extrem lichtstarke Objektive

  • Ersteller Ersteller reaper2k11
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HaZu schrieb:
Die meisten porträts mache ich mit meinem 50mm 1.4 und eine blende zwischen 2,0 und 2,8. hier geht es mir vor allem um freistellung. Die abbildungsleistung ist ab 2.8 sehr gut von dem Canon 50er.

Auf welche Chipgröße ist das bezogen, FF oder APS-C?
Je größer der Chip um so besser gelingt die Freistellung.
 
APS-C, mit einem VF chip würde ich ein 85mm zum Portraitieren nehmen. Ich liebäugle auch mit dem 100mm L Macro :D aber dafür muss ich noch was sparen.
 
Ok, denn gegenüber früher haben wir heute mehr Stellschrauben zur Verfügung, um die Freistellung zu optimieren.
Dem technischen Fortschritt sei Dank.
 
- oder dem technischen Rückschritt - in analoger Zeit wäre es niemand eingefallen, kleinere Filme als das heutige Vollformat zu verwenden (von Ausnahmen abgesehen). Sogesehen musste ja erst in mühsamer Arbeit der große Rückschritt der ersten digitalen Kameras aufgeholt werden!
Die Möglichkeit von Brennweitenverlängerung gab es übrigens schon früher ;)
 
Naja, vllt in diesem Bereich ein Rückschritt, aber im Gesamten überwiegen die vielen positiven Möglichkeiten durch digitale Fotografie doch deutlich.
 
Ihr wollt Freistellung? http://www.youtube.com/watch?v=UsMnRxmeJ74
Damit könnt ihr eine Unschärfe im Hintergrund erzeugen, die mit einem Bild sonst physikalisch nicht möglich wäre.
Crash-Erklärung: Größerer Sensor bedeutet bessere Freistellung -> Durch die Methode hat man den Effekt eines Riesensensors. Theoretisch beliebig stark machbar, man muss nur die Bildanzahl erhöhen.
 
Das zählt ja nicht :D Das ist ja geschwindelt. Und ausserdem keine Kunst mehr.
 
Goil, stell ich mir bei lebenden Motiven aber anstrengend vor. Werds mal ausprobieren! Danke.
 
Soso, Panoramaaufnahmen sind dann auch geschwindelt? Ist nämlich das exakt gleiche Prinzip.
Und Kunst hat keine Grenzen. Jmd kann auch auf den Boden scheißen und sagen es ist (moderne) Kunst. Nur weil das für dich keine Kunst ist, muss das nicht für andere gelten.

Was findest du denn daran so schlimm? Ich find das ne nette Methode um außergewöhnliche Bilder zu machen. Du musst sie ja nicht nutzen.
 
Naja, mein Zugang ist es ein Foto zu machen über das die Leute staunen. Und das auf eine Art zu machen, die in ihrer Art einzigartig ist. Das bezeichne ich als Kunst. Irgendwelche Retortenfotos aus dem PC zu zaubern kann jeder. Da brauch ich dann nicht einmal eine DSLR, weil Effekte und Schärfe kann ich auch aus dem PC zaubern.
 
@Tri: Seh ich genau so.
@ ayin: aber nur in grenzen. Die Linse macht dann doch viel aus. Wie gesagt, Kunst ist eine individuelle Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du zauberst aus dem PC gar keine Bilder, du nimmst das Bild eben nur in mehreren Teilen auf und setzt sie dann zusammen. Nach deiner Definition wäre dann ja nur ooc Bilder iO, da ja selbst croppen am PC "rumpfuschen" wäre.
Positiver Nebeneffeket übrigens: Du bekommst ne Riesenauflösung was fine prints ermöglicht, ohne eine Hasselblad zu kaufen.

Ernsthaft, ich versteh dein Problem nicht. Wenn dir solche Bilder nicht gefallen, dann ignorier die Methode und mach es nicht. Aber dann anzufangen, das wäre keine Fotografie, Kunst oder whatever, führt zu überhaupt nichts. Weder für dich, noch für andere.
 
Ich mach es eh nicht. Und man kann sehrwohl darüber philosophieren ob das noch Fotografie ist oder nicht. Ich sage allerdings auch nicht, dass ich ein Problem damit habe. Ich meine ja nur, dass damit das Handwerk Fotografie immer mehr in den Hintergrund rückt und man gar nicht mehr richtig fotografiert sondern nur mehr knippst und das fertige Bild nur mehr auf dem PC zusammenstellt.
 
Ja gut, die klassische Fotografie wie sie noch ohne PC praktiziert wurde, ist es nicht mehr. Aber es kommt noch was einigermaßen natürliches raus. Farben, Belichtung etc. bleiben gleich. Auch Bildmanipulation wird keine Vorgenommen. Lediglich mit der Schärfe wird gespielt. (Unschärfespielchen kann man übrigens auch mit tilt-shift, freelensing etc. erreichen.)
Die Methode hat auch mMn nichts mit knipsen tun, da es deutlich schwieriger ist, als ein normales Bild. Knipsen heißt einfach nur auf den Auslöser drücken, ohne sich Gedanken zu machen.
 
Versteh die Methode nicht ganz.
Da werden viele Einzelbilder geschossen, Fokuspunkt bleibt der selbe? Danach wie bei einem Panorama zusammengesetzt und die Auflösung steigt. Aber wie erhöhe ich damit das Bokeh?
 
Weil du dadurch, dass du die Bilder aneinander-stitcht, du einen viel größeren Sensor imitierst. Damit bekommst du sozusagen virtuell Großformat und größer mit einer normalen DSLR
Oder anders herum erklärt: du nimmst ein 85mm f1.4, machst damit ein Panorama, das hat dann natürlich einen größeren Bildwinkel, sagen wir mal von einem 25mm Objektiv - es hat aber noch die Tiefenschärfe eines 85mm 1.4, und wenn du die bei 25mm haben wolltest, müsste das 25er vielleicht eine Blende 0,2 haben (habe ich jetzt nicht ausgerechnet, nur so ca.)


Aiyin, hast du dir die Bilder von Ryan Brenizer schon mal angeschaut? Das ist nicht irgend ein Photoshop-Popler, der Mann hat's mal richtig drauf!

Ausserdem ist die Brenizer Panarama-Stitching Methode feinste Handarbeit und hohe Kunst! Du musst dir das Bild, das du eigentlich willst vor dem inneren Auge abgrenzen, dann mit einer höheren Brennweite zügig dieses virtuelle Bild mit 30-40 Belichtungen abarbeiten, und darauf hoffen, dass du keine Lücken gelassen hast.

Ryan Brenizer kann das so gut, der macht das sogar manchmal bei wichtigen Situationen wie z.B. der Kuss vor dem Altar bei der Hochzeit - ungeübte Fotografen machen sich da schon bei einem normalen Bild in die Hose, ob sie den Moment richtig einfangen, und der Brenizer holt die stählernen Eier raus, und macht mal kurz ein 30-Bilder-Stitching von dem Moment...
Ergänzung ()

ayin schrieb:
Naja, mein Zugang ist es ein Foto zu machen über das die Leute staunen. Und das auf eine Art zu machen, die in ihrer Art einzigartig ist. Das bezeichne ich als Kunst.

Das ist doch genau die Definition der Brenizer Methode!
Nur, weil man die Einzelbilder nachher mit PS zusammensetzen muss, ist es doch nicht irgendein "Retortenbild". Es wird an den einzelnen Belichtungen nichts verändert, sie müssen nur zusammengesetzt werden, um hinterher die Bildwirkung z.B. eines 30mm f0,2 zu haben. Und zwar mit echtem Bokeh, nichts Reingepinseltes!

Ich weiß schon, was du meinst, wenn z.B. Leute schlecht fotografieren, und dann hinterher mit dem Unschärfepinsel in PS ein krasses Bokeh reinmalen - das finde ich auch dämlich. Oder diese dämlichen Tilt-Shift Effekte, die mit PS oder irgendwelchen Filtern gemacht werden.
Das alles hat aber mit der Brenizer Methode nichts gemein, finde ich, denn die ist reinstes Foto-Handwerk.

Ich habe die Methode übrigens selbst noch nie angewandt, und ich mag auch selbst keine Hochzeiten, und würde auch keine fotografieren wollen - aber wenn ich mal einen Hochzeitsfotografen bräuchte, dann Brenizer, oder niemand!
 
Zuletzt bearbeitet:
Cordless schrieb:
Bokeh und Tiefenschärfe macht man in diesem Ausmaß eher über Brennweite als über Blende.
Schon mal ans Gewicht gedacht?

BlackVally schrieb:
- oder dem technischen Rückschritt - in analoger Zeit wäre es niemand eingefallen, kleinere Filme als das heutige Vollformat zu verwenden (von Ausnahmen abgesehen). Sogesehen musste ja erst in mühsamer Arbeit der große Rückschritt der ersten digitalen Kameras aufgeholt werden!
Doch, vielen sogar, aber das Klenbild war so verbreitet, dass du eigentlich überall Filme bekommen hast. Bei den kleineren, jedoch auch häufig benutzten, Formaten war das nicht so.
Abgesehen davon ist für einen Fotografen, der eine analoge KB-Kamera hat, KB nicht das Vollformat. Es gibt da noch viel größeres, und mit viel meine ich einen Film, der ca. 3000-mal so groß ist, wie das Kleinbild.
Das wären mindestens 24000 Megapixel, damit auch die Digitalis damit was anfangen können. ;)
BlackVally schrieb:
Die Möglichkeit von Brennweitenverlängerung gab es übrigens schon früher ;)
Damit hast du wieder recht. So viel hat sich in dem Bereich in den letzten Jahren nicht geändert - bis auf den Digitalzoom :rolleyes:

Übrigens kann man mit einer DSLR nicht die gesamte Lichtstärke eines lichtstarken Objektivs ausnutzen. Bei allen Blenden < 2.8 nimmt der Anteil der Lichtstärke, den die Kamera wirklich nutzen kann, ab, während die Kamera das unbemerkt mit ISO ausgleicht. Der Anwender erfährt davon nichts.
 
BlackVally schrieb:
in analoger Zeit wäre es niemand eingefallen, kleinere Filme als das heutige Vollformat zu verwenden (von Ausnahmen abgesehen).

Also APS-C gab es schon vor den digitalen Sensoren, nur hat das niemand gekauft.

Der Kleinbildfilm (also heute "Vollformat" genannt) ist im Übrigen sehr zufällig entstanden. Der Erfinder des Systems suchte nach einem günstigen, einfachen System für Fotokameras, und kam auf die Idee, einfach 35mm Rollfilm aus Kinokameras quer in die Fotokameras einzulegen. Fertig war die Kleinbildkamera!
Und "Kleinbild" heißt es deshalb, weil dieses Format kleiner war, als alle vorigen Fotokameras, die mit wesentlich größeren Platten gearbeitet hatten.

Das Kinoformat 35mm nutzte also ursprünglich die selben 35mm Filmrollen, wie das Kleinbild 35mm Format - nur dadurch, dass der Film in der Kinokamera von oben nach unten läuft, hat 35mm in der Filmkamera ungefähr den Querschnitt von APS-C, während der Film quer liegend in der Fotokamera das größere "Vollformat" aufweist.
 
Bitte nicht schon wieder die alte Oskar Barnack Legende :(
 
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