News Forderung von Mitarbeitern: Google soll geheime KI-Pro­jek­te mit dem Pentagon ableh­nen

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@Syntax_41 Das Problem wird immer bleiben, dass Menschen immer nach Macht und Reichtum streben. Das ihre Denk- und Lebensweise als einzig richtige dargestellt wird und man diese natürlich immer verbreiten muss. Weil man ja recht hat. Das ist typisch für uns Menschen.
Daher finde ich es tatsächlich erstaunlich, dass so viele Mitarbeiter sich gegen das Militär aussprechen. Das gibt doch ein wenig Hoffnung, dass wir nicht alle völlig verkorkst sind. Frieden werden wir wohl nie haben, außer die KI unterwirft uns. Aber das wäre ebenso eine Horrorvorstellung.
 
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Militär ist immer böse und Pazifismus gut. Nur geht das halt nicht auf wenn sich eine/r nicht daran hält.
Tatsächlich habe ich mittlerweile einen Arbeitgeber, der fernab von Rüstung agiert. Beim alten Arbeitgeber hingegen war ganz klar, dass man keine Rüstung und kein Militär macht. Bis das Geld gewunken hat, dann war man dabei, Ethik und Moral von oben herab für das gesamte Unternehmen einmal umgedreht.
 
DiePalme schrieb:
@Syntax_41 Das Problem wird immer bleiben, dass Menschen immer nach Macht und Reichtum streben. Das ihre Denk- und Lebensweise als einzig richtige dargestellt wird und man diese natürlich immer verbreiten muss. Weil man ja recht hat. Das ist typisch für uns Menschen.
Daher finde ich es tatsächlich erstaunlich, dass so viele Mitarbeiter sich gegen das Militär aussprechen. Das gibt doch ein wenig Hoffnung, dass wir nicht alle völlig verkorkst sind. Frieden werden wir wohl nie haben, außer die KI unterwirft uns. Aber das wäre ebenso eine Horrorvorstellung.
Das Gefährliche ist das falsche Verständnis von Frieden und wie man ihn wahren kann. Wir müssen technologisch und kräftemäßig gut aufgestellt sein, um den Frieden zu wahren. Aber auch die richtigen Politiker wählen, die verhindern, dass wir Angriffskriege führen.
 
CtrlFreak schrieb:
Bis das Geld gewunken hat, dann war man dabei, Ethik und Moral von oben herab für das gesamte Unternehmen einmal umgedreht.

Ehtik und Moral? Weil man an Sicherheit arbeitet?
 
Don't be evil ist doch nicht auf die Projekte bezogen, die Google macht. Das bezieht sich auf die Darstellung der Dienste auf den Endkunden. Die Dienste sollen einen nicht nerven, sie sollen Anreize bieten und so zu großer Marktmacht verhelfen auch gegen ökonomische Ziele handelnd.
Derartige Angriffe dürften angesichts der kurzen Planungszeiten in der heutigen Praxis kaum ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz realisierbar sein.
Eine fahrlässige Einschätzung des Autors. Ich sehe das komplett anders, die Angriffe lassen sind auch ohne KI realisierbar.
 
Nichts hindert Google bzw. ein ausgewähltes Team daran, für das Militär unter anderem Namen zu arbeiten.
Und das Praktische an geheimen KI Projekten ist, dass das Militär bzw. der Staat diese geheim halten kann.

Ob eine Ablehnung von einem Unternehmen wie Google also nur aus politischen Gründen - für das Image - erfolgt, werden wir niemals oder erst in Jahrzehnten herausfinden, wenn es sowieso "egal" oder "zu spät" ist.

Abgesehen davon, kann so eine Kooperation auch ein gutes Ende haben.
So wie das Internet oder GPS.
 
Google würde sich ggf. gut daran tun, das "dreckige" Geschäft einfach auszulagern. Subfirma gründen.
Ich persönlich hätte z.B. absolut kein Problem damit, für einen Waffenhersteller oder Rüstungskonzern zu arbeiten. Aber ich verstehe Menschen, die das vehement ablehnen, genauso gut. Letztlich sollte das jeder mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren. Wer zu Google geht, gehört vielleicht zu der Sorte Mensch die das nicht mit sich vereinbaren kann. Insofern ist es für mich verständlich, wenn man nicht möchte dass sein eigenes Handeln auf der Arbeit dann ggf. für solche Zwecke eingesetzt wird.
 
Syntax_41 schrieb:
Man hat es mit Russland versucht und Handel betrieben, uns sogar von ihnen abhängig gemacht, und nun?
Und nun was? Auch aufrüsten und mit den Säbeln rasseln?
Auch wenn DE bzw die EU, bezüglich der genannten Punkte das Potenzial hat es besser zu machen als bisher, so ist das eher ein Russisches oder ein US Amerikanisches Problem das ich damit angesprochen habe. Zumal es hier im Konkreten tatsächlich um die USA geht und nicht um Russland.

Gegenfrage: Wie viele Kriege gab es in den vergangenen 76 Jahren auf dem Territorium der heutigen EU?
 
Palantir-Chef Alex Karp hat sich ja bereits positiv zur Entwicklung von KI-Waffen geäußert.
Was machbar ist wird auch gemacht werden, das zeigt die Geschichte der technologischen Entwicklung.

"...Zugleich argumentiert der Palantir-CEO, dass das Atomzeitalter zu Ende gehe und die nächste Ära der Abschreckung auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren werde. Vor diesem Hintergrund sei es unerlässlich, dass US-Techunternehmen KI-Waffen entwickeln. ..." (Tagesschau24)
 
@Tulol Wir haben nicht aufgerüstet, sondern sogar abgerüstet und einen Vertrag unterschrieben, der uns knebelt (4+2 Vertrag). Russland war ein strategischer Partner der NATO, und es wurde in Aussicht gestellt, dass Russland der NATO beitreten könnte. Russland hat dies jedoch abgelehnt, weil es eingeladen werden wollte. Als man sagte, man müsse sich bei der NATO bewerben, hat Russland abgelehnt.

Die NATO, allen voran die militärische Überlegenheit der USA, hat uns die 76 Jahre Frieden beschert. Durch Trump (und die idiotische Distanzierung westlicher Staaten der USA im Iran zu helfen) ist diese Sicherheit jedoch gefährdet.

Meiner Einschätzung nach liegt die Wahrscheinlichkeit eines Krieges derzeit weit über 30 %. Glücklicherweise haben die Politiker in der EU erkannt, dass wir fähig sein müssen, uns verteidigen zu können.
 
Tulol schrieb:
Und nun was? Auch aufrüsten und mit den Säbeln rasseln?
@Syntax_41 hat grundsätzlich recht.

Zum Einen will man doch nicht im Ernst die Entwicklung Organisationen oder Staaten von fragwürdigerer Natur (und insbesondere fragwürdigerem Bündnisstatus) überlassen und zum Anderen schützen ein weder guter Wille noch friedliche Natur vor anderen Staaten oder Organisationen.

Die Realpolitik unserer Welt sichert ein auskömmliches Dasein sowie überhaupt eine sichere Existenz ausschließlich den wehrhaften Nationen. Darin unterscheiden wir uns von der Natur nicht - es gilt am Ende des Tages das Recht des Stärkeren. Alle anderen Konstellationen sind historisch betrachtet lediglich kurze Perioden von Frieden und dann meistens auch begleitet dadurch, dass man aufgrund von Verbundenheit und kultureller Nähe zu Nachbarländern oder aufgrund wirtschaftlichen Gewinns oder oder ... auf Konflikt verzichtet hat.

Tulol schrieb:
Auch wenn DE bzw die EU, bezüglich der genannten Punkte das Potenzial hat es besser zu machen als bisher, so ist das eher ein Russisches oder ein US Amerikanisches Problem das ich damit angesprochen habe.
Dann frag mal Estland, Lettland, Litauen, Polen, ... wie die das sehen. Ohne militärisch starke und geeinigte EU sowie NATO hätte Russland da garantiert ebenfalls Einmarschpläne.

Es ist exakt wie in der Natur: einen Angriff eines Raubtiers verhinderst du einzig und allein dadurch, dass du durch Stärke/Abwehr/Anzahl/... dem Raubtier die Motivation zum Angriff entziehst.

Tulol schrieb:
Gegenfrage: Wie viele Kriege gab es in den vergangenen 76 Jahren auf dem Territorium der heutigen EU?
Beispielsweise:
  • Die Aufstände und sowjetische Militärintervention in Ungarn 1956.
  • Die Invasion vom Warschauer Pakt in Tschechien und Slowakei 1968.
  • Der Griechenland-Türkei-Zypern Konflikt 1974 - samt Grenzverschiebungen, die teilweise bis heute Gültigkeit besitzen.
  • Die großen Aufstände in Rumänien 1989.
  • Der kroatische Unabhängigkeitskrieg mit mehr als 10.000 Toten innerhalb kürzester Zeit ab 1991.
Weitere Beispiele gefällig?

Insbesondere bzgl. Warschauer Pakt ist es ausschließlich der NATO zu verdanken, dass nicht mehr Gebiete der EU in den eisernen Vorhang gehüllt wurden.

Auch nach dem Fall der Sowjetunion hätte es gerade in den Ostbereichen ohne NATO und starke Westmächte bedeutend mehr Konflikt gegeben.

Insbesondere in den 70ern hätte eine militärisch stärkere Türkei oder schwächeres Griechenland / Balkan ebenfalls garantiert für großangelegtere Invasionen gesorgt.
 
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Syntax_41 schrieb:
Das Gefährliche ist das falsche Verständnis von Frieden und wie man ihn wahren kann. Wir müssen technologisch und kräftemäßig gut aufgestellt sein, um den Frieden zu wahren. Aber auch die richtigen Politiker wählen, die verhindern, dass wir Angriffskriege führen.
Was du beschreibst, ist ja das traurige. Das wir überhaupt Rüsten müssen, ist schon das Problem. So denkt jede Seite. Genau das beschreibt das grundlegende Problem der Menschheit. Wir sind einfach zu verblödet um Frieden zu waren. Wir sind so Arrogant und uneinsichtig zu verstehen, dass man aneinander akzeptieren muss und das Beste für alle wäre, wenn man auf allen Ebenen zusammen arbeitet. Aber dazu werden wir nie in der Lage sein, weil wir Menschen einfach Geistig auf einem Niveau sind, das so absolut unterirdisch Asozial ist, dass wir nicht anderes können als uns mit Waffen zu bedrohen.
 
@DiePalme Macht Deutschland irgendwas, um den Frieden nicht zu wahren? Das Russland denkt, sie wären eine Weltmacht, dazu kann Deutschland nicht, wir haben Russland seit dem Kalten Krieg wie einen Freund behandelt.
 
Syntax_41 schrieb:
Ehtik und Moral? Weil man an Sicherheit arbeitet?
Ob das der Sicherheit dient oder nicht ist ja nicht die Frage, die ich gestellt habe und die man hier beantworten könnte. Sondern ethische und moralische Grundsätze wurden dem Profit wegen geopfert weil der Umsatz in Gefahr war. Am Ende hatte man ein Rekordjahr eingefahren, allerdings keinen einzigen Auftrag aus der Rüstungsindustrie sondern nur Kosten gehabt. Und weder Ethik noch Moral hochgehalten.
Aber: Not my business. Not my monkeys.
 
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