Fernstudium (Informatik) in ~1 Jahr durchziehen – klug oder wirkt das komisch im Lebenslauf?

Banned schrieb:
Was z.B. den Quereinstieg in den Schuldienst anbelangt, war es m.W. aber immer so, dass der Abschluss von einer staatlichen Hochschule kommen muss.
Für staatliche Anstellungsverhältnisse sollte es reichen, wenn der Studiengang nach Bolognaprozess akkreditiert ist.

Banned schrieb:
Oh Mann, kein Wunder, dass das hier bildungsmäßig im Land immer weiter bergab geht, wenn man mit nem FOM-BA nen MA an ner staatlichen Uni machen kann...
Da der Ba allenfalls zur Zulassung zum Ma reicht und das Erreichen des Mas nur durch Leistung möglich ist, ändert das an der Wertigkeit vom Ma recht wenig.

Als kleines Anekdötchen, als Student habe ich in den Gremien der FH als studentische Vertretung. Die Profs, die am lautesten über den Niedergang von Bildung, Studenten und Land redeten, waren immer auch die Profs mit den meisten Beschwerden über mangelnde Qualität der Lehre, mangelnde Umgangsformen und Sexismus.


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Ein Ba in einem Jahr finde ich irgendwie verdächtig.
 
Piktogramm schrieb:
Da der Ba allenfalls zur Zulassung zum Ma reicht und das Erreichen des Mas nur durch Leistung möglich ist, ändert das an der Wertigkeit vom Ma recht wenig.

Wobei man die teilweise harten Grundlagenmodule (z.B. die Mathemodule im universitären Info-BA) eben im Bachelor hat. Der Master ist oft eher Spezialisierung.

Piktogramm schrieb:
Ein Ba in einem Jahr finde ich irgendwie verdächtig.

Entweder sehr intelligenter Student oder sehr leichter Studiengang. :D Ich habe aber schon mal gehört, bei den privaten Fernunis würde man viel vorgekaut bekommen. Das reduziert den Aufwand sicher auch etwas. Aber ja, ich find's auch krass in der kurzen Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Banned schrieb:
Entweder sehr intelligenter Student oder sehr leichter Studiengang. :D Ich habe aber schon mal gehört, bei den privaten Fernunis würde man viel vorgekaut bekommen. Das reduziert den Aufwand sicher auch etwas. Aber ja, ich find's auch krass in der kurzen Zeit.
Ich würde mich nicht als besonders intelligent bezeichnen. Der Hauptgrund, warum ich ein privates Studium egal ob (FOM, IU, AKAD, WBH, Euro-FH oder Diploma) in einer kurzen Zeit abschließen kann liegt eher an meinen aktuellen Umständen: Ich habe sehr viel Zeit zur Verfügung und kann deutlich mehr Prüfungen in kürzeren Abständen ablegen.

Außerdem habe ich bereits einen staatlichen Abschluss und weiß daher, wie ein Studium funktioniert und was für Prüfungen wirklich relevant ist. Im Vergleich dazu ist das Niveau privater Hochschulen näher an den Mindestanforderungen, und es gibt deutlich weniger „Aussieben“ als an staatlichen Universitäten. Es wird einem somit klarer vorgegeben ,was man lernen muss um zu bestehen. Was viel Zeit spart.

Man darf auch nicht vergessen, dass das auf die meisten im privaten Studium nicht zutrifft. Viele arbeiten nebenbei etwa 40 Stunden pro Woche. Außerdem studieren schätzungsweise weniger als 10 % im Zweitstudium, die meisten haben also vorher noch nie studiert.

Unter diesen Bedingungen ist es unrealistisch, ein Studium zu verkürzen. Dafür braucht man in der Regel bereits Studienerfahrung und ausreichend Zeit, also keine Vollzeitbeschäftigung.
 
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Piktogramm schrieb:
Für staatliche Anstellungsverhältnisse sollte es reichen, wenn der Studiengang nach Bolognaprozess akkreditiert ist.

Würde ich auch so sagen/sehen. Gerade beim Staat zählt ja in der Auswahl erst mal die Gleichbehandlung.

ist ja beim Abitur auch nicht anders, da gibt es ja auch welche die es auf irgendwelchen Privatschulen mit komischen Konzepten dann extern erworben haben usw.
Der Studiengang ist ja erst mal der Zugang zum Verfahren, heißt ja noch lange nict das man genommen wird.

Im Schuldienst könnte es je nach Landesrecht vielleicht Ausnahmen geben ansonstne vermutlich eher weniger.
 
Manegarm schrieb:
Mach ne Ausbildung zum Fachinformatiker, die lernen zumindest noch etwas das man braucht. Oder setz dich hin und lern c++.
Wie viel von der Informatikbranche langfristig bleibt und wie viel KI schlucken wird, wird man sehen - schließlich hat niemand eine Glaskugel. Ziemlich unstrittig dürfte aber sein, dass die einfachsten Tätigkeiten, die typischen "Code Monkeys", als erstes ersetzt werden.

Das ist imho auch ein verstärkender Faktor derzeit, weshalb es generell Neueinsteiger schwieriger haben: die Branche als solches braucht selbstredend immer Nachwuchs, aber das einzelne Unternehmen benötigt dank Coding Agents kaum noch Personal für typischen Fleißaufgaben.

Staatliche Stellen und restliche deutsche Planwirtschaft sicherlich für einige Zeit größtenteils ausgenommen.


Banned schrieb:
@Nazrael Was den Zugang zum Master an einer staatlichen Uni angeht, magst du recht haben. Wenn der Abschluss staatlich anerkannt ist, reicht das wohl - wie ich auf die Schnelle sehen kann. Kann auch sein, dass gelockert wurde.
Das war meines Wissens nach schon direkt mit Bachelor-Master-Einführung so (war ja auch eine der Absichten: Vereinheitlichung des Akkreditierungsprozesses).


Nazrael schrieb:
Alles andere hätte mich auch gewundert. Ich kann als Staat nicht etwas als gleichwertig anerkennen, um es dann wiederum beliebig nicht anzuerkennen. Das würde jedes Akkreditierungssystem ad absurdum führen, zumal die „beliehenen Stellen“ (faktisch staatlich) dafür ja auch ordentlich kassieren.
Wobei das aber nicht bedeutet, dass der Abschluss gleichwertig ist oder für ein Masterstudium an einer Uni qualifiziert. Was man nicht vergessen sollte: Unis entscheiden über die Curriculum sowie den Zulassungsprozess zu großen Teilen selbst.

Zum Einen werden unterschiedliche Abschlüsse im Fall von "Anzahl Bewerber > Anzahl verfügbare Plätze" durchaus gewichtet. Ich kenne von meiner Alma Mater z.B. ein paar, die Bewerbungen für das Masterstudium durchgehen - Bachelor von Elite Unis bekommen Bonus und FHs (insbesondere private) stehen ganz unten in der Nahrungskette.

Zum Anderen sind die Zulassungskriterien eines Masterstudiengangs an einer Uni (vor allem, wenn es ein spezialisiertes Programm ist) deutlich mehr als nur "hat einen Bachelorabschluss". Häufig wird gefordert, dass Bewerber X Credits in Mathe, Theoretischer Informatik, ... absolviert haben, die entweder möglichst Deckungsgleich mit den hiesigen Bachelorstudiengängen der Informatik ist oder das wirklich konkrete Kursinhalte geprüft werden (z.B. hat min. 9 Credits in Mathekursen, die Funktionalanalysis behandelt haben mit folgenden ... Themenschwerpunkten). Das ist gerade an den Elite-Unis selbst in dem regulären "Masterstudiengang Informatik" so und bei den Spezialisierungsstudiengängen i.d.R. noch strenger.

Umgekehrt gilt natürlich auch: kommt man einfach rein und einfach durch, ist der Abschluss dementsprechend wenig Wert.


Nazrael schrieb:
nicht wenige Berufs und Fortbildungszweige haben einen "harten" Schutz den man nur mit dem entsprechenden Titel "beheben" kann. Das ist mit auch ein Grund für das heutige Massenstudium, neben den gesellschaftlichen Implikationen (ohne Studium biste nix).
In der Tat. Ist imho ziemlicher Quark. Für den "Standard-Programmierer" ist es schlichtweg nicht wichtig - häufig sind diese Personen in stark / stärker verschulten Programmen ohnehin viel besser aufgehoben und dort, wo die Spezialisierung und theoretische Ausbildung tatsächlich eine Rolle spielt, kommt der Standard-Programmierer ohnehin nicht rein...Bachelor/Master hin oder her.


Interaction180 schrieb:
Jetzt meine Fragen:

  • Wirkt es im Lebenslauf komisch, wenn man einen staatlich anerkannten Bachelor in so kurzer Zeit abschließt? Mein erstes Studium hab ich auch paar Monate früher beendet ,wäre es auch so flexibel wie fern fhs ,dann wären 3-4 Semester sicher drin gewesen.
  • Oder kann das auch positiv gesehen werden?
Imho solltest du dich erstmal eingängig und tief mit der Gesamtsituation und den unterschiedlichen Möglichkeiten beschäftigen. Deine Situation ist viel zu impräzise geschildert und die Fragen deutlich zu pauschal. Wenn ich technische Interviews führe, sind sowas für mich bei Akademikern schon die ersten Warnzeichen (zu wenig Erfahrung oder zu einfachen Studiengang/Uni gewählt).
  • Möchtest du z.B. später in eine staatliche Stelle? Dann wird größtenteils der Titel selbst wichtig sein und gute Noten sowie schneller Abschluss sicherlich gut ankommen.
  • Möchtest du am liebsten in die Industrie, vor allem in die "Standardprogrammierung"? Dann würde ich abzüglich des FI:AE Manegarms Empfehlungen unterstützen. Dein Abschluss ist maximal die Voraussetzung, dass man sich deine Bewerbung überhaupt anschaut...danach wird nach einschlägiger Erfahrung geurteilt (Werkstudentenstelle, Ausbildung, echte Berufserfahrung und - nicht immer aber häufig mit Abstrichen - OpenSource Projekte, Hobbyprojekte, ...) sowie praktischen Skills und/oder Zertifizierung (je nach Stelle).
  • Möchtest du in einen spezialisierten Beruf? Der von dir genannte "Data Engineer" ist noch sehr weitläufig, geht aber schon in die Richtung der Spezialisierung. Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen: je spezialisierter und vor allem je theorielastiger der Beruf, desto mehr achtet man auf akademische Erfahrung und Abschluss. Bei mir im KI-Umfeld beispielsweise landen alle außer wirklich außergewöhnliche FH-Bewerber direkt im Papierkorb. Das theoretische Rüstzeug ist schlichtweg nicht vorhanden, der Abschluss im Vergleich viel zu einfach und verschieden im Inhalt...und nichtzuletzt ist vor allem die Situation: je spezialisierter der Beruf und besser die Bezahlung, desto mehr Bewerber bekommst du von Elite-Unis mit Praktika, Werkstudentenerfahrung, idealerweise noch Publikationen und/oder echter Berufserfahrung...da überfliegt man höchstens noch ganz kurz den Rest, ob eventuell ein "Rohdiamant" dabei sein könnte...wenn überhaupt.
  • Möchtest du z.B. in Auto-/Luftfahrt-/...-Industrie? In konkreten ingenieurlastigen Industriezweigen gibt es meistens einschlägige und gute TUs, die deine Einstiegschancen massiv erhöhen.
  • usw.
Bedeutet also konklusiv: es hängt vom konkreten Fall, deinen Vorstellungen, deinen Zukunftsplänen, der entsprechenden Branche, ... ab.

Nicht zuletzt ist auch recht wichtig: was liegt dir denn überhaupt besonders gut? Häufig fährt man am besten damit, wofür man sich begeistern kann und/oder v.a. wo persönliche Stärken liegen. Davon klar abgrenzen sollte man auch ganz offen und ehrlich, was persönliche Schwächen sind - dann sieht man auch direkt klarer, welche Wege eher in Frage kommen.
 
ascer schrieb:
Imho solltest du dich erstmal eingängig und tief mit der Gesamtsituation und den unterschiedlichen Möglichkeiten beschäftigen. Deine Situation ist viel zu impräzise geschildert und die Fragen deutlich zu pauschal. Wenn ich technische Interviews führe, sind sowas für mich bei Akademikern schon die ersten Warnzeichen (zu wenig Erfahrung oder zu einfachen Studiengang/Uni gewählt).
Ich danke dir sehr für deine Meinung – und du hast absolut recht: Am besten ist es, klar und präzise zu wissen, was man möchte und wo man sich selbst sieht. Da stimme ich dir vollkommen zu.

Meine Frage war bewusst etwas offen formuliert, da ich mich persönlich in vielen Bereichen sehen kann. Mir ging es zunächst darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie mein Profil bei anderen – insbesondere bei erfahreneren Personen oder Recruitern – ankommen. So kann ich besser einschätzen, wie meine Positionierung wahrgenommen wird.

Grundsätzlich sehe ich mich sowohl in der Industrie als auch im staatlichen Bereich, da ich beide Richtungen interessant finde und aktuell wenig Gründe sehe, eine davon grundsätzlich auszuschließen. Wenn sich beispielsweise im öffentlichen Dienst eine gute Möglichkeit ergibt, wäre das für mich eine Option.

Allerdings habe ich mich zunächst bewusst an dem orientiert, was ein Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung typischerweise macht. Dabei ist mir aufgefallen, dass in diesem Bereich ein sehr großer Wert auf praktische Erfahrung gelegt wird und weniger auf die Inhalte, die in der Berufsschule vermittelt werden.

Für mich bedeutet das, dass ich mir viele Inhalte eigenständig erarbeiten muss, um überhaupt zeigen zu können, was ich kann. Eine solche Herausforderung spricht mich grundsätzlich an – vor allem dann, wenn ich die Möglichkeit habe, meine Fähigkeiten praktisch unter Beweis zu stellen und diese auch wertgeschätzt werden können , anstatt nur auf oberflächliche Kriterien zu achten.
ascer schrieb:
Möchtest du in einen spezialisierten Beruf?

Das bedeutet nicht, dass ich solche Bereiche grundsätzlich ausschließe. Allerdings sagt der Begriff „Spezialisierung“ bereits aus, dass man sich in einem bestimmten Bereich sehr gut auskennen muss, um wirklich zu verstehen, was dort gefragt ist.

. Daher stehe ich solchen Themen grundsätzlich offen gegenüber, kann sie aufgrund meiner bisher fehlenden Praxiserfahrung und Einblicke jedoch aktuell nur oberflächlich beurteilen.

Wenn mir jemand die Chance geben würde, mich in einen solchen Bereich einzuarbeiten und meine Lernbereitschaft unter Beweis zu stellen, wäre ich auf keinen Fall abgeneigt, auch in einem spezialisierten Beruf zu arbeiten.


ascer schrieb:
Bedeutet also konklusiv: es hängt vom konkreten Fall, deinen Vorstellungen, deinen Zukunftsplänen, der entsprechenden Branche, ... ab.
Wenn es nach meinem Wunsch ginge, wäre es für mich am idealsten, „ins kalte Wasser geworfen“ zu werden, um alles von innen kennenzulernen und vor allem praktisch zu lernen.

Ich gehe davon aus, dass ich in so einer Situation am meisten lerne – nämlich dann, wenn ich direkt im Geschehen bin und verstehe, wie die Abläufe in der Praxis wirklich funktionieren.

Mir ist jedoch bewusst, dass der Einstieg nicht immer so abläuft. Deshalb ist für mich zunächst jede Möglichkeit wertvoll, Erfahrung zu sammeln – egal ob durch eine Werkstudentenstelle oder eine andere Einstiegsposition.

ascer schrieb:
Bedeutet also konklusiv: es hängt vom konkreten Fall, deinen Vorstellungen, deinen Zukunftsplänen, der entsprechenden Branche, ... ab.

Nicht zuletzt ist auch recht wichtig: was liegt dir denn überhaupt besonders gut? Häufig fährt man am besten damit, wofür man sich begeistern kann und/oder v.a. wo persönliche Stärken liegen. Davon klar abgrenzen sollte man auch ganz offen und ehrlich, was persönliche Schwächen sind - dann sieht man auch direkt klarer, welche Wege eher in Frage kommen.
Ich sehe meine größte Stärke darin, dass ich sehr gerne logisch arbeite. Mir ist es wichtig, wirklich zu verstehen, was ich gerade mache. Wenn ich dieses Verständnis habe, funktioniere ich sehr gut und kann mich auch stark motivieren, viel Zeit in ein Thema zu investieren. Ich mag es sehr ein Thema solange zu hinterfragen, bis ichs wirklich selbst verstehe.

Deshalb sehe ich es als große Stärke, dass ich aufgrund meiner zwei Studienabschlüsse die ich erwerben werde die Fähigkeit entwickelt habe, mich in nahezu jedes Thema einarbeiten zu können. Ich bringe eine hohe Lernbereitschaft sowie die Disziplin mit, mich intensiv mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen – besonders dann, wenn sie ein logisches Arbeiten erfordern.

Ich habe aktuell eine Präferenz für Programmierung, da ich mich bereits damit beschäftigt habe und mein Interesse dadurch geweckt wurde. In meiner Bachelorarbeit habe ich mich intensiv mit der Analyse von Daten beschäftigt. Dadurch kam auch die Überlegung auf, in Richtung Data Engineering zu gehen, da ich in diesem Bereich bereits erste Erfahrungen sammeln konnte.

Meine bisherigen Kenntnisse basieren vor allem auf meinem Studium und auf Hobbyprojekten.

Ich bin jedoch ein sehr offener Mensch und bereit, auch andere Tätigkeiten anzunehmen. Mir ist bewusst, dass die aktuelle Arbeitsmarktsituation schwierig ist, und ich bin daher bereit, die Chancen zu nutzen, die sich mir bieten. Für mich ist besonders wichtig, dass ich mich im Job weiterentwickeln und lernen kann ,das fehlt mir aktuell in meiner jetzigen Tätigkeit, was ich als sehr demotivierend empfinde.
 
ascer schrieb:
Wobei das aber nicht bedeutet, dass der Abschluss gleichwertig ist oder für ein Masterstudium an einer Uni qualifiziert. Was man nicht vergessen sollte: Unis entscheiden über die Curriculum sowie den Zulassungsprozess zu großen Teilen selbst.

Zum Einen werden unterschiedliche Abschlüsse im Fall von "Anzahl Bewerber > Anzahl verfügbare Plätze" durchaus gewichtet. Ich kenne von meiner Alma Mater z.B. ein paar, die Bewerbungen für das Masterstudium durchgehen - Bachelor von Elite Unis bekommen Bonus und FHs (insbesondere private) stehen ganz unten in der Nahrungskette.
ig Wert.

Zumindest weiten Teilen des öffentichen Dienstes und auch Behörden wie Polizei und Bw ist das defintiv nicht so.
Wo man den Bachelor gemacht hat ist für die Einladung erst mal egal. (Wenn halt Noten usw. passen)
Das einzie was man nicht nimmt sind die sinnbefreiten DQR Bachelor Profressional.
 
@Löschknecht siehe:
ascer schrieb:
Staatliche Stellen und restliche deutsche Planwirtschaft sicherlich für einige Zeit größtenteils ausgenommen.
ascer schrieb:
Möchtest du z.B. später in eine staatliche Stelle? Dann wird größtenteils der Titel selbst wichtig sein und gute Noten sowie schneller Abschluss sicherlich gut ankommen.
Gab noch mehr Parts, die darauf eingingen – dies sollten aber die Wesentlichen sein. Sprich, den "Ausschluss" habe ich durchaus extra notiert. Das ist auf die Gesamtlage (und vor allem, weil es hier ja auch um ein konsekutives Masterstudium ging) aber ein Ausnahmefall der deutschen, staatlichen Stellen und nicht die Regel.

Nichtsdestoweniger gibt es diese Ausnahme natürlich, ja.

Löschknecht schrieb:
Das einzie was man nicht nimmt sind die sinnbefreiten DQR Bachelor Profressional.
Dem ist auch nur beizupflichten :D
Da sieht man ja auch sofort das "Ranking", wenn selbst staatliche Stellen so etwas ablehnen.

Interaction180 schrieb:
Ich sehe meine größte Stärke darin, dass ich sehr gerne logisch arbeite. Mir ist es wichtig, wirklich zu verstehen, was ich gerade mache. Wenn ich dieses Verständnis habe, funktioniere ich sehr gut und kann mich auch stark motivieren, viel Zeit in ein Thema zu investieren. Ich mag es sehr ein Thema solange zu hinterfragen, bis ichs wirklich selbst verstehe.
Sobald Zeit ist, gehe ich mal genauer auf deinen Text ein. Der beschreibt jetzt deutlich besser das Gesamtbild!

Kurz zusammengefasst wirkt es inhaltlich für mich - bis auf diesen zitierten Absatz von dir - stark auf Praxis ausgerichtet, auf "learning by doing" und insbesondere auf "hands on"-Jobs, also z.B. weniger Richtung Softwarearchitektur und langwierige Planung und mehr in Richtung aktiver Entwickler. Der zitierte Absatz hingegen liest sich mehr nach Theoretiker: Dinge verstehen macht mir Spaß, Lösungen entwickeln macht mir Spaß...die konkrete Umsetzung ist dann zwar der folgerichtige Schluss am Ende, aber der gesamte Lösungsweg das befriedigende.

Zumindest aus deinem Text würde ich einen größeren Fokus auf die Praxisschiene herauslesen, damit würde ich Uni-Studium sowie Data Engineer und alles, was noch spezialisierter bzw. theoretischer wäre, konsequent ausschließen.
Bei der "hands on"-Mentalität würde mir am ehesten direkt DevOps einfallen. Dafür sind auch FH-Studiengänge i.d.R. besser geeignet.

Uni oder Theorielastiges würde ich nur dann wieder in Betracht ziehen, wenn dein Text hier nicht repräsentativ für alle deine Neigungen & Fertigkeiten war und/oder du wirklich ein Talent für höhere Mathematik, theoretische Informatik, ... hast (einfach mal ein typisches Buch aufschlagen oder Vorlesungen auf YouTube reinziehen; steigt man schnell in die Inhalte ein? Gefallen einem die Inhalte? usw.). Hört sich für mich jetzt erstmal aber nicht geeignet für dich an.
 
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ascer schrieb:
Kurz zusammengefasst wirkt es inhaltlich für mich - bis auf diesen zitierten Absatz von dir - stark auf Praxis ausgerichtet, auf "learning by doing" und insbesondere auf "hands on"-Jobs, also z.B. weniger Richtung Softwarearchitektur und langwierige Planung und mehr in Richtung aktiver Entwickler. Der zitierte Absatz hingegen liest sich mehr nach Theoretiker: Dinge verstehen macht mir Spaß, Lösungen entwickeln macht mir Spaß...die konkrete Umsetzung ist dann zwar der folgerichtige Schluss am Ende, aber der gesamte Lösungsweg das befriedigende.
.Du triffst es ziemlich gut: Mein Hauptziel ist die Praxis – also viel Learning by Doing und direktes Anwenden.

Am besten deutlich für mich beim Programmieren mit z.B Python: Mir ist wichtig, dass ich verstehe, wie mein Code funktioniert und was ich da mache. Ich möchte logisch denken können und erkennen, ob mein Lösungsweg richtig oder falsch ist und ob mein Code das gewünschte Ergebnis liefert und wie mein Code funktioniert. Dieses praktische Verständnis reicht mir völlig aus. Deshalb gefällt mir das Programmieren auch sehr: Es ist praktisch, und man erhält direkt ein klares Ergebnis – richtig oder falsch.

Das Verstehen von Code macht mir besonders Spaß, zum Beispiel wie Dictionaries oder Arrays funktionieren und wie man sinnvoll mit ihnen arbeitet. Genau dieser praktische Umgang hat mir bisher immer sehr gefallen.

Ich muss nicht bis ins Detail verstehen, wie alles auf Hardware-Ebene (also mit 0 und 1) funktioniert oder jeden Algorithmus komplett theoretisch durchdringen. Das finde ich zwar interessant, aber es ist nicht mein Ziel, in so einem stark theoretischen Bereich zu arbeiten – das passt aus meiner Sicht eher zu einem Uni-Studium.

Mir würde es vollkommen ausreichen, auf der Ebene zu arbeiten, auf der ich zum Beispiel Python-Code , verstehen oder anwenden muss – ohne jeden Algorithmus bis ins letzte Detail auf Hardware-Ebene erklären zu müssen. Falls du das mit Theorie meintest.

Das bedeutet nicht, dass ich später ausschließlich programmieren muss. Es ist jedoch der Bereich, den ich bisher am besten kenne und bei dem ich sicher sagen kann, dass er mir gefällt. Falls es andere Bereiche gibt, die von der Herangehensweise her ähnlich sind , würde ich diese ebenfalls nicht ausschließen. Genau so war mein vorheriger Kommentar gemeint. Ich bin offen neues zu lernen wenn es auf einer ähnlichen ebene stattfindet wie beim programmieren vom logischen denken und praktischen arbeiten.

Ich habe zuvor an einer Uni studiert und würde ungern nochmal theorethisch studieren wollen, deshalb hab ich mich auch für eine FH entschieden.
ascer schrieb:
Uni oder Theorielastiges würde ich nur dann wieder in Betracht ziehen, wenn dein Text hier nicht repräsentativ für alle deine Neigungen & Fertigkeiten war und/oder du wirklich ein Talent für höhere Mathematik, theoretische Informatik, ... hast (einfach mal ein typisches Buch aufschlagen oder Vorlesungen auf YouTube reinziehen; steigt man schnell in die Inhalte ein? Gefallen einem die Inhalte? usw.). Hört sich für mich jetzt erstmal aber nicht geeignet für dich an.
Ich habe bereits zwei Module in theoretischer Informatik absolviert und mich dabei unter anderem mit Themen wie Automaten, Kellerautomaten sowie Algorithmen wie Dijkstra und Kruskal beschäftigt. Schon sehr interessant.

Aber Ich schließe nicht aus, mich in Zukunft in diese Richtung zu spezialisieren – insbesondere, wenn ich im Beruf mehr Erfahrung gesammelt und einen besseren Einblick gewonnen habe. Aktuell ist es jedoch nicht mein primäres Ziel, direkt in diesem Bereich zu starten. Es ist eher interessant für mich zu wissen das es sowas gibt.

.Ich danke die für deine Infos und deine Meinung.
 
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Interaction180 schrieb:
Außerdem habe ich bereits einen staatlichen Abschluss und weiß daher, wie ein Studium funktioniert und was für Prüfungen wirklich relevant ist. Im Vergleich dazu ist das Niveau privater Hochschulen näher an den Mindestanforderungen, und es gibt deutlich weniger „Aussieben“ als an staatlichen Universitäten. Es wird einem somit klarer vorgegeben ,was man lernen muss um zu bestehen. Was viel Zeit spart
Das ist doch ein Abschluss der das Papier kaum wert ist auf dem er steht. Für mich hört sich das so an als ob es hier um Bullemielernen geht. Man pfeift sich das Wissen rein das man fürs bestehen der Prüfung braucht und das wars dann auch. Das funktioniert in FHs mega und in den Ba/MA Studiengängen an der Uni leider such gar nicht so schlecht.

Hab ich selbst erlebt bei der Umstellung von Diplom auf Bachelor. Da waren Leute dabei mit erstklassigen Noten die bei dem kleinsten echten Problem krachend gescheitert sind...

Für mich wäre das alles sehr suspekt und ich würde dir auf den Zahn fühlen ob da wirkliches Wissen dahinter steckt oder nur auf Noten gelernt wurde.
 
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Skysnake schrieb:
Für mich wäre das alles sehr suspekt und ich würde dir auf den Zahn fühlen ob da wirkliches Wissen dahinter steckt oder nur auf Noten gelernt wurde.
Stimme ich grundlegend zu (oder sogar, wie weiter oben bereits erwähnt, je nachdem wie theoriebezogen der Job ist, auch einfach die Bewerbung direkt aussortieren)...aber das hängt halt schon von Job, Branche, usw. ab. Er hat ja bspw. auch Staatsdienst ausdrücklich als infrage kommend erwähnt und gerade bei den Papiertigern sind ein zügiger Abschluss und gute Noten durchaus ein sehr relevantes Kriterium. Hängt also schon vom konkreten Karrieziel ab. Auch bei der restlichen "Planwirtschaft", die sich um diese Bubble herum gebildet hat, wird das m.E. nach gern gesehen.

Interaction180 schrieb:
Am besten deutlich für mich beim Programmieren mit z.B Python: Mir ist wichtig, dass ich verstehe, wie mein Code funktioniert und was ich da mache. Ich möchte logisch denken können und erkennen, ob mein Lösungsweg richtig oder falsch ist und ob mein Code das gewünschte Ergebnis liefert und wie mein Code funktioniert.
Wobei das ein absoluter Trugschluss ist. Außer bei Code in kleinen Betrieben, die sich professionelle Entwicklung nicht leisten können, oder in sonstigen Bereichen, wo das Endergebnis nicht so wichtig ist und Fehler vertretbar sind, wirst du als regulärer Programmierer
(1) niemals selbst entscheiden, welche Datenstrukturen und Algorithmen usw. wie verwendet werden - das wird dir von höherer Stelle aufgetragen und
(2) weißt du auch nie, ob dein Code tatsächlich korrekt arbeitet. Genau solche Dinge sind Aufgabe von Theoretikern: von Korrektheitsbeweisen über generelle Algorithmik, Optimierung oder auch bis ganz runter auf Hardwareebene, wo eine Mischung aus Mathematiker und Ingenieur tatsächlich mathematisch validiert, ob ein Chip auch fehlerfrei das tut, wofür er designed wurde.

Als regulärer Programmierer bist du "Code Monkey", der auf Basis von Intuition und Erfahrung versucht, funktionierenden Code zu produzieren. Und ohne Anleitung, Q&A, und alles vom vorherigen Absatz führt das gerade bei komplexeren Projekten nie zu stabilem, verlässlichen Code, sondern zu "wildem Westen".

Das kann einem natürlich trotzdem gefallen und gerade im Zeitalter von CI/CD, DevOps, usw. muss das auch nicht schlimm sein - eine Steuerungssoftware für Philips Hue im SmartHome ist kaum "mission critical"...wenn du die halt 10x korrigieren musst, dann ist das halt so...und dafür ein ganzes Team zu haben samt teuren Theoretikern ergibt natürlich auch gar keinen Sinn. Es hängt also stark vom UseCase ab.

Man sollte sich aber nicht die Illusion machen, dass das nicht "wilder Westen" wäre oder das man seinen Code tatsächlich versteht und exakt weiß, was der wirklich wann wie tut, das es niemals edge cases geben kann, das man seine Komplexität konkret abschätzen kann usw. ohne das Rüstzeug dafür in einem theoretischen Studium gelernt zu haben. Autodidakten gibt es natürlich auch, aber das ist gerade bei theoretischen Disziplinen extrem selten, schon alleine des Umfangs und der Komplexität dieser Themen wegen.

Interaction180 schrieb:
Das Verstehen von Code macht mir besonders Spaß, zum Beispiel wie Dictionaries oder Arrays funktionieren und wie man sinnvoll mit ihnen arbeitet. Genau dieser praktische Umgang hat mir bisher immer sehr gefallen.
Das hier ist also gerade nicht das Verstehen von Code und der dahinterliegenden Algorithmik usw., sondern eine Benutzung von Code. Vergleichbar mit der Faszination, aus Legosteinen etwa eine Brücke zu bauen - deshalb weißt du noch lange nicht, wie die Statik deiner Brücke tatsächlich aussieht...vor allem nicht, ohne das studiert oder einen Statiker im Team zu haben. Du bist dann eher der Bauarbeiter, der die Steine zusammensetzt.

Was, wie gesagt, keine Wertung sein soll - letztendlich braucht es alle genannten Personen, gerade in größeren Projekten. Nichtsdestoweniger ist die Abgrenzung da schon wichtig.


Interaction180 schrieb:
Das bedeutet nicht, dass ich später ausschließlich programmieren muss. Es ist jedoch der Bereich, den ich bisher am besten kenne und bei dem ich sicher sagen kann, dass er mir gefällt. Falls es andere Bereiche gibt, die von der Herangehensweise her ähnlich sind , würde ich diese ebenfalls nicht ausschließen.
Das wird mit theoretischen Inhalten aber nicht passieren. Gerade weil der Umfang dort so gewaltig & schwierig ist, setzt das außer wirklich in den seltensten EdgeCases i.d.R. ein entsprechendes Studium und Lebenslauf voraus. Nach einem regulären FH-Studium, ohne Spezialisierung, ohne entsprechende Erfahrung und Bildung rutscht man niemals einfach so in einen theoretischen Job (Algorithmik, DataScience, Robotik, KI, ...).

Wie gesagt: nur weil dir die Arbeit auf dem Bau viel Spaß bringt, wirst du auch nicht auf einmal Statiker später, ohne das entsprechend studiert zu haben, wenn du vorher nur praktisch als Bauarbeiter gearbeitet hast.

Ja, in der Informatik sind die Grenzen fließender...aber das heißt nicht, dass es gar keine Grenzen gibt.

Interaction180 schrieb:
Aber Ich schließe nicht aus, mich in Zukunft in diese Richtung zu spezialisieren – insbesondere, wenn ich im Beruf mehr Erfahrung gesammelt und einen besseren Einblick gewonnen habe.
In regulären Programmiererjobs lernst du so etwas nicht. Nicht im Mindesten. Und in konkreten theorielastigen Jobs wird von dir erwartet, dass du neue Probleme mit dem in der Uni gelernten theoretischen Rüstzeug bewältigst. Kurzum: praktische Erfahrung wird dir in diesen Jobs nicht helfen und i.d.R. wirst du auch niemals in solche Jobs kommen, wenn du das nicht entsprechend zuvor studiert hast.
 
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