischen Kunden hintendran stehen. Und das ist bei Privatanwendern i.d.R. nicht der Fall. Zumindest soweit nicht, dass man einen extra Preis aushandelt. Warum soll es mir nicht erlaubt sein meine Windows Nutzungslizenz, das ich nicht mehr möchte weiterzuverkaufen?
Microsoft würde an soetwas nicht Pleite gehen. Wenn das bei einem Unternehmen der Fall sein sollte, dann stimmt da etwas nicht.
Zudem Garantie/Reperaturaufträge gibts bei Autos ja auch und das Modell das dahintendran steckt ist bestimmt genauso Aufwendig, wie Lizenzmanagement.
 
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