Filesystem von Partition "unknown" - wie lesbar machen?

G

Georgem

Gast
Hallo!

Seit Installation eines zweiten Ubuntus habe ich das riesengroße Problem, dass das Filesystem der Partition (EXT4), auf der sich die erste Distribution befindet, nicht mehr erkannt wird. Gparted sowie Laufwerksverwaltung sagen mir, dass diese Partition "unknown" ist.

Auf einer weiteren Partition habe ich eine neue WIN7-Installation, die den Grub/Bootloader überschrieben hatte. Dies hatte zur Folge, dass keine der Linux-Systeme mehr erreichbar waren - via Live-CD konnte ich aber beide Linux-Partitionen sehen, wobei eben die eine (ältere) kein Filesystemtyp mehr hatte.
Die Größenangabe dieser Partition ist okay und es befinden sich auch noch sehr viele (evtl. alle?) Dateien darauf. (Erkannt durch Testdisk)

So, die Frage lautet, (als Linusnewbe naiv ausgedrückt):
Wie kann ich auf eine Partition, resp. ihre Daten, zugreifen (kopieren würde genügen),
die keinem Filesystem mehr zugeordnet ist??

Denn leider - so bescheuert es ist - sind die dort befindlichen Daten (rd. 30 GB) lebenswichtig.

Ich denke das es den MBR zerschossen hat und alles was ich tun muss wäre eine zeile einfügen damit er die partition bzw. dessen filesystem wieder erkennt. Leider weiss ich nicht wo bzw. wie ich das anstelle.
testdisk hat mir zwar einige dateien kopiert aber sie so zerstückelt und ohne jegliche ordnung in ca 300 ordner gesteckt.

Falls relavant: Die Platte hängt an einem scsi-controller dran.

Auf dem bild sieht man meine jetzige Partitionierung: Win7,backup partition,und mein altes linux ("26,95GB, Fehlerfrei, PrimärePartition) wo die daten drauf sind -die neue linux habe ich wieder gelöscht.

BITTE, BITTE wer hat einen TIPP?


Viele Grüße
George
 

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Besser wäre schon gewesen, wenn Du die Screenies einer normalen Testdisk-Diagnose geliefert hättest. Ich poste die Anleitung daher nochmal.

Führe mal eine Diagnose mit Testdisk wie folgt aus.
Lade Dir dazu Testdisk 6.12.

Nach dem Start von Testdisk beantwortest Du die Frage nach einer Logdatei mit Y. Den Partitionstyp solltest Du mit Intel beantworten. Dann wird Analyse aus dem dann erscheinenden Menü gewählt. Mit Quick Search wird dann der Vorgang fortgeführt (bei Vista mit Y antworten, wenn die Partitionierung unter diesem OS gemacht wurde).

Wichtig:
Wenn jetzt Partitionen gefunden wurden, kannst Du sie jeweils mit den Pfeiltasten anwählen und mit P deren Inhalt sichtbar machen. Mit Q geht es zurück ins Menü. Sollten keine Partitionen in der ersten Suche gefunden worden sein, wird mit Enter weiter gemacht, hier ist dann im Menü [ Quit ] [ Deeper Search ] [ Write ], die tiefere Suche mit Deeper SEARCH auszuwählen (dieser Vorgang kann dann schon eine Weile dauern).

Wenn jetzt Partitionen (sie sollten jetzt u.U. grün dargestellt werden) gefunden werden, solltest Du sie wieder mit den Cursor Tasten auswählen und mittels P deren Inhalt kontrollieren, also ob alle Daten sichtbar werden. Mit den Cursor-Tasten kann gescrolled werden. Aus dem Menü, beim listen des Inhalts kann man mit c Files und ganze Partitionen kopieren.

Nach jedem elementaren Schritt (also nach der ersten Analyse, nach dem Quick Search mit der Abfrage ob die Disk unter Vista eingerichtet wurde oder nicht und nach dem deeper SEARCH) solltest Du einen Screendump (oder Photo) machen und hoch laden, alternativ kann auch die Logdatei gepostet werden.

Bilder und andere Dateien kannst Du unter Anhänge verwalten (unter dem Edit Feld) hochladen.

Der Weg einer Diagnose ist hier recht anschaulich beschrieben.

Fiona hat auch den folgenden Artikel Beratung: Datenrettung mit „TestDisk“ verfasst, um den Usern das Programm etwas näher zu bringen.


In Testdisk kannst Du übrigens unter Advanced, den Typ setzen, es ist nur ein Flag, setzt aber voraus, dass das Filesystem o. k. ist.

Mit EasyBCD kannst Du komfortabel alle installierten Systeme in das Boot-Menü eintragen, via Linux-Live-CD / -DVD könntest Du aber auch Grub so einstellen, dass es ebenfalls alle Systeme in einem BootMenü verwaltet.
copy.png
trans.png
 
Lieber Mueli,

TAUSEND DANK!! Ich hatte gerade diverse Diagnosen im Ubuntu gemacht und kopiert, um sie hier zur weiteren Fehlersuche zu posten, und wollte nun noch deinen Tipp von Testdisk versuchen (durch Installation in WIN7, da ich linusmäßig im Moment ja nur mit der virtuellen LiveCD operieren kann und dort Disktest nicht funktioniert) -

da wurde ich auch schon mit Disktest fündig!!! Das Programm ist SUPERSUPERSUPER! Ich bin deiner Anweisung gefolgt und konnte - ohne advanced - die Daten meiner datensystemlosen Linux-Partition eindeutig sehen und bin jetzt fleissig am kopieren. Das funktioniert astrein - vor allem haben die (elementar wichtigen rd. 30.000) files in rd. 15.000 foldern mehr oder weniger ihre Namen behalten (Ausnahme Umlaute - eine Unsitte von mir, für die ich jetzt bestraft werde...)

Insofern hast du meinen großen Dank - vor allem schätze ich es sehr, dass du mir sooo ausführlich den Testdisk erläutert hast!! Tolles, nein: saugeiles Engagement!!!

Das schönste Wochenende für dich
und vielleicht juckst mich ja noch und ich versuche, die Partition wiederherzustellen. Zuallerwichtigst ist aber, dass ich meine Daten sichere...

Beste Grüße!!
George


PS: Riskiere ich denn die Ubuntu-Installation und Programme, Daten etc., wenn ich im advance-Modus von Testdisk den Systemtyp (Ext4) per Flag setze? Das System war immer i.O. und wir hatten es ja in den letzten, vermaledeiten Operationen nicht angefasst. Es wäre ja fein, wenn ich mein Ubuntu so einfach behalten könnte!
 
Der Filesystemtyp wird in den Verwaltungsinformationen der Partition (BS) gesetzt und das ist ausserhalb des eigentlichen Filesystems.
 
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