News Fake-News: Furcht vor einer manipulierten Bundestagswahl

Corros1on schrieb:
In der heutigen Zeit kann ein pubertierender YouTuber mit seinen Videos mehr Aufmerksamkeit bekommen als eine politische Debatte im Bundestag, weil er hat es verstanden wie man mit dem Internet umgeht und es für seine Sachen nutzen kann.

Beim Anschauen irgendwelcher Unboxing Videos braucht man sich auch nicht besonders anstrengen, darum hat Frauentausch auch höhere Quoten als eine Plenardebatte.
 
Corros1on schrieb:
In der heutigen Zeit kann ein pubertierender YouTuber mit seinen Videos mehr Aufmerksamkeit bekommen als eine politische Debatte im Bundestag, weil er hat es verstanden wie man mit dem Internet umgeht und es für seine Sachen nutzen kann.

Oder weil ein Video über nen 12-jährigen, der ein iPhone auspackt, immer noch spannender ist als ne Debatte im Bundestag. Und das macht einen auch nicht so aggressiv wenn man es sieht.
 
Corros1on schrieb:
Ja das ist schon richtig, dass die Politiker gemerkt haben auch im Internet kräftig die Wahlwerbetrommel zu rühren. Aber man muss eben bedenken, dass hinter einem Politiker stehen oft Berater, Redenschreiber und auch Leute die den Medialen Auftritt des Politikers plant und organisiert um ihn in richtige Licht zu rücken. Vor allem im Wahlkampf will man unangebracht FB Beiträge oder Tweets vermeiden. Deswegen wage ich es sehr stark zu bezweifeln, dass ein Politiker wirklich noch die Finger direkt in den Internetauftritten drinnen hat und doch nur seinen Berater sagt was und wie es rüberkommen soll im Internet oder die Berater sagen im wie sie für ihn die FB Beiträge oder Tweets formulieren bzw. gestallten!
Weil ein unachtsam gemachter Beitrag oder Aussage kann sehr schnell zum Spielball der Medien oder politischen Gegner werden, dann wären wir wieder bei dem Thema Fake-News wären.
Solche Themen wie Hasskommentare bzw. Fake-News mögen vielleicht für den ein oder anderen Politiker sauer aufstoßen und gerne sowas mit welchen Mitteln auch immer verhindern möchten aber in Grunde genommen haben sowas hier keine wirkliche Substanz.

Dann ist es ja völlig in Ordnung das die AFD zu Ihrem letzten Parteitag keine Beobachter zugelassen hat.
 
Turrican101 schrieb:
Oder weil ein Video über nen 12-jährigen, der ein iPhone auspackt, immer noch spannender ist als ne Debatte im Bundestag. Und das macht einen auch nicht so aggressiv wenn man es sieht.

Zwei Blöde, ein Gedanke :-)
 
Turrican101 schrieb:
Oder weil ein Video über nen 12-jährigen, der ein iPhone auspackt, immer noch spannender ist als ne Debatte im Bundestag. Und das macht einen auch nicht so aggressiv wenn man es sieht.

Vielleicht solltest du dir einfach mal ne Debatte im Bundestag ansehen. Das ist deutlich interessanter und aufschlussreicher als der Zusammenschnitt in der einen oder anderen Nachrichtensendung.
Ein großer Teil der Medienkritik zielt ja auf das hinzufügen und Weglassen zu Berichten.

Das ist nun wirklich nichts Neues, und wurde bereits vor Jahren auch in der Lügenpresse berichtet.

Eben...eigentlich ist es kein Geheimnis, dass die Syrischen "Rebellen", oder wie auch immer man die verschiedenen Islamisten auch bezeichnen mag, vom Ausland aus kontinuierlich mit Waffen beliefert werden. Und ein wesentlicher Teil des Blutvergießens mit den aus den USA gelieferten Waffen geschieht. In Bürgerkriegen Partei zu ergreifen ist sehr selten eine gute Idee, vor allem wenn keine Seite den eigenen Idealen entspricht. In Deutschland haben wir dafür eine Richtlinie, die Waffenlieferungen in Bürgerkriegsländer unterbinden soll. Unsere Bundesregierung tut's trotzdem.
 
@B.XP
Die FSA als Islamisten zu bezeichnen ist einfach faktisch falsch. Die FSA rekrutiert sich aus freiwilligen und desertierten Soldaten der regulären syrischen Armee und hat sich als Antwort auf die tödliche Gewalt auf friedliche Demonstranten durch Assad gebildet. Wie kann man so tun als würde man im Syrienkrieg halbwegs durchblicken und dann alle Gruppierungen, die gegen Assad sind, als Islamisten bezeichnen und dann noch so tun, als würden die USA oder Deutschland Islamisten mit Waffen beliefern? Auch Kurden kämpfen in Syrien. Unter anderem, wie im Irak, gegen den IS. Es gibt nicht nur 2 Parteien in Syrien. Es gibt jede Menge Gruppierungen, die sich auch fleißig gegenseitig bekämpfen UND Assad. Einige davon wehren sich gegen die Gewalt, die von Assad auch ursprünglich ausging bzw. gegen die versuchte Machtübernahme des IS in diesen Wirren. Es gibt durchaus Gruppen, die einen ganz legitimen Grund haben zu kämpfen. Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Minderheiten gezielt getötet werden in Syrien auch durch die offizielle syrische Armee. Ein 2. Srebrenica ist ein nicht mehr abwegiges Szenario. Und ja, allgemein ist eine Einmischung in einen Bürgerkrieg nicht sinnvoll. Aber soll man zuschauen, wie Menschen aufgrund ihrer Ethnie getötet werden? In einem Krieg, der ausgebrochen ist, weil das Staatsoberhaupt (Assad) tödliche Gewalt gegen seine Bürger eingesetzt hat? Sich nicht einzumischen und auf die Souveränität eines Staates zu verweisen ist einfach. Nur was ist, wenn der Staat die Verbrechen begeht bzw. duldend zuschaut und nichts unternimmt? Wegschauen bei Massakern wie in Srebrenica oder zwischen Tutsi und Hutu? Darf ein Rechtsstaat, der sich den Menschenrechten verschrieben hat, sowas überhaupt? Ist staatliche Souveränität hoher zu bewerten als die Menschenrechte?

Solche Fragen sollte man sich stellen, bevor man derartige Vereinfachungen wie du betreibt. Den solche Vereinfachungen sind es dann auch, die einen dann schnell Lügenpresse schreien lassen, wenn die Medien nicht so simpel eingrenzen und daher nicht von Rechtsbruch etc. sprechen. Oder eben wie bei Merkel, der gerne Gesetzesbruch vorgeworfen wird und jegliche Medien, die das anders berichten lügen dann. Wer dann nicht mehr zwischen verschiedenen Auffassungen eines stattgefunden Sachverhaltes und bloßer Erfindung unterscheidet, der regt sich dann auch über derlei Berichte auf und schreit "Zensur" wo keine ist. Den Zensur bedeutet, dass Fakten/Tatsachen unterschlagen werden. Wo diese bei reinen Erfindungen zu finden sind, müsste dann wohl erklärt werden...
 
@Mustis: Die FSA würde ich neben den Kurden(Syrian Democratic Forces oder SDF) auch als einzige Gruppierung nicht als als islamistisch bezeichnen. Das Problem an der Sache ist, dass die FSA sich zu Beginn des Syrienkonflikts gebildet hat und ich bezweifle dass sie tatsächlich noch einen nennenswerten Einfluss hat. Offensichtlich landen immer wieder Waffenlieferungen, die öffentlich für die FSA bestimmt waren in den Händen der Islamisten. Ist das Zufall? Absicht? Schwäche der FSA?

Du kannst mir zwar Vereinfachung vorwerfen, aber genau das ist es ja, was in der Berichterstattung passiert. Unterschieden werden eigentlich nur der Block Regierung/Russland, "Rebellen", IS, Kurden und als neuestem "Player" die Türkei.

Es gibt durchaus Gruppen, die einen ganz legitimen Grund haben zu kämpfen. Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass Minderheiten gezielt getötet werden in Syrien auch durch die offizielle syrische Armee.

Bevor du "Sebrenica" raus holst; Die Bürgerkriege in Jugoslawien hatten einen durch und durch ethnischen Hintergrund. Hier wurden Spannungen verstärkt, was aber nicht alles sein dürfte. Ich kenne Leute von dort die beschrieben das Ganze so: "Eigentlich haben sich alle ganz gut verstanden, aber sobald man jemandem einen Grund gab, seinen Nachbarn zu töten um seinen Besitz zu übernehmen hat man das halt gemacht."

Das ist der Vergleich zu Syrien etwas weit her geholt. In Syrien kämpfen eben eine unüberschaubare Zahl an Gruppierungen miteinander, Gegeneinander und stehen unter konkurrierendem ausländischem Einfluss. Das Problem, das genau diese Bewaffnung gebracht hat ist die Militarisierung des Konflikts von Anfang an. Die Frage ist nicht mal, wer zu erst geschossen hat. Die Frage ist, warum das ganze so eskaliert ist, und wer den Konflikt angeheizt hat. Es ist vielsagend, dass die ersten Verhandlungen über Waffenstillstände erst nach dem Kriegseintritt Russlands stattgefunden haben...
Ich denke zum aktuellen Zeitpunkt kann man davon ausgehen, dass die Lösung des Konflikts erst erfolgen wird, wenn eine Seite militärisch an der Wand steht. Die Frage ist: Wie konnte es so weit kommen? Und welche Rolle haben Waffenlieferungen aus dem Ausland gespielt?

Denn: Waffen kennen keine Partei, der Tod auch nicht. Hier ist keine Seite besser als die andere, aber ich denke wir sind uns einig, dass jeder Anflug von Demokratie von religiösen Islamisten im Keim erstickt wird. Bestes Beispiel: Ägypten. Sobald die Verfassung in Kraft war und ein Mursi an der Macht wurde das Ganze wieder ausgehebelt.
 
B.XP schrieb:
Vielleicht solltest du dir einfach mal ne Debatte im Bundestag ansehen.

Hab ich und der Aggrowert stieg da ins Unermessliche. Gysi hat ne tolle ehrliche Rede gehalten und die anderen Politiker hats nicht interessiert oder die saßen da als wenn sie nem Kabarettisten zusehen, der irgendwas lustiges erzählt. Da gings nämlich gerade um die BND-Affäre und warum niemand was tut und alles totgeschwiegen oder zusammengelogen wird.
 
Bosbach kann geholfen werden, zu den Fakenews gab es schonmal ein Gesetz in Deutschland! Da man den gleichen Feind auserkoren hatte, sollte man das wohl einfach wieder in Kraft setzen, dann merken vielleicht einige wo wir gerade stehen:

"Periodische Druckschriften können verboten werden (…) wenn in ihnen offensichtlich unrichtige Nachrichten enthalten sind, deren Verbreitung geeignet ist, lebenswichtige Interessen des Staates zu gefährden. (…) Zuständig für das Verbot einer periodischen Druckschrift sind die obersten Landesbehörden oder die von ihnen bestimmten Stellen.“

Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes vom 4. Februar 1933.
 
foofoobar schrieb:
Dann ist es ja völlig in Ordnung das die AFD zu Ihrem letzten Parteitag keine Beobachter zugelassen hat.
Wäre durchaus vorstellbar. Nachdem die AfD nachweißlich bewusst versucht wird von den Medien und Politiker in ein schlechtes Bild zu rücken.
Ich sag nur Schießbefehl, da wurde bei dem Interview nur die Möglichkeiten mit der Frau Petri erörtert wie die deutschen Außengrenzen geschützt werden könnte und sie nur das Zitiert hat was im Gesetz steht. Berichtet wurde aber nur von dem einem Satz den sie gesagt hat und der Kontext eben nicht.

Fake-News und die Wahrheitsverdrehung sind durch aus ein komplexes Thema wo Pauschalisierung ein Falsche weg ist.
Wie bei den Hasskommentaren muss jede für sich einzeln geprüft und beurteilt werden.

Außerdem liegt es immer noch am einem selbst Nachrichten über verschiedene Quellen zu überprüfen und versuchen sich ein eigene Bild zu machen. Wer zu Faul ist andere Quellen oder mal die Information kritischer gegenübersteht ist selber schuld, wenn er einer Fake-News glaubt.
Ein verantwortungsvolles, umsichtiges und hinterfragendendes Verhalten sollte meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft sein, dann wären Fake-News überhaupt kein so großes Problem.
 
Das gesamte Interview von Frau Petry wurde veröffentlich, somit SÄMTLICHER Kontext. Es ist schlicht unwahr, dass nur der eine Satz in der Berichterstattung auftauchte. Ebenso ist unwahr, dass sie lediglich das Gesetz zitierte. Genau das tat sie nicht, den im GEsetz steht ganz klar und ohne interpretationsspielraum, wann der Schusswaffengebrauch wie angewandt werden darf. und das schließt explizit aus, was Petry dann darüber sagte.

Auch ist das Thema Fake News nicht komplex. Es wird komplex geredet, weil viele schlicht den Unterschied nicht verstehen zwischen vollkommen frei erfunden und tendenziös...
 
Die AfD ist vielleicht an der Stelle das aktuellere Beispiel, interessanter war das Verhalten vor der letzten Bundestagswahl gegenüber der Piratenpartei. Im Kontext der NSA-Affäre hätte es in dem Haufen durchaus einige Personen gegeben, die sich dazu qualifiziert äußern hätten können, waren aber laut Statistik in keiner einzigen Talkshow zur Debatte präsent.

Ja @Mustis, es gibt einen Unterschied zwischen frei erfundener und tendenziöser Berichterstattung. Der komplette Kontext der Petry-Äußerungen wäre aber nie zur Diskussion gekommen, wäre er nicht im Netz ausgegraben worden. So eindeutig wie du es hier darstellst ist der Sachverhalt nicht. Dazu gab es im Nachhinein Diskussionen welche Auslegung denn tatsächlich stimmt (hier greifen mehrere Gesetze und Abkommen!) und wie das praktisch gehandhabt werden könnte. Das plakative "Petry will auf flüchtlinge schießen lassen!" blieb aber in dieser Form hängen.
Ironie der ganzen Sache: Nach der Meldung kam im Radio direkt, dass Merkel mit Erdogan verhandelt hätte dass dieser die Türkischen Grenzen zu macht...ganz abstrakt: "Merkel bezahlt Erdogan dafür, auf Flüchtlinge zu schießen". Das ist so natürlich auch nicht richtig, aber auch nicht aus der Luft gegriffen.

Das Thema "Fake News" ist durchaus ein Thema, weil auch die etablierten und nicht gerade Fake-Verdächtigen Medien mittlerweile lieber erst bereichten und dann recherchieren. Wenn letzteres denn überhaupt erst stattfindet.
 
Ich habe das Petry Interview komplett gelesen und der Sachverhalt ist so simpel wie ich ihn dargestellt habe. Frau Petry hat schlicht eine falsche Aussage getroffen, die so im Gesetz nicht zu finden ist. Deine Behauptung, es gebe hier mehrere Gesetze bzw. Abkommen (Abkommen können NIEMALS Gesetze negieren!) ist zu belegen. Es gibt für die Grenzsicherung exakt eine Gesetzesgrundlage und dort ist der Waffengebrauch klar definiert. Ob sie das wohlwissend getan hat oder aus Unwissenheit mag ich nicht beurteilen. Beides wäre für sie wenig schmeichelhaft. Dein VErgleich hinkt. Petry hat in der Tat quasi den Schusswaffengebrauch auf Flüchtlinge gefordert mit ihrer Aussage. Den die Bezeichnung des Waffengebrauchs als Ultima Ratio OHNE Einschränkungen, wie es das Gesetz vorsieht, ist in Konsequenz nämlich genau das: Man darf auf unbewaffnete Flüchtlinge schiessen. Hingegen heisst Grenzen dicht machen noch lange nicht auf Menschen zu schießen. Es bedeutet nicht mal zwingend den Waffengebrauch als solchen. Grenzsicherung kann auch auch völlig ohne Waffen erfolgen und dies geschieht auch.
 
@mustis
Ich glaube, dass du bei den Interview mit der Frau Petry sehr viel hineininterpretierst. Das soll jetzt kein Vorwurf sein. Frau Petry hat ja schon im Vorfeld gesagt worauf der Journalist hinaus will. Es kann als Provokation angesehen werden, dass Frau Petry es trotz Vorwarnung gesagt hat.

Das ist auch ein Problem der Fake-News, dass nur das herausgenommen wird was am Meisten Schlagzeile macht dabei werden die Tatsachen schön verdreht oder weggelassen um die Dinge in ein gewünschtes Bild zu pressen.
Leider Liest auch jeder etwas anderes heraus aus den Nachrichten.
 
Noxiel schrieb:
Du implizierst, dass aus Rücksicht auf irgendwelche noch näher zu bestimmende Gruppen, für einen Sachverhalt wichtige Informationen unterschlagen aka. verheimlicht werden. Die These ist für mich nicht haltbar.

Es ist keine These, sondern gelebte Realität. Einfach in den Pressekodex hineinschauen. Punkt 12.1 Satz 2.
Dieser Satz verdeutlicht EXAKT, was ich meine und ist doch nur die Spitze des Eisbergs dessen, was täglich, zumeist in guter Absicht so geschieht in den Redaktionsstuben. Bloß niemanden diskriminieren oder durch die Nennung von Fakten (die natürlich zu belegen sind!) Vorurteile schüren! OMFG!

Und ich glaube, mit deiner Meinung zur "Mehrheits/Minderheitenmeinung" unterliegst du ein wenig dem "Henne/Ei-Effekt" bzw. der Selbstsicherheit (ich möchte nicht Arroganz schreiben, das wäre zu hart und unpassend) eines Jenigen, der sich im Einklang mit der aktuell veröffentlichten Stimmung sieht.
Ist eine bestimmte Sache Mehrheits/Minderheitsmeinung, bevor Nachrichtenmagazin X sehr positiv / negativ darüber berichtet hat, oder erst hinterher? Wenn mir zehn mal am Tag eine bestimmte Meinung bestimmter Nachrichtenmagazine ins Ohr gequäkt wird, die man - mit etwas Sachverstand - als gelinde gesagt "optimistische Betrachtungsweise" bezeichnen könnte.. macht es dass dann besser oder muss ich es gar gut finden? Auch wenn es objektiv Quatsch ist? Nur weil es im Spiegel/FASZ/BAMS/... steht?
Und, ja, ich bilde mir ein, über genügend Allgemeinbildung zu verfügen, um viele Meldungen als das zu erkennen, was sie sind: Nebelkerzen und "Absichtserklärungen", die nichts wert sind, weil es unmöglich ist. Z.B. kann das "Naturgesetz": "Geld kann man nur einmal ausgeben" nicht einfach wegdiskutiert oder ignoriert werden.


Die Titanic wäre auch dann untergegangen, wenn der Kapitän bis zum Schluss die Nachricht der Unsinkbarkeit über alle Schiffslautsprecher verbreitet hätte. Denn das Loch im Rumpf war nun mal da. Es gab zwar nicht genug Rettungsboote, insofern war die Nichtverbreitung der schlechten Nachricht durchaus etwas positives - man stelle sich mal die Verteilungskämpfe an Bord vor! Aber ob da nun 70% dem Kapitän geglaubt haben oder 50% ganz ganz dolle gehofft haben.. oder nur 10% in Kadavergehorsam an den Lautsprechern hingen.. abgesoffen sind sie am Ende alle.
Will sagen: Das Verschweigen nüchterner Fakten mag vielleicht Ärger oder Proteste verhindern oder zumindest verlagern - das Absaufen verhindern wird es nicht.
 
@ Corrosion
Fake-News haben mit verdrehen oder weglassen NICHTS zu tun. Fake-News haben KEINEN wahren Inhalt, den man verdrehen oder tendenziös beleuchtet darstellen könnte. Wie oft muss man das eigentlich wiederholen?
Un dwenn sich Frau Petry derart leicht provozieren lässt, dann muss sie mit dem Echo leben. Was sie gesagt hat, war eindeutig. Da muss ich nichts interpretieren. Ihre Aussage war klar, dass sie den Waffeneinsatz an der Grenze als Ultima Ratio sieht. Der Waffengebrauch an der GRenze ist dem deutschen Recht nach aber eben nur bei Gefahr für das eigene Leben erlaubt, was mit Ultima Ratio wenig zu tun hat.
 
@Mustis
§ 11 Schußwaffengebrauch im Grenzdienst (UZwG)
(1) Die in § 9 Nr. 1, 2, 7 und 8 genannten Vollzugsbeamten können im Grenzdienst Schußwaffen auch gegen Personen gebrauchen, die sich der wiederholten Weisung, zu halten oder die Überprüfung ihrer Person oder der etwa mitgeführten Beförderungsmittel und Gegenstände zu dulden, durch die Flucht zu entziehen versuchen. Ist anzunehmen, daß die mündliche Weisung nicht verstanden wird, so kann sie durch einen Warnschuß ersetzt werden.
Nur mal so als Info zum Waffengebrauch vom Grenzdienst!
Wie gesagt jeder interpretiert die Medien anders. Für dich mag es sich so angehört haben als meinte Frau Petri, dass die Beamten mit dem Maschinengewehr an der Grenze sitzen müssten und jeden töten der deutschen Boden betritt (stark übertrieben natürlich).
Ich höre nur heraus welche gesetzlichen Möglichkeiten Deutschland hat um ihre Grenzen vor ungebetenen Gästen zu schützen.
 
Was gibt es daran nicht zu verstehen? Ist eine Person bereits in gefahrsam bzw. Soll in gewahrsam genommen werden und versucht zu fliehen, ist der gebrauch der waffe zur fluchthinderung möglich. Der schuss darf dabei aber nicht auf den körper zielen sondern nur auf extremitäten also nach möglichkeit nicht letal. Ansonsten ist der gebrauch lediglich als warnschuss erlaubt. Ein warnschuss wird IMMER in die luft abgegen, niemals in richtung der person. Bei allen einsätzen der schusswaffe ist zudem immer die verhältnismässigkeit zu berücksichtigen. Ein schuss ins bein eines festgenommenen der sich 2 meter bewegt ist dies nicht so als beispiel.

Das gnze ist ziemlich hieb und stichfest im gesetz hinterlegt. Interpretationsspielraum für jemandem mit etwas juristischen verständnis quasi nicht vorhanden. Das zeigen auch gerichtsurteile zu diesem thema. Nur weil DU als juristischer laie meinst interpretationsspielraum zu erkennen muss da noch lange keiner sein.
 
Mustis schrieb:
Der Waffengebrauch an der GRenze ist dem deutschen Recht nach aber eben nur bei Gefahr für das eigene Leben erlaubt, was mit Ultima Ratio wenig zu tun hat.


§ 12 Besondere Vorschriften für den Schußwaffengebrauch

(1) Schußwaffen dürfen nur gebraucht werden, wenn andere Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges erfolglos angewendet sind oder offensichtlich keinen Erfolg versprechen. Gegen Personen ist ihr Gebrauch nur zulässig, wenn der Zweck nicht durch Waffenwirkung gegen Sachen erreicht wird.

(2) Der Zweck des Schußwaffengebrauchs darf nur sein, angriffs- oder fluchtunfähig zu machen. Es ist verboten, zu schießen, wenn durch den Schußwaffengebrauch für die Vollzugsbeamten erkennbar Unbeteiligte mit hoher Wahrscheinlichkeit gefährdet werden, außer wenn es sich beim Einschreiten gegen eine Menschenmenge (§ 10 Abs. 2) nicht vermeiden läßt.

§ 11 wurde ja schon genannt

ich sehe da nix von wegen waffengebrauch nur erlaubt wenn es um Gefahr für das eigene Leben geht
 
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