[Frage] Linux Entwickler Rechner

[ChAoZ] schrieb:
warum zum Teufel ist bereits Amazon vorinstalliert? Dachte Linux wäre noch frei von solchen Mist....

Ubuntu leider nicht.

Noch mal die Frage: Warum ausgerechnet Ubuntu?

(Ich entwickle PHP ja unter Windows...)
 
Tuxman schrieb:
Stabilität habe ich, mit Verlaub, ein wenig anders in Erinnerung. Ich muss einen Ubuntuserver pflegen. Da fliegt mir mit schönster Regelmäßigkeit MySQL um die Ohren.
Dann hast du wohl schön was falsch gemacht. Nach meiner Erfahrung steht Ubuntu 12.04 einem Debian 6 oder 7 in Stabilität in nichts nach, bietet nur eben einen deutlich neueren Kernel.
Jedenfalls hat keines der von mir betreuten Ubuntu 12.04 - Systeme ein Problem mit MySQL oder sonstigen Diensten, trotz recht anständiger Serverlast...

[ChAoZ] schrieb:
Versteht mich nicht Falsch, aber ich verstehe nur Bahnof^^
Möchte doch nur via Virtual Box Ubuntu installieren, dazu benötige ich ein Image... fragt sich nun welches?
...

Das war ein fertiges VirutalBox Image.
Der sinnvollere Weg wäre, einfach die Ubuntu Minimal Iso (x64) zu laden (~20MB oder so), dir eine vollkommen neue und saubere virtuelle Maschine anzulegen und nach deinen Vorstellungen zu konfigurieren und dann die Minimal Iso als CD einzubinden. Danach klickst du dich durch die minimalistische Installation und hast am Ende genau das System, dass du wirklich bestellt hast.

Fertige Virtual Appliances sind gut, wenn man wirklich nur mal 20 Minuten in ein System rein gucken will, für mehr taugen sie meiner Erfahrung nach aber nicht. Da gewinnt immer ein handkonfiguriertes System.


Edit: Womit wir wieder bei vorgekauten Virtual Appliances wären...
1.) die Amazon Lense kann man sehr leicht über die Paketverwaltung entsorgen
2.) die Amazon Lense gibts nur in Unity. Gnome3, KDE, Xfce,... sind frei davon
 
Ich kann jedem Linuxanfänger nur dazu raten, direkt mit Arch-Linux einzusteigen. Es ist einfach so, wenn man Linux ordentlich verwenden will, dann muss man sich vernünftig mit der Materie auseinander setzen, es klappt eben nicht immer alles out of the box. Und imho fängt man da am besten ganz unten an, arch ist perfekt dafür.

Hab ich damals auch so gemacht und es war ne gute Entscheidung!
 
the_plague schrieb:
dann muss man sich vernünftig mit der Materie auseinander setzen

Was solche Linuxdistributionen betrifft: Ich habe persönlich gute Erfahrungen mit Crunchbang Linux (Debian in minimalistisch, also ohne diesen Gnome-Käse als Standard) gesammelt. Was "Linuxe" (Gentoo mal ausgenommen, das ja eigentlich nur 'n [Free-]BSD auf Linuxbasis zu sein versucht, was der Entwickler mal so ähnlich ausgedrückt hat) gemeinsam haben, ist aber, dass sie grundsätzlich versuchen, benutzerfreundlich zu sein und dem Benutzer so viele Entscheidungen wie möglich abzunehmen. Das ist vielleicht nicht immer die klügste Wahl.

Obwohl: Diese Frage stellt sich für den Threadersteller wahrscheinlich auch nicht. Zum PHP-Entwickeln muss man über das System nicht viel wissen, da reicht 'ne olle Windowskiste eigentlich auch mehr als hin.
 
Zuletzt bearbeitet: (ach, was solls ;))
Tuxman schrieb:
Was solche Linuxdistributionen betrifft: Ich habe persönlich gute Erfahrungen mit Crunchbang Linux (Debian in minimalistisch, also ohne diesen Gnome-Käse als Standard) gesammelt.
Klingt eher nach "Debian für Doofe", denn der Debian-Installer bietet ebenfalls eine Installation ganz ohne den Gnome-Käse (und anderen GUI-Käse) an.
 
the_plague schrieb:
Ich kann jedem Linuxanfänger nur dazu raten, direkt mit Arch-Linux einzusteigen.
Warum sollte man sich diese Folter freiwillig antun? Du würdest doch auch nicht erst DOS installieren, dann nacheinander auf Win3.11, 95, XP und 7 wechseln, nur um zu verstehen was Windows 8.1 macht.
Das Motto lautet immer noch KISS: Keep It Simple, Stupid!

Warum sollte man sich mit der Hand-Kompilierung eines Kernels auseinander setzen, wenn das Repository einen Kernel liefert, der für den Anwendungsfall aktuell genug ist? Warum sollte man sich all die 1000 Pakete einer Benutzeroberfläche einzeln zusammensuchen und evtl. noch von Hand kompilieren, wenn man statt dessen ein Meta-Paket aus den Repos nutzen kann und in 5 Minuten fertig ist?

Spielerei wie Arch sind einzig und allein für Leute gut, die tatsächlich auf so niedrigem Level am System arbeiten wollen/müssen. Das ist aber ein verschwindend kleiner Teil der Nutzerbasis. Der Löwenanteil der User will das System NUTZEN nicht ERSTELLEN. Und die 2-3 Aspekte, die bei gängigen Anwendungs- und Hardware-Szenarien unter Ubuntu, Debian oder OpenSuse mal nicht sofort laufen kann man immer noch gesondert angehen. Wegen 2 potentieller Probleme vorher erst einmal ein 1000seitiges Handbuch wälzen zu müssen ist Blödsinn.

Tuxman schrieb:
Was solche Linuxdistributionen betrifft: Ich habe persönlich gute Erfahrungen mit Crunchbang Linux (Debian in minimalistisch, also ohne diesen Gnome-Käse als Standard) gesammelt.
#! = Debian - Gnome + OpenBox + proprietäre Plugins...
Toll... Dasselbe (eigentlich sogar besseres) erreicht man sowohl mit ner Debian- als auch ner Ubuntu-Minimal-Iso.

Zum PHP-Entwickeln muss man über das System nicht viel wissen, da reicht 'ne olle Windowskiste eigentlich auch mehr als hin.
Unter Windows ist es ungemein schwerer, z.B. mal eben "php -S localhost:8080" zu sagen... oder php -r... oder php -a... oder php -q.
PHP kann mehr als nur vom Webserver aus gestartet werden, und vieles davon geht unter Linux deutlich besser als unter Windows. Außerdem: der Löwenanteil der Webserver weltweit (und insbesondere der PHP-Server) sind Linux-Kisten. Sich hier direkt systemnah zu halten ist von Vorteil.
 
Nun, da bleibt das Problem bestehen, dass der Fragesteller nicht allzu präzise seinen Anwendungsfall darlegte.

Übrigens ist Selbstkompilieren "simple and stupid" - ich persönlich halte diese Paketverwaltungen für einen deutlichen Rückschritt. Subjektivität ist immer fies, nicht?
 
Du zählst nicht. Du hälst ja grafische Gestaltung und Userinteraktion bei Webseiten sogar für Teufelszeug...
 
Du zählst nicht. Du verstehst den Unterschied zwischen Benutzerinteraktion und aufdringlichem Geblinke nicht. Leute wie du haben jahrelang das Web mit Flashbannern vollgemüllt. Ich hab es da mehr mit der Usability.
 
[ChAoZ] schrieb:
Nun kann ich PHP Storm nur über die Konsole starten. WTF?
Wie installiert man eine tar.gz? Über Konsole gings nicht, angeblich keine tar-Datei.

Habs dann manuell entpackt und die phpstorm.sh ausgeführt, wie die HP es sagt.
Und nu? Wo ist die "exe"? Im App Center finde ich nix mit PHP so als ob es gar nicht installiert wäre.
http://wiki.jetbrains.net/intellij/Installing_and_running_PHPStorm_on_Ubuntu

Befehle sollte man nicht blind abtippen, sondern auch versuchen sie zu verstehen.
Die runtergeladene tar.gz Datei ist sehr wahrscheinlich in deinem Downloadverzeichnis gelandet, also /home/username/Downloads. Du musst in der Konsole also zunächst in dieses Verzeichnis wechseln, bevor du den Befehl zum entpacken eingibst.

cd /home/username/Downloads

Die Tab-Taste hilft bei der Vervollständigung von Pfaden und Befehlen in der Konsole und verhindert Typos ;) Zusätzlich wird Zeit gespart, also einfach mal testen.

Jetzt findet der Befehl tar xfz Php[TAB-Taste ;)] auch das Archiv.

Auf diese Weise wird PhpStorm nicht systemweit installiert, sondern nur in deinem Userverzeichnis. Das du also keinen Starter finden kannst ist soweit auch gewollt. Eine Verknüpfung könntest du dir z.B. in den Autostart legen, sofern das gewollt ist. Die gesuchte "exe" ist in diesem Sinne das phpstorm.sh-Skript.

mfg
aki
 
[ChAoZ] schrieb:
Okay, alles installiert und nu Fragen über Fragen^^
Warum zum Teufel ist bereits Amazon vorinstalliert? Dachte Linux wäre noch frei von solchen Mist....

sudo apt-get remove unity-lens-shopping

[ChAoZ] schrieb:
Google Chrome ging doch auch problemlos... ach man!

Ich hoffe, du hast es nicht manuell installiert, sondern aus dem Softwarecenter …

Daaron schrieb:
Warum sollte man sich mit der Hand-Kompilierung eines Kernels auseinander setzen, wenn das Repository einen Kernel liefert, der für den Anwendungsfall aktuell genug ist? Warum sollte man sich all die 1000 Pakete einer Benutzeroberfläche einzeln zusammensuchen und evtl. noch von Hand kompilieren, wenn man statt dessen ein Meta-Paket aus den Repos nutzen kann und in 5 Minuten fertig ist?

Und seit wann muss man irgendwas davon bei Archlinux tun? Arch ist Binary und kein Kompilierunfug wie Gentoo, und Metapakete hat es genau so. Wer viel exotische und aktuelle Software braucht, wird kaum eine praktischere Distribution als Archlinux finden. Für diesen PHP Krams aber natürlich nicht wirklich relevant …
 
Tuxman schrieb:
Noch mal die Frage: Warum ausgerechnet Ubuntu?
(Ich entwickle PHP ja unter Windows...)
Weil es mir von vielen Kollegen empfohlen wurde, bzw. Xubuntu.

Daaron schrieb:
Warum sollte man sich mit der Hand-Kompilierung eines Kernels auseinander setzen, wenn das Repository einen Kernel liefert, der für den Anwendungsfall aktuell genug ist? Warum sollte man sich all die 1000 Pakete einer Benutzeroberfläche einzeln zusammensuchen und evtl. noch von Hand kompilieren, wenn man statt dessen ein Meta-Paket aus den Repos nutzen kann und in 5 Minuten fertig ist?

Spielerei wie Arch sind einzig und allein für Leute gut, die tatsächlich auf so niedrigem Level am System arbeiten wollen/müssen. Das ist aber ein verschwindend kleiner Teil der Nutzerbasis. Der Löwenanteil der User will das System NUTZEN nicht ERSTELLEN. Und die 2-3 Aspekte, die bei gängigen Anwendungs- und Hardware-Szenarien unter Ubuntu, Debian oder OpenSuse mal nicht sofort laufen kann man immer noch gesondert angehen. Wegen 2 potentieller Probleme vorher erst einmal ein 1000seitiges Handbuch wälzen zu müssen ist Blödsinn.
Danke! Genau das denke ich auch.
Ein Kollege meinte gestern noch zu mir "du hast Glück, noch vor 5 Jahren habe ich ein komplettes WE gebraucht im meine Linux-Kiste ins Internet zu bringen"^^
Klar hätte ich ein besseres Gefühl wenn ich Linux von Grund auf kenne, aber soviel Zeit bzw. Energie habe ich nicht.
Mir geht es speziell um Linux-Basiswissen und den Umgang mit Standard PHP Software.

Daaron schrieb:
Sich hier direkt systemnah zu halten ist von Vorteil.
Genau darum geht es mir!

Next ToDo's:
- Additional Drivers (Mausrad Support, mehr Performance)
- Anderes Window-Management (heißt doch so oder?)
- Höhere Auflösung (aktuell 640er... habe keine Option zum Ändern vorgestern finden können).
 
Zuletzt bearbeitet:
"Kollegen" empfehlen oft, was sie kennen. Das muss nicht immer Qualität bedeuten. Und unter Linux ist das mit dem Internet durchaus oft nicht leicht, nach wie vor nicht.

Auflösungen regelt der Grafiktreiber übrigens.
 
Tuxman schrieb:
"Kollegen" empfehlen oft, was sie kennen. Das muss nicht immer Qualität bedeuten.
Irgendwie logisch oder?
Ich empfehle auch nichts, was ich selbst nicht kenne und nicht gut finde ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
[ChAoZ] schrieb:
- Additional Drivers (Mausrad Support, mehr Performance)
- Anderes Window-Management (heißt doch so oder?)
- Höhere Auflösung (aktuell 640er... habe keine Option zum Ändern vorgestern finden können).
Was hast du für eine eigenartige Maus, dass das Rad nicht direkt läuft? Es gibt wohl (gerade bei Bluetooth) ein paar Sonderlinge, die gehen dann aber meist gar nicht. Alles andere läuft i.d.R. out of the box.

Fensterverwaltung is schon richtig... wenn du nur Fenster verwalten willst (IceWM & Co). Wenn du "mehr" willst, dann wäre ne komplette Desktop-Umgebung sinniger. Xfce, KDE, Gnome3, Unity (wers mag...), E17, Lxde, Cinnamon, Mate,...

Und was is bei deiner Auflösung schief gegangen? Was hast du für eine eigenartige Grafikkarte? Im Zweifel: Paketverwaltung auf, porprietären Treiber für AMD resp. NVidia raussuchen, installieren, neustarten....

Tuxman schrieb:
Und unter Linux ist das mit dem Internet durchaus oft nicht leicht, nach wie vor nicht.
Kommt drauf an....
Ich hatte in den letzten Jahren nie ein Problem mit den "üblichen" Netzwerk-Chips, vor allem nicht mit Onboard-Lösungen. Den letzten Störfall hatte ich da mit Kernel 2.4 und NForce2. Kannst dir ausrechnen, wann das war.
Mit WLAN kann es etwas kniffliger werden, aber auch hier hatte ich in den letzten 2-3 Jahren keine Probleme mehr, weder mit integrierten Notebook-Lösungen noch mit Consumer-Niveau - Sticks von Netgear, Cisco, Yakumo & Co.
 
Na ja, meist läuft es per ndiswrapper - wofür man dann aber erst mal Internet braucht. Tja.
 
Meine Maus ist eine typische Gamingmouse: G500 ... keine BT oder Ähnliches, wird über USB verbunden.
Ich weiß auch nicht wieso, Fakt ist, kein Mausrad^^

Dass die Auflösung so klein ist kann nicht an meiner GraKa liegen (nicht an der HW).
Muss wohl etwas rum probieren, aber hey, genau dafür mache ich das ja, um eigene Fehler zu machen und draus zu lernen bzw. um sich mit Linux besser auszukernen... wenn alles sofort reibungslos läuft lernt man nix draus.

Und danke für dir Korrektur, ich möchte schon das ganze "Desktop" ändern.
Gibt es eine Übersicht (am besten mit Screenshots) aller verfügbaren "Desktop-Umgebungen"?
 
Von "allen" nicht, nein. Die "bekannten" findest du aber in der Wikipedia. Eine grobe Liste hast du ja oben schon bekommen. Lass mich das etwas differenzieren. Ich nehme an, du hättest gern eines, das eher nach Windows oder OSX aussieht als nach was ganz anderem? Das dünnt die Auswahl aus. KDE, Trinity, Razor-Qt einerseits, Gnome 3, MATE, Cinnamon, LXDE, Xfce andererseits. Außer Konkurrenz enlightenment (e17) und CDE (der klassische Unixdesktop), die doch etwas ungewöhnlich aufgebaut sind.
LXDE setzt als Windowmanager übrigens auf Openbox, das du auch in KDE, Gnome usw. nutzen kannst; im Wesentlichen die Fensterdekoration und das Verhalten von Fenstern wird damit geregelt.

Ansonsten: IceWM und fvwm (ältere "leichte" Desktops, die ein bisschen wie Windows aussehen, aber grauenvoll zu konfigurieren sind), Fluxbox (komplett anderes, aber praktisches Konzept) oder Tiling WMs wie awesome oder Xmonad. Sollte erst mal reichen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Tuxman schrieb:
Von "allen" nicht, nein. Die "bekannten" findest du aber in der Wikipedia. Eine grobe Liste hast du ja oben schon bekommen. Lass mich das etwas differenzieren. Ich nehme an, du hättest gern eines, das eher nach Windows oder OSX aussieht als nach was ganz anderem?
Ach quatsch^^
Es muss mir einfach gefallen... werde wohl auch hier rumprobieren müssen.


Danke dir für all diese Anregungen.
 
Tuxman schrieb:
Na ja, meist läuft es per ndiswrapper - wofür man dann aber erst mal Internet braucht. Tja.
Den hab ich noch nie verwendet... Bisher gabs immer ein hübsches Kernel Modul. Ein einziges Mal musste ich ein erweitertes Paket aus den Ubuntu Repos für n WLAN-Stick installieren. Ist nicht unbedingt nett, wenn man das WLAN ja eigentlich zur Installation bräuchte, aber kein echtes Problem.

[ChAoZ] schrieb:
Meine Maus ist eine typische Gamingmouse: G500 ... keine BT oder Ähnliches, wird über USB verbunden.
Ich hab noch ne MX518 im Einsatz, also quasi einen der Vorfahren.... geht perfekt. Wie gesagt, es gibt einige wenige Mäuse, die einfach nicht wollen. Da hilft nur googlen.
Dass die Auflösung so klein ist kann nicht an meiner GraKa liegen (nicht an der HW).
Tut es auch nicht. Es liegt am Treiber bzw. dem Mangel des selbigen...

Außer natürlich, du meinst die Terminals. Bei denen ist 640x480 ziemlich normal. Kann man etwas erhöhen, ist aber jedes Mal nur Gebastel.
 
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