FINANZEN - Möchte ausziehen, eure Meinungen

Dazu würde ich mal wieder gar nicht raten. Nehm mal an, einer bezahlt nicht. Was passiert dann? Dann bleibt einer alleine auf sämtlichen Nebenkosten sowie Mietkosten sitzen. Etwas unsicheres mit etwas noch unsicherem zu kombinieren kann nur noch unsicherer werden.

Bist du dir dann, lieber TE, mit den 600€ ganz ganz (also völlig) sicher? Ansich gibt es immer 3 große Hauptaugenmerke beim wohnen zur Miete.
1. Kaltmiete, 2. fixe Nebenkosten, 3. variable Nebenkosten.
Wichtig wäre Punkt Nummer 3, da du an 1 und 2 kaum was ändern kannst. Hier sind wichtig Heizung, Warmwasser, Kochen. Wenn vor dir jemand dort gewohnt hat, der es lieber etwas kühler mag, können die Heizungskosten massiv nach oben gehen, vor allen Dingen in einer Dachgeschosswohnung.
Zur Zeit wohnen da 2 Personen und warm bezahlen sie 560,- € im Monat, ich habe hier 600,- € angesetzt. Mal ganz davon abgesehen, dass einer der zwei Personen den halben Tag zu Hause hockt und TV schaut etc. sprich Strom verbraucht. Ich bin immer erst gegen 18.00 zu Hause.
Mit nem Flachbildschirm verbrauch man kaum was. Hast du nen Plasma kommst du evtl. auf dasselbe. Wenn die jetzt auch noch ihr Essen bestellen anstatt es selber zu kochen, sparen sie nochmal rund 700KWh im Jahr Strom für nen Elektroherd. Zweimal duschen in der Woche mit nem Durchlauferhitzer bei 15 Minuten und du duscht aber jeden Tag vor und nach der Arbeit 15 Minuten wird sich die Warmwasserabrechnung im Vergleich wiederum verdrei-/vierfachen. So einfach ist es also nicht. ;) Aufpassen.

Was hier spartanisch angedeutet ist: Siehe Post 58. Nehmen wir an, du wirst Arbeitlos. Die Versicherungen laufen ja weiter. Und nehmen wir noch schlimmer an, du wärst länger arbeitslos. Was dann? (insofern dein Arbeitsplatz nicht sicher wäre) Ich als Schwarzseher (nicht Rundfunkgebührenmäßig) würde auch mal mit H4 rechnen irgendwann, und dann ist die Wohnung generell zu groß, würdest du nicht bezahlt bekommen. Der Rest müsste aber weiter bezahlt werden. Ist also bei einer längeren Arbeitslosigkeit nicht tragbar. Das ist nur für den unwahrscheinlichsten Fall angenommen, aber besser man kalkuliert so etwas, als dann ausziehen zu müssen/an sein Erspartes zu gehen.
 
Also in der Situation die (Langzeit-)Arbeitslosigkeit einzuplanen halte ich für absolut daneben. Er ist ungebunden, ein Umzug ist da quasi jederzeit möglich. Das ist die erste Wohnung und wird so oder so nicht die letzte werden - ich kenne spontan keinen der länger als vier Jahre in seiner ersten Wohnung war.

Ich würde (aus dem Grund des kommenden Umzugs) erstmal nur nicht zu viel Geld in der Wohnung versenken. Also keine maßgebauten Schränken und Fierlefanz; nicht gleich alles vollstellen sondern lieber bei und nach Bedarf kaufen und nicht gleich das 5000€-Sofa nehmen. Ausserdem ist es schon wenn man sich in ein, zwei Jahren nochmal was neues "gönnen" kann (immerhin sind wir eine Konsumgesellschaft)
 
legan710 schrieb:
Also in der Situation die (Langzeit-)Arbeitslosigkeit einzuplanen halte ich für absolut daneben.

Na ja, so daneben finde ich das eigentlich nicht. Immerhin wird hier eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit und Unfall jeden Monat gezahlt, beides ist Unwahrscheinlicher als in der heutigen Zeit Arbeitslos zu werden.
Das sieht man schon daran das eine Private Arbeitslosenversicherung DEUTLICH Teurer ist als die anderen beiden.

Die Versicherungen Versichern gerne das wo die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist das sie bezahlen müssen. Allein das soll einem schon zu denken geben wenn man mein das man alle möglichen "Versicherungen" wirklich braucht.
 
Mein Arbeitsvertrag ist natürlich unbefristet, wenn dem nicht so wäre würde ich nicht mit dem Gedanken spielen auszuziehen. Ganz klar!
 
der Threadsteller ist der fleischgewordene Traum eines jeden Versicherungsvertreters :). Ich bin der Meinung, dass auf die Hälfte verzichtet werden kann...
 
move123 schrieb:
Mein Arbeitsvertrag ist natürlich unbefristet, ...

Und?? wer sagt dir das der Laden nicht Pleite gehen kann?
Soll ja hin und wieder mal vorkommen in der heutigen Zeit.
Und befristet heißt ja nicht Unkündbar.......
Arbeitslos zu werden ist wahrscheinlicher als Berufsunfähig zu werden!
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotzdem ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung etwas sehr vernünftiges. Denn sonst steht man im Schadensfall mit Hartz4 da. Und wenn es keinen Schaden gibt, dann bekommt man zumindest einen Teil seiner Einzahlungen wieder zurück.

Und arbeitslos heißt ja nicht, das man nie wieder arbeiten kann. Man muss sich halt was neues suchen.


Ich bin der Meinung, dass auf die Hälfte verzichtet werden kann...
Worauf denn? Das einzige worauf man verzichten könnte, wäre die Unfallversicherung und die Rechtsschutz. Das macht aber nur 15€ aus.
 
Silica schrieb:
Und?? wer sagt dir das der Laden nicht Pleite gehen kann?
Achtung wir haben einen Belehrer unter uns.


WhiteShark schrieb:
Trotzdem ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung etwas sehr vernünftiges. Denn sonst steht man im Schadensfall mit Hartz4 da. Und wenn es keinen Schaden gibt, dann bekommt man zumindest einen Teil seiner Einzahlungen wieder zurück.

Für Hartz4 bezahlst du aber keine Beiträge ,also bekommst es gratis. Dafür braucht man keine Versicherung. Zusatzversicherungen verringern lediglich Hartz4, also am Ende bekommt man dasselbe.
 
So ein Quatsch. Mit einer BU in einer vernünftigen Höhe bekommst Du mehr als Hartz4 und wirst nicht in iwelche Maßnahmen gesteckt. Da darfst dann auch alten Leuten noch was vorlesen und solche Späße. Da hast dann nur eine Chance, wenn Du einen auf depressiv machst, dann lässt Dich das Amt in Ruhe. BU ist schon sinnvoll, aber nur wenn man bei Abschluss gesund ist... Ansonsten wird da soviel ausgeschlossen, dass Du es vergessen kannst.
 
Zhalom schrieb:
Achtung wir haben einen Belehrer unter uns.

Ich glaube eher das hier jemand Streit anfangen will.

Was soll das??!
 
@ Silica

Du sagst dass die Wahrscheinlichkeit arbeitslos zu werden heute höher ist als Berufsunfähig zu werden ... dies darf doch jeder Mensch für sich selbst entscheiden/abschätzen, welches Risiko er für sich persönlich höher ansieht. Auch ist Arbeitslosigkeit per se ja kein Dauerzustand, Berufsunfähigkeit hingegen schon.

Für meine Situation bspw. ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich von Hartz IV leben muss gleich 0 -> ich lebe in Hamburg und habe sehr gute Qualifikationen. Da muss ich wirklich sehr sehr viel tun, um von Hartz IV zu lebenNatürlich kann es sein, dass ich auch mal arbeitslos sein werde (war ich schonmal für 3 Monate ...) aber zwischen Arbeitslosigkeit und von Hartz IV leben zu müssen gibt es ein Unterschied. Deshalb habe ich auch eine BU abgeschlossen, da ich davon ausgehe, dass dieses Risiko mich am Ende finanziell härter trifft als eine kurzfristige Arbeitslosigkeit.
 
Jeder kann entscheiden was er als höheres Risiko ansieht, bringt nur nicht viel weil deutlich mehr Leute Arbeitslos werden als Berufunfähig das ist nunmal Fakt.
Sicher kann man sagen das es einen nicht erwischen wird, aber das wäre sehr Naiv.

Klar kann jeder selber entscheiden, ich habe halt zu einigen Versicherungen meine Meinung und die kommt aus dem Leben.
Wenn es nach meiner Versicherung gegangen wäre dann hätte ich eine Betriebshaftpflicht gebraucht, ich habe es nicht gemacht und ich habe sie nicht gebraucht weil ich das Risiko recht gut einschätzen konnte, bezahlt hätte ich für ein paar Jahre knapp 8000 Euro Prämie und eine SB von 400 Euro pro Schadensfall.
Ich habe eine Rechtschutz gehabt, dann einen Fall und den haben sie nicht übernommen (Kleingedrucktes)
Ich hatte eine Unfallversicherung, ein Unfall gehabt, viel Stress mit der Versicherung gehabt und nur ein Bruchteil des Versprochenen bekommen (Kleingedrucktes)

Danke, ich für mein Teil habe genug erlebt von den ach so tollen Versicherungen die einem der Berater aufschwatzen will und dabei die Häfte der Infos vergisst....

Es gibt sicher Versicherungen die sind recht Preiswert und in einem Schadensfall können hohe Kosten entstehen, aber viele sind eher das Gegenteil.
Die Frage ist halt auch ob man es sich leisten kann. Und in diesen Fall mit diesen relativ niedrigen Einkommen würde ich 10 mal abwägen. Aber gut, jeder wie er denkt.
 
Ohne zu sehr abschweifen zu wollen, würde eine BU denn auch dafür sorgen, dass man krankenversichert ist? Ggf. würde in dem Falle nämlich H4 mit überhaupt keiner Leistung gezahlt werden, weder Geldtechnisch, noch würde die Krankenversicherung bezahlt. Dann muss man sich freiwillig versichern, was wiederum 200€ im Monat sind (vor Jahren lag es bei 200, könnte sich geändert haben).

aber zwischen Arbeitslosigkeit und von Hartz IV leben zu müssen gibt es ein Unterschied. Deshalb habe ich auch eine BU abgeschlossen, da ich davon ausgehe, dass dieses Risiko mich am Ende finanziell härter trifft als eine kurzfristige Arbeitslosigkeit.
Ein krasses Beispiel: Du wirst ab der Hüfte abwärts gelähmt sein, dann würde die BU ziehen lassen und du könntest deinen Beruf nicht mehr ausüben. Dann müsstest du eine Umschulung machen für einen anderen Beruf. Die Leistungen der Umschulung könnten dir nicht gewährt werden, weil dein Einkommen (durch die BU) zu hoch ist. Somit ist die BU dann dein alleiniges Einkommen abzüglich der Krankenversicherung und ggf. deinen gesteigerten Lebenshaltungskosten.

Deine ehemaligen Qualitäten (sofern die Arbeiten nicht auch alle geistig oder im Sitzen durchführbar) wären dann nichts mehr wert (im Sinne der Durchführbarkeit).
 
eine BU kommt immer auf die Gesetzlichen Leistungen (max 30%) oben drauf.
Ich hab auch ne BU, aber ne relativ kleine.
damit komm ich im fall der Fälle zwar nicht annähernd auf mein bisheriges Netto, aber ich muss auch nicht mit 30% rum krebsen.

mir ists das wert...
 
@ Onkel

Natürlich ist die Leistung aus meiner BU höher als der Hartz IV Satz. Es macht doch auch keinen Sinn, eine BU abzuschließen die geringere Leistungen als Hartz IV bietet, da dieses ja dann verrechnet wird. Aus meiner BU - würde ich wie in deinen Beispiel Lähmung ab Hüfte - könnte ich gut von leben. Ich habe auch entsprechend darauf geachtet, dass die BU im Leistungsfall in eine Rentenversicherung weiterhin einzahlt um auch beim Renteneintritt versorgt zu sein.
Im BU Fall habe ich somit wirklich eine vernünftige Absicherung und muss mich nicht mit Hartz IV leben.

PS ich bin aber auch verantwortlich für meine Familie - da kann ich nicht einfach sagen, im BU Fall leben wir einfach von Hartz IV ...

PPS ich habe deshalb auch argumentiert, dass ein BU nicht billig sein darf - billige BUs die das Risiko nicht richtig absichern machen wirklich keinen Sinn, entweder richtig oder gar nicht!
 
Ist denn in der BU der Krankenversicherungsschutz drin oder nicht?

@florian.
Berufsunfähig =/ Erwerbsunfähig. 30% von was ist daher die Frage. Du könntest ja eine Umschulung machen und irgendwo weiter arbeiten. Nur eben nicht in deinem Berufsfeld.

@_killy_
Ist mir schon bewusst, du hast ja auch ein Einkommen, bei dem die BU rentabel genug ist. Ein Grund mehr zu fragen, wie du dann krankenversichert bist. Denn du bist dann kein AN mehr, bei Familie könntest du mitversichert sein. Wärst du aber nun Single. Was wäre dann?
 
Am Ende geht es ja nicht um mein BU Schutz. Ich wollte hier nur einspringen, da einige User geschrieben haben, dass die BU des TEs zu teuer wäre ... mein Anliegen war und ist es, dass eine BU das Risiko wirklich absichern soll. (steigende Leistungsraten, Berücksichtung Rente) Tut die BU dies nicht, dann ist sie zu teuer.
Die Frage die aufkommt ist natürlich, ab welchem Gehalt sich überhaupt eine BU lohnt und in welcher Situation. (1.600 vs > 3.000 ... Single vs Familie)
 
Nein es geht nicht um deinen BU Schutz, sondern allgemein um den BU Schutz. Wenn 1500€ z.B. dafür sorgen, dass man am Ende doch weniger hat, weil man eben 200€ jeden Monat für die Krankenversicherung bezahlen muss, dann sind es doch keine 1500€ sondern nur 1300€. Ergo müsste man auf 1700€ erhöhen, um 1500€ tatsächlich zu haben. Und das sind wieder Mehrausgaben.
 
Ich finde die BU sogar ziemlich günstig - würde ich zu dem Preis sofort abschließen, ich zahle fast das doppelte. In meinem Beruf ohne BU wäre dämlich - ich arbeite in einem sogenannten "Risikoberuf". Je nach dem ob der TE nun hinter dem Schreibtisch oder an einer Maschine steht würde ich in dem Fall entscheiden. Als Kaufmann ne BU ist tatsächlich eher unnötig. Aber generell ne BU als Schwachsinn dazustellen halt ich für fahrlässig. Ne Arbeitslosigkeit kann temporär sein, ne Berufsunfähigkeit hält fürs Leben.

//Edit: Einige wissen scheinbar nicht was der Unterschied zwischen BU und AU ist.

Die Arbeitsunfähigkeitsversicherung (Erwerbsunfähigkeit heißt das eigentlich - die AU zahlt im Betriebsbedingten Krankheitsfall und die hat man eh über den Arbeitgeber) zahlt NUR wenn man gar nicht mehr arbeiten kann (Behinderungsgrad >50, Burn Out etc. = weniger als 3 Stunden am Tag zumutbar)

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt wenn man seinen ERLERNTEN Beruf nicht mehr ausüben kann - egal ob man anders noch Arbeitsfähig wäre... und wenn die Seriös ist muss man dann nichts anderes erlernen :D

Ob die auch ohne Schadenfall ausgezahlt wird kann man individuell klären, da muss man halt auch auf Zack sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Onkel

Ich lese aus deinen Beiträgen heraus, dass du keine BU abgschlossen hast. Man kann - afaik - nur 60% seines Monats-Bruttos bzw. 90% des Nettos absichern. Somit muss man schon vor dem Abschluss rechnen, ob man mit dem abgesicherten Niveau über den Sozialleistungen liegt. Liegt man nur "knapp" drüber, dann macht es wirklich kein Sinn. Liegt man weit drüber, dann ist es sinnvoll wenn man nicht in das tiefere Loch der Sozialleistungen fallen möchte.
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben