News Festivals: Verbraucherzentrale klagt wegen bargeldlosen Bezahlchips

Wenn man sieht, was die Besucher so nach den Festivals alles so hinterlassen, dann ist die Bezahlmethode ja scheinbar nicht das kleinste Problem. Warum werden da Kühlschränke, Waschmaschinen, Matratzen und sonst was für andere Dinger hingekarrt und dort gelassen?
 
Was noch fehlt ist der Mindestbetrag der Aufladung, ich meine es waren letztes Jahr am Flughafen Nürnberg auf dem Latino Festival 30 oder 50€. Natürlich war es unmöglich das Geld auf den € auszugeben. Ein 1L Bier kostete ja mit Pfand 14€ /5€ Pfand. Dass das nicht aufgeht ist offensichtlich. Man musste später online über das Handy seinen Chip QR Code scannen. Natürlich funktionierte es nicht, es waren noch knapp 25€ drauf.
 
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Beim Lesen des Artikels kommen mir – gerade bei den Abschnitten über die Veranstalter – ausgesprochen deftige Begriffe in den Sinn, die das Geschäftsgebaren ziemlich treffend benennen würden, sich aber in einer zivilisierten Diskussion gewöhnlich verbieten.
 
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NJay schrieb:
Das kann so nicht stimmen. Gerade in Großstädten gibt es immer mehr Cafes und restaurants die keine Barzahlung akzeptieren, Online-Händler sowieso.
Vertragsfreiheit.
Händler können im Rahmen der Vertragsfreiheit festlegen, welche Zahlungsarten sie akzeptieren, solange sie dies transparent machen.
Wenn also das Cafe klar und deutlich kennzeichnet: Keine Barzahlung. Dann passt das.
 
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Haggis schrieb:
Was können diese Bezahlchips denn besser als moderne Giro- und Kreditkarten mit NFC?

Dem Betreiber zusätzlich Geld in die Kassen spülen.
 
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Vorteil..
Ich muss mir keine Sorgen machen, meinen Geldbeutel zu verlieren oder dass er geklaut wird.

Nachteile
Die im Artikel genannte Intransparenz.

In Holland hats mit aufladen, bezahlen und Rückzahlung perfekt geklappt (Transmission Festival)

Bei Open Beatz gibt's die 2€ Gebühr direkt beim aufladen und eine 20€ Müll Gebühr wenn man den Campingplatz verlässt ohne Müll gesammelt zu haben.
So richtig gelesen hatte ich das vorher nicht.

An nur einem Übernachtungstag so gut wie unmöglich so viel Müll einzusammeln.

Was ich auch überhaupt nicht verstehe ist dieses schrittweise veröffentlichen von Acts/DJs.

Ich geh doch lieber/sicher hin wenn ich weiß mein Act Spielt.

Aber hat wohl mit der schrittweisen Erhöhung der Ticketpreise zu tun, was an sich auch ne Frechheit ist.

Aber der Erfolg gibt den Veranstaltern ja Recht...
 
MaverickM schrieb:
Haggis schrieb:
Was können diese Bezahlchips denn besser als moderne Giro- und Kreditkarten mit NFC?
Dem Betreiber zusätzlich Geld in die Kassen spülen.
Naja, es gibt schon Vorteile:
Das Kaufen und Bezahlen geht schneller, da man das Armband nicht erst hervorkramen und hinterher wieder wegpacken muss.
PIN Eingaben beim Bezahlen sind mit dem Armband nie nötig.
Ein Verlust des Armbandes stört weniger als der Verlust einer Girokarte.

Gerade im Gedränge vor den Getränkeständen ist es einfach praktischer. Höchstens eine Geldkarte die man auf einer Smartwatch speichert wäre damit noch vergleichbar. Hat aber nicht jeder.

Die bei einigen Festivals verlangten einmaligen Gebühren werden in der nächsten Saison nun aufgrund der Klage ggf. entfallen. Aber diesen Betrag holen sich die Veranstalter dann halt bestimmt über einen etwas höheren Ticketpreis trotzdem, dann damit wird ja das Kartensystem bezahlt.
Nur darf das künftig halt jeder Besucher über den Ticketpreis mitbezahlen und nicht nur diejenigen die das nutzen.
 
Future-One schrieb:
Ich verstehe nicht warum so viele dieses System akzeptieren.
Bequeeeemlichkeit :freak:.

Echt schlimm heutzutage :stock:
 
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Haldi schrieb:
Was steht als alternative da?
Nicht an Festivals gehen?
Ja.

Ich meide alle solche Veranstaltungen.

Auch neuerdings Restaurants, die nach Trinkgeld betteln.

Alles andere spare ich mir, da sonst mein Kommentar gelöscht wird und ich ne gelbe Karte bekommen würde.
 
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aid0nex schrieb:
Wie ich bereits schrieb. ;)
Da ist aber der Chip irrelevant, sie würden auch Geld nehmen, wenn du dein Handy als NFC-ID nutzt.
Grundsätzlich ist deren Version auch fälschungs...aufwändiger.
 
Future-One schrieb:
Ich verstehe nicht warum so viele dieses System akzeptieren.
Weil sich die Mehrheit halt gewissen Anforderungen beugt, um ja nichts zu verpassen.
Ich sag mal so: es gibt ja auch schon seit Langem das Thema Abschaffung von Bargeld.
Problem bei all diesen bargeldlosen Zahlungsarten: irgendwer möchte immer dran verdienen.
Verständlich, die nötige Infrastruktur kostet ja auch.
Dann sind die Leute ja mittlerweile dran gewöhnt, ohne Bargeld zu kaufen, Karte oder Telefon an einen Scanner halte, schupps Geld weg und bezahlt.
Ist ja viel bequemer als in der Tasche oder Wallet nach Geld zu fingern.
Faulheit siegt eben manchmal, und manchmal auch sehr oft.

Am Rande: wo ich nicht mit Bargeld bezahlen kann, da geh ich halt nicht hin.
Ein wenig konsequent sollte man auch schon sein, und nicht nur seinem Ärger darüber in einemForum AUsdruck verleihen.
Ergänzung ()

nlr schrieb:
Was können die Bezahlchips besser als Apple Pay oder Google Pay?
Smartphone hat doch ohnehin jeder Besucher dabei.
Den Teufel mit dem Belzebub austreinen, sehr gute Idee.
Ergänzung ()

Negan75 schrieb:
Ach jetzt wird gejammert. Wollen doch alle das Bargeld weghaben weils ja so toll ist mit dem Handy zu bezahlen oder mit Karte. Wenn das Bargeld mal weg ist werden sich noch einige wundern und es bereuen. Die Bank hat dann vollends die Kontrolle über deine Finanzen.
Und nicht nur die Banken, viel mehr Vater Staat, da wird der Steuerzahler doch gleich viel transparenter
 
nlr schrieb:
Was können die Bezahlchips besser als Apple Pay oder Google Pay?
Smartphone hat doch ohnehin jeder Besucher dabei

Ja der einzige Vorteil ist ein einziges Bezahlsystem und nicht jeder benutzt appel oder. Google pay.... Ich zb nicht,
 
Alphanerd schrieb:
Bei uns glaube ich verboten.
Nope, wird hier genau so betrieben.

ReactivateMe347 schrieb:
in D dominiert bisher eventim.
Und die ziehen genau das gleiche ab. Hatte ich erst die Tage. Eine Band, die meine Partnerin seit ihrer frühen Jugend feiert, spielt zufällig an ihrem Geburtstag in unserer Stadt. Ist ja klar, was die sich da gewünscht hat.
Regulärer Ticketpreis wären ca. 85 €. Weil die Nachfrage in unserer Stadt aber besonders hoch zu sein scheint, hat Eventim den "Hot Ticket"-Stempel draufgedrückt und jetzt kosten die Tickets etwas über 150 €...

MaverickM schrieb:
Nein, gibt es nicht.
Doch, gibt es schon. Neben der Bezahlfunktionen gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten diese Chips zu nutzen.
Erfassung der Besucherzahlen (im Katastrophenfall sehr wichtig um Rettungskräfte zu koordinieren), Regelung vom Zugang zu verschiedenen Bereichen (VIP-Areas o.ä.), Reduzierung der Attraktivität des Festivals für Taschendiebe fallen mir spontan ein.

Klar, irgendwelche Sondergebühren sind definitiv nicht in Ordnung und datenschutztechnisch ist da bestimmt auch Spielraum für Verbesserung, das will ich gar nicht leugnen. Aber das diese Chips gar nichts auf der Haben-Seite stehen haben ist auch nicht richtig.
 
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Die Pfandsysteme sollte die Verbraucherzentrale auch mal genauer unter die Lupe nehmen.

Pfand zahlen klappt ja immer, nur zurückgeben wird limitiert. Man möchte ja die „Pfandmafia“ bekämpfen.

Doof nur das man dann als zweiter ne Runde Drinks für 10 Leute holt, mit dem Pfand der 10 Leute und dann gesagt bekommt: Du kannst maximal 5 der Becher zurückgeben, und dann musst du erstmal wieder Pfand zahlen weil du zu viele Becher zurückgegeben hast.

Und selbst wenn: Sofern Leute Pfand in die Menge werfen, und der Becher liegt am Boden. Warum soll man den nicht zurück bringen können? Dafür wurde Pfand bezahlt.
 
DagdaMor schrieb:
Bequeeeemlichkeit :freak:.

Echt schlimm heutzutage :stock:
Nein. Man will Künstler XYZ sehen und mit Freunden eine gute Zeit haben.

Dann bleibt nix anderes, außer das System zu akzeptieren. Deine Bequemlichkeit suggeriert, es gäbe noch andere Bezahlmethoden. Dem ist nicht so.
Ergänzung ()

wrglsgrft schrieb:
Nope, wird hier genau so betrieben
Hatte ich ja ein paar Posts später korrigiert und auch noch einen Rolling Stone Artikel dazugepackt.
wrglsgrft schrieb:
hat Eventim den "Hot Ticket"-Stempel draufgedrückt und jetzt kosten die Tickets etwas über 150 €...
In diesem Artikel stand dass es (zumindest bei Ticketmaster, kann mir nicht vorstellen, dass es bei Eventim anders ist) die Entscheidung des Künstlers ist, ob und wie viele Tickets dem dynamic pricing unterliegen. Maiden hatten sich zb strikt dagegen entschieden.

Für mich wäre das ein Grund, "meine Band" zu überdenken, Fan seit Jugend hin oder her. Klar, den Geburtstag nimmt man noch mit, aber das wäre das letzte Geld, was die Band von mir gesehen hätte. Kein Merch, keine Konzertbesuche, nur noch Abruf über streaming Plattformen.
 
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