Frage zur Wirtschaftsinformatik!

Schwaobe

Lt. Junior Grade
Registriert
Jan. 2008
Beiträge
494
Hi,

ich bin jetzt mit der Schule fertig und würde gerne an eine FH Wirtschaftsinformatik studieren. Ich kenne mich mit dem Rechner gut aus habe aber bis jetzt noch nichts programmiert. Ich habe dieses Jahr mein Fachabitur in Wirtschaft abgeschlossen. Ich wollte euch jetzt fragen, wie schwierig das Studium ist? Ob es Sinnvoller ist vorher schon programmiert zu haben? Wie groß der BWL Anteil ist?

Ich würde gerne in Bochum oder Dortmund Studieren.


Gruß

Marcel
 
Wie gut wars/bist du in Mathe?
 
Hi also ich selber Studiere Wirtschaftsinformatik noch Diplom und schreibe jetzt meine Diplomarbeit!

Also wenn man Wirtschaftsinformatik studieren möchte sollte man schon etwas Mathe beherschen, da das natürlich der größte bazen ist!

natürlich kommt es auch drauf an in welche Richtung du gehst d.h.
Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Informatik oder Schwerpunkt BWL.

BWL ist mehr Statistiklastik und Informatik mehr Programmierlastik.

Ich selber empfehle dir Schwerpunkt Informatik zu nehmen da es doch das interressantere Themengebiet ist!

Aber unterschätze es nicht! Wir wahren 170 uz beginn und jetzt sind wir noch knapp 30!
 
Zuletzt bearbeitet:
Du solltest in Mathe schon einiges auf dem Kasten haben, vor allem in Statistik.
Ebenfalls kann ich mich dem 170 -> 30 anschließen. Vom unseren 80 sind noch ca 25 nach 2 Semestern übrig gewesen. Normalerweise aussortiert wegen Mathe.
 
Hallo,

die Frage nach Mathe ist meiner Ansicht nach relativ unerheblich!

Ich habe gerade mein Wirtschaftsinformatik Studium an einer DHBW (dualen Hochschule, ehemals Berufsakademie) abgeschlossen und Mathe war ein geringeres Übel. Selbst Kommilitonen, die Mathe abgewählt hatten oder nur im Grundkurs waren, sind nicht gescheitert. Man sollte natürlich Zahlen und analytisches Denken nicht vollkommen ablehnen, aber wenn dem so ist, ist ein wirtschaftliches Studium an sich schon nicht zu empfehlen.

Nach meiner Erfahrung (wobei das natürlich immer vom Dozent abhängig ist, da nicht jeder sich so wirklich an den Lehrplan hält) liegt ein Knackpunkt des Studiums im Programmieren. Wir haben relativ viel Java programmiert, und obwohl ich Informatik auch im Abitur hatte, gabs hier doch die meisten Probleme (auch bei meinen Kommilitonen). Gleiches hab ich bspw. von Freunden an der FH Worms gehört.

Erfahrungen aus dem Bereich Wirtschaft, wie du sie bereits mitbringst, sind natürlich auch von Vorteil. Insbesondere ein BWL/VWL Grundverständnis und vllt schon ein wenig Ahnung im Bereich Buchhaltung/Bilanzen etc. ist sehr hilfreich (aber kein Muss!).

Unterm Strich würde ich also behaupten, dass eine "Begeisterung" für Wirtschaft/Informatik und der Wille etwas zu lernen ausreichen, um ein Wirtschaftsinformatik-Studium zu bestehen.

Nunja, soweit meine Erfahrungen, wie geasgt dürfte das natürlich von FH zu FH bzw. von Uni zu Uni auch variieren, aber ich habe mein Studium nie bereut ;-)

Gruß

PS: Man sieht allein schon an den Kommentaren oberhalb, das gerade was Mathe betrifft sher unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden. Deshalb solltest du vllt mal mit Studenten der jeweiligen Unis sprechen, falls du Studivz hast, hier gibts je Uni/Kurs genug gruppen um sich zu informieren ;-)
 
Ich habe zwar nicht Wirtschaftsinformatik sonder Wirtschaftsingenieur (Fachrichtung IT) studiert...du solltest dir da keine so großen Gedanken machen ob du schon programmieren kannst oder nicht. Das Studium ist dafür da dies zu lernen. Im Allgemeinen sind natürlich bereits vorhandene Kenntnisse von Vorteil (ich spreche jetzt nicht nur von Programmieren) aber man läuft auch Gefahr, Vorlesungen auf die leichte Schulter zu nehmen („Kann ich ja eh schon“) und wird am Ende des Semesters überrascht. Wenn ich jetzt beim Beispiel Programmieren bleibe, da zählen nicht nur die praktischen Kenntnisse und oft wird auf diese garnicht so viel Wert gelegt (schwierig in der Prüfung abzufragen). Hinter Programmieren verbirgt sich viel Theorie, die bei praktischen Kenntnissen nicht unbedingt vorhanden ist.
Das Wichtigste ist, dass du dich für die Materie interessierst, dann ist das auch zu meistern. Bei uns hat auch nur ein Drittel das Grundstudium überlebt, das waren aber zu 90% Leute die nicht bei der Sache waren...
BTW Mathegenie war ich auch nie in der Schule, habe aber „höhere“ Mathematik I+II auch geschafft...
 
Auf vielen Seiten der Fachhochschulen findet man auch solche Rahmenpläne, da kann man schonmal einen groben Überblick gewinnen was einem im Studium erwartet. Ich interessiere sich auch für ein Studium in WI (allerdings nebenberuflich) und habe mir da auch schon da ein paar Sachen durchgelesen. Egal in welche Studienrichtung im Bereich Wirtschaft oder Informatik du dich entwickelst, ein gewisse Menge an Mathe ist halt immer dabei und wohl auch der Bereich in dem es sich entscheidet ob man es schafft oder nicht. Den Rest kann man mit genügend Willen und Lernbereitschaft schaffen, sofern man sich nicht ganz doof anstellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@superbelow
Hast du ein technisches Studium gemacht oder das BWL lastigere ?
 
Was in Wirtschaftsinformatik an "Informatik" läuft ist ein Witz verglichen mit einem Informatik-Studium. Selbst wenn, alle Vorlesungen sind so angelegt das sie von vorne beginnen. Einige müssen Mittags dann eben ein wenig mehr nacharbeiten, andere gar nichts. Aber zu schaffen ist das generell immer.

MfG Hanussen
 
Sinnvoller schonmal programmiert zu haben ist es immer, schließlich erleichtert das zumindest den Start.
Da ich demnächst auch mein Informatik Studium an der FH beginne kann ich derzeit sagen, dass normalerweise aber keine Vorkenntnisse benötigt werden.
Zum BWL Anteil kann ich allerdings nix sagen :D
 
Also ich hab zwar wenig Ahnung von Info, aber in unserem ET Studium behandeln wir, wenn, nur C.
Die Leute, die ich sonst noch kenne, schlagen sich mit Fortran rum... Aber von Java habe ich noch nie was gehört, dass das so wichtig sei.

Ansonsten dachte ich, dass der Anteil an Programmieren eigentlich recht gering sei und Mathematik viel wichtiger ist. Analytisches Denken und so... :)

Kommt aber wohl auch darauf an, wo du das studierst und an welchem Typus Hochschule.

Zu Winfo kann ich auch nichts sagen, aber reine Info ist bei uns folgendermaßen aufgebaut (TU BS):

1. Semester: Grundlagen Programmieren, Algorithmen u. Datenstrukturen, Lineare Algebra, Diskrete Mathematik
2. Semester: Programmieren II, Logik, Elektrotechnische Grundlagen, Analysis
3. Semester: Softwaretechnik I, Betriebssysteme, HW-SW-Systeme, Theoretische Info I, Rel. Datenbanksysteme I, Technische Info I
4. Semester: Computernetze, Theoretische Info II, Techn. Info II

Dazu noch einige Wahl(pflich)fächer, Seminare und die Bachelorarbeit.

Ich sehe da eigentlich mehr Mathe als Programmieren :)
Klar sollte ein Informatiker auch ein bisschen was von Programmieren verstehen, aber das ist doch nur ein kleiner Teil des Studiums oder irre ich mich da?
 
Zuletzt bearbeitet:
An der FH Dortmund liegt der Anteil 60% Informatik, 40% Wirtschaft.
In Mathe solltest du schon recht fit sein. Analysis ist schon ziemlich harter Stoff.
Programmieren wird dir im ersten Semester von Grund auf beigebracht.

Aber wenn du fleißig bist ist das auch zu schaffen.
 
Meine Güte klingt das alles sehr komliziert;-)
Ich bin kein sonderlicher Mathe Fan und hab dennoch nen Info Master mit Wirtschaft geschafft. Und auch jetzt ist des Mathe gedöns mäßig.

Die BWLer brüsten sich ja gerne. Aber in Endeffekt sind deren Rechenmodelle in 95% der Fälle einfacher Dreisatz kompliziert verpackt und in Excel Listen hübsch aufbereitet.

Komplex wirds wenn du in spezielle Bereiche willst. Z.B. 3D Modelle wirst du ohne Matritzenrechnung nicht hinbekommen. Genausowenig kann man was mit Neuronalen Netzen anfangen wenn keinen Plan vom integrieren und differenzieren hat. Statistik benötigt man spätestens dann wenns ums analysieren von Daten geht....

Fürs normale Studium langen die herkömmlichen Mathe Kenntnisse vom Abi GK pluss ein bischen was, was man dann eben lernt. En bissel was neues muss im Studium ja auch kommen.
Im übrigen: Ihr studiert! D.h. ihr habt immer Komilitonen die ihr fragen könnt!
Informatiker sind keine Juristen oder BWLer welche ihr Wissen nicht teilen. Ist mir echt positiv aufgefallen: Informatiker helfen sich (fast immer) gegenseitig!
 
Vielen Dank für die ganzen Antworten!
Ich würde gerne in Dortmund oder Bochum studieren!


@RuL3R

kannst du noch freundlicherweise ein bisschen was vom Studium in Dortmund erzählen?
 
Ich studiere an einer FH und bei uns siehts etwa wie folgt aus:

Die Verhältnisanteile sind etwa 30% für bwl, 30% für kerninformatik und 30% für mathe... Die restlichen 10% sind Wahlfächer etc... Unter den Bereich BWL fallen nicht nur die standardmäßigen Anwendungsgebiete wie irgendwelche Kostenrechnungen, etc... Es steckt um einiges mehr dahinter, beispielsweise wertorientierte Unternehmensführung, Personalmanagment, Logistik etc...
Dinge die in dem Block Kerninformatik behandelt werden sind Vorlesungen wie Softwareentwicklung und Programmieren, Algorithmen und Datenstrukturen, Softwareengineering, Internettechnologien, Datenbanken, uvm.

Java ist bei uns der Vorreiter. Programmiert wird viel und du bekommst alles von Grund auf gezeigt/begebracht. Wenn da du davor schon Programmieren kannst, umso besser, schadet nicht, im Gegenteil!

Der mathematische Block setzt sich vorallem aus lineare Algebra und analytische Geometrie zusammen. Später erwarten dich noch Statistik und Stochastik. Vorallem in den ersten Semestern ist Mathe rel. stark vertreten, was nicht umebedingt schlecht ist.
 
ich klinke mich hier mal ein da ich auch plane auf meine Ausbildung (Informatikkaufmann) noch ein WI Studium aufzusetzen.

Denkt ihr es ist besonderst im Bezug auf Mathe machbar, auch wenn man die letzten 4 Jahre kein Mathe mehr hatte? Das ich da einiges nachholen muss ist mir klar.
 
Ich denke es ist durchaus machbar, eben mit genug Fleiß und vielleicht auch einem gewissen Teil Herzblut...
Kleiner Tipp an dieser Stelle: Beschäftige dich einige Zeit im Vorfeld mit den Grundlagen um diese wieder aufzufrischen. Nachher tust du dir wesentlich leichter wenn du nicht während des Semesters mathematische Grundlagen wiederholen musst...
 
das hatte ich sowieso vor, da ich wenn ich auf das SS2010 anfange ein paar Monate Leerlauf habe (würde auf den 31.12 aufhören zu arbeiten)...

Ein Freund meinte das WIler nix richtig können in Bezug auf Mathe und Informatik. Ist da was dran? So wie ich das bisher mitbekommen habe sind WIler durchaus gefragt oder bin ich da falsch informiert?
 
charmin schrieb:
Ein Freund meinte das WIler nix richtig können in Bezug auf Mathe und Informatik. Ist da was dran? So wie ich das bisher mitbekommen habe sind WIler durchaus gefragt oder bin ich da falsch informiert?

Bei Bindestrichstudiengängen wie WI kommt es meist auf die konkrete FH/Uni an, wieviel Mathe/Info/Wirtschaft drinsteckt.

Bei manchen ist es halt ganz viel Wirtschaft mit wenig Info, bei manchen andersherum, bei manchen in der Mitte oder sonstwo :)

Du kannst halt weniger Mathe als mit einem Mathematikstudium, weniger Informatik als mit einem Informatikstudium und weniger Wirtschaft als mit einem Wirtschaftsstudium..alles maximal auf einmal geht nun nicht :cool_alt:

Bei Bochum oder Dortmund kenne ich mich nicht aus, lies doch mal die Studienordnungen was so vorkommt...da steht alles drin, ist nur etwas langweilig zu lesen :D
 
Zurück
Oben