Moin,
Kokujou schrieb:
ich bin eh kein Freund von diesem blöden arbeitsschutz. Grundsätzlich ja aber doch nicht in diesem Berufsstand. Ich sitze 24 stunden am Computer und jetz will man das kontrollieren das ist doch blödsinn. Und sie müssen gar nichts erlauben und niemand hat irgenwelche Ansprüche zu stellen. Niemand hat einen Anspruch und niemand kann sich auf "der hat das aber auch" berufen. Sonst müsste man das Gehalt ja nicht geheim halten, eben weil sie sowas nicht machen.
Ob das was du sagst richtig ist kann ich nicht beurteilen... Es klingt beängstigend nach dem stumpfen undifferenzierten Verhalten wa sich vom Staat gewohnt bin.
ganz dünnes Eis.....
Bitte fasse folgende Aussagen nicht böse aus, ich beschreibe kurz wie du auf mich wirkst und woran du vielleicht arbeiten könntest.
Allein Anhand deiner Schreib- und Ausdrucksweise merkt man das du etwas realitätsfern denkst.
Arbeits- und Gesundheitsschutz ist eine elementare Anforderung im Berufsleben. Wenn du aus beruflichen Gründen 24h am PC sitzt, hast du und dein AG ein ganz großes Problem. Du wirst lernen müssen, dass es keiner extra Wurst für dich geben wird und auch nicht geben kann. Unterschätze auch nicht die Arbeitsunfälle im Büro. Natürlich sitzt du den ganzen Tag "nur am PC", aber schau dir mal die Statistiken zu den Rückenerkrankungen in Bürojobs an. Ebenso sind Erkrankungen der Augen, Hände und Handgelenke gehäuft. Einflussfaktoren sind Licht, Arbeitsplatzumgebungen, Lärm, Ergonomieanforderungen und und und.
Zusätzlich gibt es psychische Gefährdungen wie Stress, Über- und Unterforderung, Mobbing, Vorgesetztenverhalten und viele mehr.
Auch wenn du in keinem Betrieb mit großen drehenden Maschinen arbeitest, bestehen viele Gefährdungen, die du zum Teil gar nicht erahnen kannst. Arbeitsschutz ist nicht blöd, im Zweifelsfall kann der Leben retten. Ich habe selbst mehrere schwere Arbeitsunfälle inklusive Todesfolgen in meinem bisherigen Berufsleben erleben müssen, unterschätze das einfach nicht, auch nicht im Büro!
Kokujou schrieb:
Während meine sogenannten "Seniors" ständig sinnlose Meetings für unnützen Mist anberaumen den ich nach den ersten 5 Minuten schon geschnallt habe. Und sie verzögern ihre Arbeitsabläufe für mehrere Stunden wegen sowas dummen wie Rechtschreibfehlern in Variablennamen oder ner fehlenden Leerzeile
Ich würde sagen, dass die Seniors ihren Job einfach besser machen. Die Qualität einer Arbeit beschreibt sich durch die Gesamtheit. Und dazu gehört genauso das entfernen von Rechtschreibfehlern, eine sinnvolle und ausführliche Doku, Codereviews und ähnlichem.
Schon darüber nachgedacht, dass die Meeting-Kollegen das durchaus auch in 5 Minuten und weniger begreifen, aber sich Arbeit sparen wollen, indem sie einfach nochmal nachfragen um die Kundenanforderungen wirklich verbindlich festlegen zu können. Nichts in nerviger als neu Anzufangen, weil Anforderungen nicht genau definiert wurden.....so kann man ganz schnell die Arbeit eines Sprints in die Tonne hauen.
Kokujou schrieb:
Ich versuche krampfhaft nicht überheblich zu werden aber das ist nicht schwer... das blöde ist die meisten stehen auf solche Leute mehr als auf mich weil... ich wahrscheinlich kein Charisma hab.
Wie du schon erkannt hast, kommt deine Art schon ziemlich überheblich rüber. Dazu gesellt sich für mein Empfinde Naivität. Ein Unternehmen ist keine Uni und keine Hochschule, der Fokus wird anders gelegt. Wenn der Kunde möchte, dass rosa Elefanten über den Monitor fliegen, wird das umgesetzt. Ob du das gut oder schlecht findest, sollte dir egal sein.
Mit deiner Art, welche dein Schreibstil suggeriert, kannst du nicht charismatisch wirken. Wenn ich als Vorgesetzter damit konfrontiert werden würde, hätte ich irgendwann den Wunsch dir zu zeigen, dass du keine Ahnung hast

Wie gesagt es ist nicht böse gemeint, ich beschreibe nur wie du gerade auf mich wirkst.
Noch ein Hinweis. Verteufel nicht alles was die anderen tun. Frage mal nach warum sie sich das nochmal erklären lassen. Versuche es zu verstehen. Denke kritisch drüber nach und hinterfrage auch gewisse Sachen. Das macht Ingenieurstechnisches Denken aus. Du solltest anderen Arbeitsmethoden und Vorgehensweisen tolerant und offen gegenüberstehen. Die Kollegen wissen schon warum sie anders agieren als du, wird es dir nicht klar, frag nach.
Wenn du diese Punkte umsetzt, wirkst du charismatischer und nicht mehr überheblich. Man nimmt dich als Gesprächspartner ernst. Dazu gehört ebenso eine einigermaßen sinnvolle Rechtschreibung, die Verwendung von Satzzeichen und ein sinnvoller Ausdruck, denn auch hier macht es das Gesamtpaket.
EDIT:
ein Hinweis ist mir noch eingefallen....
Anhand deine Schreibstils und den Fragen, die du stellst merke ich, dass du eine sehr hohe Emotionalität in das Thema wirfst. Das ist in gewisser Hinsicht gut, weil du dich mit deiner Arbeit identifizieren kannst und entsprechend sehr viel Herzblut reinsteckst. Ab einem gewissen Punkt hindert dich diese Emotionalität aber an deiner Arbeit. Dies scheint genau auch hier der Fall zu sein. Versuche die auf "die Sache an sich" zu konzentrieren und nicht darüber nachzudenken was nun der goldene Pfad ist, oder dich darüber aufzuregen, weil die Kollegen ein Problem anders angehen als du es tun würdest.
Am Ende des Tages muss das Problem zur Zufriedenheit von Auftraggeber und Auftragnehmer gelöst sein. Das ist die "Sache an sich". Emotionalität hat da ganz oft nichts zu suchen. Daher kommt auch deine etwas überheblich rüberkommende Art.
Als Kurzfassung also: Begeisterungsfähigkeit für ein Thema ja, aber keine Emotionalität, dafür ein respektvoller und professioneller Umgang mit Kollegen, kritisches Denken und hinterfragen und Offenheit gegenüber neuen Sachen.
Interessanterweise zeichnet dieser Mangel an Eigenschaft gerade Berufseinsteiger aus, welche als recht frische Absolventen die Welt verändern wollen und erstmal an eine reale Arbeitsweise herangeführt werden müssen.
Grüße