ascer schrieb:
Imho solltest du dich erstmal eingängig und tief mit der Gesamtsituation und den unterschiedlichen Möglichkeiten beschäftigen. Deine Situation ist viel zu impräzise geschildert und die Fragen deutlich zu pauschal. Wenn ich technische Interviews führe, sind sowas für mich bei Akademikern schon die ersten Warnzeichen (zu wenig Erfahrung oder zu einfachen Studiengang/Uni gewählt).
Ich danke dir sehr für deine Meinung – und du hast absolut recht: Am besten ist es, klar und präzise zu wissen, was man möchte und wo man sich selbst sieht. Da stimme ich dir vollkommen zu.
Meine Frage war bewusst etwas offen formuliert, da ich mich persönlich in vielen Bereichen sehen kann. Mir ging es zunächst darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie mein Profil bei anderen – insbesondere bei erfahreneren Personen oder Recruitern – ankommen. So kann ich besser einschätzen, wie meine Positionierung wahrgenommen wird.
Grundsätzlich sehe ich mich sowohl in der Industrie als auch im staatlichen Bereich, da ich beide Richtungen interessant finde und aktuell wenig Gründe sehe, eine davon grundsätzlich auszuschließen. Wenn sich beispielsweise im öffentlichen Dienst eine gute Möglichkeit ergibt, wäre das für mich eine Option.
Allerdings habe ich mich zunächst bewusst an dem orientiert, was ein Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung typischerweise macht. Dabei ist mir aufgefallen, dass in diesem Bereich ein sehr großer Wert auf praktische Erfahrung gelegt wird und weniger auf die Inhalte, die in der Berufsschule vermittelt werden.
Für mich bedeutet das, dass ich mir viele Inhalte eigenständig erarbeiten muss, um überhaupt zeigen zu können, was ich kann. Eine solche Herausforderung spricht mich grundsätzlich an – vor allem dann, wenn ich die Möglichkeit habe, meine Fähigkeiten praktisch unter Beweis zu stellen und diese auch wertgeschätzt werden können , anstatt nur auf oberflächliche Kriterien zu achten.
ascer schrieb:
Möchtest du in einen spezialisierten Beruf?
Das bedeutet nicht, dass ich solche Bereiche grundsätzlich ausschließe. Allerdings sagt der Begriff „Spezialisierung“ bereits aus, dass man sich in einem bestimmten Bereich sehr gut auskennen muss, um wirklich zu verstehen, was dort gefragt ist.
. Daher stehe ich solchen Themen grundsätzlich offen gegenüber, kann sie aufgrund meiner bisher fehlenden Praxiserfahrung und Einblicke jedoch aktuell nur oberflächlich beurteilen.
Wenn mir jemand die Chance geben würde, mich in einen solchen Bereich einzuarbeiten und meine Lernbereitschaft unter Beweis zu stellen, wäre ich auf keinen Fall abgeneigt, auch in einem spezialisierten Beruf zu arbeiten.
ascer schrieb:
Bedeutet also konklusiv: es hängt vom konkreten Fall, deinen Vorstellungen, deinen Zukunftsplänen, der entsprechenden Branche, ... ab.
Wenn es nach meinem Wunsch ginge, wäre es für mich am idealsten, „ins kalte Wasser geworfen“ zu werden, um alles von innen kennenzulernen und vor allem praktisch zu lernen.
Ich gehe davon aus, dass ich in so einer Situation am meisten lerne – nämlich dann, wenn ich direkt im Geschehen bin und verstehe, wie die Abläufe in der Praxis wirklich funktionieren.
Mir ist jedoch bewusst, dass der Einstieg nicht immer so abläuft. Deshalb ist für mich zunächst jede Möglichkeit wertvoll, Erfahrung zu sammeln – egal ob durch eine Werkstudentenstelle oder eine andere Einstiegsposition.
ascer schrieb:
Bedeutet also konklusiv: es hängt vom konkreten Fall, deinen Vorstellungen, deinen Zukunftsplänen, der entsprechenden Branche, ... ab.
Nicht zuletzt ist auch recht wichtig: was liegt dir denn überhaupt besonders gut? Häufig fährt man am besten damit, wofür man sich begeistern kann und/oder v.a. wo persönliche Stärken liegen. Davon klar abgrenzen sollte man auch ganz offen und ehrlich, was persönliche Schwächen sind - dann sieht man auch direkt klarer, welche Wege eher in Frage kommen.
Ich sehe meine größte Stärke darin, dass ich sehr gerne logisch arbeite. Mir ist es wichtig, wirklich zu verstehen, was ich gerade mache. Wenn ich dieses Verständnis habe, funktioniere ich sehr gut und kann mich auch stark motivieren, viel Zeit in ein Thema zu investieren. Ich mag es sehr ein Thema solange zu hinterfragen, bis ichs wirklich selbst verstehe.
Deshalb sehe ich es als große Stärke, dass ich aufgrund meiner zwei Studienabschlüsse die ich erwerben werde die Fähigkeit entwickelt habe, mich in nahezu jedes Thema einarbeiten zu können. Ich bringe eine hohe Lernbereitschaft sowie die Disziplin mit, mich intensiv mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen – besonders dann, wenn sie ein logisches Arbeiten erfordern.
Ich habe aktuell eine Präferenz für Programmierung, da ich mich bereits damit beschäftigt habe und mein Interesse dadurch geweckt wurde. In meiner Bachelorarbeit habe ich mich intensiv mit der Analyse von Daten beschäftigt. Dadurch kam auch die Überlegung auf, in Richtung Data Engineering zu gehen, da ich in diesem Bereich bereits erste Erfahrungen sammeln konnte.
Meine bisherigen Kenntnisse basieren vor allem auf meinem Studium und auf Hobbyprojekten.
Ich bin jedoch ein sehr offener Mensch und bereit, auch andere Tätigkeiten anzunehmen. Mir ist bewusst, dass die aktuelle Arbeitsmarktsituation schwierig ist, und ich bin daher bereit, die Chancen zu nutzen, die sich mir bieten. Für mich ist besonders wichtig, dass ich mich im Job weiterentwickeln und lernen kann ,das fehlt mir aktuell in meiner jetzigen Tätigkeit, was ich als sehr demotivierend empfinde.