Finanzkrise, wo ist das "vernichtete" Geld ?

Ich bezweifle aber, das diese Kranken die Finanzkrise verursacht und das ganze Geld vernichtet haben.
 
lol Sarah Wagenknecht zum Thema Finanzkrise mit dem Adjektiv "schön", verbreitet auf einer Zeitgeistseite.... Herrliche Parodie....

Und ja ich hab das Ding angeguckt, auch wenn es mir schwer fiel. Da wird soviel verdreht, damit es zur typischen Richtung von Frau Wagenknecht passt, dass man Bauchschmerzen davon bekommt. Propaganda der allerersten Güte. Übrigens wer glaubt, die Linken können das besser, als was Frau Wagenknecht da anprangert, soll mal nach Berlin schauen, was Frau Nahles so produziert oder HErr LAfontaine im Aufsichtsrat gewisser staatlicher Banken. Die können es mit sicherheit kein bisschen besser.. soviel zu Frau Wagenknechts meinung, der Staat müsse lenken, weil es die Wirtschaft nicht packt,
 
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Hab ich bereits gestern auf YouTube entdeckt, fand ich auch sehr gut. Allerdings werden auch hier nur die Sympthomen(Gier des Neoliberalismus) angesprochen, und nicht die wahren Ursachen. Die währen die Enstehung des Geldes und die Zins/Zinseszins problematik als Verstärkungsfaktor (näheres kann man sich beim Prof. Senf anhören
http://billhicks23.blip.tv/#1838476 ). Denn warum sind die meisten Banken/Unternehmen diese Spekulationrisiken eingegangen (abgesehn von der eigenen Bereicherung), nur weil sie vom Jahr zu Jahr immer mehr Dividenden an ihre Aukzionäre ausschüttlen müssten und das ging eben nur so.
@ Mustis: wie wärs wenn du deine Kritikpunkte sachlich formulieren würdest?
 
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@wicht22

Och bitte nicht schon wieder Prof. Senf. Ich hatte die "Freude", ein Semester VWL bei ihm genießen zu dürfen. Die Vorlesungen bestanden aus Gesängen über den Zins, Vorträgen über kosmische Strahlung, die in sexuelle Energie umgewandelt wird und der Vorstellung seines prüfungsrelevanten, zu erwerbenden Buches "Der Nebel um das Geld".

Prof. Senf vertritt, gelinde ausgedrückt, eine Randmeinung, die nicht nur umstritten ist sondern nicht für voll genommen wird.

@chriwi
Sarah Wagenknecht hat weder die Marktwirtschaft, noch die Ursache der Finanzkrise verstanden. Dies, verbunden mit einer gehörigen Portion Ideologie, lässt mich immer erschaudern.

MFG
 
Mhhh wie soll man etwas unsachliches mit sachlicher Kritik kritisieren? Frei nach dem Motto, widerlege, dass es einen gott gibt?
 
Die Aussagen, die deiner Meinung nach falsch sind, samt deiner kritik auflisten.
 
Und warum fängst du nicht erstmal an darzulegen, warum Bernd Senf mit seiner Theorie recht hat? Deine Leistung bisher war einen Link auf einen Vortrag zu setzen und seine Meinung zu übernehmen. Ich kann jetzt das gleiche machen und es wird zu nichts führen. Es ist immer wieder amüsant, dass die YouTube Generation immer sachliche Kritik fordert, wenn man nicht konform mit den von ihnen verlinkten Meinungen ist.... Sowas schimpft sich heute "Diskussion"...
 
e-ding schrieb:
@wicht22

Sarah Wagenknecht hat weder die Marktwirtschaft, noch die Ursache der Finanzkrise verstanden. Dies, verbunden mit einer gehörigen Portion Ideologie, lässt mich immer erschaudern.
Das stimmt, da ja Marktwirtschaft offensichtlich bedeutet, dass man Banken Geld schenkt, welches man vorher bei ihnen geliehen hatte. Das man 1/4 von der Commerzbank kauft und 6x vom Wert bezahlt. Das man Unternehmen rettet anstatt sie in die Insolvenz gehen zu lassen, bloß weil sie groß genug sind. So sieht also die Freiheit der Märkte aus. Was will man da bitte schön verstehen? Wenn 10% der Hilfsgelder für Banken in den USA als Dividenden und Bonuszahlungen rausgehen.
 
@chriwi

Da stimme ich Dir zu. Das hat allerdings wenig mit Marktwirtschaft zu tun sondern mit Wahlkampf und Ratlosigkeit.

Opel sollte man in die Insolvenz gehen lassen. Die Höhe der benötigten Geldmenge steht in keinem Verhältnis zu den Arbeitsplätzen. (Da fällt mir noch der Kohlepfennig ein.)
Das Bankensystem muss kontrolliert gestützt werden. Die USA sind nicht Deutschland.

Ursache der Krise ist nicht die Marktwirtschaft (oder die FDP, wie ich hier schon irgendwo lesen durfte ;)). Ursache für die Auswirkungen auf Deutschland war das mangelhafte Risikomanagement der hiesigen Anleger, die bei der Vergabe eigener Kredite über hohe, regulierte Sicherheitsstandards verfügen, diese beim Erwerb der geplatzten Zertifikate nicht angelegt haben.

MFG
 
@Mustis: warum Herr Senf recht hat? Ganz einfach: weil dei Wirtschaftskriese da ist und keines von den neoliberalen Lösungsvorschlägen hat bisher Erfolgt gehabt, ganz im gegenteil.
 
lol, na das is doch mal sachlich. Er hat also recht unabhängig davon, was nun eigentlich die Ursache dafür war. Na das nenn ich mal ne Lösung, sie löst Probleme, deren Ursprung man nicht kennt. Und weiter: Alles, was nicht zu meiner Idee passt, ist neoliberaler Müll. Diese "Argumentationstechnik" stirbt leider Gottes auch nicht aus...
 
Ich bezweifle aber, das diese Kranken die Finanzkrise verursacht und das ganze Geld vernichtet haben.
diese nicht ;) aber es gibt diverse untersuchungen, das die ganzen broker und gambler ein bissl krank in der birne sind
 
e-ding schrieb:
Ursache der Krise ist nicht die Marktwirtschaft (oder die FDP, wie ich hier schon irgendwo lesen durfte ;)). Ursache für die Auswirkungen auf Deutschland war das mangelhafte Risikomanagement der hiesigen Anleger, die bei der Vergabe eigener Kredite über hohe, regulierte Sicherheitsstandards verfügen, diese beim Erwerb der geplatzten Zertifikate nicht angelegt haben.
Die Marktwirtschaft ist ein Modell und kann deshalb nicht in einer Krise sein. Die Krise ist aber eine logische Folge aus der angewandten Marktwirtschaft. Warum wurden die Sicherheitsstandards nicht angewendet? Weil mehr Geld verdient werden wollte, als es mit sicheren Anlagemöglichkeiten möglich gewesen wäre. Wie auf Drogen wurde alle Vorsicht vergessen und weiter gemacht. Jetzt kommt das böse erwachen, aber nur für diejenigen, die mit der Party gar nichts zu tun hatten. Statt Verantwortliche zu suchen klagt sich der Ex Vorstand der HRE lieber seine Abfindung ein. Das alles hat nichts mit Marktwirtschaft zu tun, zeigt aber zu welchen Auswüchsen sie führen kann.
 
So lange man die Parteien noch wählt die diese laschen Gesetze und Gesetzesauslagen zulassen, so lange wird sich nichts ändern.
Einer Kassiererin wird wegen einmalig 1,30 € sofort gekündigt, einem Vorstandschef der sein Bankunternehmen wegen zu hoher Risikobereitschaft vollständig gegen die Wand gefahren hat (war ja/ist ja praktisch Konkurs), der bekommt noch eine dicke Abfindung.
Meines Erachtens ist letzteres keine Errungenschaft der sozialen Marktwirktschaft, die beibehalten werden muss. Aber welche Partei erkennt, was das Wahlvolk will und ändert die Gesetzeslage?
Solange nur die PDS dies in ihr Wahlprogramm schreibt, brauchen sich die anderen Parteien nicht wundern, warum die soviele Stimmen bekommen haben/werden.
 
Wenn die Marktwirtschaft zu solchen Auswüchsen führt, dann ist das Modell schon ursächlich. Aber statt das ganze Modell über den Haufen zu werfen, wie es vielerorts gefordert wird (was noch weniger Sinn macht, wenn das Modell angeblich gar nicht die Ursache ist...), sollte man schauen, wie ich diese Auswüchse vermeiden kann indem ich reglementiere, ggf. einschränke und das Modell so modifiziere, dass es nicht mehr in diesem Ausmaß vorkommt. Die ganze Krise baut im Prinzip darauf auf, dass das Risikomanagement bzw. die Risikoprüfung bei den Banken sträflich vernachlässigt wurde. Wäre ihr eine schärfere Vorschrift gesetzlich verankert, würde das schon deutlich mehr Sicherheit bringen. Desweiteren muss die Haftung der Bankberater gegenüber der Kunden verschärft werden. In der Versicherungsbranche ist das bereits gang und gäbe. Das führt dann zu so skurrilen Situationen, dass der Kunde relativ sicher ist, kauft der das Produkt bei einer Versicherungsgesellschaft. Kauft er das selbe Produkt bei der Bank, ist sind sein Kundenschutz und die rechtlichen Möglichkeiten gegen Falschberatung vorzugehen wesentlich eingeschränkter. 2 Branchen, oftmals nahezu gleiche Produkte, aber 2 verschiedene Standards was Dokumentation und Kundenschutz angeht. Die VErsicherungsgesellschaften sind von der Krise zur Zeit auch weitaus weniger betroffen (vorallem in Deutschland) als die Banken, eben weil ihr schärfere Vorschriften gelten.
 
Was mich interessieren würde, ist wo die ganzen Rettungsgelder her kommen sollen. Vermutlich läuft es so ab: um die Banken zu retten, leiht sich erst die Regierung genau das selbe Geld bei den Banken, die wiederum dafür Kredite bei der Zentralbank aufnehmen. Was zufolge hat, dass man auf das Geld, was man als Finanzstütze zur Verfügung gestellt hat, noch Zinsen an "bedürftige" Banken zahlen muss. Ist es nicht pervers?
 
Mustis schrieb:
Wenn die Marktwirtschaft zu solchen Auswüchsen führt, dann ist das Modell schon ursächlich. Aber statt das ganze Modell über den Haufen zu werfen, wie es vielerorts gefordert wird (was noch weniger Sinn macht, wenn das Modell angeblich gar nicht die Ursache ist...), sollte man schauen, wie ich diese Auswüchse vermeiden kann indem ich reglementiere, ggf. einschränke und das Modell so modifiziere, dass es nicht mehr in diesem Ausmaß vorkommt.
Es liegt aber auch daran, dass viele glaube das sich Märkte simulieren lassen

http://www.ftd.de/politik/internati...nschaften-Wir-sind-alle-sprachlos/481316.html

"Schneider Wir haben keine Modelle, mit denen eine derartig globale Krise wie die aktuelle mit ihren gigantischen Folgen modelliert werden kann. Natürlich ist so etwas schwer zu erfassen, aber wir brauchen sie unbedingt. Notwendig sind neue Modelle für den Finanzsektor, die Ausfälle von Krediten und Bürgschaften von bis zu 40 Prozent verarbeiten können. Oder was es für Konsequenzen hätte, wenn eine Großbank Konkurs anmelden würde ... "

Die Aussage trifft es genau. Man hat einfach keine Ahnung was passieren wird und macht erst mal was.

wicht22 schrieb:
Ist es nicht pervers?

Tja das trifft es genau. Kein vernünftiger Mensch würde das machen, aber man muss immer wieder fragen "Wer ist der Gewinner bei der ganzen Sache?". Auf einmal macht es dann Sinn.
 
Na ja keine Ahnung haben ist nun nicht zutreffend. Man hat schon Ahnung, wie sich die unterschiedlichen Änderungen auswirken werden. lediglich die psychologischen Aspekte lassen sich nur bedingt vorhersagen und genau deshalb wird es nie eine Simulation von so etwas geben. Psychologie lässt sich nur sehr bedingt simulieren. Bestimmte VErhaltensweisen sind zwar wahrscheinlich, aber nicht garantiert. Deswegen sind die Leute, die solche Simulationen fordern und als Lösung sehen viel gefährlicher. Denn dann verlässt man sich erst recht auf diese und wenns daneben geht ist man unschuldig, die Simulation hat das ja anders vorrausgesagt.

Aber da sind wir wieder bei vorurteilen und Pauschalisierungen. Das die Leute gar keine Ahnung haben und einfach mal machen stimmt schlicht nicht. Bestimmte Aspekte lassen sich aber einfach nicht konkret vorraussagen bzw. verändert die bloße Aussage schon das ergebnis.

Beispiel: Jemand prognostiziert, dass eine Aktie um 10% fallen wird. Tatsächlich fällt sie aber vielmehr. Warum? Weil die bloße Prognose dafür sorgt, dass fast alle verkaufen werden. Die Basis auf der die Prognose gefällt wurde, ändert sich in dem Moment, wo sie veröffentlicht und relevant wird durch sich selber. Das ist ein Paradoxon aufgrund dessen Aussagen über die Finanzwelt zwangsläufig falsch sein werden. Sind sie relevant, weil veröffentlicht, verändern sie selbst die Basis, auf derer sie gebaut sind. Bleiben sie unveröffentlich bleiben sie sowieso irrelevant...
 
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