News Festivals: Verbraucherzentrale klagt wegen bargeldlosen Bezahlchips

MaverickM schrieb:
weil für die ersten beiden Fälle ja nicht mit dem Ticket abgedeckt sind
Sind Sie nicht. Bloß weil du weißt, wieviele Tickets verkauft wurden, weißt du nicht, wieviele Leute sich in welchem Bereich aufhalten. Also wieviele Leute gerade auf dem Infield sind, wieviele auf dem Campingplatz usw. Je nach Festival gibt es da relativ viele Bereiche und so lassen sich da relativ genaue Echtzeit-Aussagen treffen.
Und den Zugang regelst du nur einmalig mit dem Ticket. Das hast du ja nicht die ganze Zeit dabei. Klar kann man das auch mit zig verschiedenen Bändchen regeln, kostet aber halt und wird irgendwann unkomfortabel. Auf dem bereits erwähnten BA könntest du im Zweifelsfall mit bis zu zehn Bändchen für verschiedene Bereiche rumlaufen. Und grad die billigen Papierbändchen können schon relativ leicht abreißen.

Ich sage nicht, dass die Chips alternativlos wären. Aber gewisse Vorteile bieten die durchaus.

MaverickM schrieb:
man diese Chips ja nicht stehlen kann...
Klar ist das möglich. Es ist aber deutlich schwieriger, als jemandem etwas aus der Tasche zu ziehen und gleichzeitig ist nur das Geld drauf, was du drauf geladen hast. Der Schaden hält sich also in gewissen Grenzen. Und zu guter Letzt kann, zumindest bei den mir bekannten Systemen, das Guthaben nur auf dem Festival genutzt werden. Um das Geld zurück auf ein Konto o. Ä. zu buchen werden da Zugangsdaten benötigt. Ist also relativ unattraktiv.
 
Airbeatone hat 3,50 Gebühr gekostet, das Bändchen ist aber dann auch dein Eintritt zu allen. (steht beim Aufladen groß dran und man konnte mit Bargeld und Karte + Handy aufladen.)
Über die App könnte man auch super kontrollieren wie viel noch drauf ist.
Und 2 Wochen später konnte man sich alles kostenlos auszahlen lassen.
Hab damit ehrlich gesagt kein Problem, denn mit Bargeld und Karte hab ich keine Lust dort rum zu hüpfen um aller 2 min zu gucken ob ich es nicht verloren hab.

Gruß
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mibbio schrieb:
Musst den zu wenig gefüllten Becher doch nicht annehmen oder du bestehst halt darauf, dass der Becher korrekt gefüllt ist. Wenn du den Becher mit der "Schaumparty" aber annimmst, akzeptierst du ja quasi, dass zu wenig drin ist. Wenn er ständig zu wenig in die Becher füllt, kannst den Veranstalter oder Gastwirt auch bei der zuständigen Behörde (Ordnungsamt, Gewerbeaufsicht) melden, dass er die gesetzlichen Vorschriften nicht einhält.
[...]
Nein, auf Festivals ist das eben, egal wie sehr es rechtlich so verordnet ist, praktisch nicht durchsetzbar, weil du an einer völlig überfüllten Bar von jemandem bedient wirst, der sowieso kein Wort von dem versteht, was du sagst. Günter Jauch, der von Wer wird Millionär, hatte darüber anno dazumal seine erste journalistische Recherche auf dem Münchner Oktoberfest, wo auch mehr als die HJälfte der Kruge deutlich unterfüllt waren und es keine Änderungsmöglichkeit vor Ort gab, obwohl man natürlich rein theoretisch immer das Recht auf seiner Seite hatte, aber jetzt sofort das Ordnungsamt zu holen, das geradenoch damit überlastet ist, die 2-300 Verstöße gegen das Pinkeln auf den Gehweg zu ahnden. Ich persönlich bestelle einfach grundsätzlich nichts an solchen Orten. Festivals können mich kreuzweise. Man läuft eh nur Gefahr, irgendwelches wichtiges Habgut zu verlieren.
Ironbutt schrieb:
keine 1001 Bank-Terminals was Gebühren kostet (das Bier wird teurer)
Es ist eine überholte Mär, dass die Bezahlterminals übertrieben teuer wären. Das war vor 20 Jahren mal so, ist aber längst nicht mehr der Fall. Bei Zahlungen unter 20 Euro hat Ibrahimovic schon vor zehn Jahren fürs Bierzahlen in der Kneipe Werbung gemacht - aber klar, Festivals mit einem vier mal teureren Bierpreis können sich das nicht leisten.

P.S.
Gerade wird in Deutschland der Wero eingeführt als Billigzahlmethode in Anlehnung ans schwedische Swish.
 
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ReactivateMe347 schrieb:
Vorlalem wenn man auch noch die grandiose Idee hat, eine Rückseite aus Glas zu fertigen, die rutschig UND zerbrechlich ist ;)
Hier legen wir alle bitte eine Schweigeminute für mein Nexus 4 ein.
 
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wrglsgrft schrieb:
Sind Sie nicht. Bloß weil du weißt, wieviele Tickets verkauft wurden, weißt du nicht, wieviele Leute sich in welchem Bereich aufhalten.

Weißt Du mit dem Chip auch nicht, wenn das kein Chip wie bspw. ein AirTag ist.

wrglsgrft schrieb:
Und den Zugang regelst du nur einmalig mit dem Ticket. Das hast du ja nicht die ganze Zeit dabei.

Natürlich hast Du das, warum denn nicht!?

wrglsgrft schrieb:
Es ist aber deutlich schwieriger, als jemandem etwas aus der Tasche zu ziehen und gleichzeitig ist nur das Geld drauf, was du drauf geladen hast.

Son Krampf. Der lässt sich exakt genauso leicht klauen wie alles andere auch. Und Geld hat man auch nur begrenzt dabei.
 
MaverickM schrieb:
Weißt Du mit dem Chip auch nicht, wenn das kein Chip wie bspw. ein AirTag ist.
Doch, weil die Chips beim Betreten und Verlassen des jeweiligen Bereichs gescannt werden können und so eben auch gleich geprüft wird, ob du für den Zutritt zu dem jeweiligen Bereich berechtigt bist.

MaverickM schrieb:
Natürlich hast Du das, warum denn nicht!?
Warst du jemals auf einem Festival? Nach mehreren Tagen ist von dem Ticket im Zweifelsfall nichts mehr übrig. Deswegen haben sich auf Festivals Bändchen oder Tokens etabliert.

MaverickM schrieb:
Der lässt sich exakt genauso leicht klauen wie alles andere auch.
Nein. Nicht umsonst wird immer dazu geraten, Wertgegenstände in gefährdeten Bereichen immer eng am Körper und nicht in Hosentaschen rum zu tragen.
 
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wrglsgrft schrieb:

Aha. Weil Chips ja inhärent anders als Bargeld oder anderer Kram ist, nicht wahr!?

Es ist und bleibt eine faule Ausrede. Es gibt keinen sinnvollen Grund. Die von dir erwähnte Überwachung ist nur ein weiterer Grund gegen diese Chips.
 
Shio schrieb:
Also ich nehme mein Haupthandy sicherlich nicht mit aufs Festivalgelände, das bleibt im Auto. Gerade bei teureren Geräten gabs schon immer Langfinger.
Wenn ich mir auf einer Veranstaltung Sorgen um mein Eigentum machen muss, dann will ich da eh nicht hin.
So einen Umgang erspar ich mir lieber.
 
Inxession schrieb:
Was ich auch überhaupt nicht verstehe ist dieses schrittweise veröffentlichen von Acts/DJs.

Wenn ich das Line-Up veröffentliche, ist es eine Meldung. Mache ich das aber nach und nach, wird in den entsprechenden Communitys das Thema im besten Fall mehrfach behandelt und die chance steigt, das Menschen davon etwas mitbekommen und sich eine Karte kaufen.

Tantrum! schrieb:
Doof nur das man dann als zweiter ne Runde Drinks für 10 Leute holt, mit dem Pfand der 10 Leute und dann gesagt bekommt: Du kannst maximal 5 der Becher zurückgeben, und dann musst du erstmal wieder Pfand zahlen weil du zu viele Becher zurückgegeben hast.

Wer kann denn ernsthaft Drinks für 10 Leute holen? Also ohne dabei massiv Getränk zu verschütten oder zig Leute anzurempeln? Sorry, aber dann geht man einfach zu 2t / 3t und hat kein Problem.

Tantrum! schrieb:
Und selbst wenn: Sofern Leute Pfand in die Menge werfen, und der Becher liegt am Boden. Warum soll man den nicht zurück bringen können? Dafür wurde Pfand bezahlt.

Richtig!
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ReactivateMe347 schrieb:
Du siehst deine Abzocke (Aufladegebühr, Auszahlungsgebühr, Fehlbuchungen) schon 1 Minute später. Dann kämpfe Dich mal an der Theke zurück oder warte da die 1 Minute.

Ich sprach von spätestens 1 min. ... beim Parookaville ging es immer deutlich schneller.

ReactivateMe347 schrieb:
Mal abgesehen davon, dass man Wechselgeld beim Wegstecken unmittelbar kontrollieren kann und dafür nicht das Hand zücken muss, was viele gar nciht tun werden.

Was ich gut finde ist, dass bei manchen Festivals Dir der Restbetrag vom Personal direkt gezeigt wird. Bei dem Beispiel, das mir da im Kopf ist, ist das aber relativ, weil die trotz umstellung auf digital weiter ihre eigene Token-Währung benutzen. das liegt mutmaßlich daran, dass euro-Guthaben rechtlich anders behandelt wird als fiktive Währung.

Beim Parookaville haben die meisten an den Theken den Leuten gezeigt, was abgebucht wurde. Und wer sein Wechselgeld kontrolliert, braucht dafür teilweise auch die Sekunden, die es dauert bis die Abbuchung in der App angezeigt wird.

MaverickM schrieb:
Andenken... Ein Ticket... :lol:

Habe letztens eine Veranstaltung gesehen, da konnte man sich "Hardtickets" als Andenken kaufen. Waren 10 Euro Aufpreis gegenüber dem Ticket "auf dem Smartphone".

MountWalker schrieb:
Nein, auf Festivals ist das eben, egal wie sehr es rechtlich so verordnet ist, praktisch nicht durchsetzbar, weil du an einer völlig überfüllten Bar von jemandem bedient wirst, der sowieso kein Wort von dem versteht, was du sagst.

1.) Wie schafft man es, sein Getränk zu bestellen, wenn die Bedienung nicht versteht was man sagt?

2.) Es gibt bei den Festivals immer auch genug Bars, die so weit weg sind, das man sich dort gut unterhalten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
keldana schrieb:
1.) Wie schafft man es, sein Getränk zu bestellen, wenn die Bedienung nicht versteht was man sagt?
Genau wie in jedem Tanzclub: Der Bartender versucht anhand der Mundbewegung irgendwas zu deuten, während er anhand seines Vorurteils über das Aussehen desjenigen, der da bestellt, seine mentale Itemauswahl einschränkt, um eine Chance beim Mundbewegungdeuten zu haben. Bei Typen wie mir funktioniert das dann komplett gar nicht, weswegen die Erfahrung meines Lebens in Tanzclubs und an Festivaltheken ist, dass ich fast immer nach drei, vier mal Kopfschütteln mit ausgestrecktem Zeigefinderarm auf das zeige, was er greifen soll.
keldana schrieb:
2.) Es gibt bei den Festivals immer auch genug Bars, die so weit weg sind, das man sich dort gut unterhalten kann.
Möglich, dass es irgendwo immernoch einen Stand gibt, der nicht überfüllt ist. Wie gesacht, schon zu Günter Jauchs Volontariatszeiten war diese rechtliche Eindeutigkeit in der Praxis oft pragmatisch nicht durchsetzbar und der journalistische Pranger für die Betreiber, die es ausnutzen, sinnvoll.
 
MountWalker schrieb:
Genau wie in jedem Tanzclub: Der Bartender versucht anhand der Mundbewegung irgendwas zu deuten, während er anhand seines Vorurteils über das Aussehen desjenigen, der da bestellt, seine mentale Itemauswahl einschränkt, um eine Chance beim Mundbewegungdeuten zu haben. Bei Typen wie mir funktioniert das dann komplett gar nicht, weswegen die Erfahrung meines Lebens in Tanzclubs und an Festivaltheken ist, dass ich fast immer nach drei, vier mal Kopfschütteln mit ausgestrecktem Zeigefinderarm auf das zeige, was er greifen soll.

Keine Ahnung, wo die Leute sich angeblich rumtreiben ... ich werde immer verstanden ... zumal ich den Leuten direkt ins Ohr rede. Dementsprechend kann mit mein Gegenüber auch nur verstehen, denn meinen Mund sieht die Person ja nicht.

ABER ... man kann das Problem auch ganz einfach umgehen ... wie ich z.B. in Polen / Litauen. Ich schreibe den Text in ein Übersetzungsprogramm und zeige den dann auf meinem Smartphone. Teilweise mache ich das auch in England, wenn ich merke das es so laut ist, das die Bedienungen 2-3 Mal nachfragen müssen. Da schone ich damit dann meine Nerven.

MountWalker schrieb:
Möglich, dass es irgendwo immernoch einen Stand gibt, der nicht überfüllt ist. Wie gesacht, schon zu Günter Jauchs Volontariatszeiten war diese rechtliche Eindeutigkeit in der Praxis oft pragmatisch nicht durchsetzbar und der journalistische Pranger für die Betreiber, die es ausnutzen, sinnvoll.

1.) Ich sprach von einer Bar, bei der man verstanden wird.

2.) Zum Glück trinke ich nur Wasser oder im Zweifel mal eine Cola. Die bekomme ich auf den Festivals immer in Flaschen / Dosen und da gibt es dann kein Problem mit der Füllmenge.

3.) Beim Parookaville gab es mit der Füllmenge beim Bier auch kein Problem. Da wurde "auf Vorrat gezapft" und dann der Becher entsprechend aufgefüllt. Keine Schaumkrone, kein Problem. Ich weiß aber natürlich nicht, wie es dann mit dem Geschmack aussieht.
 
keldana schrieb:
[...]
ABER ... man kann das Problem auch ganz einfach umgehen ... wie ich z.B. in Polen / Litauen. Ich schreibe den Text in ein Übersetzungsprogramm und zeige den dann auf meinem Smartphone. Teilweise mache ich das auch in England, wenn ich merke das es so laut ist, das die Bedienungen 2-3 Mal nachfragen müssen. Da schone ich damit dann meine Nerven.
[...]
Kann man alles machen, aber, und das ist ja der Dreh- und Angelpunkt meines gestrigen Einwands: Versuch mal in einer solchen Situation, wenn du da jetzt feststellst, dass statt 0,4 nur 0,32 l im Becher sind, dem Barkeeper, der das den Tag schon 867 mal durchgezogen hat, mit dem Recht auf den Füllstrich zu kommen. Klar, wenn du jetzt gerade auf einem Festival bist, wo die anständig ausschenken, brauchst du das nicht, aber "es gibt irgendwo am Rand des Festivals immer auch" ist eben auch nicht, das sei überall so, und man muss nicht Leuten, die diese Erfahrung gemacht haben, dass sie ständig unterfüllte Becher sehen, ihre Erfahrung absprechen.
 
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MountWalker schrieb:
dass statt 0,4 nur 0,32 l im Becher sind, dem Barkeeper, der das den Tag schon 867 mal durchgezogen hat, mit dem Recht auf den Füllstrich zu kommen.

Wieso kommst Du mir jetzt schon wieder mit dem Eichstrich? Klar gibt es das Problem ... Lösung: einfach kein gezapftes Bier kaufen. Gibt ja genug andere Getränke.

Klar ist es direkt an der Bühne ziemlich laut ... Lösung "Text auf Handy schreiben und zeigen statt reden".

Es gibt eben für fast alles eine Lösung ... nur will die keiner hören. Denn es geht wahrscheinlich gar nicht darum, die Probleme zu lösen, sondern man will sich nur mal wieder aufregen.
Ergänzung ()

MountWalker schrieb:
und man muss nicht Leuten, die diese Erfahrung gemacht haben, dass sie ständig unterfüllte Becher sehen, ihre Erfahrung absprechen.

Habe ich überhaupt nicht!
 
Zuletzt bearbeitet:
keldana schrieb:
Wieso kommst Du mir jetzt schon wieder mit dem Eichstrich?
Weil das der Kontext ist, in dem mein Beitrag von gestern, auf den du antwortetest, zu verstehen ist.
keldana schrieb:
Klar gibt es das Problem ... Lösung: einfach kein gezapftes Bier kaufen. Gibt ja genug andere Getränke.
Oder noch ne "Lösung": Einfach gar nicht auf solche Festivals gehen.
 
Project 2501 schrieb:
Wenn ich mir auf einer Veranstaltung Sorgen um mein Eigentum machen muss, dann will ich da eh nicht hin.
Diese Gedanken muss man sich mittlerweile leider bei jeder Massenveranstaltung machen.
Ist bei mir mit einem alten Handy aber easy gelöst. Brauch man eh nur um zu sehen wo und wann welche Band spielt und um Kollegen anzurufen wo er mal wieder rumtaumelt.
 
P.S.
Wenn beim Bäcker ständig verschimmeltes Brot im Regal liegt, dann kauf halt einfach Kuchen, der wird ja mit seinem Zuckergehalt eher seltener verschimmelt sein. Es gibt immer Alternativen. /sarcasm
 
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MountWalker schrieb:
Weil das der Kontext ist, in dem mein Beitrag von gestern, auf den du antwortetest, zu verstehen ist.

So what? Ich habe aus Deinem Post den Punkt herausgegriffen, das man nicht verstanden wird. Da ich nichts zu der Eichstrichgeschichte schrieb, brauchst Du mir das demnach auch nicht "vorhalten".

MountWalker schrieb:
Oder noch ne "Lösung": Einfach gar nicht auf solche Festivals gehen.

Wäre in meinen Augen eine völlig überzogene Maßnahme. Es gäbe wie man so schön sagt "mildere Mittel".
 
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