Flaschenhals USB 2.0 Festplatte im Netzwerk

flow87

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Hallo,
ich moechte gerne einen Netzwerkspeicher mit Intel Prozessor anschaffen.

Hierzu habe ich unterschiedliche Ideen. Eine Idee ist, ein sparsames Netbook einzusetzen.

Optimal waere vermutlich ein Netbook mit Gigabit Ethernet und USB 3.0. Hier wuerde vermutlich nur die Festplatte selbst das Maximum der Transfergeschwindigkeit bestimmen.

Gigabit Ethernet und USB 3.0 sind bei Netbooks aber leider die Ausnahme - und entsprechend teuer. Die meisten Netbooks haben Fast Ethernet und USB 2.0. Ich frage mich nun, ob Fast Ethernet oder USB 2.0 hier einen Flaschenhals sein koennen und hierdurch - und nicht durch die Festplatte selbst - das Maximum der Transfergeschwindigkeit bestimmt wird?
 
Netbooks mit Fast Ethernet? Von wann sollen die sein? Aus dem letzten Jahrtausend? Die haben alle schon seit Ewigkeiten Gigabit-Ethernet.
 
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Das ist tatsächlich seit ca 15 Jahren Standard
Gigabit ethernet ist auch nur ca 2x so schnell wie usb2
0
Warum möchtest du denn einen netzerkspeicher haben? Warum muss er einen Intel Prozessor haben?


Wenn du was richtig gutes für Bis zu 6 hdds und nicht viel Geld willst : Such dir auf ebay einen HP n54l.
Vermutlich nicht teurer als ein Netbook, aber viel viel leistungsfähiger
 
Nimm lieber eine richtige Lösung. Zwar kannst du nen Netbook als Host verwenden, aber du musst ja auch alle Festplatten mit Strom versorgen. Die haben dann auch Netzteile und schon verwandelt sich die Sparlösung in einen Stromfresser.
 
Eine Synology DiskStation DS120j kostet 100€ neu, das sollte einem seine Daten wert sein.
 
Zitat von yxcvb:
Netbooks mit Fast Ethernet? Von wann sollen die sein? Aus dem letzten Jahrtausend?
Jahrzehnt, weil kein Mensch mehr den Begriff Netboook verwendet.

Zitat von phm666:
Zwar kannst du nen Netbook als Host verwenden, aber du musst ja auch alle Festplatten mit Strom versorgen.
Theoretisch könnte man sich ein älteres Thinkpads dafür zulegen (z. B. https://www.ebay.de/itm/Lenovo-ThinkPad-T430-Notebook-I5-3320M-4GB-Ram-320-GB-HDD/333658800724)
und darin 2 HDDs (für die zweite https://www.ebay.de/itm/254468965326) und eine System-SSD (mSATA) verbauen.
Das geht dann natürlich nur mit 2,5"-HDDs und damit braucht man dann keine externe Stromversorgung.

Aber ob du damit groß Strom sparst? Ich hab bei mir lieber ein J3455-Board (CPU aufgelötet und passiv gekühlt), ein kleines Netzteil und 3,5"-HDDs. Da sind dann auch die Anschaffungskosten geringer (das Mainboard mit der aufgelöteten CPU habe ich billig von Ebay).
 
Moin,

erkläre doch mal, was die grundlegenden Gedanken hinter dieser Idee sind.

Zitat von flow87:
ich moechte gerne einen Netzwerkspeicher mit Intel Prozessor anschaffen.

Weil Du was genau machen möchtest?

Hierzu habe ich unterschiedliche Ideen. Eine Idee ist, ein sparsames Netbook einzusetzen.
Optimal waere vermutlich ein Netbook mit Gigabit Ethernet und USB 3.0. Hier wuerde vermutlich nur die Festplatte selbst das Maximum der Transfergeschwindigkeit bestimmen.

Hast Du so eines noch bei Dir rumliegen oder müsstest Du es neu/gebraucht kaufen?

Gigabit Ethernet und USB 3.0 sind bei Netbooks aber leider die Ausnahme - und entsprechend teuer. Die meisten Netbooks haben Fast Ethernet und USB 2.0. Ich frage mich nun, ob Fast Ethernet oder USB 2.0 hier einen Flaschenhals sein koennen und hierdurch - und nicht durch die Festplatte selbst - das Maximum der Transfergeschwindigkeit bestimmt wird?

Performance ist nur ein Aspekt beim NAS. Wenn Du nur kleine Dateien von A nach B bewegst, dann reicht auch Fastethernet mit USB 2.0. Aber es gibt ja noch andere Dinge wie Software, Redundanz und Handling: Die würde ich an der Stelle nicht vernachlässigen und dann sieht diese Bastellösung mit dem Notebook nur noch bedingt gut aus.

Kurzum: Sofern Du nicht schon alle Komponenten zu Hause ungenutzt rumliegen hast, empfehle ich Dir ein günstiges NAS. Irgendwo zwischen 100 und 300 EUR wirst Du was passendes finden, das als Dateiablage dienen kann und ausreichend gut läuft - ohne basteln.

Grüße,
Christian
 
Zitat von yxcvb:
Netbooks mit Fast Ethernet? Von wann sollen die sein? Aus dem letzten Jahrtausend? Die haben alle schon seit Ewigkeiten Gigabit-Ethernet.

Ich meine alte Netbooks, die entsprechend guenstig sind. Bspw. ein Asus EEE PC.

Zitat von madmax2010:
Das ist tatsächlich seit ca 15 Jahren Standard
Gigabit ethernet ist auch nur ca 2x so schnell wie usb2
0
Warum möchtest du denn einen netzerkspeicher haben? Warum muss er einen Intel Prozessor haben?


Wenn du was richtig gutes für Bis zu 6 hdds und nicht viel Geld willst : Such dir auf ebay einen HP n54l.
Vermutlich nicht teurer als ein Netbook, aber viel viel leistungsfähiger
Ich habe bereits ein Synology NAS mit ARM Prozessor als Netzwerkspeicher. Leider kann ich hier einige Programme (ycast, pihole) nicht installieren, da hierzu ein Intel Prozessor erforderlich ist.

Einen HP Server habe ich mir auch schon angeschaut. Er ist mir aber deutlich zu teuer.

Zitat von phm666:
Nimm lieber eine richtige Lösung. Zwar kannst du nen Netbook als Host verwenden, aber du musst ja auch alle Festplatten mit Strom versorgen. Die haben dann auch Netzteile und schon verwandelt sich die Sparlösung in einen Stromfresser.
Das habe ich noch nicht bedacht. Da wirst du Recht haben!

Zitat von john.smiles:
Eine Synology DiskStation DS120j kostet 100€ neu, das sollte einem seine Daten wert sein.
Auch diese Synology hat einen ARM Prozessor - wie fast alle guenstigen Modelle.

Zitat von pseudopseudonym:
Jahrzehnt, weil kein Mensch mehr den Begriff Netboook verwendet.


Theoretisch könnte man sich ein älteres Thinkpads dafür zulegen (z. B. https://www.ebay.de/itm/Lenovo-ThinkPad-T430-Notebook-I5-3320M-4GB-Ram-320-GB-HDD/333658800724)
und darin 2 HDDs (für die zweite https://www.ebay.de/itm/254468965326) und eine System-SSD (mSATA) verbauen.
Das geht dann natürlich nur mit 2,5"-HDDs und damit braucht man dann keine externe Stromversorgung.

Aber ob du damit groß Strom sparst? Ich hab bei mir lieber ein J3455-Board (CPU aufgelötet und passiv gekühlt), ein kleines Netzteil und 3,5"-HDDs. Da sind dann auch die Anschaffungskosten geringer (das Mainboard mit der aufgelöteten CPU habe ich billig von Ebay).
Es sollen zwei 3,5 Zoll Platten an/in den NAS. Die Loesung mit einem Intel Celeron Board werde ich mal ueberlegen. Was meinst du mit "kleinem Netzteil"? Am stromsparendsten sollen wohl die externen 12V Netzteile sein, aber die sind leider recht teuer.

Zitat von Joe Dalton:
Moin,

erkläre doch mal, was die grundlegenden Gedanken hinter dieser Idee sind.



Weil Du was genau machen möchtest?



Hast Du so eines noch bei Dir rumliegen oder müsstest Du es neu/gebraucht kaufen?



Performance ist nur ein Aspekt beim NAS. Wenn Du nur kleine Dateien von A nach B bewegst, dann reicht auch Fastethernet mit USB 2.0. Aber es gibt ja noch andere Dinge wie Software, Redundanz und Handling: Die würde ich an der Stelle nicht vernachlässigen und dann sieht diese Bastellösung mit dem Notebook nur noch bedingt gut aus.

Kurzum: Sofern Du nicht schon alle Komponenten zu Hause ungenutzt rumliegen hast, empfehle ich Dir ein günstiges NAS. Irgendwo zwischen 100 und 300 EUR wirst Du was passendes finden, das als Dateiablage dienen kann und ausreichend gut läuft - ohne basteln.

Grüße,
Christian
Ich moechte eine zentrale Dateiablage und YCAST inklusive Pihole. Hierzu moechte ich die 3,5 Zoll Festplatten aus meinem derzeitigen Synology NAS nehmen.
 
Pihole und Ycast gehören nicht auf ein NAS, weil das dann eben nicht in den Ruhezustand kann. Gebrauchten RPI + SD Karte schiessen und gut ist.

So schön auch der Gedanke ist, alles auf einer Maschine zu haben, so macht es nun mal halt immer Sinn.
 
Bist du sicher? Pihole und Ycast wuerden ja nicht von den Festplatten laufen. Ich habe bspw. auch einen DLNA Server auf dem NAS laufen, wuerde der nicht auch den Ruhezustand verhindern?

Welchen RPI nehme ich fuer dieses Vorhaben?

---

Evtl. soll auch noch ein VPN Server installiert werden.
 
Zitat von john.smiles:
Pihole und Ycast gehören nicht auf ein NAS, weil das dann eben nicht in den Ruhezustand kann.
Naja, meine NAS ist nie im Ruhezustand, da würde das schon passen. Reicht mir, wenn die HDDs nachts schlafen.

Wobei ... nachts könnte man die auch in den Ruhezustand packen, weil da eh nichts aufs Pihole zugreift.
 
Zitat von flow87:
Bist du sicher? Pihole und Ycast wuerden ja nicht von den Festplatten laufen. Ich habe bspw. auch einen DLNA Server auf dem NAS laufen, wuerde der nicht auch den Ruhezustand verhindern?

Es gibt ein paar Programme/Apps auf den Diskstations, die den Ruhezustand für die HDDs verhindern. Von daher würde ich für einfache Aufgaben immer auf einen RPI ausweichen und das ganze getrennt angehen. Zu mal Deine Vorhaben so gut wie keine Ressourcen benötigen.

Welchen RPI nehme ich fuer dieses Vorhaben?

Der RPI3 übernimmt bei mir pihole und wird dabei nicht mal warm. Insofern sollte bei Dir auch das zusätzliche ycast keine Rolle spielen.

Evtl. soll auch noch ein VPN Server installiert werden.

Da wird es schon wieder spannend. Aber auch diese Aufgabe würde ich nicht zwingend auf einem NAS laufen lassen, wenn es nicht sein muss.

Grundsätzlich sollte jeder RPI4 Deine Aufgaben bewältigen können und das NAS kann so weiterlaufen wie bisher.


Grüße,
Christian
 
Zitat von Joe Dalton:
Es gibt ein paar Programme/Apps auf den Diskstations, die den Ruhezustand für die HDDs verhindern. Von daher würde ich für einfache Aufgaben immer auf einen RPI ausweichen und das ganze getrennt angehen. Zu mal Deine Vorhaben so gut wie keine Ressourcen benötigen.
Wo kann ich sehen, welche Programme/Apps das sind?

Zitat von Joe Dalton:
Da wird es schon wieder spannend. Aber auch diese Aufgabe würde ich nicht zwingend auf einem NAS laufen lassen, wenn es nicht sein muss.
Sondern auch auf einem RPI?

Zitat von Joe Dalton:
Grundsätzlich sollte jeder RPI4 Deine Aufgaben bewältigen können und das NAS kann so weiterlaufen wie bisher.
Eine Überlegung, warum ich überlege, alles komplett auf ein neues System umzustellen, ist auch der hohe Idle Stromverbrauch von meinem aktuellen NAS: über 20w.

Ein neues Celeron System würde bei gleichzeitigen Verkauf meiner Synology günstiger sein als der neukauf eines RPI - und es wurde insgesamt weniger Strom verbrauchen.
 
Zitat von flow87:
Optimal waere vermutlich ein Netbook mit Gigabit Ethernet und USB 3.0. Hier wuerde vermutlich nur die Festplatte selbst das Maximum der Transfergeschwindigkeit bestimmen.
Aktuelle 3.5" HDDs mit 7200rpm schaffen bis zu so 270MB/s auf den äußersten Spuren, dafür reicht selbst ein Gigabit Ethernet nicht, auch wenn man bedenkt, dass die Transferraten auf den innersten Spuren nur etwa halb so hoch wie auf den äußersten Spuren sind.
Zitat von flow87:
Ich frage mich nun, ob Fast Ethernet oder USB 2.0 hier einen Flaschenhals sein koennen und hierdurch - und nicht durch die Festplatte selbst - das Maximum der Transfergeschwindigkeit bestimmt wird?
Da wäre das 100Mb/s Ethernet, das will man sich doch eigentlich nicht wirklich antun.
Zitat von flow87:
Ich meine alte Netbooks, die entsprechend guenstig sind. Bspw. ein Asus EEE PC.
In dem Fall ist womöglich auch noch die CPU ein Flaschenhals, etwa wenn Verschlüsselung ins Spiel kommt.

Aber mal ehrlich; USB Platten am NAS nimmt man eigentlich nur fürs Backup und so eine Bastellösung mit einem alten Netbook und USB Platten deren Inhalt dann im Netz freigegeben wird, ist zwar billig aber alles andere als unproblematisch. Zum Testen ob man überhaupt ein NAS will mag dies genügen, aber bzgl. Performance und Stabilität sollte man sowas nicht mit einer richtigen NAS (ob Fertiggerät oder Selbstbau) gleichsetzen.
 
Zitat von flow87:
Wo kann ich sehen, welche Programme/Apps das sind?

Afair nirgends. Entweder eigener Versuch oder in den div. Foren schauen.
Alles, was regelmäßig Logs schreibt, fällt sowieso aus dem Rahmen.


Wenn's dann sein muss, auch dort. Man könnte aber auch einen geeigneten Router bzw. eine Firewall nehmen. Die machen so etwas "hauptberuflich".

Eine Überlegung, warum ich überlege, alles komplett auf ein neues System umzustellen, ist auch der hohe Idle Stromverbrauch von meinem aktuellen NAS: über 20w.
Ein neues Celeron System würde bei gleichzeitigen Verkauf meiner Synology günstiger sein als der neukauf eines RPI - und es wurde insgesamt weniger Strom verbrauchen.

Ein RPI nimmt meistens unter 5 Watt und ein NAS deutlich mehr. Daher habe ich bei mir für alles 24x7 laufende einen RPI und das NAS läuft nur, wenn ich auch zu Hause bin. Zugriffe von unterwegs brauche ich nicht (mein 918+ mit 4 HDDs ist auch kein Stromsparwunder).


Grüße,
Christian
 
Zitat von flow87:
Eine Überlegung, warum ich überlege, alles komplett auf ein neues System umzustellen, ist auch der hohe Idle Stromverbrauch von meinem aktuellen NAS: über 20w.

Ich glaube mit einem alten Netbook ala ACER EEEPC wirst du aber auch keinen massiv geringeren Stromverbrauch als 20W haben.
Ich habe hier auch noch ein Packard Bell Netbook 10" was ich mal mit Ubuntu Server installiert hab für ähnliche Zwecke. Ich hatte mal den Stromverbrauch gemessen, und soweit ich mich erinnere nie unter 20W gesehen.
 
Habe nochmal den Verbrauch meines NAS gemessen: 11 Watt im Idle mit einer 3,5 Zoll HDD. Das können nur wenige Desktop Systeme unterbieten - und die Wenigen würden vermutlich mein Budget (bis 70€) sprengen.

Damit rückt ein Raspberry Pi doch wieder in meinen Fokus. Für Fragen hierzu werde ich einen neuen Thread aufmachen.
 
Kleine Anmerkung am Rande: Mein Raspberry Pi 4 mit angeschlossener 2,5" USB 3 Festplatte verbraucht maximal 7W, aber auch nur in kurzen Peaks, im Schnitt eher zwischen 4 und 5W.
 
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