Freundin durch Prüfung gefallen was nun?

Ich bin Lehrrettungsassistent bei einer großen deutschen kirchlichen Hilfsorganisation wir suchen händeringend RAs. Ich verdiene ohne Zuschläge 2580 EUR brutto mir Zuschlägen komme ich auf über 3000 EUR. Ich habe zw. 2100 und 2400 EUR netto in meiner Steuerklasse 3. bei uns verdient ein frisch ausgelernter RA mit Zuschlägen in der Basisstufe rund 1700 EUR Netto. Das bekommt eine einfache KS so nicht. Im übrigen wird die Ausbildung in absehbarer Zeit in eine 3 jährige Berufsausbildung die nicht selber bezahlt werden muss geändert. den Rettungsassistenten wird es so nicht mehr geben die neue Berufsbezeichnung heißt Notfallsanitäter.
 
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Leon bitte sag das du aus NRW kommst :D. Dann schick ich meine Freundin direkt vorbei ^^

Einen Zeitraum wann der RA in eine 3 jährige Ausbildung "getauscht" wird weißt du nicht zufällig oder?
Weil das wäre für meine Freundin nämlich eine super alternative. Die steht auf Wunden und all soein Zeug ( ich muss mich schon übergeben, wenn ich eine Spritze bekomme xD)
 
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Danke dir Leon ich werde die Infos direkt weiterleiten. Bei Fragen werde ich mich an dich wenden wenn du nichts dagegen hast :)
 
Stress im Beruf selber macht ihr garnichts und sie mag diesen "Eustress". Nur die Angst vor den Prüfern macht ihr zu schaffen. Quasi versagensangst :(
 
Hm. Also ich würde dir auch raten, das keinesfalls allein anzugehen! Nehmt euch unbedingt einen Anwalt, und zwar so schnell als möglich. Wie soll das denn funktionieren, wenn du dich selbst nicht auskennst?

Dass die Erklärungen usw. nicht rechtzeitig kamen finde ich jetzt ein bisschen arg seltsam. Wenn sie wirklich noch auf dem Stand von vor der ersten Prüfung war, die sie nicht bestanden hatte, frage ich mich, wie man in die Prüfung reingehen kann. Hier hapert es doch auch eindeutig an der Vorbereitung, gerade wenn man weiß, dass einem solche Situationen schwer fallen. Falls ein neuen Versuch noch irgendwie möglich wird, dann muss die Vorbereitung besser sein.

Also - bevor ich mich nach Alternativen umsehen würde, erstmal alles in die Wege leiten, damit es vielleicht doch irgendwie noch klappt! Wäre extrem schade, wenn sie daran scheitern würde.

Rettungsassistent muss man aber auch mögen, gestern mit einem geredet, der mit seiner Bezahlung furchbar unzufrieden ist und sich unmöglich vorstellen kann, den Job sein Leben lang zu machen. Studiert jetzt...

Alles Gute! :)
 
jos! schrieb:
Dass die Erklärungen usw. nicht rechtzeitig kamen finde ich jetzt ein bisschen arg seltsam. Wenn sie wirklich noch auf dem Stand von vor der ersten Prüfung war, die sie nicht bestanden hatte, frage ich mich, wie man in die Prüfung reingehen kann. Hier hapert es doch auch eindeutig an der Vorbereitung, gerade wenn man weiß, dass einem solche Situationen schwer fallen. Falls ein neuen Versuch noch irgendwie möglich wird, dann muss die Vorbereitung besser sein.

Genau das ist ein Punkt der mich auch stört wenn ich die Postings lese. Da fragt man sich schon ob da nicht die Ernsthaftigkeit oder der Wille einfach gefehlt hat. Einen Gang zum Anwalt halte ich übrigens für Zwecklos, meine Erfahrung ist das Prüfer immer sehr darum bemüht sind einen irgendwie bestehen zu lassen, sofern man nicht totale scheisse baut.

Ich kann mir halt auch vorstellen, dass so eine mündliche Prüfung bei den Krankenschwestern recht knackig ist um eben auch zu überprüfen inwiefern diese in Stresssituationen funktionieren und wenn sie da so Probleme hat, dann ist sie entweder nicht für den Beruf geeignet, ich weiss das sowas einem schwer fällt einzugestehen, oder sie war nicht gut genug vorbereitet.

Manchmal muss man im Leben auch einfach mal die Arschbacken zusammen kneifen und sich sagen ich packe das jetzt.

Wieso geht sie nicht in die Pflege? Da werden händeringend Leute gesucht.
 
Wenn er jetzt nicht schon gehandelt hat, dann sind die Fristen sowieso vorbei ---- 14 Tage Einspruch.
 
Für mich hört sich das alles auch ein wenig nach "selbst verbockt" an. Gerade im medizinischen Bereich sollte und muss man mit Stress umgehen können. Ich bin ehrlich gesagt froh, dann nicht von solch einer Krankenschwester beraten/behandelt zu werden. Oft haben Leute mit Prüfungsstress auch Probleme mit der Stressbewältigung/Stressmanagement im Beruf (kenne da ein paar Leute).
 
Als RA sollte sie übrigens auch körperlich belastbar sein. Es gibt zwar einige wenige RA (weiblich) ~1,60m mit zierlichem Körperbau, aber man sollte in der Lage sein zu zweit im Notfall auch mal 120kg zu heben und ein paar meter zu tragen ohne direkt einen Rückenschaden zu haben.

Im Medizinischen Bereich fallen mir auch noch so Dinge wie MTA, RTA und ähnliche ein. Vielleicht gefällt ihr da ja was von.
 
xLoud schrieb:
Oft haben Leute mit Prüfungsstress auch Probleme mit der Stressbewältigung/Stressmanagement im Beruf ).
Oft != Immer
Es handelt sich um völlig verschiedene Arten von Stress. Es gibt viele die unter beruflichem Stress besser arbeiten, aber bei Prüfungen total Panik bekommen.
Das eine hat also mit dem anderem rein gar nichts zutun.

Die Angst vor Prüfungen ist auch verständlich. Von einem Tag hängt alles ab, egal wie gut man die Jahre zuvor während seiner Ausbildung war. Man kann nur Einsen schreiben, im Betrieb besser arbeiten als alle Festkräfte, dass spielt alles keine Rolle, wenn man nur an diesem einem Tag die Prüfung verhaut.

Ich möchte lieber von einer Krankenschwester behandelt werden die Prüfungsangst hat, als von einer die nur durchschnittliche Leistungen bringt, aber keine Prüfungsangst hatte.
 
WhiteShark schrieb:
Das eine hat also mit dem anderem rein gar nichts zutun.
Dem würde ich meiner Erfahrung nach, vehement widersprechen.
Ich habe schon viele Studenten geprüft und in Praktika betreut. Und eine Korrelation zwischen Nervosität in der Prüfung und der Unsicherheit im z.B. Laborpraktikum lag definitiv vor! Ausnahmen gibt es natürlich immer.
Eine Prüfung dient als Selektionsmethode. Man will und kann damit lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man die geeigneteren Leute in einer Gruppe findet.

Unsicherheit in der Prüfung kommt meiner Erfahrung nach in erster Linie von mangelndem Selbstbewusstsein und/oder keiner guten Vorbereitung. Dann lassen sich die Prüflinge selbst bei einer richtigen Antwort selbst durch ein kurzes Zögern oder ein Hochziehen der Augenbrauen verunsichern. Der größte Teil bleibt dann nach einer kurzen Verunsicherung trotzdem bei der vorhergesagten richtigen Lösung, ein paar wenige sind dann so verunsichert, dass sie gar nicht mehr wissen, was sie sagen sollen. Und eine solche Unsicherheit ist auch im Beruf alles andere als förderlich.
 
Hippocampus schrieb:
... aber man sollte in der Lage sein zu zweit im Notfall auch mal 120kg zu heben und ein paar meter zu tragen ohne direkt einen Rückenschaden zu haben.

120kg kann man mal zu zweit tragen, allerdings sollte man es nicht, wenn man auf seine Gesundheit achten möchte. Ich lasse jeden Patienten, bei dem ich es medizinisch verantworten kann und der es körperlich kann, laufen. Denn jeder der diesen Beruf für immer machen will, möchte oder muss, sollte und muss seinen Rücken schonen. Ich persönlich hole mir mittlerweile bei Patienten die 120kg oder mehr wiegen eine Tragehilfe dazu, egal ob ich mit einem Kollegen fahre oder einer Kollegin. Ich denke, dass ich mit meinen 184cm und 82kg, recht gut durchtrainiert bin und der Großteil meiner Kollegen auch aber ich sehe es nicht mehr ein all die fettgefressenen Menschen auch noch ins Auto zu zweit zu tragen.

Denn ein Bandscheibenvorfall kann ich mir nicht erlauben. Dienstleistung hin oder her. Es interessiert auch niemanden, ob ich gesund bin oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
natürlich hab ich auch nicht an Dauerbelastung gedacht. Über 90kg haben wir auch nie durchs Treppenhaus getragen ohne uns n bisschen mehr "Manpower" zu holen. Aber in Notfallsituationen (schwerer Mensch liegt im engen Flur oder auch nur in der Mitte eines großen Bettes und muss reanimiert werden), wäre es problematisch wenn nur 2 schmale Persönchen (können ja auch Herren sein) auf dem Wagen saßen.
 
Ok, da haste Recht, aber das schafft man auch mit ner 50kg Kollegin.
 
sie sollte sich ggf. schon mal gedanken für alternative berufe machen, vorrausgesetzt das mit der krankenschwester ausbildung ist wirklich gegessen.

es gibt viele berufe, die sich darum drehen menschen in irgend einer form zu helfen. vielleicht ist es das, was deiner freundin am meisten liegt? muss ja nicht krankenschwester sein. wenn ich in die zeitung gucke sehe ich eigentlich immer sellenangebote für den bereich der altenpflege. oder aber auch einfache betreuung oder erziehung.

ich kenne diese prüfungs-blackout situation auch. ist mir leider auch beim mündlichen teil meines abschlussprojektes passiert. inwiefern das über die tatsächlichen qualifikation eines menschen aussagen kann, ist aber wieder ein anderes thema.
 
paxtn schrieb:
Es sind jetzt natürlich zu wenig Hintergrundinfos ihrerseits vorhanden, aber vll. einen ähnlichen Job, z.B. per Medizinstudium dann Ärztin zu werden ;) Wobei Ärztin eben auch nicht gleich Schwester ist, klar.

Wenn sie Prüfungsangst, wie von dir beschrieben, hat dann sollte sie auf keinen Fall Medizin studieren. Allein im ersten Semester haben die Studenten dort mehr Testate als so manchner Student in einem anderen Studiengang in seinem ganzen Studium!

Meine Exfreundin, medizin Studentin, meinte für ein Testat müsste sie mehr lernen als für ihre ganzen Abiprüfungen und das innerhalb einer Woche. In ihren Biochemieraktikum wurde sie von Biochemiestudenten mitbetreut (fast fertig studierte als Stütze für den Prof). Selbst die wussten viele Sachen nicht was die Mediziner wissen mussten. Quasi haben sie ein Biochemiestudium neben den restlichen Dingen nebenbei innerhalb eines ganzes Jahres durchlaufen.

Also wer ein schlechteres Abi als 1,3 oder so hat sollte sowas eigentlich nicht anfangen. Stress, kaum Schlaf und kaum Freizeit sollte so jemand auch lässig abkönnen.
 
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