FINANZEN - Möchte ausziehen, eure Meinungen

Kahlcke schrieb:
Ich finde die BU sogar ziemlich günstig - würde ich zu dem Preis sofort abschließen, ich zahle fast das doppelte. In meinem Beruf ohne BU wäre dämlich - ich arbeite in einem sogenannten "Risikoberuf".

Man bezahlt ca mehr als das doppelte bis dreifache in einem schweren im vergleich mit einem Beruf ohne körperliche Tätigkeit. Und es gibt noch zahlreiche andere wesentliche Faktoren zB Karenzzeit.Deswegen ist der Preis nicht ausschlaggebend, sondern die Leistung. Mein Versicherungsvertreter hat mich auch gefragt, wieviel ich monatlich entbehren kann, statt zu ergründen was hinten rauskommt. Irgendwann kam mir dann der Geistesblitz, das 200€ BU Rente die 50€ monatlich nicht wert war. 50€ kann ich mir kaum leisten. Und man muss bedenken, das 200€ in 30 Jahren wesentlich weniger wert ist. Unter 100€.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt wenn man seinen ERLERNTEN Beruf nicht mehr ausüben kann - egal ob man anders noch Arbeitsfähig wäre... und wenn die Seriös ist muss man dann nichts anderes erlernen
Du wärest aber unter umständen noch arbeitsfähig. Jetzt hättest du dir in dem Fall die BU Beiträge also sparen können. Für 40% aller Deutschen mit wenig Gehalt bedeutet ein anderer Job kaum ein Verlust. Wenig bleibt schliesslich wenig. Man kann zwar argumentieren das man dann Freizeit hat. Aber für den Fall schliesst man keine BU Versicherung ab. Und mit 50€ beiträgen wirst du dir doch lieber einen anderen Job suchen wollen, weil die BU nicht zum leben reicht. Oder wenn beides nicht reicht, nimmst du Hartz4 wenn es das in ein paar Jahrzehnten wenn du alt bist noch gibt. Dann hättest du dir praktisch alles sparen können.
 
Hallo move123,

also im Schnitt sagt man, bei den Mietkosten für die Wohnung nicht mehr als 1/3 des Einkommens (bzw. der Einnahmen). Bei 600 EUR gehst du straff auf die 40-50% zu. Mag aber unter bestimmten Voraussetzungen akzeptabel sein. Ein Freund von mir arbeitet in der Immobilienbranche und hat mich damals auch darauf hingewiesen: ca. 1/3 mehr nicht! Ansonsten tatsächlich ein Minusgeschäft bzw. droht bei Unvorhersehbaren ganz schnell der Auszug wieder, weil es einfach nicht geht. Oder man verschuldet sich, willst du das?

Wichtig ist bei einem Auszug bei den Eltern, dass du kurz- bis mittelfristig liquide bist. Dass du quasi ein Polster von mindestens 3 Nettogehältern auf der Bank hast plus irgendwelche Spaßreserven. Das ist am vernünftigsten! Schließlich willst du ja auch mal was kaufen oder in den Urlaub oder den Freunden einen Kasten Bier zum Geburtstag spendieren oder du musst dir was Neues kaufen - What ever?

Ich denke auch, dass du überversichert bist. Jedoch teile ich die Meinung von einigen hier nicht, alles zu kündigen. Hier solltest du deiner Lebenssituation angepasst, versichert sein. Soll heißen:

Einziges Versicherungs-Muss:
-Haftpflicht
- hier könnte auch noch die BU mit reinwirken (ist immer etwas fraglich, aber oft ein "Muss" und die Frage ist, was bekommst du, was ist drin und ist sie vielleicht auch eine Art Altersvorsorge?, als Arbeitnehmer ist ein BU schon sehr sinnvoll, ja "fast" ein "Muss")

Kann, muss aber nicht: Hausrat (bei 120 EUR aufs Jahr, denke ich jedoch: auch zu viel - kündigen, neu abschließen auf den Bedarf und den wirklichen Hausrat vorher bemessen)
Unfallversicherung (Hmm, braucht man nicht wirklich, habe meine letztes Jahr auch gekündigt, man kann sich nicht gegen alles versichern, bist ja zudem auch krankenversichert oder?)
Rechtschutz (Schon ne feine Sache, aber wann brauchst du die einmal? Versuche mal diese 20 EUR zu sparen und wenn du in 2-6 Jahren mal ein Problem hast, kannst du den Anwalt für Beratung etc. schon mal in 1. Instanz aus der eigenen Tasche bezahlen, vielleicht die 20 EUR noch irgendwo monatlich anlegen, ist momentan leider schlecht - das sage ich, weil es mir ähnlich ergangen ist, schau mal: 240 EUR im Jahr x 5 Jahre sind schon mal 1.200 EUR, muss jedoch jeder selbst wissen)

Das ist, was ich dir auf den Weg geben kann.

Die Frage, die sich mir noch stellt, wie groß ist deine Wohnung 2-Raum, 3-Raum? Kann man da erst mal ne WG draus machen, bei Bedarf? Im Zweifel, wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht! Dann müssen Alternativen her, dann ist die Wohnung für dein Budget einfach zu teuer.

Okay, hoffe es hilft dir weiter ...
 
Das mit den 1/3 des Lohns ist aber nur ein sehr sehr grober Grundwert.
Wenn man 10000 Netto hat, dann kann die Wohnung auch 7000 kosten und man hat genug übrig.
Und es kommt auch darauf an, ob abzusehen ist, dass das Gehalt ansteigt.
Gerade bei nur 100€ für 30qm mehr, sollte man sich genau überlegen nicht doch die größere Wohnung zu nehmen.
Da kann man auch ggf später die Freundin mit einziehen lassen.
 
Das ist richtig, aber da muss man sich mehrere Fragen stellen.
Vorallem wichtig wäre wie teuer die Wohngegend im Schnitt so ist und wie wahrscheinlich man wieder eine 80qm-Wohnung für 600€ findet.
Denn sonst ärgert man sich, falls man nach nem Jahr oder zwei doch was größeres will und dann >800€ für die gleich Größe zahlen muss.

Dann stellt sich die Frage ob man den Platz sinnvoll nutzen kann, bspw mit einem extra Arbeitszimmer, oder ob der Platz eher unnütz ist.

Und wichtig ist, ob das nur als Übergangswohnung gedacht ist, oder ob man eher denkt, man bleibt dauerhaft in der Gegend wohnen.

Im Grunde kann das nur der TE selbst entscheiden.
 
Nur eine kleien Stütze zum Thema Versicherungen:
eine BU ist schon sehr sinnvoll, allerdings sollte man auch hier sehen was wirklich versichert ist. Auch sollte man bei Abschluss der Versicherung und den Gesundheitsfragen nicht einfach nur lapidar antworten, denn gerade diese Antworten könnten einem später das GEnick brechen. Auch wenn man von keinen Krankheiten weiß. Teilweise schreiben ärzte irgendwelche chronischen Dinge in eure Akten nur um mehr von der Kasse abzukassieren und davon wisst ihr garnichts. Also vor Abschluss Krankenakten der letzten 5 Jahre anfordern.

Hausrat:
Bei der Ersten Wohnung totaler unfug.
Generell gilt: Versichern sollte man seine Existenz. Stellst du in deine Wohnung Markenmöbel oder eher IKEA Regale im Wert von 100 Euro?
Überlege dir: Ist deine Existenz gefährdet wenn die 5 Möbel im Wert von 1500 Euro abbrennen? In den meisten Fällen eher nicht. Hausrat zu versichern macht nur Sinn wenn auch Hausrat vorhanden ist.

Rechtschutz:
Schwierig. Manchmal wirklich sinnvoll, aber ich kenne auch viele die dann in dem Moment wo sie sie wirklich gebraucht haben gemerkt haben dass genau hier die Versicherung nicht greift. Also auch hier muss man sich das bei Abschluss gut überlegen. Im Normalfall hat man ja eh keine Kosten wenn man im Recht ist bzw Recht bekommt.
Ich hatte schon einige Male mit Anwälten zu tun leider, aber hab noch nie was zahlen müssen, weil immer gewonnen. Ich halte davon nichts. Lieber mehr Rücklagen bilden.

Das Wichtigste ist die Haftpflicht, die braucht man und die kostet auch nicht mehr als 5 Euro im Monat. Mit Partnerin kann man die dann auch im Normalfall einfach umschreiben lassen auf beide dann kostet es vielleicht 7 Euro zusammen im Monat. Schadensfälle unter den Partnern sind dann aber nicht abgesichert.
 
Hausrat besteht ja auch ausschließlich aus Möbeln und die Prämien sind exorbitant hoch :-)
 
misterk87 schrieb:
Hausrat:
Bei der Ersten Wohnung totaler unfug.
Generell gilt: Versichern sollte man seine Existenz. Stellst du in deine Wohnung Markenmöbel oder eher IKEA Regale im Wert von 100 Euro?
Überlege dir: Ist deine Existenz gefährdet wenn die 5 Möbel im Wert von 1500 Euro abbrennen? In den meisten Fällen eher nicht. Hausrat zu versichern macht nur Sinn wenn auch Hausrat vorhanden ist.

Da eine Hausrat nicht wirklich viel kostet, ist die immer zu empfehlen. Zum Hausrat gehören nicht nur Möbel.
Sondern auch der Fernseher, der Computer, das Notebook, Kleidung, Geschirr, Fußboden, Türen, usw.
Selbst Möbel addieren sich schnell zusammen. Alleine eine Couch oder eine Küche ist ja oft mehr wert als 1500€.
Oder wenn mal ein Blitz einschlägt und alle Leitung in der Wohnung sind defekt. Das wird richtig teuer.

Hausrat zählt für mich zu den Pflichtversicherungen.
Einmal hab ich die sogar schon benutzt. Waren zwar nur 200€, aber damit hat sie sich bereits für mehrere Jahre ausbezahlt.
 
misterk87 schrieb:
Hausrat:
Bei der Ersten Wohnung totaler unfug.
Generell gilt: Versichern sollte man seine Existenz. Stellst du in deine Wohnung Markenmöbel oder eher IKEA Regale im Wert von 100 Euro?
Überlege dir: Ist deine Existenz gefährdet wenn die 5 Möbel im Wert von 1500 Euro abbrennen?

Ich weiß nicht wie du lebst aber wenn man eine Wohnung mal komplett hat dann sollte darin schon etwas mehr sein als 1500 Euro.....
Rechne lieber noch mal nach ;)


Eine Hausrat gehört neben der Privaten Haftplicht zu den günstigsten Versicherungen die Summe ist schon fast lächerlich und kann sich jeder Leisten! Wer da nicht hat dem ist auch nicht mehr zu helfen
 
Ich habe mir mal wirklich die Mühe gemacht, alle Beiträge durchzulesen... Die Sache war echt nicht einfach gewesen...

Was haben die meisten Antworten mit der Frage vom TE zu tun? Rein gar nichts!

Falls einer wissen möchte, was z.B. Hausrat ist?!? Stelle ein Haus/Wohnung einfach mal auf den Kopf. Alles, was nach unten fällt, ist Hausrat. So kompliziert ist das Leben doch gar nicht.

Warum ist eine BU besser, als eine UV? Das mag wohl an den versicherten Risiken liegen.

Und, und, und....
 
Zuletzt bearbeitet: (einfach so...)
hausrat greift z.b. auch bei einbruch, defekt - wenn dir das handy runterfällt kann mans über hausrat abklären.
wenn sie nicht viel kostet, dann würd ich die immer mitnehmen.
haftpflicht ist ne pflichtversicherung. ohne die kanns eng werden.
(fahr mal mit dein auto ins blumengeschäft - wer zahlt ?... :D )
ne rechtschutz brauch man nicht unbedingt - und wie schon erwähnt wurde, zuviele ausnahmen.

ich kenne meinen versicherer allerdings persönlich - der zahlt immer :D

600 eus für miete find ich schon hart, aber wenn das der normpreis ist, dann ist das halt so.
ansonsten passt die rechnung anfürsich. is ok.
bei mir ist die miete geringer und das auto fällt weg.

auto würd ich generell überlegen´, ist wirklich bequemlichkeit....
 
In seinem Fall, der 5 Minuten von der Arbeit weg wohnt: Ja. Wenn er einmal die Woche einkaufen geht, kann er je nach Erreichbarkeit zu Fuß einkaufen, und mit nem Taxi nach hause. Wäre inkl. der Rücklagen, Steuern, Versicherung, Spritkosten im Monat sicherlich billiger.

Wenn du aber auf dem Land wohnst ist ein Auto kein Luxus. Wir hier sind auf ein Auto angewiesen, du kommst ohne nirgends hin.

Was die Versicherung zahlt und was nicht sind reine Spekulationen. Daher die Rechtschutz, falls eine andere Versicherung eben nicht zahlen möchte. Und ja, wenn ich plane, dass mir was gestohlen wird, oder defekt wird, muss ich auch planen, dass die Versicherung nicht zahlt.
 
Ohje, hier kann man langsam nur noch weinen...

(fahr mal mit dein auto ins blumengeschäft - wer zahlt ?... )

Die KFZ-Haftpflicht, genau aus diesen Gründen ist sie auch gesetzliche Pflicht!

hausrat greift z.b. auch bei einbruch, defekt - wenn dir das handy runterfällt kann mans über hausrat abklären.

Zeig mir bitte den Tarif, in dem eine Hausrat Versicherung einen Defekt oder eigene Dummheit mit einschließt, ich bin gespannt.

ich kenne meinen versicherer allerdings persönlich - der zahlt immer

Wie kann man eine Versicherungsgesellschaft persönlich kennen? Und nein, der kleine Berater hat bei Schadensregulierung kein Mitspracherecht.
 
cruse schrieb:
hausrat greift z.b. auch bei einbruch, defekt - wenn dir das handy runterfällt kann mans über hausrat abklären.
....
haftpflicht ist ne pflichtversicherung. ohne die kanns eng werden.

Lies dir deine Ausagen noch mal bitte 4522 mal durch in der Hoffnung das dir selber ausfällt das das 100% Trash ist was du da schreibst und ändere dein Post, ist ja echt Peinlich.
 
kaxi-85 schrieb:
Als Kaufmann ne BU ist tatsächlich eher unnötig.

Ich hab da andere Erfahrungen gemacht. Klar gibt es risikoreiche Berufe wie Dachdecker etc. Hier besteht vor allem die Gefahr von Unfällen und körperlichen Leiden, aber Burnout und Co sind auf dem Vormarsch (mittlerweile Hauptursache für Berufsunfähigkeit). Und betroffen davon sind vor allem Leute mit Bürojobs. Ich persönlich würde die Berufsunfähigkeitsversicherung also für keinen Berufszweig ausschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was meinst du wie viele in Deutschland überhaupt mehr als 1500 verdienen ?
Oder wie zum Geier man eine Ausbildung / Studium finanziert ?

Das einzige Hindernis ist die Angst. Einmal im Leben finden sich Wege an die du nie gedacht hast.
Bei Mama wohnend kann man auch die Freundin knicken, die evntuell mit einziehen würde und die halbe Miete zahlt. Vor allem erklär sowas mal eine Frau an der du Interesse hast (oder Mann).

Hätte auch einen auf Muttersöhnchen machen können, das Studium mit 30.000€+ statt 15.000€ Minus beenden. Aber wer nur mit Stützrädern durchs Leben geht, dem fehlt am Ende wichtigeres als nur Geld.

Rechne lieber auf was du notfalls verzichten könntest, wenn es hart auf hart kommt.
So funktioniert das Leben...nach unten puffern, nicht nach oben.
Deine "Kosten" lassen sich im Notfall um 400€ nach unten drücken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Glaubst du nicht, dass das eigentliche Thema bereits lange gegessen ist?
 
Ganz ehrlich. Bei diesem finanziellen Rahmen würde ich lieber noch etwas daheim bleiben. Da muss nur einmal irgendwo was schiefgehen, z.B. beim Auto und schon haste deinen Dispo überzogen. Bei diesen Fixkosten wird es dir auch schwerfallen groß etwas zur Seite zu legen, es sei denn du ernährst dich von einem Sack Reis pro Monat und hälst dich wirklich an deine Auflist, so dass du nur 300 EUR pro Monat ausgiebst.

Auf der anderen Seite ist die eigene Wohnung und der Auszug bei den Eltern jeden Cent wert. :-)
 

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