Firmen mit guten Gehältern in der Richtung Software-Entwicklung

Kokujou

Lieutenant
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Hallo~ Ich dachte mal ich frag hier mal. Ich bin bald mit dem Master fertig und suche jetzt Jobs in der Software-Entwicklung.
Undzwar suche ich Deutschlandweit, was gibt aber einen fetten Information Overflow XD
Es gibt ja ewig viele Unternehmen und noch mehr Jobangebote, ich find mich in dem Sumpf kaum zurecht.

Ich hab eigentlich nur zwei Prioritäten: 1. Geld, 2. Schaffbarkeit.
Ich entwickle mit .Net/C#, im Bereich Spiele würden mir zumindest irgendwelche Firmennamen bekannt vorkommen, aber hier bin ich völlig planlos. Vielleicht kennt ihr ja Unternehmen mit ner Neulings-Freundlichen Einstellungspolitik und guter Zahlungsmoral :)

Wie verlässig solche Seiten wie Gehalt.de und glassdoor sind weiß ich nicht, riecht aber irgendwie nach Fake und/oder Marketingstrategie
 
Definiere gutes Gehalt.

Wenn Du nur mit .Net bzw. C# programmierst, dann kannst Du die Suche bereits stark eingrenzen. Such Firmen, welche auf den MS Stack setzen. Gehälter sind zudem regional bedingt teilweise extrem unterschiedlich. In der Spieleentwicklung wirst Du kein Spitzengehalt bekommen.
 
Ich sagte ja auch Anwendungsentwicklung ^^ von der Spieleschiene bin ich weg, da kommt man einfach nicht rein. ich zumindest nicht. Kritische Einstellung und schlechtes Gehalt? Nope XD

Und genau darum suche ich jetzt Anwendungsentwicklung allgemein, das dürfte ich ja auch hinkriegen. Welche Regionen zahlen denn am besten, kann man das pauschal sagen? Ich meine ich seh durchschnittswerte bei einigen Seiten die sagen Hessen wäre das beste, aber ob das stimmt und ob das nicht nur ein paar Ausreißer sind und der Rest ist mist - keine Ahnung.

Selbst mit der Einschränkung .Net/C# krieg ich haufenweise ergebnisse... Ich hatte gehofft hier kennt jemand gut zahlende Firmen ^^

Ein Kommilitone sagte was von 3.700 Brutto Einstiegsgehalt, wenn ich auf den ganzen Gehalts-Seiten gucke ist das eher die untere Grenze, aber ob man denen jetzt trauen kann oder ob die überhaupt das Einstiegsgehalt meinen - weiß der Geier.
 
Ansich können auch gut zahlende Unternehmen schlecht bezahlen, wenn man nur mäßige Referenzen hat und/oder schlecht verhandelt.
Außerdem sollte man bei einer solchen Betrachtung auch die Lebenshaltungskosten gegenüberstellen.
Wenn man schon so dämlich fragt, unterstelle ich einfach mal, dass du recht wenig bis garkeine Beurfserfahrung hast und deswegen nur Internetrichtwerte ranziehst und keine Unternehmen außerhalb der Spielebranche kennst.

Ich hab eigentlich nur zwei Prioritäten: 1. Geld, 2. Schaffbarkeit.

Was zur Hölle ist bitte Schaffbarkeit? Wenn du bereit bist 60h und mehr die Woche zu arbeiten, kann man dir eventuell eine größere Beratung anraten. Die bezahlen am Anfang enventuell mittelmäßig, haben aber oftmals jährliche Gehaltsprogressionen von 5-15% bei Zielerreichung neben regulären Verhandlungen und deutliche Steigerungen bei Hierachiestufenaufstieg...
 
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Ich kenne nichtmal die Spielebranche selbst^^ Ich hab null Berufserfahrung will aber gut einsteigen.

Mit Schaffbarkeit meine ich, dass ich mich nicht komplett neu umlernen muss. Also ich will jetzt nicht in in die Medizin nur weils da viel Geld gibt, weil ich davon 0 Ahnung habe. Oder um mal etwas kleienres zu nehmen: ich will nicht in die Betriebssystem Entwicklung und/oder mit Assembler arbeiten. Java wäre schon in Ordnung da der Syntax wohl recht ähnlich ist. Aber ich bin halt Objektorientiert mit C# unterwegs seit ich denken kann.

Mir ist klar für neulinge gibt es oft den "was zur hölle tu ich hier eigentlich?" effekt und den will ich so gering wie möglich halten ;)

Okay das ist mal eine coole Antwort. regelmäßige gehaltsverhandlungen waren mir z.B. völlig neu und dass jährlich hochgestuft wird auch.

Und ja, 60h die woche - von mir aus. Solange die Kohle stimmt. Es ist mir auch egal wenn meine Mitarbeiter irgendwie doof sind, solange ich die arbeit schaffe und es sich nicht negativ auf mein Gehalt auswirkt :p

Ich will mir halt keine Wege verbauen weil ich irgendwie wählerisch bin.

PS: Ich hab jetzt etwa 6 Jahre studiert, da wärs schon ganz schön, dass sich das auch positiv aufs Gehalt auswirkt. Ich weiß nur ich kann nicht in Sachsen-Anhalt bleiben XD

PPS: Keine sorge die Lebenshaltungskosten bedenke ich natürlich ^^ wenn man schon so wie ich aufs geld achtet vergisst man sicher nicht die erhöhten Mieten, Strom, Fahrtkosten, ...
 
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Nachdem du einen Master Abschluss hast, solltest du durchaus in der Lage sein Stellenangebote bewerten zu können...

Das du in deinem Studium nur mit C# in Kontakt bekommen bist, stimmt mich ein bisschen traurig - was hast du eigentlich studiert?
Ich weiß das man im Studium Programmieren nicht lernt/lernen kann weils einfach zu wenig ist, aber zumindest 2-3 Sprachen lernt man zumindest kennen und wenns Matlab ist.

Ansonsten solltest du dir eine Branche raussuchen die dir gefällt - Banken, Versicherungen, Logistik, Verkehr, diverse Industrie usw. benötigen alle Software Entwickler. Da musst du natürlich zusätzliches Wissen aufbauen, aber das musst du eh überall und deswegen solltest du dich für die Branche interessieren. Nur Entwickeln, ohne selber zu "entwerfen" bzw. Lösungen zu finden wirst du mit einem Master Abschluss hoffentlich nicht anstreben. Und komplett in die Technik scheintst du auch nicht zu wollen, wenn du Betriebssystementwicklung ausschließt.

Was war/ist denn dein Thema für die Abschlussarbeit? Vielleicht kann man da drauf aufbauen und dann hast auch schon Erfahrung in einem Bereich.
 
Ja gut "gearbeitet" hab ich sowohl mit Java, C, Matlab, irgendnem Modeler der gesamten Webkomponente...
Aber das kann man jetzt nicht wirklich als "beherrschen" bezeichnen.
Java ist ja "relativ" syntaxähnlich zu C#, also keine so große Herausforderung, aber all meine privaten Projekte hab ich eben mit C# gemacht, die Denkweise ist da natürlich auch drinne und die ganzen Microsoft Systembibliotheken sind natürlich auch drinne. Als Programmierer wisst ihr ja sicher, dass es dann doch recht nervig sein kann plötzlich ne ganz andere Programmiersprache zu machen, es sei denn man arbeitet sehr low level.

öhm... Als abschlussarbeit entwickle ich ein 3D-Spiel XD und beleuchte dabei die Aspekte KI und Multiplayer, sowie Crossplattform-Entwicklung. Aber in die Spielebranche reinkommen ist wohl so ziemlich unmöglich, da mich bereits jedes Unternehmen, dass ich kenne abgelehnt hab.


Mein Hauptproblem ist ja nicht einen Job zu finden. Sondern einen auszuwählen ^^ Ich will es nicht erleben, dass ich hier ankomme, mit sagne wir 3.700 Brutto im Monat und dann gesagt kriege "was hast du da fürn blödes Unternehmen, du müsstest das doppelte kriegen."
das würde mich dezent nerven ;) Also dachte ich ihr kennt vielleicht irgendwelche Unternehmen die sich direkt auf Softwareentwicklung konzentrieren, oder wo man als Solcher eben gut verdient und aufstiegschancen hat, zumindest gehaltsmäßig ^^

Vielleicht sagt euch ja Codefrog was? Da bin ich gerade dabei mich zu bewerben. Ein Kommilitone hat sie mir empfohlen und ich hab gehört, die sollen wohl n gutes Umfeld haben und recht gut zahlen und mein erster Kontakt lief auch recht freundlich^^

Es ist schade, dass die neben ihren Stellenangeboten nicht auch ne Preisspanne veröffentlichen...
 
"^^", "xD", "dass/das", Rechtschreibung, Grammatik, Groß/Kleinschreibung.. deine Beiträge lesen sich so, als würden sie von einem 15-Jährigen ADHS-Patienten stammen, der den ganzen Tag nur Minecraft zockt. Und so jemand hat einen Master in Informatik? Manchmal wundert man sich echt...
 
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Ich verstehe nicht, wieso du häufig auf die Syntax bei Programmiersprachen eingehst? Die Syntax sollte doch bei Programmiersprachen das kleinste Problem sein, bzw. schon fast "egal". Da arbeitet man sich doch im nu ein und gewöhnt sich einfach nach einer Zeit dran. Außerdem sollte es mit deinem Abschluss auch eher darum gehen, Softwaresysteme zu "entwerfen" bzw. Software-Architekt zu sein, Lösungen zu finden, zu Konzipieren, als einfach nur in einer bestimmten Sprache zu coden in der du die Syntax beherrschst.

Mein Tipp: Bevor du so sehr auf das EINSTIEGSGEHALT schielst, würde ich erstmal gucken, in einer ordentlichen Bude zu landen, wo du VIEL LERNST und erstmal richtige Erfahrung sammelst! Mit den 3.700€ könntest du (je nach Region) schon sehr zufrieden sein.

Eine Frage: Wo hast du studiert?
 
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Auch du wirst im Leben noch merken, dass Geld nicht glücklich macht. Das bei dir Gehalt an Nr.1 steht, halte ich nicht für sinnvoll.
Viel wichtiger ist es, etwas zu machen , was dir A) spaß macht und B) du was dabei lernst und dein Profil schärfst. V.a. da du ja bisher noch nicht in der Arbeitswelt tätig warst. DA hätte dir ein WS-Job oder ein paar Praktika einiges gebracht.
Je nachdem, was du sonst so im Lebenslauf vorweisen kannst, wird sich auch dein Gehalt entwickeln. Mit einem 2,x Schnitt und reiner schulischer Laufbahn würde ich die Chancen auf ein Topgehalt als Einstiegler nicht allzu hoch einschätzen. Such dir am besten eine größere Firma die nach Tarif zahlt. Da bekommt man meistens als Anfänger mehr als bei einem Mittelständler.
Schau dir einfach mal die großen namen an. Gehaltsmäßig kann es da durchaus in richtig 4xxx€ brutto mitsamt Boni gehen.
 
Es gibt im Leben zwei erfolgreiche Wege für den Beruf:

Das "craftsman mindset" - Man lernt zu lieben was man tut
oder
das "passion mindset" - Man tut was man liebt

Ersteres ist am Anfang sehr stark von Frustration geprägt. Wenn man aber lange genug dabei ist und sich Mühe gibt und besser wird macht es einem i.d.R. irgendwann sogar Spaß.

Der Zweite Weg macht von Beginn an zwar Spaß, ist jedoch am Anfang nur bedingt lukrativ.


Wenn du von Beginn an Kohle machen möchtest gehst du in einen Tarifgebundenen Konzern. Dort wirst du i.d.R. überdurchschnittlich bezahlt. (Bspw. SAP, T-Systems/Telekom, IBM, Automitive, Google. etc)
Hier sollte dir aber bewusst sein, dass du höchst wahrscheinlich niemals "Reich" an Geld sein wirst.


Beratungsklitschen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer vor 20 Jahren - Sand soll ja heute teilweise schon knapp sein - und bieten die auch mit 5-15% p.a. Gehaltssteigerung niemals das Gehalt eines Konzerns. Die Tätigkeit kann zwar interessant sein, aber garantiert ist nichts und ausgebeutet wirst du sicherlich.
 
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Am besten steigst du zu 99% bei einem IG-Metall Unternehmen ein und wenn es geht in Bayern. Da bist du finanziell relativ gut dabei und "Arbeitszeit/Lohn" - Verhältnis wirst du auch kaum etwas besseres finden ;-)

Hier ein paar Zahlen (Bayern):

-> du solltest zu 99% EG9 = 4163€/35h bekommen (zu 1% EG10 = 4604€/35h)
-> da ist noch KEIN Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Leistungszulage, Jahressonderzahlung eingerechnet (suche ig-metall rechner online)
-> bei einigen Unternehmen kannst du freiwillig auf 38h/Woche oder 40h/Woche gehen ( = +X% € ..do the maths..)

-> Problem: relativ schwer eine Stelle zu bekommen ohne Werkstudententätigkeit/Praktika/Vitamin B

versuchen kann man es ja trotzdem ;-)

ansonsten was das finanzielle betrifft gilt meistens die Regel:
umso größer das Unternehmen, umso mehr Gehalt
 
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Was mich an Gewerksschaftsstellen immer etwas genervt hat, ist diese kollektive Verhandlung.

Mehrleistung lohnt in einem Gewerkschaftsbetrieb einfach nicht- ich weiß, dass es in vielen Tarifverträgen die Möglichkeit gibt, einzelnen Arbeitnehmern mehr Gehalt zu geben... aber wann tritt das mal ein.

Am Ende bedeutet Gewerkschaft, alle zwei-drei Jahre 4-6% mehr Lohn für alle. Egal ob du nun häufig Überstunden machst, immer bereit bist auch mal einzuspringen.

Du wirst genau den gleichen Lohn wie Dauerkranke Mitarbeiter erhalten, die oft rein zufällig vor Ablauf von 6 Wochen wieder im Büro sind, genau den gleichen Urlaubsanspruch wie Dauerkranke und Minderleister.

Mittlerweile bin ich daher eher Fan von Einzelverhandlungen.

Wenn ich in Bayern wohnen würde und richtig gut in c# bin - dann würde ich eher bei Microsoft und Konsorten nachschauen.
 
Die Gewerkschaft Verhandlung ist dafür Zuständig die Inflation und Produktionssteigerungen des Betriebs auszugleichen. Das hat mit individueller Leistung und Verhandlung wenig zu tun - das kann die Gewerkschaft auch gar nicht machen und ist nicht ihre Aufgabe.

Eine Einzelverhandlung kannst du ja trotzdem anstreben, nur liegt das bei deinem Vorgesetzten und zwar ausschließlich. Wenn der nicht will hast du Pech gehabt und es gibt nunmal Vorgesetzte die Leistung anders bewerten als man selber. Für manche zählt Konsistenz, Loyalität oder eben auch Kontakte zu Kunden bzw. Erfahrung mit Kunden zur Leistung dazu und dagegen kann man mit Motivation/Stunden/Können alleine nunmal nicht anstinken.

In meinen Verträgen sind Leistungsabhängige Bonuszahlungen vereinbart, trotz Betriebsrat und Gewerkschaft. Die Ziele und die Höhe musst du alleine mit deinem Vorgesetzten ausmachen. Also es lohnt durchaus, wenn der Vorgesetzte will - das hat aber mit der Gewerkschaft oder dem Tarifvertrag genau gar nichts zu tun.
 
Also mir wurde damals von Betriebsrat und meiner Führungskraft ein Korb gegeben.
Begründung warum, dass wir Tarifverträge haben und alle gleich behandelt werden sollen. Es gab sogar eine Betriebsvereinbarung, dass nur im äußersten Fall (Verhinderung einer Unternehmensschädigung) überhaupt darüber verhandelt werden darf.
Einzelverhandlungen waren nicht vorgesehen.


hallo7 schrieb:
das hat aber mit der Gewerkschaft oder dem Tarifvertrag genau gar nichts zu tun.

Das stimmt aber wie gesagt mir gefiel der Kollektivgedanke überhaupt nicht. Es haben am Ende auch nicht alle den gleichen Anteil an der Steigerung der Produktivität.
Aber es gibt so einige Sachen, bei welchen ich es anders sehen. Ich habe zum Beispiel gerade Zwangsurlaub, da ich letztes Jahr keine Lust hatte und nicht genug genommen habe...natlrich ist eine Auszahlung wieder gesetzlich nicht vorgesehen...
 
Kausu schrieb:
Also mir wurde damals von Betriebsrat und meiner Führungskraft ein Korb gegeben.

Diese Erfahrung habe ich auch schon mehrmals gemacht...


Kausu schrieb:
Begründung warum, dass wir Tarifverträge haben und alle gleich behandelt werden sollen. (...) Einzelverhandlungen waren nicht vorgesehen.

...und auch genau aus dieser Begründung heraus.

Grundsätzlich ist nachvollziehbar, dass bei Massenarbeit individuelle Leistung nur schwer bewertbar ist und der Bewertungsprozess für (Hundert-)tausende von Mitarbeitern dann vor allem viel zu aufwendig wäre. Insofern kann ich mir einen Tarifvertrag für Logistik, Reinigung, Verwaltung, usw... schon praktikabel und wahrscheinlich sogar rentabel für die Unternehmen vorstellen.

Sobald wir aber von fachlich etwas individuellerer, anspruchsvollerer Arbeit sprechen, empfinde ich Tarifverträge auch als Unding. Da habe ich jetzt auch immer einen Bogen drum gemacht.

Wer meine Argumentation aus dem BGE-Thread kennt, der weiß, dass ich eine (hohe!) soziale Absicherung und soziale Gesellschaft sehr schätze; aber nicht bei der Arbeit. Da geht es um Wirtschaft und hier spielt individuelle Leistung einen großen Unterschied und entsprechend sollte das auch entlohnt werden.

Ich würde gar nicht unterstellen, dass die meisten da dann faul werden - da habe ich doch durchaus ein positiveres Menschheitsbild. Dennoch möchte ich aber für individuelle Mehrleistung auch ordentlich besser belohnt werden.
 
Es stellt sich halt die Frage ob diese Mehrleistung gewollt ist. Wie gesagt und auch Kausu angemerkt hat - es gibt die Möglichkeit. Verwenden will sie kaum jemand. Es stellt sich die Frage ob sich das bei nicht Tarifgebundenen Unternehmen überhaupt ändern würde.
Hat die Führungskraft keine Verwendung für die Mehrleistung oder Motivation, dann hast du Pech gehabt. Sofern er nicht jemanden ersetzen muss oder selbst vllt aufsteigt und seinen Nachfolger aufbauen will, reicht ihm ja die Normalleistung - darauf werden die Stellen auch kalkuliert.
 
hallo7 schrieb:
Es stellt sich halt die Frage ob diese Mehrleistung gewollt ist. Wie gesagt und auch Kausu angemerkt hat - es gibt die Möglichkeit. Verwenden will sie kaum jemand. Es stellt sich die Frage ob sich das bei nicht Tarifgebundenen Unternehmen überhaupt ändern würde.

Das finde ich persönlich zu konventionell und kurz gedacht:
Je individueller und/oder komplexer eine Tätigkeit ist, desto größer sind die Unterschiede und Ergebnisse zwischen Mitarbeitern.

Weiterbildungen, Überstunden, ... mal außen vor gelassen, gibt es dann selbst innerhalb der Regelarbeitszeit mitunter große Unterschiede. Wenn ich in meiner Arbeitszeit produktiver bin, Probleme lösen kann, die andere nicht lösen können, Ideen habe, die lukrativ für das Unternehmen sind (etwa Einfälle für mehr Effizienz/Kostensenkung oder vielleicht gar neue Services, Produkte, ...) usw. usf. dann möchte ich Derartiges auch entsprechend entlohnt sehen.

Natürlich wird das, um ein IT-Beispiel zu geben, beim "Code-Monkey" nie der Fall sein, aber je stärker wir in individuelle und/oder komplexe Bereiche gehen, desto eher wird oben genanntes Problem auftauchen.
Wenn ich da z.B. als DevOps feststelle, wie ich bei DB-Queries 60% Anfragen einsparen kann und mir derartige Optimierungen regelmäßig gelingen und eben auch öfter als anderen Kollegen, dann ist eine entsprechende Belohnung dafür imho nicht nur gerechtfertigt, sondern die (zumindest langfristig gesehen) einzig faire Konsequenz.
 
Das muss trotzdem dein Vorgesetzter absegnen. Was hat denn der Tarifvertrag damit zu tun? Ich kann mir ja trotzdem eine Beförderung raushandeln. Die Konsequenz ist natürlich immer, dass ich entweder keine guten Einfälle mehr habe oder eben zur Konkurrenz gehe.

Auch bei einem individuellen Vertrag wird dir nicht gleich eine Gehaltserhöhung gegeben wenn du gute Arbeit leistest. Ziele müssen im Vorraus vereinbart werden und das ist auch mit Tarifvertrag möglich. Man kann sich auch mit dem Vorgesetzten auf eine höhere Stelle einigen wenn Ziele erreicht werden - sprich einen Stufensprung mit mehr Verantwortung usw.
Allerdings ändert das nichts daran, dass man vom Vorgesetzten abhängig ist und selber Konsequenzen ziehen muss wenn es einem nicht passt.

Nur weil bei einem Tarifgebundenen Unternehmen die Vorgesetzten gerne auf den Tarifvertrag verweisen muss das ja nicht der Grund für die Verwehrung sein - es ist die einfachste Ausrede.
 
Es gibt erstens eine Leistungszulage und zweitens, wer Leistung zeigt hat eine höhere Chance besser bezahlte Stellen zu bekommen.
 
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