M.Schneider
Cadet 1st Year
- Registriert
- Sep. 2026
- Beiträge
- 8
1. Aktuelle Hardware
Prozessor (CPU): AMD Ryzen 7 7800X3D (8× 4,20 GHz, Sockel AM5)
Arbeitsspeicher (RAM): 32 GB (2× 16 GB) Corsair Vengeance DDR5-6000, CL30 (Dual Kit)
Mainboard: MSI MAG B850 Tomahawk Max WiFi
Netzteil: be quiet! Pure Power 12 M 850W (ATX 3.0, 80+ Gold, modular, 12VHPWR)
Gehäuse: be quiet! Pure Base 500
Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5070 Ventus 2X OC
HDD / SSD: WD_BLACK SN850X 4 TB (M.2 NVMe)
HDD / SSD: WD_BLACK SN850 1 TB (M.2 NVMe)
Kühlung: be quiet! Dark Rock 5 (Luftkühler), WLP Thermal Grizzly Aeronaut
2. Problembeschreibung
Ich hätte gern ein paar erfahrene Augen dazu. Ich baue seit 40 Jahren PCs, und das war ein sorgfältig geplantes, sauberes System — luftgekühlt, kein Overclocking, nirgends Wasserkühlung in der Nähe — das drei Monate ohne den geringsten Zwischenfall lief, bis das hier passierte. So etwas hatte ich noch nie.
Aufbau und Einbaulage (wichtig für das Folgende)
Standard-ATX-Tower (be quiet! Pure Base 500), normal stehend auf dem Schreibtisch. Mainboard senkrecht, Grafikkarte waagerecht im obersten PCIe-Slot, Lüfter der Karte wie üblich nach unten, Backplate der Karte auf der oberen Seite — zeigt zum M.2-Bereich des Mainboards oberhalb des Slots. Luftkühler auf der CPU. Nichts war je über Kopf oder auf der Seite montiert.
Was passiert ist
Meine Tochter hat YouTube geschaut, dann gab es einen Knall und etwas Rauch. Monitor und PC tot. Die GPU-Lüfter drehten danach noch, aber die Karte wurde nicht mehr erkannt — nicht im UEFI, nicht im Geräte-Manager, kein Bild an irgendeinem Anschluss. Karte ausgebaut, auf iGPU weiter — lief einwandfrei. Eine Weile später ein zweiter Vorfall, dasselbe. Also gingen auch die übrigen Komponenten zurück.
Was zurückkam
Der Service-Report zur GPU spricht von „flooded PCB, which led to corrosion" und stuft es als anwenderverursacht ein — Garantie erloschen, unrepariert zurück. Board/CPU/RAM/Kühler wurden als funktionierend gemeldet, ohne Brandspuren, ohne Geruch am Mainboard. Nach Fotos änderte sich die Aussage zur Karte auf „mechanisch beschädigt". Keine der Aussagen ist mit einem dokumentierten Befund belegt. Auffällig: Board und Karte sind beide von MSI — zwei Produkte eines Herstellers, beide ausgefallen, beide ohne dokumentierten Befund abgetan.
Was ich am Mainboard gefunden habe (erst beim SSD-Einbau nach Abnehmen der M.2-Abdeckung sichtbar; der Händler hatte „ohne Befund" gemeldet)
[ Foto 1 — Übersicht ]
[ Foto 2 — Ablagerung oberhalb des PCIe-Slots ]
[ Foto 3 — fehlender Pin + abgetrenntes Teil ]
- Kupferfarbene Verfärbung an der oberen Ecke des PCIe-Slots, grüne Verfärbung an nahen Lötstellen.
[ Foto 4 — PCIe-Ecke ]
[ Foto 5 — Partikelstreuung ]
- Feine Streuung einzelner Partikel — vereinzelte Pünktchen, kein zusammenhängender Film. Rest des Boards unauffällig.
Was ich an der Grafikkarte gefunden habe
[ Foto 6 — GPU-Rückseite ]
[ Foto 7 — Backplate-Innenseite ]
- Auf der Innenseite der Backplate passende Rückstände: eine schmale Spur vom Slot-Ende in einen dichteren Fleck genau über der Ablagerung. Das Material wanderte also von der Platine nach oben auf die Abdeckung — gegen die Schwerkraft. Die Spur verläuft auf derselben Achse wie das beschädigte Bauteil; ihr Ansatzpunkt liegt genau dort.
Was für mich zusammenpasst
Alles deutet auf ein explosionsartiges Aufplatzen/Ausgasen eines Spannungsreglers (VRM) direkt am PCIe-Slot des Mainboards hin — das Innenleben des Bauteils wurde unter Druck herausgeschleudert. Ein einziger Mechanismus erklärt alles: die strahlenförmige Ausbreitung von einem einzelnen Punkt, die erhabene, krustige Ablagerung, den fehlenden Pin plus das abgetrennte Bruchstück, die feine Partikelstreuung — und dass Material nach oben auf die Backplate gelangte. Externe Flüssigkeit erklärt nichts davon.
Was ich mit „Flüssigkeitseintritt" nicht zusammenbringe
Ehrliche offene Frage
Chemisch analysiert habe ich die Rückstände noch nicht (das will ich fair sagen). Eine Rückstandsanalyse würde es klären: Kondensator-Elektrolyt über Bor/Ammonium, Halbleiter-Vergussmasse anders, externe Flüssigkeit über Natrium/Kalium/organische Reste. Bis dahin ist die Ursache für mich technisch offen — aber ein Flüssigkeitseintritt von außen passt nicht zu dem, was auf den Bauteilen ist.
An alle, die viele tote Boards gesehen haben: liest sich das als Flüssigkeitsschaden, oder als Bauteil, das ausgefallen ist und abgeblasen hat? Elektrolyt? Etwas anderes? Oder kann das echt wie Flüssigkeitseintritt aussehen und ich liege falsch?
3. Welche Schritte bereits unternommen
(Den Händler nenne ich bewusst nicht — die Gewährleistungs-/RMA-Sache läuft noch. Seriennummern und Barcodes auf den Fotos sind verpixelt.)
Prozessor (CPU): AMD Ryzen 7 7800X3D (8× 4,20 GHz, Sockel AM5)
Arbeitsspeicher (RAM): 32 GB (2× 16 GB) Corsair Vengeance DDR5-6000, CL30 (Dual Kit)
Mainboard: MSI MAG B850 Tomahawk Max WiFi
Netzteil: be quiet! Pure Power 12 M 850W (ATX 3.0, 80+ Gold, modular, 12VHPWR)
Gehäuse: be quiet! Pure Base 500
Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5070 Ventus 2X OC
HDD / SSD: WD_BLACK SN850X 4 TB (M.2 NVMe)
HDD / SSD: WD_BLACK SN850 1 TB (M.2 NVMe)
Kühlung: be quiet! Dark Rock 5 (Luftkühler), WLP Thermal Grizzly Aeronaut
2. Problembeschreibung
Ich hätte gern ein paar erfahrene Augen dazu. Ich baue seit 40 Jahren PCs, und das war ein sorgfältig geplantes, sauberes System — luftgekühlt, kein Overclocking, nirgends Wasserkühlung in der Nähe — das drei Monate ohne den geringsten Zwischenfall lief, bis das hier passierte. So etwas hatte ich noch nie.
Aufbau und Einbaulage (wichtig für das Folgende)
Standard-ATX-Tower (be quiet! Pure Base 500), normal stehend auf dem Schreibtisch. Mainboard senkrecht, Grafikkarte waagerecht im obersten PCIe-Slot, Lüfter der Karte wie üblich nach unten, Backplate der Karte auf der oberen Seite — zeigt zum M.2-Bereich des Mainboards oberhalb des Slots. Luftkühler auf der CPU. Nichts war je über Kopf oder auf der Seite montiert.
Was passiert ist
Meine Tochter hat YouTube geschaut, dann gab es einen Knall und etwas Rauch. Monitor und PC tot. Die GPU-Lüfter drehten danach noch, aber die Karte wurde nicht mehr erkannt — nicht im UEFI, nicht im Geräte-Manager, kein Bild an irgendeinem Anschluss. Karte ausgebaut, auf iGPU weiter — lief einwandfrei. Eine Weile später ein zweiter Vorfall, dasselbe. Also gingen auch die übrigen Komponenten zurück.
Was zurückkam
Der Service-Report zur GPU spricht von „flooded PCB, which led to corrosion" und stuft es als anwenderverursacht ein — Garantie erloschen, unrepariert zurück. Board/CPU/RAM/Kühler wurden als funktionierend gemeldet, ohne Brandspuren, ohne Geruch am Mainboard. Nach Fotos änderte sich die Aussage zur Karte auf „mechanisch beschädigt". Keine der Aussagen ist mit einem dokumentierten Befund belegt. Auffällig: Board und Karte sind beide von MSI — zwei Produkte eines Herstellers, beide ausgefallen, beide ohne dokumentierten Befund abgetan.
Was ich am Mainboard gefunden habe (erst beim SSD-Einbau nach Abnehmen der M.2-Abdeckung sichtbar; der Händler hatte „ohne Befund" gemeldet)
[ Foto 1 — Übersicht ]
[ Foto 2 — Ablagerung oberhalb des PCIe-Slots ]
- Ausgedehnte weißlich-graue, kristalline Ablagerung oberhalb des oberen PCIe-Slots, strahlenförmig von einem Punkt ausgehend, nach außen dünner werdend.
- Erhaben und krustig — keine Randbildung an einer Verdunstungsgrenze.
- Am betroffenen Bauteil direkt am Slot-Rand fehlt ein Anschluss, ein kleines abgetrenntes Metallteil liegt daneben in der Ablagerung.
[ Foto 3 — fehlender Pin + abgetrenntes Teil ]
- Kupferfarbene Verfärbung an der oberen Ecke des PCIe-Slots, grüne Verfärbung an nahen Lötstellen.
[ Foto 4 — PCIe-Ecke ]
[ Foto 5 — Partikelstreuung ]
- Feine Streuung einzelner Partikel — vereinzelte Pünktchen, kein zusammenhängender Film. Rest des Boards unauffällig.
Was ich an der Grafikkarte gefunden habe
[ Foto 6 — GPU-Rückseite ]
- Auf der Rückseite (Spannungsversorgung, deutlich entfernt von den PCIe-Kontakten) eine ausgedehnte weiß-grünliche kristalline Ablagerung mit dunklem, thermisch verändertem Zentrum. Gleiche erhabene, krustige Struktur, keine Randbildung. Rest sauber.
- In Einbaulage zeigt diese Seite nach oben, die Backplate sitzt wenige Millimeter direkt darüber.
[ Foto 7 — Backplate-Innenseite ]
- Auf der Innenseite der Backplate passende Rückstände: eine schmale Spur vom Slot-Ende in einen dichteren Fleck genau über der Ablagerung. Das Material wanderte also von der Platine nach oben auf die Abdeckung — gegen die Schwerkraft. Die Spur verläuft auf derselben Achse wie das beschädigte Bauteil; ihr Ansatzpunkt liegt genau dort.
Was für mich zusammenpasst
Alles deutet auf ein explosionsartiges Aufplatzen/Ausgasen eines Spannungsreglers (VRM) direkt am PCIe-Slot des Mainboards hin — das Innenleben des Bauteils wurde unter Druck herausgeschleudert. Ein einziger Mechanismus erklärt alles: die strahlenförmige Ausbreitung von einem einzelnen Punkt, die erhabene, krustige Ablagerung, den fehlenden Pin plus das abgetrennte Bruchstück, die feine Partikelstreuung — und dass Material nach oben auf die Backplate gelangte. Externe Flüssigkeit erklärt nichts davon.
Was ich mit „Flüssigkeitseintritt" nicht zusammenbringe
- Nirgends Randbildung (getrocknete Flüssigkeit hinterlässt einen Rand).
- Erhabene, krustige Ablagerung statt flachem Film.
- Vereinzelte Partikel statt zusammenhängender Fläche.
- Rückstände auf der Backplate-Innenseite, direkt über der Ablagerung → Material ging nach oben, gegen die Schwerkraft.
- Ein Bauteil ist mechanisch zerstört (fehlender Pin + abgetrenntes Teil) — keine Korrosion.
- Alles örtlich begrenzt; Netzteil, CPU, RAM, Kühler, Gehäuse sauber. Bei Flüssigkeit im geschlossenen Gehäuse erwarte ich Spuren an mehreren Teilen — niemand hat welche gefunden.
- Drei Monate störungsfrei; Aufbau-/Konfigfehler zeigen sich sonst sofort.
- Flüssigkeitseintritt löst üblicherweise erst Kurzschluss/Schutzabschaltung aus. Rauch heißt, ein Bauteil leitete weiter, bis es durchbrannte.
Ehrliche offene Frage
Chemisch analysiert habe ich die Rückstände noch nicht (das will ich fair sagen). Eine Rückstandsanalyse würde es klären: Kondensator-Elektrolyt über Bor/Ammonium, Halbleiter-Vergussmasse anders, externe Flüssigkeit über Natrium/Kalium/organische Reste. Bis dahin ist die Ursache für mich technisch offen — aber ein Flüssigkeitseintritt von außen passt nicht zu dem, was auf den Bauteilen ist.
An alle, die viele tote Boards gesehen haben: liest sich das als Flüssigkeitsschaden, oder als Bauteil, das ausgefallen ist und abgeblasen hat? Elektrolyt? Etwas anderes? Oder kann das echt wie Flüssigkeitseintritt aussehen und ich liege falsch?
3. Welche Schritte bereits unternommen
- Grafikkarte ausgebaut, System auf der integrierten Grafik der CPU betrieben → bootet und läuft fehlerfrei. Passt zum Befund: bei defektem PCIe-Versorgungspfad bleibt der iGPU-Betrieb unauffällig, ein Lasttest auf Onboard-Grafik findet das nicht.
- Alle Komponenten eingeschickt → Rückmeldung „getestet, ohne Befund" (Board/CPU/RAM/Kühler) bzw. Grafikkarte „anwenderverursacht / mechanisch beschädigt" — jeweils ohne dokumentierten Beleg.
- Nach Rücksendung selbst untersucht → Befunde wie oben (Fotos).
- Chemische Rückstandsanalyse: bislang nicht durchgeführt (möglicher nächster Schritt, um Elektrolyt vs. externe Flüssigkeit eindeutig zu klären).
(Den Händler nenne ich bewusst nicht — die Gewährleistungs-/RMA-Sache läuft noch. Seriennummern und Barcodes auf den Fotos sind verpixelt.)