Festplatten nach 20k Betriebsstunden tauschen?

polyphase

Commander
Registriert
Dez. 2010
Beiträge
2.952
Ich habe mein altes NAS durch ein neues mit neuen HDDs ausgetauscht. Das alte läuft jetzt nur noch wenige Stunden am Tag, nämlich dann wenn das neue NAS sein Backup darauf kopiert.

Die Festplatten im alten NAS haben jetzt schon die 20k Betriebsstunden drauf. Die Smartwerte sind einwandfrei. Sollte man diese trotzdem tauschen?

Zusätzlich gibt es noch ein Offerte Backup welches aber nur 1x pro Monat aktualisiert wird.
 
Ich hab in meinem Server Platten die haben über 40k Stunden. Solange keine Probleme auftreten sollte das doch egal sein. Du hast ja ein Backup.
 
da du nicht die Festplatten nennst kann dir niemand sagen was die Betriebssstunden bedeuten .

Da es ja spezielle Festplatten für die speziellen Fälle gibt.. Red Blue Green Black z.b.
 
Die Festplatten im alten NAS haben jetzt schon die 20k Betriebsstunden drauf. Die Smartwerte sind einwandfrei. Sollte man diese trotzdem tauschen?

gerade jetzt kannst du unbesorgt sein, denn wenn eine festplatte 20k stunden problemlos übersteht kann man sicher sein, dass sie keinen produktionsfehler besitzt und sie theoretisch fast ewig halten wird.
 
Habe im Server auch Festplatten mit über 50k Stunden. In meinen Augen sind auch nicht die Betriebsstunden das Problem, eher die Häufigkeit wie oft der Kopf geparkt wird. Deswegen immer schön SMART Werte beobachten und keine Green Platten verbauen oder per Firmware modifizieren :)
 
Meine 2 alten F2 und F4 von Samsung mit jeweils 2TB haben 36 und 49 Stunden gehalten. 20 finde ich schon wenig.
 
MBFT ist regelmäßig bei 100.000-150.000 Stunden.
 
eher die Häufigkeit wie oft der Kopf geparkt wird. Deswegen immer schön SMART Werte beobachten und keine Green Platten verbauen oder per Firmware modifizieren

und genau deswegen immer schön mit tools die apm/aam funktionen unterdrücken, dass der kopf im besten falle niemals geparkt wird.
 
Ich setze HDDs ein, bis aktuell schwebende Sektoren/pending Sectors zügig steigt. Natürlich nach Format auf Wiederzuweisubgsereignisse schauen.
Lediglich auf Grund der Stunden habe ich noch keine HDD ersetzt.
 
Habe noch nie aufgrund der Betriebsstunden eine HDD ersetzt. 20.000 sind nix.
 
die Firmware vom NAS sollte in der Lage sein die SMART Werte der Platten zu überwachen
außerdem sollte das NAS so eingestellt sein das es eine Mail an den Verwalter vom NAS schickt falls die SMART werte einer Platte kritsch werden.. dann hat man noch genug zeit eine neue Platte einzubauen..
 
20K Betriebsstunden sind doch nicht wirklich viel.

Wenn die S.M.A.R.T.-Werte Alarm schlagen hat man i.d.R. meist noch genug Zeit um sich um Ersatz zu kümmern, falls der nicht gerade auch schon griffbereit im Regal liegen sollte.
 
Bei den Festplatten handelt es sich um Toshiba Desktopplatten, welche von Hitachi (HGST) hergestellt wurden.

Beide NAS sind von Synology
 
Ne haben keine Eignung zum Dauerbetrieb.
Sind aber die 20k problemlos im Dauerbetrieb gelaufen, von daher.

Ich nutze in NAS immer nur Desktopplatten, das mit den NAS Platten ist nur Geldmacherei.
Bestes Beispiel ist Backblaze, der Hoster nutzt auch ausschließlich Desktopplatten und hat gute Erfahrung gesammelt.
 
Das ist nicht nur Geldmacherei. NAS Platten haben diverse Zusatzfeatures wie bspw. die Vibrationssensoren die Desktopplatten haben. Und Backblaze foltert die Desktopplatten nun mal, dafür gehen die auch nach ca. 2-3 Jahren kaputt und eben nicht nach 5 Jahren oder länger.
 
Wenn die Platten keinen Defekt haben und von Platzangebot her ausreichen sind gibt es keinen Grund diese zu tauschen.
 
Ich sage es mal anders, nicht Geldmacherei sondern für mich bieten spezielle NAS Platten keine Vorteile.

Dann lasse ich die Platten drin, bis sie den Geist aufgeben
 
meeven schrieb:
Die Festplatten im alten NAS haben jetzt schon die 20k Betriebsstunden drauf. Die Smartwerte sind einwandfrei. Sollte man diese trotzdem tauschen?
Das hängt von den Platten ab, einfachen Desktopplatten die keine Zulassung für den Dauerbetrieb haben, sind mit 20.000 Stunden oft am Lebensende, die sind aber auch nur für 2400 Betriebsstunden pro Jahr ausgelegt.

Candy_Cloud schrieb:
MBFT ist regelmäßig bei 100.000-150.000 Stunden.
Die MTBF wird zwar in Stunden angegeben, ist aber eine Ausfallwahrscheinlichkeit und kann keineswegs in Betriebsstunden umgerechnet werden. Die bezieht sich ja auch nur auf einen bestimmten Zeitraum und der umfasst nur die mittlere Zeit der Badwannenfunktion der Ausfallrate technischer Geräte. Diese neigen dazu am Anfang besonders häufig auszufallen. Dann fällt die Ausfallrate aber steil ab und bleibt für eine Zeit, die der geplanten Betriebsdauer entspricht, auf einem geringen Niveau stabil und genau für diese Zeit gilt auch nur die MTBF. Gegen Lebensende (Wear-Out Phase) steigt sie dann wieder deutlich an. Schon diese Definition auf einen beschränkten Zeitraum verbietet jede Umrechnung in eine Betriebszeit.
Die Lebenserwartung wird vom Hersteller festgelegt, entsprechend der Nutzung die er für ein Produkt vorsieht und den Einsatzbedingungen. Das können bei SSDs auch mal 10 Jahre sein, bei HDD sind eher 3, 5 oder 7 Jahren typisch, die Garantiedauer ist i.d.R. kürzer, logisch. Dann gibt man z.B. 2 Millionen Stunden MTBF/MTTF an, was eine statistische Ausfallwahrscheinlichkeit während der Lebensdauer bei Einhaltung der Einsatzbedingungen ist, abzüglich der Anfangsphase in der die Ausfallraten alle technischen Produkte immer besonders hoch sind.
Hat man 2 Millionen der Geräte in einem System, kann man jede Stunde einen Fehler / Ausfall erwarten.
Hat man nur 2000 Geräte, so wird etwa alle 1000 Stunden eine Fehler auftreten, also so alle 43 Tage.
Hat man nur eines, wär ein Fehler nach spätestens 2 Millionen Stunden oder 83 Jahren zu erwarten, nur ist dann die Lebensdauer schon lange überschritten und damit ist die MTBF/MTTF bei so wenigen Geräten nicht aussagekräftig und damit irrelevant.
Wieso das so ist? Nun ein durchschnittlicher Mitteleuropäer von 46 Jahren mit einem BMI von 27, Nichtraucher und mäßiger Konsument von Alkohol hat eine statistische Sterberate von 1,8 Todesfällen pro 1000 solcher Personen. Damit rechnen die Versicherungen und daraus ergibt sich eine MTTF von 1000(Personen) * 365 (Tage/Jahr) * 24 (Stunden/Tag) / 1,8 (Personen, die Ausfälle pro Jahr) = 4,867 Millionen Stunden, was 555 Jahren entspricht.
So alt wird aber offensichtlich keiner, die Versicherer rechnen mit 81 Jahren Lebenserwartung, also nur etwa 0,71 Millionen Stunden.
meeven schrieb:
Bei den Festplatten handelt es sich um Toshiba Desktopplatten, welche von Hitachi (HGST) hergestellt wurden.
Nein, die hat Toshiba selbst hergestellt, aber mit der Einrichtung aus einem der von der Flut betroffenen Hitachi Werke in Thailand die sie demontiert in China wieder aufgebaut haben. WD musst ja ein Werk abgeben um die Übernahme genehmigt zu bekommen. Wie genau diese nun den alten Hitachi HDDs, die alle eine Zulassung zum Dauerbetrieb haben, entsprechen und ab wann wie sehr kostenoptimiert wurde, kann man schwer sagen.
 
Nein es ist wirklich eine Hitachi Platte, auf dem Gehäuse steht zwar Toshiba, aber im BIOS wird sie als Hitachi erkannt.
Die sind aus der Übergangsphase, so dass sie noch die alte Hitachi Firmware besitzen.
 
Zurück
Oben