News Französischer Senat verabschiedet Urheberrechtsgesetz

Ich denke, einigen hier ist nicht klar, dass sich nicht jeder mit dem Thema Computer/Internet auseinandersetzt. Es wird wohl viele Familien geben, die einfach froh sind, wenn sie im Internet surfen können und niemals bemerken würden, dass da noch jemand mitsurft und evtl. urheberrechtlich geschütztes Material lädt. Wenn so ein Brief kommt, man möge das doch bitte unterlassen, kann sich derjenige an jemand wenden, der Ahnung hat und der ihm dann zeigt, wie man sich schützt.
Ich denke, dass diese Methode besser ist, als gleich 6-stellige Summen zu verlangen, eine abschreckende Wirkung hat so ein Brief auf jeden Fall.
Damit das nochmal klar wird: Urheberrechtlich geschütztes Material zu laden ist und bleibt illegal, also lasst es einfach, und ihr seid auf der sicheren Seite (solange niemand über euer WLAN lädt)!

MfG
 
Einerseits die sichere Bürger E-Mail, andererseits die Internetsperre ohne Gerichtsverfahren und mit umgekehrter Unschuldsvermutung. Naja einerseits war selbst die EU dagegen und andererseits wird das nie und nimmer vom Bundesverfassungsgericht abgenickt werden, weil dabei (mal wieder) einige Grundrechte auf der Strecke bleiben.
 
Halte den Entwurf für extrem sinnvoll. Sollte EU Standard werden.

blitzkid138 schrieb:
internet verbot?:p
naja die können einen das ja eignetlich nur zuhause entziehn? sprich bei kollegen, inner uni oder sonst wo... man kann immer noch ins netz ...

Eben, genau deshalb ist der Entwurf auch so gut. Bei Kollegen ins Netz gehen um mal paar E-mails abzurufen sollte ja machbar sein. An der Uni kann man auch ins Netz und dort auch sämtliche LEGALEN Sachen im Netz machen.

Denn wer ist schon so beschränkt und lädt, wenn die Verbindungsdaten mit Imatrikulationsnummer und MAC-Adresse zusammen gespeichert werden.:D
 
Shoran schrieb:
Das mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen, allerdings verstehe ich deine Frage nicht...Schonmal was vom Hausverbot gehört?
Gibt so einige Läden und Restaurants die nach Diebstahl oder auch "Zeche prellen" Hausverbote aussprechen...also ist da nichts mehr mit muss kommen sondern ist schon da. Denn das ist deren gutes Recht. Wenn du im Laden was klaust müssen sie dir in keinster Weise weiterhin das Einkaufen erlauben.

Wie sie das überwachen wollen ist mir allerdings auch ein Rätsel. Wird bestimmt schnell zu den Aussperrungen kommen.

Das Ladenbeispiel passt doch nicht, dann habe ich ein einem Laden oder einer Ladenkette verbot aber nicht für alle Läden im Lande. Ich will illegale Downloads nicht bewerten, soll jeder machen was er will, aber der Staat soll sich um seinen Scheiß kümmern, entweder ich muss mich vor Gericht und mich einer normalen Strafe stellen oder Geld an die Rechteinhaber zahlen (realistisch!!!).

Meinungsfreiheit/Kommunikationsfreiheit: Ich (und viele andere Personen mittlerweile) habe z.b. kein Fernsehen mehr und informiere mich zu 90% über das Internet, auch der größte Teil meiner Kommunikation und Arbeit geschieht online.

In manchen Ländern dieser Welt werden Dieben die Hände mit einem Beil abgetrennt, find ich super :rolleyes:
 
Ansich recht interessanter Weg. Wenn dadurch denn das Zivilverfahren tatsächliche wegfiele?

Weiterhin frage ich mich gerade wie denn das System in Mehrpersonen-Haushalten greifen soll? Sippenhaft wirds ja wohl nicht geben, also könnte doch im Falle der Sperre theoretisch ein Mitbewohner einen neuen Provider-Vertrag abschliessen, oder?
 
Wenn ich hier die Kommentare lese komme ich mir vor wie auf meinem alten Schulhof...
Wie alt seit ihr eigentlich? Kennt ihr euch ein bisschen auf diesem Gebiet aus? Was hier manche abliefern ist echt peinlich.

Schön wenn ihr wisst wie man sein WLAN WPA2 verschlüsselt. Leider wissen das ca. 90% nicht. Guckt euch doch mal um wer alles WLAN hat. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe, aber es gibt so viele Leute die sich damit nicht auskennen und von denen man nicht verlangen kann, dass sie sich in die Materie einarbeiten. Außerdem ändern sich die Anforderungen andauernd und man müsste immer auf dem laufendem sein. (vorallem die Richter selbst müssten sich damit vernünftig auskennen und auf dem neusten Stand sein!)
Und was wäre wenn jemand ne neue Sicherheitslücke findet? Glaubt euch dann einer, dass ihr nicht gemacht habt? Zudem gibt es noch andere Sicherheitslücken bzw. andere Methoden in ein WLAN einzusteigen.
Ich geb zu, auch ich finde dieses Problem nicht so gravierend (wobei das vllt dadurch kommt, dass ich hier auf dem Land wohne und hier vllt nicht so viele Leute im Einzugsradius sind) - aber man kann es doch nicht einfach wegreden. Wer glaubt, dass man einfach so vorraussetzen kann, dass sich jeder in diesem Bereich auskennt oder dass sein WLAN 100%ig sicher ist (weil man weis was WPA2 ist) ist einfach nur naiv.

Aber ganz davon abgesehen. Ich glaube nicht, dass so ein Gesetz verfassungskonform ist. Man streitet ja schon seit längerem ob das Internet heutzutage nicht genau wie Strom oder Wasser zur Grundversorgung gehört. Auch wenn man es noch nicht gleich setzen ist es auf jeden Fall vergleichbar. Wenn ich mir hier so die Kommentare durchlese kann ich mir natürlich gut vorstellen, dass viele zu den Leuten gehören die sich nicht vorstellen können, dass man das Internet auch für andere Sachen außer Foren, chatten und spielen nutzt.


So, nachdem ich meinen ersten Frust abgeladen hab muss ich sagen, dass auf jeden Fall auch positive Sachen zu nennen sind, die man sich vllt. abgucken könnte. Nicht jeder, der angeblich mal 1 Album illegal aus dem Netz gezogen hat ist ein Schwerverbrecher. Für diesen Tatbestand ist eine Verwarnung auf jeden Fall angebracht.
Auch die Tatsache, dass man eingesehen hat, dass die Strafen komplett überzogen sind und Existenzen grundlos zerstören finde ich positiv.

Negativpunkte sind natürlich die Überwachung. Wenn ich zuhause im Internet surfe möchte ich schon meine Privatsphäre haben. Ich will ja auch nicht dass man Telefon abgehört wird.
Eine Sperrung des Internets ist meiner Meinung nach verfassungswidrig.

Verwarnung -> kleine Geldstrafe -> größere Geldstrafe -> Internetentzug -> Gefängnis
halte ich für eine gute Lösung.

Nur weil die aktuelle Gesetzeslage nicht haltbar ist muss man sich ja nicht freuen wenn das neue Gesetz ein kleinere Übel ist.


Ganz schlimm finde ich übrigens, wenn jemand der gegen diesen Gesetzvorschlag ist (wie ich) direkt als Raubkopierer abgestempelt wird. Das ist für mich nicht nur absolut naiv sondern auch eine persönliche Beleidigung.
 
finde ich positiv und auch sinnvoller als diese abmahnungen etc.

wenn sowas hier in deutschland käme ... naja, das dauert wohl noch etwas, aber andererseits ist ja bald bundestagswahl .. vielleicht taucht ein entsprechendes konzept mal in einem wahlprogramm auf? :)

@gramble
für die angesprochenen probleme gibts ja erstmal ne verwarnung. wenn man sich nichts vorzuwerfen hat, kann man zb über verbraucherzentralen und/oder einen anwalt (rechtschutzversicherung) entsprechendes abklären (lassen) - wie auch bei nem verkehrsdelikt ... wenn ich nicht gefahren bin, geb ich das so an. wenn ich nicht sagen kann (und den einbruch/diebstahl nicht in irgendeiner art und weise glaubhaft versichern kann), wer gefahren ist, muss ich ein fahrtenbuch führen... wo ist das problem? ist das auch ein eingriff in deine privatsphäre? :D

und mal ehrlich: wer wlan benutzt muss für eine entsprechende absicherung sorgen. wer auto fährt und unangeschnallt mit nem glas bier in der hand und kippe im mundwinkel gegen diverse andere autos knallt, weil ihm die heisse bockwurst in den schoss gefallen ist, handelt auch fahrlässig und muss für den schaden aufkommen. wenn ich den schlüssel zu miener wohnung unter der fussmatte deponiere, bin ich auch selbst schuld und wenn ich waffen zuhause lagere, so dass jeder drankommt, hafte ich ebenfalls mit für eventuell daraus resultierende schäden.

man kann doch wohl ein bisschen grundlagenwissen voraussetzen bei den dingen, die die leute täglich einsetzen oder?

es sei denn, wir wollen usa-verhältnisse ... ich sag nur "mcdonald's kaffee", "oma" und "ich wusste nicht, dass der heiss ist" :rolleyes:
 
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Ich glaub, nachdem bereits die zweite Verwarnung und eben die einmonatige Internetsperre kam, wird man sich hüten, den Hass der Mitbewohner auf sich zu ziehen und noch mehr Filesharing zu betreiben.

Zumindest ist 1 Monat extrem abschreckend.
 
zum totlachen was einst wie schnell einer nen neuen anschluss auf anderen namen aufmacht zum totlachen
 
Ein weiteres völlig unsinniges Gesetz, denn wie will man das umsetzen? An den meisten Internetanschlüssen hängen ganze Haushalte, gilt dann Sippenhaft oder wie? Mein Anschluss geht auf den Namen meiner Mutter, da kann man seinen Eltern ordentlich eins reinwürgen und dann ausziehen. :evillol:
 
WPA2 ist seit geraumer zeit eh nicht mehr als "sicher" einzustufen und mit den neuen Programmen die die GPGPU fähigkeiten aktueller Grafikkarten fürs WLAN knacken nutzen benötigt man auch nur noch einen Bruchteil der Zeit...

Einerseits finde ich den Gedanken hinter der ganzen sache gut - man kann nicht ganze bevölkerungsteile mit völlig unrealistischen schadensersatzforderungen bombardieren. Auch das gestaffelte vorgehen mit einem Warnschuss der noch nicht gleich weh tut ist gut.
Andererseits sehe ich auch probleme in der umsetzbarkeit, was ist wenn zb in einer WG ein anschluss von mehreren benutzt wird? Ich kann ja nicht einem ganzen Haus den Anschluss sperren nur weil einer was angestellt hat.
Was wenn dann einfach der nächste bewohner den anschluss auf seinen namen schaltet?...

Und noch wichtiger: heutzutage sind zu viele auf ihren Internetanschluss angewiesen, sei das Geschäftlich, als Schüler oder Student oder auch nur zur privaten kommunikation, viele haben auch nur noch voip und könnten dann nichtmal mehr telefonieren - einem diese Möglichkeiten zu nehmen stünde denke ich im widerspruch zu unserem grundgesetz.

Wenn jemand im zusammenhang mit dem Telefon illegale sachen treibt dann wird ihm auch nicht ein handy&telefon verbot auferlegt und sein anschluss gekündigt.
So gesehen wäre eine konventionelle Strafe, dem einkommen angemessen und ebenfalls in gestaffelter Form wohl besser
 
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völlig unmöglichlich dieses Gesetz!! Das würde in DE hoffenlicht vom Verfassungsgericht gekippt. Es gibt ein Grundrecht auf Informationsfreiheit, und für Informationen ist seit geraumer Zeit wohl das Internet die größte und etabliersteste Plattform.. Einem da 1 Jahr lang auszusprerren geht gar nicht.

Ich finde diese Urheberechtsverfolgung der Politik absolut lächerlich. Sollen die mal lieber strenger gegen z.B. Kinderschänder vorgehen. Das ist doch der reinste Lobbyismus. Von wegen Volksvertreter.. die kriechen vor der Industrie.Da wird schon einiges an Geld hin und her fließen.

Also ob die Industire nicht mehr genug Geld verdienen würden.
So lange möchtegern SUPERSTARS ruck zuck reich werden und die Filmstars für einen Film bis zu 50 Mio Dollar verdienen kanns der Musik und Film Industire nicht so schlecht gehen.
 
@alle, die sich über die Internetsperre aufregen: Falls ihr den Text gelesen habt, würdet ihr wissen, dass die Internetsperre erst greift, wenn man nach der Verwarnung immer noch auffällig bleibt. Also, wenn man eine Verwarnung bekommt, hört man halt auf zu ziehen. Wer da sich noch weiter bei eMule, Kazza etc. rumtreibt, dem gehört es nicht anders, als mal ne inet-Sperre zu bekommen. Und wenn man eine Verwarnung bekommt ohne, dass man geshared hat, sollte man sich mal Gedanken über die Netzwerksicherheit machen. Verstehe echt nicht, warum ihr euch so aufregt! Ihr habt wohl Angst, dass es euch mal treffen könnte...
Ich würde so ein Gesetz auch bei uns begrüßen. Ich habe sowieso nichts zu verstecken. Nur legale Musik, Filme, Games und Programme. Selbst mein Notebook hat eine andere Vista-Lizens, als mein PC ;)
 
Heretic Novalis schrieb:
@gramble
für die angesprochenen probleme gibts ja erstmal ne verwarnung. wenn man sich nichts vorzuwerfen hat, kann man zb über verbraucherzentralen und/oder einen anwalt (rechtschutzversicherung) entsprechendes abklären (lassen)
Nehmen wir an irgendein Nachbar lädt sich über deinen Zugang runter. Du gehst zum Anwalt. Der sagt dir erstmal, dass du das nachweisen musst und zur Verbraucherzentrale gehen sollst um dein WLAN abzusichern. Nachdem du das dann schön gemacht hast lädt sich dein Kind iwas illegales im Internet (vllt. unwissentlich). Auch hier kannste wohl nicht nachweisen, dass es dein Kind war. Schon ist das I-Net wech.
Es ist halt nicht immer so, dass nur die Schuldigen dran kommen. Deshalb muss imho eine Abstufung gemacht werden.

Oder meinste ich soll ein Internettagebuch anfertigen :D
"Gucken Sie, ich habe genau aufgeschrieben auf welchen Seiten ich war.


Heretic Novalis schrieb:
und mal ehrlich: wer wlan benutzt muss für eine entsprechende absicherung sorgen.
Es ist aber defacto nicht so. Noch nicht einmal annähernd. Dann soll der Gesetzgeber erstmal was daran ändern. Vorgaben an die Hersteller solcher Sticks die nicht unverschlüsselt oder nur mit WEP senden zu lassen oder breite Aufklärungskampagne.
Für viele hier ist die ganze Thematik völlig alltäglich. Aber für den Großteil der Bevölkerung ist das nicht so selbstverständlich. Der Vergleich mit dem Anschnallgurt oder mit dem Türschloss ist somit auch völliger Quatsch. Das ist eher so, als ob ich wissen müsste wie sicher mein Türschloss ist und wie ich es austauschen kann.
Du benutzt so vieles täglich. Dann müsste sich ja jeder mit Autos, elektrischen Geräten usw. auskennen.
 
Das ist doch mal ein dicker Eingriff in die Grundrechte

Jeder darf sich aus frei zugänglichen Quellen ungehindert mit Ton Bild oder Schrift informieren

oder so ähnlich...

Und dass Emails trotzdem abgerunfen werden dürfen halte ich für nicht umsetzbar, da sich dann ein Filesharer der das kommerziell macht und sicher mehr Ahnung von PCs hat als ein französischer Justizbeamter, sicher immer irgendwie unbemerkt Internet verschaffen kann.

Ich begrüße zwar den Kamf gegen Urheberrechtsverletzungen, aber das scheint mir nicht die richtige Methode.
 
Ganz zu sperren halte ich auch für rechtlich bedenklich. Wie wärs mit providerseitiger Drosselung auf 56Kbit-Modemspeed. Die machen ja jetzt quasi auch nix anders, nur im größeren Maßstab, je nach Vertrag. ;)
 
Was mich an diesem Gesetz am meisten stört ist die Beweisführung. Wie soll bewiesen werden was ich mit meinem Internet mache? Vor allem wer macht die Beweisführung? Die Contentindustrie hoffentlich nicht, die haben schon Netzwerkdrucker und IPs mit mit einer 256 am Schluss abgemahnt mit angeblich unumstößlichen Beweisen.

Wird überprüft ob ich ein Filesharingnetz nutze und werde dann angeschrieben? Das wäre ein Tritt auf die Füße für jeden der sich mal eine Linuxdistri oder einen Patch über Filesharing runterlädt.

Wird überprüft was ich downloade? Das wäre ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. Damit müsste nämlich der gesamte Kommunikationsverkehr aller Anschlüsse überwacht und die Daten analysiert werden. Dazu muss alles abgefangen werden und überprüft werden ob die Files mit dem Namen Tante Hildas Urlaubsbilder 1-15.rar auch wirklich nur Bilder enthalten. Falls die verschlüsselt sind mach ich mich doch schon verdächtig.

Mich würde interessieren wie man eine Beweisführung bei mehreren Nutzern an einem Anschluss bewerkstelligen will. Jeder ist zwar dafür verantwortlich was mit seinem Anschluss passiert aber was will der Otto Normal Nutzer mit beschränkten Kenntnissen gegen die "kriminelle" Energie eines Hackers machen?`Oder was mache ich wenn mein Rechner durch Viren oder Trojaner zu einem Zombie oder Teil eines Botnetzes wird?

Die ganze Sache kommt mir ziemlich Lobbyindiziert vor, die EU hat einen Vorstoß von Frankreich dieses Gesetz europaweit einzuführen abgelehnt. Mit der Begründung das es gegen die Grundsätze der informationellen Selbstbestimmung verstößt. Außerdem gehört freier Zugang zu Informationen zu den Grundrechten und die Aberkennung von Grundrechten ist erst nach ziemlich schweren Vergehen möglich
 
Wenn die gesperrt sind melden die den Inetanschluss einfach über Freundin oder andere Verwande an. :D
 
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