Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung Schnupperkurs

Natal1991

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Hallo,

Ich plane nächstes Jahr im September eine Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung zu machen da ich mich für die Programmierung sehr interessiere.
Gibt es ein Buch oder sowas wo man sich gerade HTML CSS und JavaScript bisschen anschauen kann und wo einem auch Aufgaben gestellt werden? Ich will nur sicher gehen dass es auch wirklich was für mich ist. Klar man kann YouTube Videos schauen, aber würde es gerne vorher etwas lernen und eben auch Aufgaben bekommen und lösen
 
Bewerb dich für ein Praktikum... ein besseren Einblick in den Beruf als 'Leute fragen die den Beruf ausführen' gibt es nicht.

Wenn der Betrieb was taugt bekommst du auch Übungsaufgaben um dich selbst zu versuchen. Falls nicht, weißt du wenigstens wo du dich nicht für die Ausbildung bewerben musst.
 
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Natal1991 schrieb:
Gibt es ein Buch oder sowas wo man sich gerade HTML CSS und JavaScript bisschen anschauen kann und wo einem auch Aufgaben gestellt werden? Ich will nur sicher gehen dass es auch wirklich was für mich ist. Klar man kann YouTube Videos schauen, aber würde es gerne vorher etwas lernen und eben auch Aufgaben bekommen und lösen
Und eine Google Suche hat dir keine Bücher gezeigt? Meiner Meinung ist der größte Skill den man haben sollte: Selbstständigkeit, Wissen wie man an Informationen kommt.

Merke ich leider Tagtäglich ob Junior oder Senior... in Zeiten mit KI war es noch nie so einfach an Informationen zu kommen.
 
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Ich würde mir ja in heutigen zeit gut überlegen in die Anwendungsentwicklung zu gehen, da hat und wird die KI einiges übernehmen. Und ja, wie bei vielen anderen Berufen muss man in der Lage sein sich Informationen, Lernmaterial und Wissen selbstständig beschaffen, das war auch früher mit Google schon problemlos möglich.
 
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Fujiyama schrieb:
das war auch früher mit Google schon problemlos möglich.
Das war auch vor Google möglich ;) aber wie gesagt, allgemein ist das echt schwierig "heutzutage"...

Die (meisten) Leute haben einfach keine Fähigkeiten mehr irgendwas sich selbst zu erarbeiten und wollen alles Schritt-für-Schritt auf dem silbernen Tablett serviert bekommen haben.
 
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@User38
Ich kenn die alte Zeit, wir hatten relativ spät erst Internet zuhause. Ich bin oft in der Stadt bzw Unibliothek gegangen und hab mir durch Bücher wissen angeeignet. Das war nicht immer zielführen und hat Zeit gekostet.
 
Fujiyama schrieb:
Ich würde mir ja in heutigen zeit gut überlegen in die Anwendungsentwicklung zu gehen, da hat und wird die KI einiges übernehmen.
Fachpersonal wird weiterhin benötigt. Aber die AI kann einen frisch ausgebildeten FIAE ganz gut ersetzen, was den Arbeitsmarkt für Anfänger aktuell sehr schwierig macht...

Oder zumindest ist das, was ich mitbekommen habe.
 
Nach der Ausbildung kennt man meist nur die Basics. Man muss Jahre investieren um darin ein Experte zu werden.
 
Ich würde auch von einer Anwendungsentwicklungsausbildung abraten, der Markt für Junioren ist aktuell nahezu tot.
Wenn IT, dann besser eine Systemintegratorausbildung oder eine kaufmännische Ausbildung, da sieht es noch besser aus.
 
Jup ne Ausbildung in dem Bereich ist absolut kritisch zu sehen. Es sitzen mehr als genug Leute auf der Straße und finden keinen Job die studiert haben. Selbst Leute mir massig Berufserfahrung finden teilweise nichts.

Da jetzt neu einzusteigen ist ziemlich riskant. Also selbst wenn sich der Markt in den nächsten 3 Jahren wieder erholen sollte wovon ich nicht ausgehe.

Alternativen sind schwierig. Da im Prinzip jedwede Arbeit in den nächsten 10 Jahren von KI und Robotern gefährdet ist.

Wenn besteht vermutlich noch die größte Chance im Handwerk. Die umstrukturierten Umgebungen sind schwieriger zu handhaben als die Industrie. Da wird es in 10 Jahren vermutlich kaum noch Leute in den Fabriken geben.
 
Skysnake schrieb:
Wenn besteht vermutlich noch die größte Chance im Handwerk. Die umstrukturierten Umgebungen sind schwieriger zu handhaben als die Industrie. Da wird es in 10 Jahren vermutlich kaum noch Leute in den Fabriken geben.
Für den Aufbau der KI-Rechenzentren werden die bereits jetzt gesucht.
 
Richtig, das gilt aber vor allem für den Aufbau. KI-Rechenzentren sind im späteren Betrieb und in der Wartung im Verhältnis zur Investitionssumme äußerst personalarm, der relevanteste Standortfaktor ist ohnehin der Zugang zu günstiger und vor allem ausreichend verfügbarer Energie.

Dazu werden die wirklich dicken Fische derzeit in deutlich größerer Zahl in den USA als in Deutschland gebaut. Wer heute mit einer Ausbildung, z. B. als Elektroniker, anfängt und sich anschließend für Aufbau und Betrieb von Hochspannungsanlagen weiterqualifiziert, wird mit entsprechender Berufserfahrung wann fertig sein? In 5–7 Jahren?

Das könnte schon zu spät sein, um die ganz große Hochphase mitzunehmen und z.B für 2–3 Jahre in die USA zu gehen, um dort richtig Kohle mitzunehmen. Bei gefragten Spezialisten sind dort mit Überstunden, Zulagen und Montageeinsätzen durchaus 15–20k $ im Monat drin.
 
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Genau aktuell geht das noch. Aber schon bei PV wird inzwischen mehr oder weniger rein mit Robotern im Freiland im GW Maßstab aufgebaut.

Wenn er jetzt ein fertiger Elektriker wäre wäre dad was anderes aber wenn er jetzt erst anfängt kann es knapp werden das er nur ein paar Jahre hat bevor der Marktlücke massiv wird weil eben alle in die Berufe als vermeintlich sichere Bank drücken.

Also gerade mit Physical AI wird es echt spannend was denn überhaupt noch an Arbeit übrig bleibt. Wir müssen ja bedenken das wir mur eine Erde haben und bereits heute mehr Ressourcen im Jahr verbrauchen als Sie bereitstellen kann. Wieviele brauchen wir? 3 oder waren es 4???

Keine Ahnung aber einfach mehr Konsum generieren ist keine Option.

Von daher frage ich mich schon wirklich was wir mit all den Menschen machen sollen.

Wobei in den meisten Ländern bekommen die Frauen ja eh weniger als 2 Kinder wodurch die Bevölkerung recht zügig schrumpft.

Und die Jüngeren haben noch weniger Bock aufs Kinder kriegen. Wobei ich mich selbst frage ob sie es nicht richtig machen. Man opfert für Kinder so viel und die Zukunft ist nicht wirklich erbauend.

Frage mich da inzwischen schon von Zeit zu Zeit ob das mit meinen zwei Mädels das Richtige war.
 
Natal1991 schrieb:
Gibt es ein Buch oder sowas wo man sich gerade HTML CSS und JavaScript bisschen anschauen kann und wo einem auch Aufgaben gestellt werden? Ich will nur sicher gehen dass es auch wirklich was für mich ist. Klar man kann YouTube Videos schauen, aber würde es gerne vorher etwas lernen und eben auch Aufgaben bekommen und lösen

Die Kunst beim Lernen ist eigenständiges Agieren, sich selbst Fragen stellen und möglichst selbstständig nach Antworten zu suchen. Gerade für einfache Fragen eignen sich die heutigen KI-Chatbots sehr gut.
Schau mal, was Gemini hier für dich ausspuckt:

Für den Einstieg mit Buch und konkreten Praxisaufgaben zum Ausprobieren gibt es im deutschsprachigen Raum hervorragende Optionen:

📚 Buchempfehlungen (Deutsch)​

1. Der absolute Top-Tipp:​

  • Autor: Kai Günster (Rheinwerk Verlag)
  • Konzept: Ein interaktives, leicht humorvolles Fachbuch für Anfänger. Man begleitet die Hauptfigur „Schrödinger“ beim Lernen und baut Schritt für Schritt eigene Webprojekte auf.
  • Warum es passt:
    • Behandelt alle drei Technologien (HTML, CSS, JS) in Kombination.
    • Bietet viele Übungsaufgaben, Rätsel und Praxisteile (inkl. Vorlagen und Lösungen zum Download).
    • Sehr anschaulich gestaltet (kein trockener Bleiwüstentext).

2. Der strukturierte Klassiker:​

  • Verlag: Rheinwerk Verlag (Autoren: Peter Müller bzw. Thomas Theis)
  • Konzept: Wenn man es etwas klassischer und fachlich strukturierter mag.
  • Warum es passt:
    • Sehr verständlich geschrieben.
    • Enthält durchgängige Übungsprojekte (z. B. der Schritt-für-Schritt-Aufbau einer echten Website).
    • Hinweis: Hier gibt es separate Bände für HTML/CSS und JavaScript. Für den allerersten Überblick ist das Kombibuch Schrödinger (s. o.) meist handlicher.

💻 Kostenlose interaktive Alternativen (auf Deutsch)​

Falls vor dem Buchkauf erst einmal ohne Geld ausprobiert werden soll, ob das Schreiben von Code Spaß macht:
  1. MDN Web Docs (Mozilla Developer Network – auf Deutsch):
    • Die wichtigste Dokumentation für Webentwickler. Bietet ein hervorragendes, deutsches Einsteiger-Tutorial („Webentwicklung für Anfänger“) mit kleinen Aufgaben und direktem Feedback im Browser.
  2. freeCodeCamp (auf Deutsch umstellbar):
    • Vollständig interaktiver Online-Kurs im Browser. Man liest eine kurze Erklärung, löst direkt im Browser-Editor eine kleine Code-Aufgabe und schaltet das nächste Kapitel frei.
Fazit & Empfehlung für die Ausbildung:
Das Buch „Schrödinger lernt HTML5, CSS und JavaScript“ ist ideal für dieses Ziel. Es zeigt genau die Grundlagen, die man in den ersten Monaten der Ausbildung zum Fachinformatiker braucht, und macht durch die Aufgaben spürbar, ob das tüftelnde Arbeiten am Code Freude bereitet.

Die grundsätzliche Herangehensweise an Problemstellungen ist das, was gutes Personal ausmacht. Ob es dabei ein Geselle oder ein Wissenschaftler ist, spielt bei der prinzipiellen Sache keine Rolle. Selbst hochkomplexen Fragen gibt es häufig irgendwo einen "Zhang et al", der Hinweise liefert ;) Das wirst du vermutlich jetzt noch nicht verstehen, aber vielleicht irgendwann.
 
Ins Handwerk würde ich persönlich aber auch nicht gehen wollen. Da hat man häufig Kleinbetriebe, die von 60-jährigen Hans-Dieter Jürgens geführt werden und seine angestellten Ü50 Gesellen sind oft komische Schwurbler, die sich ständig über die faule Generation aufregen und generell sehr eigenartige Ansichten haben. Außerdem ist das körperlich auch nicht für jeden etwas. Mein Vater war - bevor er in Deutschland einwanderte - Elektriker in Australien und wundert sich heute noch, warum die älteren deutschen Handwerker oft so "weird" sind.

Die schlechte Lage auf dem Juniormarkt liegt an der Wirtschaftskrise, in der sich Deutschland seit langem befindet. Dann stellen Unternehmen vorsichtiger ein und können sich bei einem Arbeitgebermarkt leider sehr viel erlauben (3+ Vorstellungsgespräche, schlechte Gehälter und 100 % Büropflicht) und machen das dann auch. Andererseits zeigen Arbeitgeber so ihr wahres Gesicht. Viele ITler sind sozial allerdings auch nicht gerade brauchbar und wenn sie eine (Zitat eines Kollegen) "schwache soziale Batterie" haben, dann ist die Arbeit mit ihnen auch sehr speziell und anstrengend 😅

Abgesehen davon ist Anwendungsentwicklung oder die IT allgemein sehr vielseitig. Wenn man z.B. PHP mit WordPress lernt, dann landet man sehr schnell in Kickertisch-Obstkorb-Agenturen und wird dort für einen Hungerlohn verheizt. Bei Java, C# oder gar SAP sieht es noch ganz gut aus. Wenn heute keine Juniors mehr ausgebildet werden und man fleißig auf KI setzt, fehlen in Zukunft die Seniors von morgen. Die ganzen KI-Startups lachen sich jetzt schon ins Fäustchen, wie viele Unternehmen sich bereits von ihnen abhängig gemacht haben und wie viel Geld sie kassieren werden, wenn sie die Tokenpreise erhöhen. Mal sehen, wann die Unternehmen das begreifen.

Ich würde das immer differenziert und auch vorsichtig betrachten. Gerade auf Reddit wird viel Doomposting betrieben und bei deren Ausdrucksweise wundert mich das oft 0, warum die niemand freiwillig einstellt.

@Natal1991
Gerade mit KI kannst du dir vieles selber beibringen. Ich würde allerdings nicht unbedingt mit HTML, CSS und JS anfangen, sondern mit Java oder C#. Das ist jedoch nur meine persönliche Meinung.
 
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Amy_Well schrieb:
Ins Handwerk würde ich persönlich aber auch nicht gehen wollen. Da hat man häufig Kleinbetriebe,
Geh halt zur Konzerntochter. Die natürlich wieder andere Nachteile haben.
Amy_Well schrieb:
Die schlechte Lage auf dem Juniormarkt liegt an der Wirtschaftskrise, in der sich Deutschland seit langem befindet.
Gerade beim FiAE würd ich das doch stark bezweifeln.
 
rezzler schrieb:
Geh halt zur Konzerntochter. Die natürlich wieder andere Nachteile haben.
Also unser großer Chemiekonzern hier im Ruhegebiet baut wegen der hohen Energiepreise massiv Stellen ab und möchte auch Teile des Unternehmens verkaufen. Im Energiesektor selber sieht es zwar besser aus, aber auch hier kann das Handwerk körperlich anstrengend werden, wenn man z.B. auf Strommasten bei Wind und Wetter klettern muss.

rezzler schrieb:
Gerade beim FiAE würd ich das doch stark bezweifeln.
In einer Wirtschaftskrise werden neue Projekte bzw. deren Budgets schnell eingefroren oder gar nicht erst freigegeben. Außerdem sieht das vor den Investoren deutlich besser aus, wenn man "Wir wachsen mit KI und brauchen deshalb keine neuen Entwickler mehr!" statt "Wir schreiben gerade rote Zahlen und können uns keine neuen Entwickler mehr leisten!" sagt. Auf LinkedIn werden Führungskräfte ständig von selbst ernannten "KI-Beratern" angeschrieben, die ihnen irgendetwas von "Mit meiner KI kann man Mitarbeiter einsparen!" erzählen wollen und letztendlich nur einen Wrapper um ChatGPT o.ä. herumbauen.

In Deutschland besteht noch sehr viel Digitalisierungsbedarf, besonders in Behörden. Aber dafür müsste man halt die Bürokratie abbauen.
 
Amy_Well schrieb:
IIch würde allerdings nicht unbedingt mit HTML, CSS und JS anfangen, sondern mit Java oder C#.
Bzw. wenn Webentwicklung im Mittelpunkt stehen soll, schau dir TypeScript an. Das ist ein Stück "erwachsener" als JavaScript.
 
Amy_Well schrieb:
Also unser großer Chemiekonzern hier im Ruhegebiet baut wegen der hohen Energiepreise massiv Stellen ab und möchte auch Teile des Unternehmens verkaufen.
Wir als Konzerntochter suchen seit längerem Monteure, Bauleiter und so Zeug, allerdings Glasfaserbereich und sehr viele Aufträge aus der öffentlichen Hand. Solang die ganzen Elektriker mit „Bewirb dich bei uns“ rumfahren seh ich aber da auch noch Aussichten.
Amy_Well schrieb:
Im Energiesektor selber sieht es zwar besser aus, aber auch hier kann das Handwerk körperlich anstrengend werden,
Das wird es auch ohne Mastensteigen :)
Amy_Well schrieb:
Außerdem sieht das vor den Investoren deutlich besser aus, wenn man "Wir wachsen mit KI und brauchen deshalb keine neuen Entwickler mehr!" statt "Wir schreiben gerade rote Zahlen und können uns keine neuen Entwickler mehr leisten!" sagt.
Andererseits sind rote Zahlen ja auch mit eingespartem Personal blöd für die Investoren.
 
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