Fernarbeit in der Software-Entwicklung

Ganz ehrlich... keine Übertreibung aber nach 5 Jahren in diesen Lebensumständen nehme ich mir vermutlich das Leben.

Aber ich will ja auch nicht jammern. Ich will was tun. Es muss eine Lösung geben. Es gibt immer irgendeine Lösung, auch wenn man Kompromisse machen muss. Ich meine hier gibts im Thread Leute die im Home Office Arbeiten und auch daran glauben, dass sowas möglich ist. Das kann nicht so schwer sein.

Aber genau darum mach ich ja diesen Thread. Um eure Meinungen zu hören wie man sowas am besten angeht.
 
Kokujou schrieb:
Ganz ehrlich... keine Übertreibung aber nach 5 Jahren in diesen Lebensumständen nehme ich mir vermutlich das Leben.
Willkommen in der Realität.

Kokujou schrieb:
Ich meine hier gibts im Thread Leute die im Home Office Arbeiten und auch daran glauben, dass sowas möglich ist.
Ja, allerdings ist das vielleicht 1 Tag in der Woche Home-Office nach 5 Jahren Betriebszugehörigkeit.

Kokujou schrieb:
Nun, ich kann :p In den 6 Monaten hab ich genug gelernt um das ganze Projekt was wir im Team gemacht haben allein zu stemmen XD Und das in inzwishcen... sagen wir leicht überdurchschnittlicher Code-Qualität.
Wenn du denkst, dass du so gut bist, dass es einen Bruttlohn von 4000€ im Monat im Vergleich zu einem aus Indien/Bangladesch für 200€ im Monat rechtfertigt, dann...

Die Tatsache, dass du nur 2 Angebote hattest (38k in Dresden und 50k in München) macht die Suche auch nicht einfacher. Da kannst du auch Lotto spielen. Ein 6er im Lotto ist auch nicht unmöglich, aber doch eher unwahrscheinlich. Naja, dann Viel Glück bei der Suche!
 
blubberz schrieb:
Willkommen in der Realität.
Danke. Ich würd die Reise glaub ich lieber reklamieren...

blubberz schrieb:
Ja, allerdings ist das vielleicht 1 Tag in der Woche Home-Office nach 5 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Ganz so schlimm ist es auch nicht. Denn 1 Tag die Woche würde selbst ich recht problemlos hinbekommen, so ist es ja nicht. Er will nur kein dauerhaftes Home Office. Und einer im Thread arbeitet auch dauerhaft im Home Office, lies mal bei den ersten Posts nach. Allerdings ist das halt ein kleiner Betrieb. Vielleicht ist bei kleinen Betrieben die Chance auch höher als bei Großunternehmen wie ich in einem bin.

blubberz schrieb:
Wenn du denkst, dass du so gut bist, dass es einen Bruttlohn von 4000€ im Monat im Vergleich zu einem aus Indien/Bangladesch für 200€ im Monat rechtfertigt, dann...
Ja gut dafür kenn ich deren arbeit nicht :P Aber das klingt ehrlich gesagt auch ziemlich krass. Ich weiß nicht ob das wirklich so extrem ist, aber da muss ich halt euch Vertrauen. In meiner Firma arbeiten auch viele inder, auch in meinem Team. Aber ide Verdienen glaub fast genauso viel wie ich also...
 
Kokujou schrieb:
Ganz so schlimm ist es auch nicht. Denn 1 Tag die Woche würde selbst ich recht problemlos hinbekommen, so ist es ja nicht.

Ich meinte damit 1 Tag pro Woche im Home-Office und die restlichen 4 Tage vor Ort.

Kokujou schrieb:
In meiner Firma arbeiten auch viele inder, auch in meinem Team. Aber ide Verdienen glaub fast genauso viel wie ich also...

Vor Ort oder Remote? Natürlich arbeiten die Inder, die in Deutschland leben nicht für 200€/Monat, ich meinte damit die, die Remote aus von Indien arbeiten. Und die Tatsache, dass in deiner Firma viele Inder arbeiten ist schonmal ein starkes Indiz dafür, dass dein Arbeitgeber bevorzugt billige Arbeitskräfte beschäftigt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: new Account()
blubberz schrieb:
Ich meinte damit 1 Tag pro Woche im Home-Office und die restlichen 4 Tage vor Ort.
Meine ich doch. gut einmal alle zwei wochen so hatte ich es die letzten wochen mal gemacht. Mein Team arbeitet nämliche jeden zweiten Freitag nicht wiel es externe sind und die da iwie Weiterbildung haben also hab ich da Home office gemacht.

Also ganz so schrecklich scheint es nicht zu sein. Aber mir wär halt wichtig zu wissen wie andere Unternehmen das sehen... vielleicht seh ich mich allgemein nochmal auf dem Arbeitsmarkt um und frage nach, wie andere Unternehmen das so sehen...
Ich wüsste nur gern obs zummindest explizite Fernarbeit-Angebote gibt und wie man sie findet. Das wäre halt auch wichtig für meine Überlegungen.
 
Meiner Erfahrung nach geht das in den letzten Jahren bei Bildschirmarbeitsplätzen immer öfter und wird so in der Praxis gelebt. Ich in deiner Situation würde das Gespräch mit dem Chef suchen. Meine Argumente würde ich so formulieren:
Ich habe einen hohen Zeitaufwand für Reisen und damit verbunden Streß und Kosten. Ja, ich hatte mich selbst dafür entschieden. Ich erlebe nun aber, dass es auf die Dauer nicht tragbar ist. Darum mein Vorschlag, dass wir es mal mit Telearbeit versuchen. Die Firma profitiert letztendlich auch davon, wenn sie Nöte und Wünsche ihrer Mitarbeiter berücksichtigt. Ich würde gerne weiter auf diese Weise mit der Firma zusammen arbeiten. Bestimmt gibt es eine Möglichkeit sich anzunähern und eine gemeinsame Lösung zu finden.
Falls die das alles abschmettern, muss man in letzter Konsequenz eben gehen.
 
LencoX2 schrieb:
Meiner Erfahrung nach geht das in den letzten Jahren bei Bildschirmarbeitsplätzen immer öfter und wird so in der Praxis gelebt. Ich in deiner Situation würde das Gespräch mit dem Chef suchen. Meine Argumente würde ich so formulieren:
Ich habe einen hohen Zeitaufwand für Reisen und damit verbunden Streß und Kosten. Ja, ich hatte mich selbst dafür entschieden. Ich erlebe nun aber, dass es auf die Dauer nicht tragbar ist. Darum mein Vorschlag, dass wir es mal mit Telearbeit versuchen. Die Firma profitiert letztendlich auch davon, wenn sie Nöte und Wünsche ihrer Mitarbeiter berücksichtigt. Ich würde gerne weiter auf diese Weise mit der Firma zusammen arbeiten. Bestimmt gibt es eine Möglichkeit sich anzunähern und eine gemeinsame Lösung zu finden.
Falls die das alles abschmettern, muss man in letzter Konsequenz eben gehen.
Ja, genau das ist etwa mein Plan A. Ich hoffe ich krieg es gut hin, denn solche Sachen zu bereden fällt mir nicht leicht. Ich fühl mich oft eher wie ein Untergebener. Stichwort "Sei Dankbar überhaupt einen Job zu haben."

Plan B wäre dann eben ein anderer Job... Aber auch da brauch ich erstmal Optionen bevor ich kündige. Denn arbeitslos sein will ich eigentlich nicht. Aber da ist halt ide Frage wie ich das angehe...
 
Kokujou schrieb:
Ja, genau das ist etwa mein Plan A. Ich hoffe ich krieg es gut hin, denn solche Sachen zu bereden fällt mir nicht leicht. Ich fühl mich oft eher wie ein Untergebener. Stichwort "Sei Dankbar überhaupt einen Job zu haben."

Plan B wäre dann eben ein anderer Job... Aber auch da brauch ich erstmal Optionen bevor ich kündige. Denn arbeitslos sein will ich eigentlich nicht. Aber da ist halt ide Frage wie ich das angehe...
Wenn Plan A nicht aufgeht wird garantiert keine Kündigung ausgesprochen.
Dann bewirbst du dich aus dem Job heraus auf eine Stelle in deiner Nähe und kündigst eben nachdem du den neuen Vertrag unterzeichnet hast.
 
LencoX2 schrieb:
Wenn Plan A nicht aufgeht wird garantiert keine Kündigung ausgesprochen.
Dann bewirbst du dich aus dem Job heraus auf eine Stelle in deiner Nähe und kündigst eben nachdem du den neuen Vertrag unterzeichnet hast.
Dazu müsste ich aber erstmal was im Petto haben^^ Das letzte mal hat es Monate gedauert eh ich einen Job gefunden habe. Und einen Job in der Nähe... ich glaub die Idee kann man direkt verreiben. Wo sind die meisten Firmen? Doch immer in der Innenstadt. Rate wo es am teuersten ist^^

Was mich zu der Frage führt wie man es am besten angeht einen Home Office Job zu finden^^
 
Alles eine Sache der Verhandlung. Da gibt es keine Job-Bezeichnung für. Wenn das mit dem Verhandeln nicht funktioniert, dann verhandelst du entweder mit den falschen Arbeitgebern oder in deiner Waagschale liegt nicht soviel Gewicht, wie du als Berufsanfänger anzunehmen scheinst.
 
Ganz ehrlich ich hab null gewicht in der Waagschale XD es fällt schwer mich selbst einzuschätzen. Denn es geht nicht darum was ich wirklich wert bin, sondern was mir der andere Abkauft was ich wert bin.
Und Selbstvermarktung ist ganz klar meine Schwäche.

Ich bau euch jede Anwendung die ihr wollt und wenn es irgendein Problem gibt dann recherchier ich solange bis es gelöst ist, das ist meine Stärke. Aber konvertier das mal in Marktwert XD
Meine große Schwäche ist dass ich absolut keine Ahnung von Fachbegriffen habe, was doof ist wenn man sich selbst vermarkten will. Vor ein paar Monaten kannte ich ja nichtmal Git.
 
Moin,
es gibt recht gute Gründe warum Unternehmen die sogenannten Telearbeitsplätze nicht möchten.
Wenn du einen Mitarbeiter hauptberuflich ins "Home Office" schickst, bist du als Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass die Arbeitsmittel beim Angestellten vor Ort den Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz entsprechen. Das bedeutet, du musst Arbeitsgeräte stellen, die Situation vor Ort bewerten, Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen durchführen, Tische, Stühle und andere Utensilien bereitstellen. Erfolgt das nicht ist die Haftungsfrage nicht sauber geklärt. Es existiert somit keinerlei Mehrwert dich von daheim arbeiten zu lassen, wenn ein Büro existiert. Wenn sie dir erlauben von daheim zu arbeiten, müssen sie das auch allen anderen Mitarbeitern erlauben, das ist ein riesiger rechtlicher, organisatorischer und unnötiger Aufwand.

https://www.haufe.de/personal/haufe...telearbeitsplatz_idesk_PI42323_HI2692348.html

Den Begriff "home office" gibt es in der deutschen Rechtsprechung nicht wirklich.

Nun der etwas bösere Teil:

Du bist ein Berufseinsteiger und bist da mit sowohl 38k in den neuen Bundesländern, sowie 50k in den alten angemessen eingepreist...ich selbst arbeite und wohne in Leipzig und kann das glaube ganz gut nachvollziehen...
Wenn du verrückte und wichtige Fähigkeiten hast, welche dein AG deiner Meinung nach nicht ausreichend honoriert, solltest du an deiner Selbsteinschätzung, sowie deinem "Verkaufstalent" arbeiten. Aus dem Bauch raus, würde ich meinen, dann du als recht frischer Absolvent keine besonderen Fähigkeiten hast. Die entwickelt man für gewöhnlich erst im Laufe des Berufslebens.

Grüße
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: fandre
nosti schrieb:
Moin,
es gibt recht gute Gründe warum Unternehmen die sogenannten Telearbeitsplätze nicht möchten.
Wenn du einen Mitarbeiter hauptberuflich ins "Home Office" schickst, bist du als Arbeitgeber dafür verantwortlich, dass die Arbeitsmittel beim Angestellten vor Ort den Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz entsprechen. Das bedeutet, du musst Arbeitsgeräte stellen, die Situation vor Ort bewerten, Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen durchführen, Tische, Stühle und andere Utensilien bereitstellen. Erfolgt das nicht ist die Haftungsfrage nicht sauber geklärt. Es existiert somit keinerlei Mehrwert dich von daheim arbeiten zu lassen, wenn ein Büro existiert. Wenn sie dir erlauben von daheim zu arbeiten, müssen sie das auch allen anderen Mitarbeitern erlauben, das ist ein riesiger rechtlicher, organisatorischer und unnötiger Aufwand.

https://www.haufe.de/personal/haufe...telearbeitsplatz_idesk_PI42323_HI2692348.html

Den Begriff "home office" gibt es in der deutschen Rechtsprechung nicht wirklich.

Grüße
kann ich nicht einfach einen Haftungsausschluss unterzeichnen... ich bin eh kein Freund von diesem blöden arbeitsschutz. Grundsätzlich ja aber doch nicht in diesem Berufsstand. Ich sitze 24 stunden am Computer und jetz will man das kontrollieren das ist doch blödsinn. Und sie müssen gar nichts erlauben und niemand hat irgenwelche Ansprüche zu stellen. Niemand hat einen Anspruch und niemand kann sich auf "der hat das aber auch" berufen. Sonst müsste man das Gehalt ja nicht geheim halten, eben weil sie sowas nicht machen.
Ob das was du sagst richtig ist kann ich nicht beurteilen... Es klingt beängstigend nach dem stumpfen undifferenzierten Verhalten wa sich vom Staat gewohnt bin.

nosti schrieb:
Nun der etwas bösere Teil:

Du bist ein Berufseinsteiger und bist da mit sowohl 38k in den neuen Bundesländern, sowie 50k in den alten angemessen eingepreist...ich selbst arbeite und wohne in Leipzig und kann das glaube ganz gut nachvollziehen...
Wenn du verrückte und wichtige Fähigkeiten hast, welche dein AG deiner Meinung nach nicht ausreichend honoriert, solltest du an deiner Selbsteinschätzung, sowie deinem "Verkaufstalent" arbeiten. Aus dem Bauch raus, würde ich meinen, dann du als recht frischer Absolvent keine besonderen Fähigkeiten hast. Die entwickelt man für gewöhnlich erst im Laufe des Berufslebens.
Du hast prinzipiell Rehct. Aber ganz ehrlich ich arbeite unkonventioneller als all meine Kollegen und krieg meine Arbeit 3mal schneller fertig weil ich darauf verzichte mich in unnütze Kleinigkeiten zu verrennen. Meinen Job hatte ich am Anfang 0 drauf, nach einem Monat konnte ich flüssig mitarbeiten. Die anderen neuen mitarbeiter brauchen heute noch dauernd Pairing, fragen bei jedem Mist nach und denken so lahm wie eine Schnecke. Während meine sogenannten "Seniors" ständig sinnlose Meetings für unnützen Mist anberaumen den ich nach den ersten 5 Minuten schon geschnallt habe. Und sie verzögern ihre Arbeitsabläufe für mehrere Stunden wegen sowas dummen wie Rechtschreibfehlern in Variablennamen oder ner fehlenden Leerzeile. Ich versuche krampfhaft nicht überheblich zu werden aber das ist nicht schwer... das blöde ist die meisten stehen auf solche Leute mehr als auf mich weil... ich wahrscheinlich kein Charisma hab.

Ich glaub dir übrigens dass ich angemessen eingepreist bin. Zumindest laut Marktwert. DAs Problem ist halt dass allein schon eine Wohnung in der Innenstadt so viel kostet. Da bin ich mit H4 besser dran. Und kA ob das der Sinn einer solchen Tätigkeit sein soll. Das ist ja das Problem dass ich zu lösen versuche^^

Und das ist auch generell das Problem denn wie soll man sich angemessen anpreisen wenn man genau weiß dass das Angebot die Nachfrage weit übersteigt und du als Arbeitskraft so leicht ersetzbar bist dass es schon fast wieder komisch ist. Ich meine heutzutage hat niemand ein Problem mit ineffizientem Arbeiten. Es ist den Leuten egal wenn dinge langsam gemacht werden und auch wenn der Code aussieht wie Sau man wegen jedem mist rumdiskutiert und eigentlich nie wirklich was zutun ist weil das liebe gute Team sich zu fein ist mal ne neue Story reinzuziehen... Denn es ist ja wichtiger ein schönes und sauberes Sprintende zu haben...
Ergänzung ()

Wär es nicht schön wenn die Arbeit einem immer eine Wohnung fußläufig des Office stellen müsste und dein Gehalt dann nur noch das ist was du am Ende raus hast?
würde ne Menge kosten sparen.
 
Prinzipiell klingt dein Wunsch ja logisch, aber neben den Dingen die andere schon erwähnt haben (z.B. Arbeitsschutz usw.) vergisst du z.B. folgendes:
Wenn du in einem Team arbeitest, dass quasi immer in der Firma ist und du der einzige bist der nie da ist, wirst du dich mit der Zeit "isolieren". Du bist Berufsanfänger und weißt es vermutlich nicht, aber viele wichtige Dinge werden auf dem Flur, an der Kaffeemaschine oder beim Mittagessen besprochen. Als Einsteiger betrifft dich das noch nicht, du tust erstmal nur das was man dir sagt. Wenn dich jetzt eh schon bestimmte Abläufe und andere Dinge stören, wirst du aus der großen Entfernung kaum Einfluss darauf nehmen können.

Ich entwickle jetzt seit 10 Jahren Software für Prüfsysteme und kann zumindest nach meiner Erfahrung sagen, dass ich mit 100% Home Office sicher nicht das Standing und das Gehalt hätte, dass ich jetzt habe. Man muss sich gewisse Dinge in persönlichen Gesprächen einfach auch "erkämpfen" und das wird Remote und per Videokonferenz nicht klappen.

Meine Empfehlung ist: Sammle zuerst ein paar Jahre Berufserfahrung, etabliere dich in deiner Firma und dann kannst du ja immer noch Schritt für Schritt ins Home Office wechseln. Ein Mitarbeiter der sich bewiesen hat, dem man Vertrauen kann, bekommt auch vom Chef deutlich weniger Steine in den Weg, als ein Neuling, der sich vielleicht auch ein wenig in seinen Fähigkeiten überschätzt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Khaotik
Der Beitrag von nosti bringt es auf den Punkt.

Mir erschließt es sich nicht, warum alle nur in die hippen teuren Großstädte wollen und sich dann darüber beklagen, dass es so teuer ist. Sehr viele weniger bekannte Unternehmen (und Hidden Champions) sind auch in kleineren und günstigeren Orten vertreten. Mein Arbeitgeber sitzt mitten in der City (paar Meter vom Hbf) in einem 1x0.000 Einwohner-Ort in den dann keiner ziehen will, auch wenn es günstig ist. Ich wohne im Moment auch nicht da aber ich verfolge den lokalen Miet- und Immobilienmarkt.

In meinem privaten und beruflichen Umfeld sehe ich eher gemischte Gefühle in Bezug auf Home-Office.

Aus meinem privaten Umfeld: Zwei Personen in einem Büro, beide mit den gleichen Aufgaben. Eine Person ist 2/3 Home-Office. Ergebnis: Wird vom Rest der Belegschaft behandelt, als wäre sie nicht existent weder sozial, noch für berufliche Belange. Endete damit, das es ein gemeinsames Büro-Emailkonto für beide gibt. In der Firma ist auch bekannt, dass Leute im Home-Office andere Dinge erledigen.

Aus meinem privaten Umfeld: Person ist 100% ins Home-Office gegangen. Beruflich eingebunden ja, aber sozial abgeschnitten. Ist wieder in die Präsenz rein, um auch soziale Kontakte mit den Kollegen zu pflegen.

Ich selbst habe keine Anwesenheitspflicht und bin trotzdem jeden Tag im Büro. Ich hasse es, zuhause zu arbeiten und fühle mich dabei auch nicht wohl. Für mich ist das eigentlich immer ein Cut Firma/Zuhause. Im Büro habe ich auch alles zur Hand und Platz. Mir ist es auch wichtig, dass ich meine Mitarbeiter persönlich ansprechen kann und auch für sie als Ansprechpartner da bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kokujou schrieb:
Aber ganz ehrlich ich arbeite unkonventioneller als all meine Kollegen und krieg meine Arbeit 3mal schneller fertig weil ich darauf verzichte mich in unnütze Kleinigkeiten zu verrennen. Meinen Job hatte ich am Anfang 0 drauf, nach einem Monat konnte ich flüssig mitarbeiten. Die anderen neuen mitarbeiter brauchen heute noch dauernd Pairing, fragen bei jedem Mist nach und denken so lahm wie eine Schnecke. Während meine sogenannten "Seniors" ständig sinnlose Meetings für unnützen Mist anberaumen den ich nach den ersten 5 Minuten schon geschnallt habe. Und sie verzögern ihre Arbeitsabläufe für mehrere Stunden wegen sowas dummen wie Rechtschreibfehlern in Variablennamen oder ner fehlenden Leerzeile. Ich versuche krampfhaft nicht überheblich zu werden aber das ist nicht schwer... das blöde ist die meisten stehen auf solche Leute mehr als auf mich weil... ich wahrscheinlich kein Charisma hab.

Deine Seniors tun das nicht, weil sie Rechtschreibnazis sind, sondern weil sie wissen/durch Berufserfahrung gelernt haben, dass solche und andere Kleinigkeiten in der Summe die Wartbarkeit von Code ungemein erhöhen. Wartbarkeit ist wichtiger als fancyer Code, irgendwelche gewieften Hacks oder eine möglichst vorfristige Fertigstellung von Features. Lass dir das von jemandem gesagt sein, der mitverantwortlich für die Wartung einer komplexen Banking-Software ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BeBur, nosti und fandre
Kokujou schrieb:
..

Du hast prinzipiell Rehct. Aber ganz ehrlich ich arbeite unkonventioneller als all meine Kollegen und krieg meine Arbeit 3mal schneller fertig weil ich darauf verzichte mich in unnütze Kleinigkeiten zu verrennen. Meinen Job hatte ich am Anfang 0 drauf, nach einem Monat konnte ich flüssig mitarbeiten. Die anderen neuen mitarbeiter brauchen heute noch dauernd Pairing, fragen bei jedem Mist nach und denken so lahm wie eine Schnecke. Während meine sogenannten "Seniors" ständig sinnlose Meetings für unnützen Mist anberaumen den ich nach den ersten 5 Minuten schon geschnallt habe. Und sie verzögern ihre Arbeitsabläufe für mehrere Stunden wegen sowas dummen wie Rechtschreibfehlern in Variablennamen oder ner fehlenden Leerzeile. Ich versuche krampfhaft nicht überheblich zu werden aber das ist nicht schwer... das blöde ist die meisten stehen auf solche Leute mehr als auf mich weil... ich wahrscheinlich kein Charisma hab.
Willkommen in der Realität. Die ist eben so:
-breite streuung der Faehigkeiten unter den Mitarbeitern
-Alter und Jobalter und Position spielen eine Rolle
-Programmier Faehigkeiten der Entwickler spielen eine untergeordnete Rolle wenn ueberhaupt
-es wird weder nach akademisch theoretischen Massstäben gearbeitet, noch angestrebt
 
Ich möchte dir ja nicht die Hoffnungen rauben, aber dass ein Berufseinsteiger, im Grunde noch Grün hinter den Ohren, direkt mal 100% Homeoffice mit Handkuss kriegt ist verschwindend gering.

Für deinen aktuellen AG hast du im Grunde noch kaum bis nichts vorzuweisen, was du alleine geschafft hast. Für den AG hat dein Homeoffice keine wesentlichen Vorteile. Dass du weniger gestresst bist etc. ist dein Problem, nicht das es AG. Wie zu zur Arbeit kommst ebenso. Nach meinem Begriff ist Home Office auch eine Art Belohnung für den Mitarbeiter. In meiner aktuellen wie auch in meiner letzten Firma haben ausschließlich ältere und erfahrenere Angestellte im Homeoffice arbeiten dürfen. Die haben sich über JAHRE auch einen zuverlässigen Ruf erarbeitet. Dementsprechend genießen sie auch das Vertrauen ihres Vorgesetzen.
Du erfüllst nichts davon. Du bist gerade einmal ein halbes Jahr vor Ort und bist nach wie vor „Der neue“.
Du genießt nicht das Vertrauen deines Chefs, zudem hast du eigentlich keinen weiterführenden Grund als „Ich hab keinen Bock zu pendeln“. Gründe könnten z.B. Kinder sein, auf die du aufpasst. Und anstatt in Elternzeit zu gehen machst du so weiter.

Du bist jung, single und neu. Alles Punkte, die gegen Homeoffice für dich sprechen.
 
Moin,

Kokujou schrieb:
ich bin eh kein Freund von diesem blöden arbeitsschutz. Grundsätzlich ja aber doch nicht in diesem Berufsstand. Ich sitze 24 stunden am Computer und jetz will man das kontrollieren das ist doch blödsinn. Und sie müssen gar nichts erlauben und niemand hat irgenwelche Ansprüche zu stellen. Niemand hat einen Anspruch und niemand kann sich auf "der hat das aber auch" berufen. Sonst müsste man das Gehalt ja nicht geheim halten, eben weil sie sowas nicht machen.
Ob das was du sagst richtig ist kann ich nicht beurteilen... Es klingt beängstigend nach dem stumpfen undifferenzierten Verhalten wa sich vom Staat gewohnt bin.

ganz dünnes Eis.....
Bitte fasse folgende Aussagen nicht böse aus, ich beschreibe kurz wie du auf mich wirkst und woran du vielleicht arbeiten könntest.

Allein Anhand deiner Schreib- und Ausdrucksweise merkt man das du etwas realitätsfern denkst.

Arbeits- und Gesundheitsschutz ist eine elementare Anforderung im Berufsleben. Wenn du aus beruflichen Gründen 24h am PC sitzt, hast du und dein AG ein ganz großes Problem. Du wirst lernen müssen, dass es keiner extra Wurst für dich geben wird und auch nicht geben kann. Unterschätze auch nicht die Arbeitsunfälle im Büro. Natürlich sitzt du den ganzen Tag "nur am PC", aber schau dir mal die Statistiken zu den Rückenerkrankungen in Bürojobs an. Ebenso sind Erkrankungen der Augen, Hände und Handgelenke gehäuft. Einflussfaktoren sind Licht, Arbeitsplatzumgebungen, Lärm, Ergonomieanforderungen und und und.
Zusätzlich gibt es psychische Gefährdungen wie Stress, Über- und Unterforderung, Mobbing, Vorgesetztenverhalten und viele mehr.

Auch wenn du in keinem Betrieb mit großen drehenden Maschinen arbeitest, bestehen viele Gefährdungen, die du zum Teil gar nicht erahnen kannst. Arbeitsschutz ist nicht blöd, im Zweifelsfall kann der Leben retten. Ich habe selbst mehrere schwere Arbeitsunfälle inklusive Todesfolgen in meinem bisherigen Berufsleben erleben müssen, unterschätze das einfach nicht, auch nicht im Büro!

Kokujou schrieb:
Während meine sogenannten "Seniors" ständig sinnlose Meetings für unnützen Mist anberaumen den ich nach den ersten 5 Minuten schon geschnallt habe. Und sie verzögern ihre Arbeitsabläufe für mehrere Stunden wegen sowas dummen wie Rechtschreibfehlern in Variablennamen oder ner fehlenden Leerzeile

Ich würde sagen, dass die Seniors ihren Job einfach besser machen. Die Qualität einer Arbeit beschreibt sich durch die Gesamtheit. Und dazu gehört genauso das entfernen von Rechtschreibfehlern, eine sinnvolle und ausführliche Doku, Codereviews und ähnlichem.
Schon darüber nachgedacht, dass die Meeting-Kollegen das durchaus auch in 5 Minuten und weniger begreifen, aber sich Arbeit sparen wollen, indem sie einfach nochmal nachfragen um die Kundenanforderungen wirklich verbindlich festlegen zu können. Nichts in nerviger als neu Anzufangen, weil Anforderungen nicht genau definiert wurden.....so kann man ganz schnell die Arbeit eines Sprints in die Tonne hauen.


Kokujou schrieb:
Ich versuche krampfhaft nicht überheblich zu werden aber das ist nicht schwer... das blöde ist die meisten stehen auf solche Leute mehr als auf mich weil... ich wahrscheinlich kein Charisma hab.


Wie du schon erkannt hast, kommt deine Art schon ziemlich überheblich rüber. Dazu gesellt sich für mein Empfinde Naivität. Ein Unternehmen ist keine Uni und keine Hochschule, der Fokus wird anders gelegt. Wenn der Kunde möchte, dass rosa Elefanten über den Monitor fliegen, wird das umgesetzt. Ob du das gut oder schlecht findest, sollte dir egal sein.
Mit deiner Art, welche dein Schreibstil suggeriert, kannst du nicht charismatisch wirken. Wenn ich als Vorgesetzter damit konfrontiert werden würde, hätte ich irgendwann den Wunsch dir zu zeigen, dass du keine Ahnung hast ;) Wie gesagt es ist nicht böse gemeint, ich beschreibe nur wie du gerade auf mich wirkst.

Noch ein Hinweis. Verteufel nicht alles was die anderen tun. Frage mal nach warum sie sich das nochmal erklären lassen. Versuche es zu verstehen. Denke kritisch drüber nach und hinterfrage auch gewisse Sachen. Das macht Ingenieurstechnisches Denken aus. Du solltest anderen Arbeitsmethoden und Vorgehensweisen tolerant und offen gegenüberstehen. Die Kollegen wissen schon warum sie anders agieren als du, wird es dir nicht klar, frag nach.

Wenn du diese Punkte umsetzt, wirkst du charismatischer und nicht mehr überheblich. Man nimmt dich als Gesprächspartner ernst. Dazu gehört ebenso eine einigermaßen sinnvolle Rechtschreibung, die Verwendung von Satzzeichen und ein sinnvoller Ausdruck, denn auch hier macht es das Gesamtpaket.

EDIT:
ein Hinweis ist mir noch eingefallen....
Anhand deine Schreibstils und den Fragen, die du stellst merke ich, dass du eine sehr hohe Emotionalität in das Thema wirfst. Das ist in gewisser Hinsicht gut, weil du dich mit deiner Arbeit identifizieren kannst und entsprechend sehr viel Herzblut reinsteckst. Ab einem gewissen Punkt hindert dich diese Emotionalität aber an deiner Arbeit. Dies scheint genau auch hier der Fall zu sein. Versuche die auf "die Sache an sich" zu konzentrieren und nicht darüber nachzudenken was nun der goldene Pfad ist, oder dich darüber aufzuregen, weil die Kollegen ein Problem anders angehen als du es tun würdest.
Am Ende des Tages muss das Problem zur Zufriedenheit von Auftraggeber und Auftragnehmer gelöst sein. Das ist die "Sache an sich". Emotionalität hat da ganz oft nichts zu suchen. Daher kommt auch deine etwas überheblich rüberkommende Art.

Als Kurzfassung also: Begeisterungsfähigkeit für ein Thema ja, aber keine Emotionalität, dafür ein respektvoller und professioneller Umgang mit Kollegen, kritisches Denken und hinterfragen und Offenheit gegenüber neuen Sachen.

Interessanterweise zeichnet dieser Mangel an Eigenschaft gerade Berufseinsteiger aus, welche als recht frische Absolventen die Welt verändern wollen und erstmal an eine reale Arbeitsweise herangeführt werden müssen.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: FAN4TIC, fandre, Myron und 2 andere
Keine Sorge... Auf Arbeit halte ich einfach meine Klappe... ich hab mir mal Mühe gegeben und keine 2 A4 Seiten darüber geschrieben warum das alles totaler Unsinn ist. Ich könnte sogar statistische Auswertungen bringen, die sagen warum du mit vielen Punkten partiell falsch liegst.

Im Prinzip kann mir das auch alles egal sein. Ich kann auf Arbeit machen was ich will und halte mich sicher nicht an irgendwelche Pausenregelungen. Ich mach ja nichtmal Mittagspause. Und wenn die anderen Unbedingt wollen dass die gesamte Arbeit maßgeblich verlangsamt wird und wir nicht fertig werden bitte. Wenn mich jemand ansprecht - die anderen sind Schuld. Ich hab sie gewarnt und kann mir nichts vorwerfen.

Ich werde fürs Programmieren bezahlt. Aber dafür Menschen von ihren vorgefertigten Meinungen abzubringen kann man mir gar nicht genug zahlen. Da hat man ja ne höhere Chance Gläubige zu konvertieren.
Ergänzung ()

Khaotik schrieb:
Du bist jung, single und neu. Alles Punkte, die gegen Homeoffice für dich sprechen.
Ganz ehrlich ich bin doch nicht der einzige Leute. Wer seinen Sitz mitten im Zentrum von München hat und kategorisch die Möglichkeiten zum Home Office ablehnt und auch nicht seine Gehälter verdoppeln will der kann nach wenigen Jahren schon dicht machen.
Das ist keine Übertreibung und auch keine Böswilligkeit sondern einfach ein Fakt.
Ergänzung ()

So und jetzt schließe ich mal ab...
Ich sehe zum eigentlichen Thema wird gar nichts mehr geredet und ich verstricke mich schon wieder über Diskussionen über Dinge die ich niemals ändern können werde.
Es ist völlig egal ob ich recht hab oder nicht. Vielleicht liegt ihr auch richtig. Aber selbst wenn ist es egal, denn wer recht hat ist egal, wichtig ist nur wer in der Überzahl ist.

Das ist inzwischen für mich die Bedeutung von "Team". Einer allein hat keine Stimme. Halt die Klappe und tu was die anderen sagen. Das ist der Eindruck der bei mir entstanden ist und nicht der den ich aus irgendwelchen Wutanfällen heraus hier publiziere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben