Festplatten für einen "Bildbearbeitungsrechner"

Ionar

Cadet 3rd Year
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Moin,

im anderen Thread habe ich schon mal über Hardwareupgrades o. -Tipps in Bezug auf einen "Firmen-Bild-Rechner" gefragt:

https://www.computerbase.de/forum/threads/desktop-pc-fuer-bildbearbeitung.1720696/#post-20581642


Zusammenfassung:

Es ist ein Firmenrechner, der zur einfachen Bildbearbeitung und zur Archivierung von Bildern genutzt wird.
Ich habe die Pflege des Rechners übernommen.
Er ist einfach sehr langsam. Sprich beim Laden von Word-Dokumenten oder Öffnen und Bearbeiten von Bildern, beispielsweise in Lightroom, hängt er sich wiederholt auf.

Ich will gerne SSD-Festplatten nachrüsten. Eine 120gb und eine 500gb oder 1tb. Natürlich auch den Rechner nochmal neu aufsetzen.


Im Rechner befindet sich:

Prozessor: i7-2600k
GraKa: 650 GTX
Motherboard: Asus P8H77-V
RAM: 2x 8gb Kingston KVR16N11/8
Netzteil: bequit su7-700w
Festplatten: diverse HDD's


Ich habe jetzt festgestellt, dass der Rechner im RAID 5 läuft.
Ich habe die genauen Modelle oder Größen der HDD's gerade nicht zur Hand. Derzeit sind eine 200gb (vollgemüllte Windows-Partition) und eine 1tb (Archiv-Partition) HDD verbaut. Als Cache ist eine SSD eingesetzt.


Ich habe mich schon über RAID belesen, möchte aber gerne nochmal Tipps für diesen speziellen Fall haben, wenn möglich.


Meine Vorstellung wäre eigentlich, dass ich die HDD's ausbaue und SSD's einbaue. Windows Partition auf den die kleine SSD und Archivierung auf der großen SSD. Und dann ist meine Vorstellung (ich habe mich noch nicht in der Hinsicht schlau gemacht), dass ich eine HDD als Sicherungs-Backup einsetze.


Vielen Dank für die hoffentlich kommenden Tipps!
 
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keine 120gb ssd nehmen. die sind unverhältnismäßig teuer und oft auch langsamer als die größeren. ich würde dann lieber nur eine große ssd nehmen und der rest festplatten. da wieder ein raid 5 zu bauen wäre auch keine schlechte idee
 
wie kommst Du drauf, dass diese drei Platten im Raid 5 laufen. Ein Raid 5 setzt mindestens drei identische Platten voraus. Wenn die tatsächlich im Raid laufen, zuerst eine Datensicherung und erst dann erste Schritte unternehmen.
 
Macht das RAID5 denn überhaupt Sinn? Irgendwo stand, dass es nicht Sinnvoll wäre für Rechner, die eh schon schwach auf der Brust sind.
Ergänzung ()

Oh okay, dann sind drei HDD'S verbaut. Ich habe fälschlicherweise, aufgrund der Partitionierung, auf die Anzahl und Größe der Festplatten rückgeschlossen.
Aber das entfällt ja bei RAID5.
Ich hatte noch keine Gelegenheit den Rechner auf zu machen, ich habe das nur vom "Vorgänger" erzählt bekommen.


Dann würde ich fast sagen, dass drei 300gb HDD + SSD als Cache verbaut sind.

Ich will mich erstmal schlau machen, was und wie ich es machen will.
Es eilt auch nicht.
 
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nicht ganz. bei raid5 und 1tb nutzbarer speicher wird jede platte vermutlich 500gb haben. der nutzbare speicher bei raid5 liegt bei 2/3 der gesamtkapazität.
 
Windows auf einer lahmen mechanischen HDD und eine SSD "als Cache" ergibt meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn. Man will ja grade die Sachen, die laufend gelesen werden (Windows +Programme + DLL + Auslagerung) möglichst schnell und verzögerungsfrei haben.

Ich würde eine oder zwei SSDs verbauen, darauf Windows und Programme installieren. Zb alles auf eine 512er SSD, oder Win+Programme auf eine 256er und eine weitere 256er für die Auslagerungsdatei + Scratchdisk für Photoshop.

Für die eigentlichen Bilder dann je nach Menge dieser zB. auf eine oder mehrere 4TB klassische HDD.

Von Raid würde ich die Finger lassen. Bringt nur Ausfallwahrscheinlichkeit und kaum realen Geschwindigkeitszuwachs.
 
ein raid 5 ist bei gleichen Festplatten immer n-1 und bei ungleichen FP x Kapazität der kleinsten Platte.

Die Frage war schon berechtigt, weil hier die FP doch reichlich zusammengewürfelt erscheinen und ein thread basierend auf Vermutungen (Zitat: "vom Vorgänger erzählt bekommen") eröffnet wurde. Märchen basieren auch auf mündlicher Überlieferung!
 
Falls es sich hier wirklich um ein RAID handeln sollte, dies auflösen.

Alles was schnell gestartet werden soll, d.h. Betriebssystem, Programme/ Anwendungen auf die/ eine SSD. Die entsprechend groß von der Kapazität wählen.

Die Daten kann man ggfs. auf HDD lagern, wobei ich persönlich auch hier SSDs den Vorzug geben wollen würde, falls das Budget es hergeben sollte.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man natürlich von allem regelmäßig Backups erstellt.
 
Da kein Controller gelistet ist, gehe ich mal von einem RAID5 auf Software bzw. BIOS Level aus. Beides ist grundsätzlich schon einmal eine SEHR schlechte Idee, da du an die Daten praktisch kaum noch herankommst, wenn das Motherboard mal einen Ausfall erleidet. Prinzipiell rate ich bei so einer Konstellation immer zu einem RAID1 (RAID ersetzt kein Backup!). Da die Daten einfach nur gespiegelt werden, bist du Hardware unabhängig und hast eine hohe Fehlertoleranz.
 
@SkyCAM Da es sich um ein Intel System handelt, kommt man auf jedem anderen Intel System wieder an das RAID, ist es ein reiner SoftwareRAID unter Windows, kommt man mit einem Windows OS wieder an die Daten. Insofern muss man da keine Panik schieben. Weit besser als ein exotischer HW Kontroller, den man nie wieder als Ersatz bekommt.

Da sowohl eine 1TB SSD für Daten und eine weitere SSD fürs OS im Budget ist würde ich folgendes vorschlagen...

- 256+ GB SSD für das OS, 128 sind deutlichst zu klein, bei 16GB Ram ist ja schon die halbe Platte mit Auslagerung und Hyberfile zugemüllt.

- Ein RAID1 für die Bilder, das ersetzt wie mein Vorredner schon schreibt kein Backup ist dennoch die beste Lösung für eine Infrastruktur, in der seltener ein Backup gemacht wird bzw. bei heutigen Plattenpreisen ist es eh Sinnvoll immer ein RAID1 oder ähnliches laufen zu haben.
Für ein klassisches RAID1 brauchst du zwei Platten mit identischer Kapazität (ein Software RAID kann auch mit unterschiedlichen Platten arbeiten) und wähle die Größe nach dem was das Archiv in ca. 4 Jahren haben wird. Das RAID1 kannst du via Windows anlegen oder über den Controller des Intel Boards. Nimm zwei flinke Platten aus dem gehobenen Segment.

Wie groß sind denn die Bilder die du bearbeitest, ohne zu weit ausholen zu wollen, aber eventuell sind auch 16GB Ram etwas wenig und das System als ganzes eben schwach auf der Brust.
 
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Schon einmal vielen Dank für die Tipps!

Ich versuche es nochmal aufzulösen, mit den genauen Festplatten.


Edit: @Spawn deinen Text habe ich erst jetzt gelesen. Danke für den ausführlichen Text!

Die Bilder sind immer von Spiegelreflexkameras, 6000x4000 RAW-Format und ca 24mb groß.
 
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Wenn es jetzt wirklich ganz schnell gehen muss und du, wie es hier kurz stand mit einer 1TB SSD klarkommst, dann ist da auch eine Lösung.

1 TB OS + Daten und HDD für die Kopie. Auf nur einem Laufwerk zu arbeiten ist etwas langsamer, da es viele parallele Schreib- und Lesezugriffe gibt, aber bei einer SSD ist das verkraftbar.

Eventuell kannst du auch das Archiv auf ein HDD RAID1 legen und nur die aktuellen Daten mit denen gearbeitet werden muss auf die SSD.
 
Ein einzelner Desktop-Rechner wird kaum jemals so viele parallele Zugriffe auf eine SSD schaffen, dass dabei das Arbeiten langsamer wird.
Eine einzelne 1 TB SSD ist hier völlig okay, da bemerkt man keinen Unterschied zu einer zweiten, getrennten Windows-SSD.

Wenn es allerdings ein RAID1 sein soll, dann bräuchte man eben zwei Stück 1 TB SSDs, das ist dann schon etwas kostspieliger. Im professionellen Umfeld würde ich aber auch generell zu RAID1/RAID10 oder ähnlichen Ausfallsicherungen raten. Man muss sich eben im Kopf durchspielen, was passieren würde, wenn das Laufwerk ausfällt. Muss ich erst ein neues bestellen, oder liegt schon Ersatz im Schrank? Ist mein Backup aktuell und wie schlimm wäre es, falls ich die letzten paar Tage an Daten verliere, die seit dem letzten Backup vergangen sind? Und für den Fall, dass man ein Laufwerk erst neu bestellen muss: was sind die Folgen, wenn ich den Rechner drei bis vier Tage nicht benutzen kann?

Nachdem man sich das alles einmal ganz lebhaft überlegt hat, nimmt man dann für berufliche Dinge doch meist ein RAID :D
...und man hat natürlich zusätzlich immer mindestens ein Backup, das ist völlig klar.
 
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@highks Ich pflichte dir bei, bin selber in der Medienproduktion 3D und Film und bei großen Dateien, wie eben Filmen bremmst ein zeitgleicher Zugriff auf einer SSD doch aus, also kann man das nicht verallgemeinern ;)

Ich habe in meinem Rechner eine NVMe für OS und Programme und ein NVMe RAID0 2 x 1TB für die Projekte und Daten, das ganze wird über den Tag hin und wieder auf ein HDD RAID1 gespiegelt. Swap-Files liegen dann noch auf einer weiteren NVMe.
Das ist sicherlich zu 98% Overkill, aber in den 2% bei denen Projekte noch immer schnell bearbeitet werden können freut es mich :D
 
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