Fernarbeit in der Software-Entwicklung

Kokujou

Lieutenant
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Hi Leute,

Ich arbeite jetzt seit 6 Monaten in München und... kürzen wir es ab: ich hasse die Stadt.
Also will ich mich nach Möglichkeiten erkunden aus der Distanz zu arbeiten, wie z.B. über eine schöne virtuelle Maschine die im privaten Netz liegt oder dergleichen. Bei unserer Firma wäre das sogar möglich, aber mein Vorgesetzter hat sich sehr dagegen ausgesprochen wegen... "Team Work"... was ich für völligen bequemlichen Humbuk halte, aber nunja.

Die Frage ist jetzt: Stellen sich da alle IT-Firmen so an? Und wonach suche ich überhaupt? Gibt's dafür einen Googlebaren Terminus? Wenn ich nach Fernarbeit und Home Office Google kommen kaum Ergebnisse, eigentlich kein gutes Zeichen.

Ich besitze Englisch-Kentnisse und inzwischen immerhin 7-8 Monate Berufserfahrung inklusive eines Masters. Mit Fernarbeit wäre mein Leben perfekt und man kann beim Preis flexibler sein. 50.000€ sind z.B. ne Menge Asche, aber in ner Stadt wie München ist das offenbar gerademal ein Hungerlohn. Hätte ich das Gehalt bei Home Office könnte ich bald in Rente gehen XD
 
Home-Office setzt ein gewisses Vertrauen voraus, daher denke ich nicht, dass dir ein Arbeitgeber direkt 100% Home-Office versprechen wird.

Ich bin aktuell nach 4 Jahren in meinem Betrieb bei 3 Tagen vor Ort (beim Kunden) und 2 Tagen im Home-Office.

Erfahrungsgemäß ist Home-Office auch in den meisten Unternehmen noch nicht so richtig angekommen, bzw. ist nicht so gerne gesehen.
 
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was für ein Vertrauen? Ich meine ich hab ja keinen Kundenkontakt in der Entwicklung. Und meine Arbeit ist auf dem Sprint Board zu 100% transparent. Was ist das schlimmste was ich zu hause tun könnte was ich nicht in der Arbeit tun könnte? XD

Ich finde ehrlich gesagt wenn die Wohnsituation in Großstädten wirklich überall so schlimm ist müssen sie entweder ihre Gehälter mal schnell verdoppeln oder erlauben dass ein paar Leute von zu Hause arbeiten. Ich wüsste was ich tun würde. Man müsste sich die Frage stellen ob es einem die Anwesenheit der Mitarbeiter wirklich wert ist seine Mitarbeiter UNterhaltungskosten zu verdoppeln. Mir wäre es das nicht.

Besonders in der Software-Entwicklung ich meine... Wir haben sowieso jedes Meeting Remote weil unser Scrum Master in Köln im Office ist, unsere POs haben auch oft auswärts Termine, wie auch alle anderen. Es würde sich nichts ändern...

Aber dass das Vertragsmodell wirklich nirgends populär ist ist ein echter Schock. Ich dachte wirklich unsere Gesellschaft wäre da weiter.
 
Ich arbeite zu 100% von zu Hause aus.
Wir haben auch Offices, da gehe ich nur ab und zu mal hin, wenn andere Mitarbeiter in der Stadt sind.

Wir sind verteilt von München über Köln/Münster nach Berlin.

Gerade als Entwickler geht das doch super...

Außerdem ist mein Büro zu Hause schön geräumig, hat den besseren Kaffee und Espresso, lässt sich von der Steuer absetzen und ich kann so viele Monitore nutzen, wie ich will.
:D
 
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Okay, dann nenn mir mal deine Firma^^ Natürlich nur wenn das OK ist^^

Und definier bitte ab und zu :p Wenn das Office z.B. in München ist, ich aber in Dessau wohne wäre einmal wöchentlich eine echte Strapaze.
 
Wir sind kein großes Unternehmen sondern ein Team von ca 10 Mann.
Dafür haben wir große Kunden ;)

Ab und zu heißt, dann wenn ich Lust habe und es sich lohnt, weil noch andere Leute in der Stadt sind.

Kommt auch auf das aktuelle Projekt an.

Leider suchen wir momentan keine Leute aber wir sind bestimmt nicht die einzigen, die so arbeiten.
 
Darum die Frage, wie ich nach sowas suche. Auch vom Prinzip her.
Such ich einfach normale Firmen und verhandel beim Vorstellungsgespräch ob sie auch remote anstellen?
Oder gibts ne spezielle Jobbezeichnung dafür?

Mir wärs auch egal n bisl tiefer einzusteigen. Ich werd meinem jetzigen Arbeitgeber auch sagen zur Not tret ich 10.000 ab wenn ich dafür zu Hause wohnen kann. Herrgott bei den Bahn-Verhältnissen da würde ich sogar 9 Stunden die Woche arbeiten. Denn ich verbringe lieber 1 Stunde mit Arbeit als 1 Stunde in der Bahn XD

Eigentlich skandalös. Da reden wir von 0 bis 12 nur darüber wie man die sache angenehmer für die Mitarbeiter gestalten kann, über Teamwork und Gestaltung des ARbeitsplatzes, aber wenn jemand mit der ganzen Situation gravierend überfordert ist heißt es - nein Team work ist viel wichtiger.

Mal ehrlich wenn sich einer meiner Teamkameraden beschwert dass ich statt ihm über die Schulter zu gucken über Teams mit ihm paire, dann sollte der mal darüber nachdenken was "arbeit" bedeutet.
 
Kokujou schrieb:
was für ein Vertrauen? Ich meine ich hab ja keinen Kundenkontakt in der Entwicklung. Und meine Arbeit ist auf dem Sprint Board zu 100% transparent. Was ist das schlimmste was ich zu hause tun könnte was ich nicht in der Arbeit tun könnte? XD

Zum Beispiel die Art von Vertrauen, das du nicht deine Füße hoch legst wenn du deine Arbeit schneller als geplant erledigt hast sondern weiter machst. Sollte eigentlich selbstverständlich sein und jeder der im Home-Office Arbeit sollte auch genug Professionalität mitbringen um das nicht auszunutzen, aber solche Fälle gab es auch schon in Unternehmen in denen ich war.

Old Knitterhemd schrieb:
Ich arbeite zu 100% von zu Hause aus.

Ist meiner Erfahrung nach (leider) immer noch die Ausnahme und eher selten zu finden.

Old Knitterhemd schrieb:
Gerade als Entwickler geht das doch super...

Das stimmt. Ich könnte auch alles von daheim erledigen, aber der Kunde wünscht drei Tage vor Ort. Würde der Kunde keine Arbeit vor Ort verlangen könnte ich wohl auch 5 Tage im Home-Office arbeiten. Aber solche Kunden sind auch sehr selten.

Bei uns ist das also eher Kundenabhängig. Unser Sitz ist im Saarland, wir stellen aber soweit ich weiß auch deutschlandweit ein. Es kann aber eben auch passieren, dass man in ein Projekt gerät, dass 5 Tage vor Ort beim Kunden verlangt. In der Regel gibt es dort aber auch einen Verhandlungsspielraum. Ich habe es mit meinem Kunden mittlerweile so geregelt, dass ich eine Woche im Monat komplett Remote arbeite und die anderen 3/2.
Ein Arbeitskollege musste nur einmal im Monat zum Kunden und konnte den Rest von Zuhause/Büro arbeiten.
 
Schredderr schrieb:
Zum Beispiel die Art von Vertrauen, das du nicht deine Füße hoch legst wenn du deine Arbeit schneller als geplant erledigt hast sondern weiter machst. Sollte eigentlich selbstverständlich sein und jeder der im Home-Office Arbeit sollte auch genug Professionalität mitbringen um das nicht auszunutzen, aber solche Fälle gab es auch schon in Unternehmen in denen ich war.
Darum sag ich ja unsere Arbeit ist völlig transparent. Es gibt ein Sprint board, jeder kann sofort sehen wer was und wann gemacht hat. Wenns also mal nen Tag keine Commits gibt dann ist nicht mein Vorgesetzter sondern erstmal mein Team die erste Instanz die da skeptisch wird und mir auf den Zahn fühlt. Abegsehen davon dass effizientes Arbeiten auch so nicht unbedingt unsere Stärke ist weil wir zu sehr beschäftigt damit sind Rechtschreibfehler in Non-Production Code zu prüfen... aber das ist was anderes

Das Gute ist wir entwickeln ja selbst. Wir haben ein Produkt und ich als Entwickler hab absolut keinen Kundenkontakt. Meinem Team ist es übrigens auch egal. Die nicken sogut wie alles ab. Ob ich nun mal nen Tag frei haben will weil ich überstunden gesammelt habe, oder ob ich mal einen Tag von zu Hause arbeiten will, dem Team ist das egal. nur mein Boss mag es nicht... ich werd mal versuchen energischer zu sein...

Aber wenn der sich partout quer stellt und die 6 Monate die ich mich da wirklich sehr fleißig eingelernt habe (nicht meine Worte) in den Wind schießen will und mir null entgegen kommt, dann muss ich mir was neues suchen. Und darum halt meine Frage.

Wie suche ich? Such ich ne normale Entwicklerfirma und frage ob die Home Office dauerhaft ermöglichen? Oder suche ich gezielt nach Home Office anbietern? Gibts dafür überhaupt explizite Angebote?

Ich meine für den Arbeitgeber ist das auch ne riesen Erleichterung. Er muss sich nicht darum kümmern dass sein Office möglichst freundlich aussieht, muss keine Sonderangebote wie Obst, Kaffeemaschine oder dergleichen bereitstellen und alles was Stromkosten und Hardware angeht muss der Arbeiter selbst tragen. Was für mich auch kein Schaden ist da ich eh 24/7 am PC hänge XD
 
Du übersiehst da mMn einen wichtigen Aspekt bei der Anwesenheit und zwar deine Greifbarkeit. Damit meine ich nicht Kontrolle über deine Arbeit oder das du sie nicht erledigen würdest, sondern einfach das man dir Dinge nicht explizit mitteilen muss, sondern bei der Kaffeepause diverse, teils wichtige Dinge informal besprechen kann. Das wird bei dir mit 6 Monaten noch unwichtig sein, kommt aber mit der Zeit. Spätestens wenn du Wissen besitzt das andere vllt benötigen, aber nicht wissen das du xyz schon gemacht hast oder (was noch wichtiger ist) wenn jemand deine (ehrliche) Meinung zu einem neuen Projekt wissen will.
Dieser informelle Austausch ist durchaus wichtig. Das passiert ungeplant, man hört ein Gespräch von Kollegen und baut sich ein, redet beim Mittagessen über mögliche Projekte oder jemand geht von Büro zu Büro und fragt kurz ob jemand was über xyz weiß usw.

Klar, man könnte das auch formell machen, aber da ist oft ein Rattenschwanz dran und wenn du 2h in die andere Abteilung verschwindest und etwas kurz erklärst ist das einfacher als wenn man das formal absprechen muss, verrechnen muss o.ä. Je größer das Unternehmen umso wichtiger sind kurze Wege/Abkürzungen und die gibt es häufig nur wenn man vor Ort ist.

Natürlich ist das nicht überall wichtig oder notwendig, aber ich denke die Denkweise haben viele Vorgesetzte.
 
hallo7 schrieb:
Du übersiehst da mMn einen wichtigen Aspekt bei der Anwesenheit und zwar deine Greifbarkeit. Damit meine ich nicht Kontrolle über deine Arbeit oder das du sie nicht erledigen würdest, sondern einfach das man dir Dinge nicht explizit mitteilen muss, sondern bei der Kaffeepause diverse, teils wichtige Dinge informal besprechen kann. Das wird bei dir mit 6 Monaten noch unwichtig sein, kommt aber mit der Zeit. Spätestens wenn du Wissen besitzt das andere vllt benötigen, aber nicht wissen das du xyz schon gemacht hast oder (was noch wichtiger ist) wenn jemand deine (ehrliche) Meinung zu einem neuen Projekt wissen will.
Dieser informelle Austausch ist durchaus wichtig. Das passiert ungeplant, man hört ein Gespräch von Kollegen und baut sich ein, redet beim Mittagessen über mögliche Projekte oder jemand geht von Büro zu Büro und fragt kurz ob jemand was über xyz weiß usw.
Das sehe ich sogar irgendwo ein... Aber was ist so schwer sowas mal in irgendeinen Chat zu schreiben. Wir haben beim Scrum Prozess zich verschiedene Meetings. Daily Scrum, Scrum of Scrums, diverse Team Calls, herrgott wir verbringen die hälfte der Arbeitszeit nur damit zu diskutieren und zu quatschen. Ich sag ja nicht dass es GAR keine Umstände macht. Aber für ein Unternehmen dass "agile Softwareentwicklung" betreibt und als führender Cloud-Partner existiert... Und vor allem bin ich ja auch für jede Art von entgegenkommen bereit. Ich hab kein Problem damit die eventuell vorkommenden Unannehmlichkeiten mit einer annehmbaren Gehaltskürzung zu kompensieren oder auch erstmal damit anzufangen Testweise einen Monat zu Hause zu arbeiten und dann sehen wir wie es funktioniert etc...
Ich als Individuum bin sowieso flexibel. Ich meine mir ist grundsätzlich völlig egal was da so alles abgeht, im positiven Sinne. Die leute geben mir eine Aufgabe und ich absolviere. Und selbst wenn sie von jetzt auf gleich völlig ihre Richtung ändern, das Produkt einstampfen und ihr Berufsfeld um 180° drehen bin ich der erste der unproblematisch wieder mit dem Arbeiten anfängt XD Meine Arbeitsphilosophie ist: "du willst es, du kriegst es."

Ich frage mich auch wie andere Menschen mit sowas klarkommen. Bin ich wirklich der einzige der mit den Zuständen in Öffentlichen Verkehrsmitteln an seine Grenzen kommt? Eine Stunde Anreise ist das Minimum wenn man unterm Strich noch was überhaben möchte. und das in Zügen wo man mitunter nichtmal rein kommt weil es so überfüllt ist. Die dann gerne auch mal ne Stunde auf den Gleisen stehen weil die Maschinen streiken. Natürlich abseits des Bahnhofs damit man auch ja nicht die bahn wechseln kann. Und wenn man näher an die Arbeit ziehen will um das zu vermeiden kann man auch gleich kündigen und Hartz4 beantragen, weil dann am Ende absolut 0 Geld mehr übrig bleibt. 2.000€ KALT ist da Minimum. Ich kann doch unmöglich der einzige sein der damit Probleme hat, oder? Wäre es da wirklich zu viel verlangt, dass man etwas sensibleren Menschen entgegenkommt und ihnen anbietet von zu Hause arbeiten, was ihre gesamten Lebenshaltungskosten wirklich maßgeblich reduzieren würde und ihr gesamtes Stresslevel nachhaltig und dauerhaft senken würde?

Aber gut, bringt ja auch nichts sich zu beschweren. Das ist sowieso das Hauptproblem warum ich wegen kleineren Problemen immer meinen Mund halte. Jeder hat immer irgendeine toll klingende Ausrede parat. Die kaschiert aber nur den Hauptfakt, dass man nunmal seine Meinung hat und keine Intention hat davon abzuweichen. Wenn man was sagt ist man am Ende nur der Böse, der immer "zu viel diskutiert". Aber hier ist einfach die Grenze erreicht. Ich meine mal ehrlich, ich hab doch nicht 6 Jahre (eigentlich 8, aber Mehrstudium ist ja meine eigene Schuld) studiert und auch privat jeden Tag gelernt um mich dann irgendwo am Lebensminimum zu befinden. Ich hoffe nur dass ich den Mut besitze das auch - möglichst uncholerisch und ruhig - meinem Vorgesetzen zu vermitteln. Denn eigentlich sind das alles nette Menschen wo ich arbeite die mir sehr weiterhelfen und es wäre echt schade, wenn ich kündigen müsste.

PS: Tut mir leid, ich verstricke mich schon wieder in Kleinigkeiten. Zum Thema:
Kokujou schrieb:
Wie suche ich? Such ich ne normale Entwicklerfirma und frage ob die Home Office dauerhaft ermöglichen? Oder suche ich gezielt nach Home Office anbietern? Gibts dafür überhaupt explizite Angebote?
 
Die meisten Unternehmen wollen einfach kein Home-Office, selbst dann nicht, wenn es die Produktivität oder das Wohlbefinden der Mitarbeiter (drastisch) verbessern würde. Man hat einfach täglich 8h im Büro anwesend zu sein. Punkt aus Ende amen. Ob das irgendeinen Sinn/Nutzen hat ist völlig gleichgültig. Ist bei meinem Arbeitgeber genauso (arbeite auch als Softwareentwickler). Da ist Anwesenheit auch deutlich wichtiger als Produktivität.

Du bist auch sicher nicht der einzige der unter den extrem hohen Mieten und Lebenshaltungskosten zu leiden hat. Die Nettolöhne sind nicht einmal ansatzweise so gestiegen wie die Lebenshaltungskosten. Noch dazu kommt, dass die Steuern hier in Deutschland extrem hoch sind. Da geht bei einem Bruttoeinkommen von jährlich 60.000€ mehr als 40% alleine für die Einkommenssteuer (inkl. Sozialabgaben) drauf. Wenn man die ganzen anderen Steuern (Umsatzssteuer, Energiesteuer, Mineralölsteuer, etc. usw.) noch miteinberechnet sind es mehr als die Hälfte seines Gehalts, die man an den Staat abdrücken muss. Es ist einfach nur noch kompletter Irrsinn.

Unterm Strich würde ich sagen, dass sich deine 8 Jahre Studium nicht gelohnt haben, wenn du in München nur 50.000€ verdienst. In einer Stadt, in der man schon für eine 2-Zimmer-Wohnung 1200€ Miete monatlich bezahlt sind 2500€ netto monatlich als MINT-Master einfach vollkommen unterirdisch.

Wenn du jetzt deine Reisezeiten zur Arbeitsstelle miteinberechnest, bist du unter der Woche täglich mindestens 10 mit Arbeiten beschäftigt. 4166€ Bruttolohn, davon gehen 1596€ (38,3%) direkt als Lohnsteuer an den Staat, weitere 1200€ (28,8%) an den Vermieter, 17,50 Rundfunkgebühr, bleiben also noch 1370€ (32,8%), also weniger als ein Drittel nach Abzug der Fixkosten über. Da hat sich Schule, Abitur und 8 Jahre Studium wirklich ausgezahlt.
 
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Tja... das doofe ist das war das Maximum was ich rausgeholt habe.
Ich meine bevor ich den Job gekriegt hab war ich in Dresden mit 38.000 dabei, darum dachte ich das hier wär ein guter Start. Dass es so schlimm wird hatte ich echt nicht auf der Rechnung... Ich glaub ich war zu naiv un zu optimistisch.

Aber du hast Recht... Ganz ehrlich würde ich jetzt in der Innenstadt wohnen wäre ich mit Hartz4 besser dran. Hier zu Hause brauch ich für ne 2 Zimmer Wohnung 300€ WARM!
 
Da warst du wohl tatsächlich zu naiv und zu optimistisch. Allerdings bist du damit nicht der Einzige - den Millionen an Studenten und Abiturienten, die sich für einen wertlosen Wisch den Arsch aufreissen und verschulden und denken, sie würden später mal die Dicke Kohle abkassieren geht es (mich eingeschlossen) auch nicht anders. Heutzutage kann man als Akademiker froh sein, wenn die Kohle für die Miete einer heruntergekommenen 2-Zimmer-Bude reicht und nach Abzug derer noch mehr als der Hartz-4-Satz übrigbleibt. Wenn man Kinder hat oder keinen Hochschulabschluss lohnt sich Arbeiten schon lange nicht mehr.

Meine Mutter sagte zu mir früher auch immer, ich muss unbedingt gut in der Schule sein, Abitur machen, studieren, etc.. sonst würde ich es später bereuen. Ich habe genau das gemacht und bereue es jetzt, nicht das Gegenteil gemacht zu haben.

Die Profiteure sind hauptsächlich der Staat für die hohen Steuereinnahmen, die Firmen für die Heere an Akademikern zu Dumpinglöhnen und die Vermieter für die hohe Nachfrage an Wohnraum und die daraus resultierenden horrenden Mietpreise. Letztendlich ist und bleibt man nur ein Sklave in diesem System.
 
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Naja so schlimm wars am Ende nicht. es war anstrengend und nervenaufreibend, aber ich hab ne recht billige hochschule gehabt und recht viel bafög sparen können.
Es ist halt nur die Zeit die schade war...

Auch meine KOmmilitonen sagen alle ich müsste eigentlich viel mehr Verdienen, eigentlich sagt das jeder. Aber Fakt ist der Markt ist da anderer meinung. Ich bin bei x Arbeitgebern abgeblitzt und am Ende hatte ich 2 Angebote. 38.000€ und 50.000€.

Aber darum halt meine Frage. Ich muss irgendwie Jobs fürs Home-Office finden. Ich weiß es gibt irgendwelhce Leute die das machen aber die Frage ist, wie sucht man? Wo ist die Chance am höchsten? Von der Konzeption her könnte ich ja dann sogar in der Schweiz oder Österreich suchen, solange es halt Home Office ist. Aber wie geht man vor? Wonach sucht man überhaupt?

Es bringt ja nichts zu jammern ich muss etwas tun und dieses Problem angehen und wenn mein Boss es ablehnt und mich lieber gehen lässt - sehr gut fürs selbstbewusst sein >.> - dann muss ich halt einen Job suchen der mir was bietet. Und ich kann auch erst kündigen wenn ich was in der Tasche hab.
 
Du musst bedenken, dass du bei Remote-Jobs mit Billigarbeitskräften aus Asien/Osteuropa/Südamerika konkurrierst. Die können vielleicht keine hochspezialisierten Tätigkeiten ausüben, aber 0815-Programmierung können die auch und die aus Bangladesch verlangen vielleicht 200€ im Monat dafür.
 
Nun, ich kann :P In den 6 Monaten hab ich genug gelernt um das ganze Projekt was wir im Team gemacht haben allein zu stemmen XD Und das in inzwishcen... sagen wir leicht überdurchschnittlicher Code-Qualität.

Ich sag ja ich würde dasselbe machen wie jetzt nur halt aus der Distanz. Es muss einfach möglich sein.

Aber hey als Plan C kannst du mir ja verraten welche möglichkeiten ein alleinstehender Mittelloser Single hat ein Kind adoptieren zu können XD
 
Sammel Berufserfahrung schließe die ersten Projekte ab.... Schau dich in 5 Jahren nochmal um. Wie alt bist du 26? 28? Jammern tust du wie 16....
Ich hab als Ingenieur und Berufsanfänger im ersten Jahr 1750 Brutto im Monat bekommen, gut ist 15 Jahre her aber man entwickelt sich ja weiter.
 
Ich würde mir bezüglich Home-Office keine grossen Hoffnungen machen. In meiner Firma sind Leute die schon 10-20 Jahre dabei sind und da gibt es auch niemanden der Home-Office macht. Ich glaub ich hab einmal erlebt, dass ein Kollege mal einen Tag im Home-Office gearbeitet hat, weil ein Handwerker kam. Das wars aber dann auch schon.
 
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