Frage zu sehr günstigen SSD-Angeboten bei eBay

In diesem Thread geht es doch um den Preis, oder? Ich habe auch schon zig SSDs gekauft, die nicht von Samsung kommen. Das ist hier doch nicht das Thema. Nur sehe ich immer noch kein Grund, der die KC400 hier in diesem speziellen Thread attraktiv macht.

Und es gibt ein sehr gewichtiges Argument pro Samsung. Auch für die EVO Serien. Google mal nach dem letzten cT SSD kaputtschreib Versuch / Test.
 
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Holt schrieb:
Welche hast Du denn gefunden? Ich habe auf die Schnelle nur diesen bei techadvisor.co.uk entdeckt und da sieht man anhand der beiden Screenshot von CDM die Datenkompression an den sehr wichtigen 4k Lesend sehr deutlich. Die sind bei extrem komprimierbaren Daten mit 87,49MB/s sehr hoch, nur gibt es so komprimierbare Daten real nie und der S10 kann mit halbwegs komprimierbaren Daten keine besseren Werte als mit unkomprimierbaren Daten erzeugen, so dass die 29,43MB/s auf dem rechten Screenshot dem entsprechen, was man real bekommen wird. Die Samsung 850er kommen da aber auf etwa 50MB/s. Die KC400 dürfte also bei allen Benchmarks die einfach nur die Zugriffspattern simulieren ohne die reale Komprimierbarkeit der Daten zu berücksichtigen, ganz weit vorne liegen, was aber nichts über die Performance im Alltag aussagt. Es ist eben eine klassische Benchmarkoptimierung, aber wenn Dir das genügt, hole sie Dir doch.

Danke Holt für diese wie immer sehr sachliche und fundierte Antwort.

Die Tests/Benchmarks habe ich mir leider nicht abgespeichert, daher habe ich jetzt auch nochmals schnell die Suchmaschine angeworfen und folgendes gefunden:
https://www.kitguru.net/components/ssd-drives/simon-crisp/kingston-ssdnow-kc400-512gb-ssd-review/
http://www.techradar.com/reviews/kingston-1tb-ssdnow-kc400

Bei den Evos habe ich irgendwie einfach das Bauchgefühl, dass die einfach nicht so zuverlässig sind.
Die Pros wären noch eine feine Alternative ... der Preis ist allerdings auch extrem "Pro".
 
Du hast wahrscheinlich meinen Post über Deinem letzten übersehen. Deshalb noch mal die Frage welchen Review Du meinst. Im übrigen ist die Performance des Phison S10 Controllers der in der Kingston steckt ja auch bekannt, der steckt auch in anderen SSDs drin. Folge doch diesem Link aus Post #11, wenn Du das mit der Benchmarkoptimierung nicht glaubst. Oder lese mal Patriot Ignite SSD im Test: 960 Gigabyte in Benchmarks schneller als in der Praxis, die hat auch den Phison S10 und MLC NANDs. Hier noch ein Hinweis zu den 4k Werten bei AS-SSD bei SSDs mit Phison Controllern.

Oder frage Dich vielleicht auch mal wieso es so wenige Reviews der KC400 gibt, wenn doch eigentlich jeder Hersteller will das jeder weiß wie toll sein Produkt ist und daher Exemplare an Reviewer verschickt, wenn er ein gutes Ergebnis erwarten kann?
 
BlubbsDE schrieb:
In diesem Thread geht es doch um den Preis, oder? Ich habe auch schon zig SSDs gekauft, die nicht von Samsung kommen. Das ist hier doch nicht das Thema. Nur sehe ich immer noch kein Grund, der die KC400 hier in diesem speziellen Thread attraktiv macht.

Und es gibt ein sehr gewichtiges Argument pro Samsung. Auch für die EVO Serien. Google mal nach dem letzten cT SSD kaputtschreib Versuch / Test.

Was war denn das "gewichtige Argument"?
Ich lese die ct in unregelmäßigen Abständen und hatte da glaub vor ein paar Ausgaben mal etwas gelesen - da sind glaub die "überlebenden" Samsung-Platten durch eine Überspannung oder einem Absturz in die ewigen Jagdgründe eingegangen, wenn mich nicht alles täuscht.

Ich denke die KC400 kann man eher mit der 850 Pro vergleichen (rein von den Specs - die Benchmarks mal jetzt nicht so arg im Fokus) und da ist die KC400 halt doch um einiges günstiger.
 
maku schrieb:
Die Tests/Benchmarks habe ich mir leider nicht abgespeichert, daher habe ich jetzt auch nochmals schnell die Suchmaschine angeworfen und folgendes gefunden:
Mehr habe ich auch nicht gefunden.
maku schrieb:
Und wo ist bei denen eine Samsung im Vergleich? Die haben nur die 750 Evo 500GB und die 960Evo 1TB reviewed, beide sind mit der 850 Evo 1TB nicht zu vergleichen. Dann werden dort viele Benchmarks wie ATTO oder IOMeter verwendet, die normalerweise mit extrem komprimierbaren Daten benchen, klar das dort eine SSD Datenkompression gut abschneidet. Sich bei den Real-World Tests dann alleine auf das Kopieren von Dateien zu beschränken ist auch nicht sehr aussagekräftig.
maku schrieb:
Der Review ist noch viel schwächer, aber immerhin vergleicht er die mit einer Samsung 850er, wenn auch der Pro aber die Evo ist bei sowas kaum langsamer als die Pro:
maku schrieb:
An den geringen Unterschieden von 4814 für die recht lahme BX200 zu 5042 für die 850 Pro sieht man, wie wenig Einfluss die Performance der SSD auf die Punktezahl hat, fährt die 850 Pro doch nur 4,7% mehr Punkte ein als die BX200, die KC400 aber nur 3%.

maku schrieb:
Bei den Evos habe ich irgendwie einfach das Bauchgefühl, dass die einfach nicht so zuverlässig sind.
Die 850 Evo gibt es nun schon eine ganze Weile und sie ist nie als unzuverlässig aufgefallen. Ausfälle kann jede HW zeigen, auch jede SSD und damit man dann keine Daten verliert, hat man ein Backup zu haben und den wirtschaftlichen Schaden deckt die Garantie ab.
Ergänzung ()

maku schrieb:
lese die ct in unregelmäßigen Abständen und hatte da glaub vor ein paar Ausgaben mal etwas gelesen - da sind glaub die "überlebenden" Samsung-Platten durch eine Überspannung oder einem Absturz in die ewigen Jagdgründe eingegangen, wenn mich nicht alles täuscht.
Da weder die KC400 noch die 850 Evo dort dauergetestet wurden, sind die Ergebnisse der Tests dort nur in sofern relevant, als dass die 850 Evo mit ihre V-NAND zwischen der 750 Evo und der 850 Pro landen dürfte und das die Haltbarkeit für Heimanwender mehr als ausreichen ist, schreiben doch nur wenige überhaupt mal 10TB oder mehr im Jahr auf ihre SSD.

maku schrieb:
Ich denke die KC400 kann man eher mit der 850 Pro vergleichen (rein von den Specs - die Benchmarks mal jetzt nicht so arg im Fokus)
Die Specs sind aber sehr geduldig und gerade wenn mit Datenkompression gearbeitet wird. Die sagen daher wenig bis nichts aus und die Benchmarks muss man dann auch mit einer gewissen Vorsicht sehen, da alle die mit extrem komprimierbaren Werten arbeiten, dann unrealistisch hohe Werte liefern!
 
Ich denke mal der SATA-SSD-Markt ist mittlerweile ohnehin stark erschöpft - bis hin zu kaputt.

Samsung hat im Prinzip (leider?) eine "Vorherrschaft" aufgebaut und allgemein haben innerhalb des letzten Jahres die Preise (sehr stark) angezogen.

Da ist die KC400 ja geradezu erfrischend mit ihren Features und Specs - letztendlich muss man sich natürlich klar die Frage stellen, ob das nicht einfach ein guter "Marketing-Gag" ist oder ob sie dadurch wirklich zuverlässiger funktioniert.

Im Bezug auf Samsung-SSDs gibt es nicht gerade wenige Wortmeldungen über defekte SSDs bzw. Totalausfälle.
Ok, gemessen an den Stückzahlen die da vermutlich verkauft werden, dürfte sich das wieder relativieren - ein "Geschmäckle" hinterlässt es aber, zumindest bei mir, doch...
 
Vermutlich machst Du Dir da wohl einfach zu viel Gedanken. Holt sagte es schon, technische Dinge können immer, zu jederzeit und ohne Vorankündigung defekt gehen.

Ok, gemessen an den Stückzahlen die da vermutlich verkauft werden, dürfte sich das wieder relativieren

Das ist wohl der entscheidende Satz in Bezug auf Samsung und Deiner gefühlten Skepsis. Ich weiß nicht, wie viele SSD ich schon verbaut habe. Hunderte. Ich habe nicht mehr auf alle einen Zugriff und werde auch nicht bei allen über deinen Defekt informiert. Aber die Ausfälle bewegen sich im Promillebereich. Innerhalb der Garantiezeit hat es zwei erwischt. Eine A-DATA, eine Crucial. Keine Samsung. Und seit der 830 kaufe ich nahezu nur Samsung. Und es gab bisher nicht einen Ausfall.

Und was den ct Test angeht und das Argument. Ich finde es schon gewichtig. Samsung hat mit großen Abstand die meisten Schreibzyklen erreicht.
 
Was mich bei den SSDs im Prinzip umtreibt:
Es ist die einzige Komponente in meinem Rechner, die ich nicht innerhalb von Sekunden/Minuten austauschen kann, so dass es keinen längeren Ausfall von meinem "Hauptrechner" gibt.
Außerdem ist sie mit Abstand die empfindlichste Komponente.
Ich hatte schon überlegt mir eine kleine USV extra deshalb anzuschaffen - letztendlich wäre es aber wahrscheinlich ein zu großer Umstand.

Die beiden zusätzlichen HDDs laufen im RAID1 und von allen anderen Komponenten habe ich immer ein "Stück" auf Halde/in Reserve (ok beim Mainboard wäre wirklich Essig).

Bei Consumer SSDs ist RAID1 ja eher ungeeignet und außerdem dann doch zu kostspielig für mich - bei 1TB SSDs.
 
maku schrieb:
Was mich bei den SSDs im Prinzip umtreibt:
Es ist die einzige Komponente in meinem Rechner, die ich nicht innerhalb von Sekunden/Minuten austauschen kann, so dass es keinen längeren Ausfall von meinem "Hauptrechner" gibt..

Und warum nicht? Wenn es Dir so wichtig ist. Eine SSD ist genau schnell / langsam, kompliziert / einfach zu wechseln, wie eine HDD.

Und was soll in dem Szenario eine USV bringen? Die ist bei einem HDD System genauso wichtig oder unwichtig.

Behandele eine SSD genauso, wie eine HDD. Es ist nichts anderes. Sie ist einfach nur schneller und arbeitet anders. Gilt aber auch bei HDDs. In der HDD Evolution haben sich auch erhebliche Wandlungen im HDD Gehäuse abgespielt. Eine HDD von heute hat mit einer von vor 15 Jahren nicht mehr viel Gemein. Die magnetischen Scheiben. Aber sonst, eher nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
BlubbsDE schrieb:
Und warum nicht? Wenn es Dir so wichtig ist. Eine SSD ist genau schnell / langsam, kompliziert / einfach zu wechseln, wie eine HDD.

Und was soll in dem Szenario eine USV bringen? Die ist bei einem HDD System genauso wichtig oder unwichtig.

Behandele eine SSD genauso, wie eine HDD. Es ist nichts anderes. Sie ist einfach nur schneller und arbeitet anders. Gilt aber auch bei HDDs. In der HDD Evolution haben sich auch erhebliche Wandlungen im HDD Gehäuse abgespielt. Eine HDD von heute hat mit einer von vor 15 Jahren nicht mehr viel Gemein. Die magnetischen Scheiben. Aber sonst, eher nichts.

Die HDDs kann ich im RAID laufen lassen - bei SSDs empfiehlt sich das eher nicht (zumindest nicht mit Consumer-Lösungen - mal von den Kosten abgesehen).

Was eine USV bei SSDs bringen soll? Ernsthaft? Ich hatte angenommen, dass du dich ein wenig mit SSDs auskennst...
Im Gegensatz zu HDDs sind SSDs überdurchschnittlich anfällig für plötzlichen Stromverlust - von kleinen Spannungsspitzen mal ganz abgesehen (um den Bogen wieder zum ct-Test zu spannen ;) )!

Eine SSD ist nicht mit HDDs zu vergleichen - da könnte man sie ja eher noch SD-Karten oder USB-Sticks vergleichen ;)
 
maku schrieb:
Was eine USV bei SSDs bringen soll? Ernsthaft? Ich hatte angenommen, dass du dich ein wenig mit SSDs auskennst...
Im Gegensatz zu HDDs sind SSDs überdurchschnittlich anfällig für plötzlichen Stromverlust - von kleinen Spannungsspitzen mal ganz abgesehen (um den Bogen wieder zum ct-Test zu spannen ;) )!

Das Thema wird im Moment aber auch ein wenig zu extrem behandelt.
 
Ich bin dann auch raus hier. Ist ja alles gesagt. Und Du wirst das Superschnäppchen bestimmt noch finden.
 
Hallo32 schrieb:
Das Thema wird im Moment aber auch ein wenig zu extrem behandelt.

Wie meinst du das?
Bei mir ist es jedenfalls im Hinterkopf seit es SSDs gibt.
Ergänzung ()

BlubbsDE schrieb:
Ich bin dann auch raus hier. Ist ja alles gesagt. Und Du wirst das Superschnäppchen bestimmt noch finden.

Ich hoffe du bist jetzt nicht eingeschnappt.
Der Punkt ist aber leider Fakt/nicht von der Hand zu weisen.

Nicht umsonst gibt es bei Enterprise SSDs deshalb Stützkondensatoren.
 
maku schrieb:
Wie meinst du das?
Bei mir ist es jedenfalls im Hinterkopf seit es SSDs gibt.

Bei Spannungsverlusten entstehen wie bei HDDs Datenverluste. Das ist bei beiden identisch.

Spannungsspitzen dürften in der Theorie bei SSDs gar nicht ankommen, weil dann schon das Netzteil versagt hat. Somit ist es kein Problem der SSD sondern eine schlechte Wahl des Netzteils.
 
Hallo32 schrieb:
Bei Spannungsverlusten entstehen wie bei HDDs Datenverluste. Das ist bei beiden identisch.

Spannungsspitzen dürften in der Theorie bei SSDs gar nicht ankommen, weil dann schon das Netzteil versagt hat. Somit ist es kein Problem der SSD sondern eine schlechte Wahl des Netzteils.

Die Aussage ist so definitiv nicht richtig - mal ganz platt gesagt:
HDDs schließen den Schreibvorgang in der Regel noch ab - bei SSDs kann es sogar vorkommen, dass die Partitionstabelle in einem solchen Fall hinüber ist oder eben Schlimmeres...

Zu der Netzteilaussage:
Theorie und Praxis ;)
Ich kann hier nur nochmals auf die Stützkondensator-Thematik hinweisen.
 
maku schrieb:
Die Aussage ist so definitiv nicht richtig - mal ganz platt gesagt:
HDDs schließen den Schreibvorgang in der Regel noch ab

Nein, das machen die nicht. Woher sollen die HDDs die notwendige Energie nehmen?
 
maku schrieb:
Samsung hat im Prinzip (leider?) eine "Vorherrschaft" aufgebaut und allgemein haben innerhalb des letzten Jahres die Preise (sehr stark) angezogen.
Samsung ist eben technisch führend, so bietet Samsung schon seit Jahren 3D NAND an und deren 3D NANDs sind schneller und haltbarer als die planaren NANDs. Überhaupt hat Samsung die Performance nicht den Kosten geopfert, wie es fast alle anderen Hersteller getan haben.

maku schrieb:
Da ist die KC400 ja geradezu erfrischend mit ihren Features und Specs - letztendlich muss man sich natürlich klar die Frage stellen, ob das nicht einfach ein guter "Marketing-Gag" ist oder ob sie dadurch wirklich zuverlässiger funktioniert.
Welches Feature meinst Du? Zu den Specs habe ich ja schon genug geschrieben, oder?

maku schrieb:
Ok, gemessen an den Stückzahlen die da vermutlich verkauft werden, dürfte sich das wieder relativieren - ein "Geschmäckle" hinterlässt es aber, zumindest bei mir, doch...
Klar sind bei so vielen verkauften SSDs wie denen von Samsung auch mehr Ausfälle und Problemmeldungen zu erwarten, wobei letztere meist eher am User als der SSD liegen. Aber kaufe Dir halt eine andere wenn Du Dich mit einer Samsung nicht anfreunden kannst.

maku schrieb:
Nicht umsonst gibt es bei Enterprise SSDs deshalb Stützkondensatoren.
Aber die KC400 hat auch keine, oder siehst Du auf den Bildern der Platine welche?

Hier zum Vergleich die Fotos der Micron DC 500 Enterprise SSD mit einer Full Power Loss Protection und hier eines der Crucial M550 mit einer Client Lösung die nur Data-at-rest schützt. Bei der KC400 schreibt Kingston ja auch selbst:
Sowas haben mehr oder weniger alle SSDs, auch die Samsung SSD sind z.B. auch sehr unempfindlich gegenüber unerwarteten Spannungsabfällen. Dies als eine Sicherung gegen unerwartete Spannungsabfälle hervorzuheben ist reines Marketinggewäsch. Die frühen Crucial mit Marvell Controller (C300 und m4) waren es aber nicht und deswegen hat Crucial dann allen Nachfolgern die kleine Lösung mit den Stützkondensatoren spendiert, bei der BX100 und BX200 gab es dagegen diese Probleme nicht und die haben auch keine Stützkondensatoren spendiert bekommen.
 
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Hallo32 schrieb:
Nein, das machen die nicht. Woher sollen die HDDs die notwendige Energie nehmen?

Über die Jahre habe ich einiges über SSDs bzw. deren Entwicklung gelesen.
Wenn ich mich recht erinnere, dann hängt das wohl irgendwie mit der Rotationsenergie von HDDs zusammen.
Ergänzung ()

Holt schrieb:
Samsung ist eben technisch führend, so bietet Samsung schon seit Jahren 3D NAND an und deren 3D NANDs sind schneller und haltbarer als die planaren NANDs. Überhaupt hat Samsung die Performance nicht den Kosten geopfert, wie es fast alle anderen Hersteller getan haben.

Welches Feature meinst Du? Zu den Specs habe ich ja schon genug geschrieben, oder?

Klar sind bei so vielen verkauften SSDs wie denen von Samsung auch mehr Ausfälle und Problemmeldungen zu erwarten, wobei letztere meist eher am User als der SSD liegen. Aber kaufe Dir halt eine andere wenn Du Dich mit einer Samsung nicht anfreunden kannst.

Aber die KC400 hat auch keine, oder siehst Du auf den Bildern der Platine welche?

Hier zum Vergleich die Fotos der Micron DC 500 Enterprise SSD mit einer Full Power Loss Protection und hier eines der Crucial M550 mit einer Client Lösung die nur Data-at-rest schützt. Bei der KC400 schreibt Kingston ja auch selbst: Sowas haben mehr oder weniger alle SSDs, auch die Samsung SSD sind z.B. auch sehr unempfindlich gegenüber unerwarteten Spannungsabfällen. Dies als eine Sicherung gegen unerwartete Spannungsabfälle hervorzuheben ist reines Marketinggewäsch. Die frühen Crucial mit Marvell Controller (C300 und m4) waren es aber nicht und deswegen hat Crucial dann allen Nachfolgern die kleine Lösung mit den Stützkondensatoren spendiert, bei der BX100 und BX200 gab es dagegen diese Probleme nicht und die haben auch keine Stützkondensatoren spendiert bekommen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast nochmals so ausführlich zu antworten.

Du hast Recht, zu den Specs hast du im Prinzip bereits alles Wissenswerte geschrieben.

Mit Features meinte ich die folgenden (wie gesagt - kann natürlich auch alles nur Marketing-Geschrubbel sein):

- Business class reliability with advanced data protection
- end-to-end data path protection and SmartECC to guard data plus SmartRefresh to protect against read errors
- power loss management (dazu hattest du ja geschrieben, dass es eher ein Marketing-Gag ist)
 
maku schrieb:
- Business class reliability with advanced data protection
Was soll das konkret aussagen? Das würde ich als normale Anpreisung ohne konkrete Aussagekraft betrachten. Die MTBF wird auch nur mit >1 Millionen Stunden angegeben, was für SSDs besonders hoher Wert ist, Samsung gibt für die 850 Evo 1,5 Millionen Stunden an. Aber das sind sowieso Ausfallwahrscheinlichkeiten und keine Lebenserwartungen und die sind eher theoretisch bis geraten und selbst wenn sie genau zutreffen für den Heimanwender mit einer einzigen SSD total irrelevant. Die eine SSD kann immer kaputt gehen, wahrscheinlich wird aber weder die eine noch die andere innerhalb ihrer Nutzungsdauer, die etwas über den 5 Jahren Garantiedauer beider SSDs liegen dürfte, überhaupt ausfallen.

Würdes Du jetzt 3 Millionen von den SSDs nutzen, dan würde es einen Unterschied machen ob der Techniker 20 Minuten oder 30 Minuten hat um eine zu tauschen bevor die nächste igrendwo ausfälllt :D
maku schrieb:
- end-to-end data path protection and SmartECC to guard data plus SmartRefresh to protect against read errors
Welche Controller eine End-to-end data path protection hat, weiß ich auch nicht, aber vermutlich haben die 850 Evo die ebenfalls, da die gleichen Controller auch in den 845DC Evo Enterprise SSDs verwendet werden und da gehört das Feature zum Standard. Die Marvell Controller dürften es auch alle haben, da die ja auch für Enterprise SSDs verwendet werden, nur bei SMI scheint es nicht immer dabei zu sein, so schreibt Anandtech über den SMI 2259 in der neuen Intel 545s:
Da wird auch gleich gut beschrieben was es ist, nämlich ECC für das interne SRAM und das externe DRAM des Controllers. Außerdem klingt es für mich danach als habe der Chip dies schon immer drin gehabt, aber erst bei dieser neuen Version wird es auch aktiviert, aber vielleicht ist es auch bei allen drin und aktiv, aber nur diese Version zeigt dann auch das Attribut in den S.M.A.R.T Werten an.

SmartRefresh ist ein absoluter Marketing-Gag, denn jeder SSD Controller muss zuweilen die NANDs refreshen. Das Problem mit dem langsamen Lesen alter Daten bei der 840 und 840 Evo, also den Vorgängerversionen der 850 Evo die noch planare TLC NANDs hatten, war gerade das die FW die NANDs zu selten refresht haben. Dann musste eben zuweilen die LDPC Fehlerkorrektur aktiviert werden und die ist langsam, weil dafür die Zellen mehrfach mit verschiedenen Thresholds ausgelesen werden. Als die FW mit dem Bugfix für die beiden Serien kamen, beschwerten sich dann gleich wieder einige im Forum die neue FW würde bestimmt die NANDs zu schnell verschleißen :freak:

NANDs zu refreshen ist also schon immer nötig gewesen, früher als die Fertigungsstrukturen noch sehr groß waren nicht so sehr und oft wie heute, aber eben auch schon und auch die alten SF machen dies, was man bei denen schön an der mit der Zeit steigenden WA (man teile die Rohwerte des Attributs E9 durch den von EA) sehen kann. Phison ist nun nur die erste Firma die dies Feature als SmartRefresh bewirbt was alle Controller machen und ebenso hat jede SSD eine ECC, die gewöhnlich hinter jedes NAND Page steht. Dafür haben die NANDs auch schon seit ewigen Zeiten extra ein paar mehr Bytes für jede Page, wie hier am Beispiel eines alten Micron NANDs zu sehen ist welches pro Page 4320 Byte hat, eben 4096 für die Nutzdaten und 224 für ECC und andere Verwaltungsdaten:

micronc.png

Wie Du siehst sind die toll beworbenen Features also eigentlich Selbstverständlichkeiten und außer vielleicht der end-to-end data path protection bei allen SSDs seit Jahren selbstverständlich. Wenn man nichts besonderes hat was man hervorheben kann, dann wirbt man eben mit dem was man hat, auch wenn es nichts Besonderes ist, dazu macht man es dann gerne durch fantasievolle Namen die man den selbstverständlichen Funktionen dann gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
maku schrieb:
Die Aussage ist so definitiv nicht richtig - mal ganz platt gesagt:
HDDs schließen den Schreibvorgang in der Regel noch ab - bei SSDs kann es sogar vorkommen, dass die Partitionstabelle in einem solchen Fall hinüber ist oder eben Schlimmeres...
maku schrieb:
Über die Jahre habe ich einiges über SSDs bzw. deren Entwicklung gelesen.
Wenn ich mich recht erinnere, dann hängt das wohl irgendwie mit der Rotationsenergie von HDDs zusammen.
Bei einem Stromausfall wird die Rotationsenergie der Scheiben dazu genutzt um die Köpfe schleunigst in ihre Parkposition zu bringen, damit sie nicht auf den Scheiben aufschlagen. Dieses Not-Park-Programm bedeutet einen deutlich höheren Verschleiß der Köpfe (100fach höher, laut Hitachi). Die Zeit, um einen Schreibvorgang abzuschließen, hat die HDD dabei nicht, was Datenverlust bedeutet. Also nein. Auch HDDs können bei einem plötzlichen Stromverlust einen Schreibvorgang nicht abschließen.
 
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