News Festivals: Verbraucherzentrale klagt wegen bargeldlosen Bezahlchips

@Negan75 Wer ist "alle"? Aber ja: Ich möchte gern rein digital Zahlen, aber dann sollen sie einfach kontaktlose Bezahlmöglichkeiten via Karte und Smartphone anbieten, statt irgendwelcher umständlichen Sonderlösungen.
 
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Paladin-HH schrieb:
Ist in DE nicht Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel?

Hab jetzt das Bankengesetz nicht zu 100% im Kopf aber es lautet ungefähr so: € Banknoten und Münzen sind uneingeschränktes Zahlungsmittel.
Händler dürfen allerdings bei zu viel "Kleingeld" die annahme verweigern.

jetzt schießt mir in den Kopf wieso kann ich GEZ und Finanzamt nicht mit Bargeld zahlen?

Ich finde diese bargeldlosen Bezahlchips eine feine sachen wenn sie ohne wenn und aber kostenlos funktionieren.
 
nlr schrieb:
Was können die Bezahlchips besser als Apple Pay oder Google Pay?
Smartphone hat doch ohnehin jeder Besucher dabei.
Also ich nehme mein Haupthandy sicherlich nicht mit aufs Festivalgelände, das bleibt im Auto. Gerade bei teureren Geräten gabs schon immer Langfinger.
Ist natürlich von Festival zu Festival unterschiedlich, aber ich will mir die Gedanken gar nicht erst machen.

Zu Bezahlchips kann ich nichts sagen, auf meinen Festivals ging eigentlich immer EC oder Bar.
 
K3ks schrieb:
Was kostet ein Wacken Ticket heute? o.O
333€ + 33€ (letzteres pro PKW)
Am Sonntag starten wir wieder 🤘🤪
 
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So wie ich das sehe wollen die Leute auch Maximal abgezogen werden.

Beim letzten Konzert, das ich Ende letzten Jahres besucht habe, war ich völlig entsetzt: Als das Konzert vorbei war, stürmten alle hinaus und hinterließen hunderte von Bechern – jeder mit einem Pfand von 2 €. Niemand schien sich darum zu kümmern.
Ich konnte es echt nicht fassen was da an Geld zurück gelassen wurde leider konnte man nur die gekaufte Menge zurück geben. Deshalb wird das immer so weiter gehen, die Leute machen es mit egal was es kostet.
 
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wern001 schrieb:
Hab jetzt das Bankengesetz nicht zu 100% im Kopf aber es lautet ungefähr so: € Banknoten und Münzen sind uneingeschränktes Zahlungsmittel.
Das kann so nicht stimmen. Gerade in Großstädten gibt es immer mehr Cafes und restaurants die keine Barzahlung akzeptieren, Online-Händler sowieso.
 
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Für die, die fragen, weshalb es die Bezahlchips überhaupt gibt, bzw. wo Mehrwerte liegen:
Es ist - zumindest für mich - angenehmer, nur das absolute Minimum an "Karten" im Beutel zu haben - Aufgrund von Diebstählen. Auch ist es angenehmer und schneller an Ständen zu zahlen ohne den "Ich habs passend, junger Mann"-Flair - und nicht auf das Rückkgeld warten zu müssen.

Viele meiner Leute möchten auch nicht immer das Smartphone mit ins Infield nehmen, oder haben extra "Festivalgeräte" , ala Nokia GehtEhNieKaputt, die von smart nichts wissen.
Es ist also nicht alles schlecht an den Bezahlchips.

Die Gebühren und Fristen undundund ist natürlich dreist und ich finde es toll, dass die Zentrale hier arbeitet.
 
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Absolut gerechtfertigt.

Schlichtweg Abzocke, keine transparente Kommunikation und Verpflichtung zur Teilnahme.

Das darf nicht sein.

Ja das Chip System hat Vorteile - aber auch für den Veranstalter und dann muss er das eben in den Ticketpreis mit rein rechnen!

Ähnlich wird oft beim Müllpfand getrickst dass man den nicht komplett zurück bekommen kann (!). Dann bitte als Müllgebühr ausweisen - aber dann stellt sich die Frage warum nicht gleich in den Ticketpreis mit rein rechnen ??? Sonst könnte ich ja für jeden Mist eine Gebühr zahlen. Eine Platzmiete, eine Toilettenumlage, eine Fressbuden-Flächenumlage usw usw. Absurd, merkt man selber wa ...

Die Tickets sind sowieso schon so frech teuer, dann noch Zusatzkosten für Pflicht-Leistungen - absolutes No-Go, da hört es auf mit dem Verständnis.

Respekt an die Verbraucherzentrale das erfolgreich abgemahnt zu haben.

Damit wird sich die Praxis hoffentlich auf breiter Front ändern.

Schadensersatz für Betroffene möglich um die Veranstalter zu ärgern ? ;)
 
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Das System habe ich zweimal beim Love Family Park in 2023 und 2024 mitgemacht. Habe das damals nicht so eng gesehen, da ja auch Lichtspielhäuser u.a. eine System-Gebühr verlangen, wenn man Kinokarten online kauft und mit KK/PP bezahlt. Allerdings, dass man eine Gebühr fürs Auszahlen des Restbetrags fordert, auch wenn’s unter einem 1€ war, ist mir schon damals sauer aufgestoßen.

Dieses Jahr habe ich LFP ausfallen lassen. Bin lieber in den Urlaub geflogen. 😬
 
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Haggis schrieb:
Was können diese Bezahlchips denn besser als moderne Giro- und Kreditkarten mit NFC?
Dem Anbieter viel zusätzliches Geld machen.
 
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Haggis schrieb:
Was können diese Bezahlchips denn besser als moderne Giro- und Kreditkarten mit NFC?
Beitrag lesen und Implikationen verstehen :-)

-> Problem 1: Zusatzkosten beim Aufladen der Bezahlchips
-> Problem 2: Zusatzkosten und Auflagen beim Restguthaben
-> Problem 3: Zu wenig Zeit, um Restguthaben zurückzuholen

Sie versuchen über psychologische Konstrukte ("Scheiß drauf..:Das Festival gibt es nur einmal im Jahr/ Ich bin nur einmal auf dieses Festival. Also krachen lassen"; Später: "Boah kein Bock da jetzt mit dem Hin und her und Geld zurückverlangen. Entweder ich versauf oder verfresse die ganze Kohle und haue ab, oder (noch besser für den Veranstalter) scheiß auf die Kohle.) und auferlegte "Kosten" (obwohl alles elektronisch abläuft) so viel Gewinn wie möglich zu machen.

Das ist einfach Sch***erei.

Paladin-HH schrieb:
Ist in DE nicht Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel?
Jo, aber wo kein Kläger, da kein Richter.
 
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Haggis schrieb:
Was können diese Bezahlchips denn besser als moderne Giro- und Kreditkarten mit NFC?
deutlich geringerer Schaden bei Verlust, oder eher Diebstahl.
 
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Nuklon schrieb:
nicht abgerufene Beträge sind "Geschenke" und gehen so in den Gewinn ein....
Mal ehrlich aber das ist doch Sache der Teilnehmer sich ihren Kram wieder auszahlen zu lassen.
Das kann man zumindest bei dem Festival einfach danach von zu Hause aus machen. Es kommt sogar ne E-Mail wenn das Portal freigeschaltet wird für die Auszahlung. Soviel Eigenverantwortung sollte man dann schon mitbringen.

nlr schrieb:
Was können die Bezahlchips besser als Apple Pay oder Google Pay?
Smartphone hat doch ohnehin jeder Besucher dabei.
Hat einfach einen Rattenschwanz weil dann manche Anfangen z.B. nur EC Karten zu aktzeptieren und andere wollen wiederum nur Bargeld usw.
Auf dem Hurricane war es vor paar Jahren so das Stände gab die nur das Armband aktzeptiert haben und dann andere die nur Bar wollten.

Ich kann jetzt nur von Rock am Ring sprechen weil ich das regelmäßig besuche und dort hat das Bezahlsystem aufjedenfall dazu geführt das alles reibungsloser abläuft weil das System Idiotensicher funtkioniert.
Ich kann vorher von zu Hause aus aufladen, vor Ort sowohl an Terminals mit Bargeld oder Karte wieder aufladen für den Fall, online aufladen geht auf dem Gelände auch und man kann sich seine Beträge auch wieder auszahlen lassen ohne Gebühr. Entweder direkt auf dem Festivalgelände oder später zu Hause.
 
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Haggis schrieb:
Was können diese Bezahlchips denn besser als moderne Giro- und Kreditkarten mit NFC?

nlr schrieb:
Was können die Bezahlchips besser als Apple Pay oder Google Pay?
Smartphone hat doch ohnehin jeder Besucher dabei.


Denke mal die sparen sich irgendwelche Bank- oder Abbuchungsgebühren.
 
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Negan75 schrieb:
Ach jetzt wird gejammert. Wollen doch alle das Bargeld weghaben weils ja so toll ist mit dem Handy zu bezahlen oder mit Karte.
Wenn du da keinen Unterschied siehst, solltest du noch einmal die Punkte der Verbraucherzentrale nachlesen und 2 Sekunden nachdenken.
Ergänzung ()

nlr schrieb:
Was können die Bezahlchips besser als Apple Pay oder Google Pay?
Dem Betreiber die Kassen füllen. Für quasi free.
 
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Future-One schrieb:
Ich verstehe nicht warum so viele dieses System akzeptieren.
Das Summerbreeze führt das dieses Jahr auch ein, aber ohne extra Gebühren.
Und ich bin sehr froh drüber. Reduziert Taschendiebstähle, man muss nicht ständig am Ende noch im Dunkeln mit Kleingeld hantieren, das Risiko das Geld anderweitig zu verlieren ist deutlich geringer (Chip am Festivalbändchen), ich seh direkt in der App was ich schon versoffen habe. Aufladen geht direkt in der App.

Aber Aktivierungsgebühren + Gebühren beim Zurückbuchen (und zu kurze Zeiträume hierfür) geht natürlich nicht, das ist ganz klar.
 
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@wern001 und @NJay
Rechtlicher Rahmen der Bargeldverwendung in Deutschland

Das Recht, Bargeld verwenden zu können, ist in Deutschland unter anderem durch das Grund-
recht auf informationelle Selbstbestimmung (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz - GG)
sowie die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) verfassungsrechtlich gewährleistet.

Eine einfach-gesetzliche Regelung zur Verwendung von Bargeld findet sich in § 14 Abs. 1 S. 2
des Gesetzes über die Deutsche Bundesbank (BBankG). Darin heißt es: „Auf Euro lautende Bank-
noten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel.“ Diese Norm ist europarecht-
lich durch Art. 128 Abs. 1 S. 3 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union fun-
diert. Dies hat zur Folge, dass jeder Zahlungsempfänger dazu verpflichtet ist, Euro-Banknoten als
ordnungsgemäße Erfüllung einer monetären Verbindlichkeit zu akzeptieren (sog. Annahme-
zwang).

Allerdings kann die Pflicht zur Annahme von Bargeld in Deutschland durch eine privatrechtli-
che Vereinbarung ausgeschlossen werden. Dann ist der Empfänger ausnahmsweise berechtigt, die
Zahlung mit Euro-Banknoten und –Münzen abzulehnen.

Eine generelle Obergrenze für die Bargeldzahlung existiert in Deutschland nicht.

Aus § 3 Absatz 1 Satz 1 und 2 des Münzgesetzes (MünzG) folgt jedoch, dass niemand verpflichtet
ist, deutsche Euro-Gedenkmünzen im Betrag von mehr als 200 Euro bei einer einzelnen Zahlung
anzunehmen. Erfolgt eine einzelne Zahlung sowohl in Euro-Münzen als auch in deutschen Euro-
Gedenkmünzen, ist niemand verpflichtet, mehr als 50 Münzen anzunehmen; dies gilt auch dann,
wenn der Gesamtbetrag 200 Euro unterschreitet.

Aufgrund der Änderungsrichtlinie zur Vierten EU-Geldwäsche-Richtlinie wurde das deutsche
Geldwäschegesetz (GwG) zum 01.01.2020 geändert. Danach wird bei einem Güterhändler eine
Pflicht zum Risikomanagement ausgelöst, wenn Bargeldzahlungen ab einer bestimmten Höchst-
grenze getätigt werden.

Kurzinformation Bargeldverwendung in Deutschland – Gesetzgebung und Initiativen
 
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NJay schrieb:
DAs kann so nicht stimmen. Gerade in Großstädten gibt es immer mehr Cafes und restaurants die keine Barzahlung akzeptieren, Online-Händler sowieso.

habs mal rausgesucht

Gesetz über die Deutsche Bundesbank​

(1) Die Deutsche Bundesbank hat unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union das ausschließliche Recht, Banknoten im Geltungsbereich dieses Gesetzes auszugeben. Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Die Deutsche Bundesbank hat die Stückelung und die Unterscheidungsmerkmale der von ihr ausgegebenen Noten öffentlich bekanntzumachen.
(2) Die Deutsche Bundesbank kann unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union Noten zur Einziehung aufrufen. Aufgerufene Noten werden nach Ablauf der beim Aufruf bestimmten Umtauschfrist ungültig.
https://www.gesetze-im-internet.de/bbankg/__14.html
 
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Negan75 schrieb:
Ach jetzt wird gejammert. Wollen doch alle das Bargeld weghaben
Nicht alle nur die meisten ca. -30 weil die gar keines haben sondern 5-6 Karten von verschiedenen Bankkonten, die sie dann überziehen. Die haben quasi fast nie Bargeld weil am Monatsende das was reinkommt auch wieder für den fast Ausgleich weg ist. In Britanien ist das z.B. extrem, fast 70% der Menschen ist dort verschuldet..40% haben eigentlich gar kein eigenes Geld.
 
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