Desktop

FRITZ!Box 6660 Cable – regelmäßige Ping-Spikes im WLAN, jemand eine Idee? Total verzweifelt...

Galaxo

Cadet 2nd Year
Registriert
Apr. 2019
Beiträge
26
Moin,

ich habe vor kurzem wieder etwas mit dem zocken angefangen. Erst mit der PS5 und jetzt auch wieder etwas mit meinem Laptop. Schnell habe ich gemerkt, dass die PS5 über WLAN Lags hat und habe mir einen LAN-Kabel gelegt (Problem behoben) Jetzt am Laptop fällt mir erst auf wie stark und regelmäßig die Lags sind. Ich bin langsam echt ratlos..

Ich habe eine FRITZ!Box 6660 Cable mit FRITZ!OS 8.25 und spiele hauptsächlich am MacBook Pro M4 über WLAN. Die Fritzbox steht im Wohnzimmer. Ich habe die PS5 auch im Wohnzimmer (2 Meter von der Fritz!Box entfernt, hatte trotzdem lags, als sie noch im WLAN war). Für den ping Test habe ich meinen Laptop neben den Router gestellt. Also wirklich direkt daneben..

ping 192.168.178.1

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich die meiste Zeit so bei 3–8 ms liege, aber ziemlich regelmäßig Spikes auf 70–100 ms bekomme. Teilweise sieht es sogar so aus, als würde das ungefähr alle 12 Sekunden passieren.

Hier mal ein Ausschnitt:

64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=0 ttl=64 time=4.817 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=1 ttl=64 time=3.760 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=2 ttl=64 time=4.732 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=3 ttl=64 time=4.354 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=4 ttl=64 time=8.412 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=5 ttl=64 time=7.403 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=6 ttl=64 time=7.305 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=7 ttl=64 time=7.361 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=8 ttl=64 time=4.797 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=9 ttl=64 time=4.348 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=10 ttl=64 time=38.017 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=11 ttl=64 time=77.963 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=12 ttl=64 time=4.267 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=13 ttl=64 time=8.252 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=14 ttl=64 time=4.553 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=15 ttl=64 time=4.271 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=16 ttl=64 time=7.662 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=17 ttl=64 time=5.127 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=18 ttl=64 time=7.610 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=19 ttl=64 time=7.360 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=20 ttl=64 time=9.058 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=21 ttl=64 time=6.248 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=22 ttl=64 time=41.227 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=23 ttl=64 time=84.487 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=24 ttl=64 time=5.140 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=25 ttl=64 time=4.534 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=26 ttl=64 time=4.324 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=27 ttl=64 time=2.950 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=28 ttl=64 time=7.730 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=29 ttl=64 time=5.348 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=30 ttl=64 time=5.009 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=31 ttl=64 time=9.883 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=32 ttl=64 time=10.259 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=33 ttl=64 time=8.247 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=34 ttl=64 time=35.925 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=35 ttl=64 time=79.314 ms
64 bytes from 192.168.178.1: icmp_seq=36 ttl=64 time=7.709 ms
Also bei 10/11 der erste Spike, bei 22/23 wieder und bei 34/35 wieder. Das kommt mir schon ziemlich auffällig vor.

Ich habe mittlerweile einiges ausprobiert:

Fritzbox neu gestartet, andere WLAN-Geräte getrennt und Smart-TV/Beamer ausgeschaltet. Hat nichts geändert.

Der Empfang sollte eigentlich auch nicht das Problem sein. Direkt an der Box hatte ich ungefähr -34 bis -45 dBm und die Verbindung läuft über WiFi 6. Die angezeigte Tx Rate lag teilweise bei 1700–1900 Mbit/s.

5 GHz lief zuerst auf DFS-Kanal 124 mit 160 MHz. Ich habe dann testweise fest auf Kanal 36 gewechselt. Die Spikes sind trotzdem noch da. Laut Fritzbox ist auf 5 GHz auch nicht besonders viel los, meistens vielleicht 5–20 % Auslastung.

2,4 GHz habe ich zum Test sogar komplett ausgeschaltet, damit der Mac definitiv nur über 5 GHz/Kanal 36 läuft. Auch das hat nichts geändert.

Am Mac habe ich außerdem unter den Ortungsdiensten „Netzwerk und drahtlose Kommunikation“ testweise deaktiviert, weil ich gelesen hatte, dass macOS durch WLAN-Scans solche Spikes verursachen kann. Ebenfalls keine wirkliche Änderung.

Was mich vor allem wundert: Die PS5 hatte über WLAN auch immer wieder Lags. Seit sie per LAN angeschlossen ist, läuft sie problemlos. Deshalb würde ich den Kabelanschluss selbst eigentlich eher ausschließen.

Hat jemand eine Idee, was diese so regelmäßig auftretenden Spikes verursachen könnte? Besonders dieses Muster ungefähr alle 12 Sekunden finde ich merkwürdig.

Die Fritzbox steht wie auf dem Foto in der Ecke. Wie man sieht der Laptop direkt daneben...

Kann das an der 6660 selbst liegen oder gibt es noch irgendeine WLAN-Einstellung, die ich übersehe?
1787560360090.png
 
Die Spikes treten auf 2.4Ghz und 5Ghz auf im 12s Takt?
Du hast gesagt, du hast 2.4Ghz ausgestellt und sie treten auf 5Ghz auf, andersrum auch ausprobiert?

Was passiert denn, wenn du die Fritzbox mal weiter weg stellst von der Wand? Was ist denn hinter der Wand? Andere Wohnung? Nur um zu prüfen, ob irgendein "dreckiger" Sender das verursacht (anderes WLAN usw).

Ansonsten, hat dein Handy einen Hotspot-Funktionalität, dann kannst du darüber mal probieren, ob es da immer noch auftritt.
 
Verstehe ich das richtig
  • das Problem tritt mit verschiedenen Clients auf
  • das Problem ist unabhängig vom Frequenzband und dem Funkkanal
  • das Problem tritt nicht bei kabelgebundenen Verbindungen auf

Damit sind externe Einflüsse schon fast ausgeschlossen. Ich würde die FRITZ!Box auf Werkseinstellungen zurücksetzen und wenn das keine Abhilfe bringt, der AVM-Support ist ganz brauchbar.
 
Im WLAN teilen sich ALLE Teilnehmer das gleiche Medium (Luft) zur Übertragung. Somit hängt es nicht nur an deinem WLAN und deinen WLAN Geräten, sondern auch wie @CrazyT schrieb was ringsrum bei dir passiert.
WLAN > Funkkanal > gaaaanz unten schauen ob andere 5GHz Netze empfangen werden, und wie die Auslastung aussieht.

Hast du mal probiert wie es zum Vergleich mit einen LAN-Kabel aussieht? Bei der PS5 hat das ja geholfen.
TV & Co hast du ausgeschaltet, aber sind die auch wirklich aus dem WLAN raus? Nicht selten, dass Geräte im vermeintlichen Standby noch was tun... grad wenn es alle 12sek passiert, ist es naheliegend das irgendein Gerät etwas überträgt/empfängt - muss nicht zwingend eines deiner Geräte sein.

Mit 160MHz Kanalbreite ist das WLAN auch etwas anfälliger als wenn es z.B. nur 80MHz wären. Kann man AFAIK aber nicht so einfach bei Fritz ändern, wüsste zumindest nicht wie über die GUI.

A) Analyse was es im WLAN ist kann mühsam/zeitaufwändig bis unmöglich werden, besonders wenn du nicht allein mit deinem WLAN auf weiter Flur bist. Ggf. mal zu Zeiten probieren (wenn möglich), wo wenig los ist (Nachts nach 0:00, Vormittags wenn Nachbarn arbeiten sind)
B) ein Kabel nutzen - exklusive Verbindung für dein MBP - paar Euro in einen USB-C Adapter und Kabel investiert ist vom Kosten/Zeitaufwand wahrscheinlich günstiger & schneller - und vor allem dauerhaft.
C) AP mit 6GHZ holen. 6GHz ist aktuell noch ziemlich wenig verbreitet, die Kanäle entsprechend wenig belegt. Die Positionierung muss dann aber passen, da die Reichweite mit 6GHz nicht die beste sein wird.
Nur dafür einen AP(/Rotuer) zu betreiben wäre schon nobel, sowohl Anschaffung als auch der Betrieb kosten Geld.

A) Kostet (viel) Zeit mit ungewissen Ausgang, B) einmal <50€, C) unter 100€ für ein AP der 6GHz wird schwierig, Billo-Geräte aus fragwürdiger Herkunft würde ich meiden (nicht selten Sicherheitslücken oder Malware ab Werk).
 
Die 6660 nutzt fürs WLAN einen Chipsatz von MaxLinear - ist mir bei FRITZ sonst nur von 5530 und 7590 AX bekannt. Die meisten Boxen nutzen Qualcomm oder Broadcom (bei der 7530 AX sowie 1700/2700).

Ich selbst kann aus leidvoller Erfahrung berichten, dass FRITZ die WLAN-Chips von MaxLinear nicht 100%ig stabil bekommen hat. Mit einer 7590 AX hatte ich auch Probleme (Hänger oder kurze Abbrüche) mit Apple- und Amazon-Devices, die nach einem Wechsel auf eine 7530 AX sofort behoben waren. CLP hatte damals in seinem Test zur 7590 AX auch Performance-Probleme mit Apple Hardware festgestellt.

Ich vermute, dass hier einfach der nicht so optimale WLAN-Chip der 6660 das Problem ist. Am besten das MacBook mal mit einem USB-LAN-Adapter per LAN anschließen und testen. Oder, falls vorhanden, einen anderen Router/Repeater als AP konfigurieren, per LAN an die 6660 anschließen und dann mal mit dessen WLAN verbinden und testen. Oder eine 6670 (hat WLAN-Chip von Qualcomm) besorgen.
 
Wenn der Laptop direkt neben der Fritzbox steht, warum dann überhaupt WLAN. Schließ doch einfach ein LAN-Kabel an?

WLAN ist eben, wie schon erwähnt, ein Shared Medium. Zwischen Router und Laptop funken vermutlich, selbst wenn er nur einen Meter entfernt steht, zig weitere Geräte deiner Nachbarn dazwischen. Stabile Latenzen kannst du nur via Kabel erwarten.
 
Tornhoof schrieb:
Die Spikes treten auf 2.4Ghz und 5Ghz auf im 12s Takt?
Du hast gesagt, du hast 2.4Ghz ausgestellt und sie treten auf 5Ghz auf, andersrum auch ausprobiert?

Was passiert denn, wenn du die Fritzbox mal weiter weg stellst von der Wand? Was ist denn hinter der Wand? Andere Wohnung? Nur um zu prüfen, ob irgendein "dreckiger" Sender das verursacht (anderes WLAN usw).

Ansonsten, hat dein Handy einen Hotspot-Funktionalität, dann kannst du darüber mal probieren, ob es da immer noch auftritt.
Hinter der Wand ist mein Schlafzimmer, dann kommt wieder eine Wand und die Küche. Da sitze ich eigentlich mit dem Laptop. Müsste die FRITZ!Box vielleicht höher an die Wand? Und würde das was bewirken? Oder, wenn ich die Box einen Raum weiter, ins Schlafzimmer stelle? Nach der Küche kommt das Bad, da habe ich nie WLAN. Die Räume sind alle recht klein, also so weit ist die Strecke nicht. Für ein Lan-Kabel müsste ich also von Wohnzimmer aus ein Loch zum Schlafzimmer und dann noch ein Loch zur Küche bohren. Ich wohne zur Miete. Ich weiß nicht, ob man sowas darf (?). Das Kabel durchs Schlafzimmer würde jetzt auch nicht soo schön aussehen. Aber wahrscheinlich die einfachste Lösung.

Vielen Dank für die Antworten. Werde ich alles heute Abend testen!

Bei Reddit hat noch jemand folgendes geschrieben:



Da Luft als Übertragungsmedium genutzt wird, gibt es eine ganze Latte an Störquellen. Die herauszufinden ist meist schwierig bis unmöglich.
Bei 2,4 Ghz z.B. kann eine schlecht isolierte Mikrowelle Probleme bereiten. Aber das hat man dann nicht immer.
Bei 5 Ghz wiederum gibt es Radar, das ebenfalls in dem Bereich strahlen kann. Weswegen auch Router immer mal wieder checken müssen, ob sie da nicht gerade Radar stören. Das geschieht automatisch in regelmäßigen Abständen.
Es gibt kein Allheilmittel bei solchen Problemen, das immer alles sofort behebt. Man kann nur nacheinander gewisse Schritte abarbeiten.
Die 12 Sekunden sind in der Tat bekannt als Mac-Problem. Es kann aber auch genauso gut bei Spikes von der Fritzbox selber kommen.
Ich an deiner Stelle würde erstmal die Aufstellung optimieren. Beim Mac das Zeug abschalten - schon getan - und dem 5 Ghz-Netzwerk eine eigene SSID geben so wie 160 Mhz Bandbreite in der Fritzbox abschalten. Denn das Band-Steering kann auch zu diesem Problem führen.
Und wenn das nichts hilft, an die Fritzbox einen richtigen Access Point anschließen, z.B. von Unifi.“


Und mir wurde Kanal 44 empfohlen. Macs sollen diesen Kanal wohl „lieben“..

Ist das auch als Option möglich? Würde ich dann auch mal testen.
 
Galaxo schrieb:
Hinter der Wand ist mein Schlafzimmer, dann kommt wieder eine Wand und die Küche. Da sitze ich eigentlich mit dem Laptop. Müsste die FRITZ!Box vielleicht höher an die Wand?

Nö. Bohrer in die Hand nehmen, je ein Loch durch die Wand, LAN-Kabel durch, einen Switch an die andere Seite und da den Laptop anstecken. Fertig. Hatte dasselbe mit meinem Nachbarn gemacht, beim Auszug hat er das Loch einfach oberflächlich zugespachtelt, da ist nix mehr zu sehen,
 
Galaxo schrieb:
Ich wohne zur Miete. Ich weiß nicht, ob man sowas darf (?)
Ein einfaches Loch zum Aufhängen liegt im angemessenen Nutzungsrahmen einer Wohnung, eine Wand mit Löchern zu übersähen jedoch nicht. Das Durchbohren ist eine Grauzone.
Vermieter werden graue Haar bekommen, weil sie Schiss haben dass man ein Rohr oder Kabel an- oder schlimmer durchbohrt, oder der Putz danach wie Sau aussieht oder auf der gegenüberliegenden Seite der Bohrung ausbricht.
Wenn man da Vorsicht walten lässt, spricht EIGENTLICH nix dagegen. Halt nicht gleich mit der größten Hilti, dickem Bohrer, Vollgas und Gewalt bis zum Durchstoß bohren. Und nicht grad mittig in der Wand auf Brusthöhe ;-)
Ggf. gibt es eine Sockelleiste hinter der man es "verstecken" kann?

Wenn du fragst würde es mich nicht wundern wenn der Vermieter es untersagt und ggf. bei einem angekündigten Besuch oder Auszug explizit danach sucht und schaut.

Es gibt "Glas"faser Kits für die Wohnung, da legt oder klebt man eine dünne Kunststofffaser in Ecken oder hitner Sockelleisten. Die Faser ist extrem biegsam (siehe Video). An beiden Enden dann ein Medienkonverter mit klassichem RJ45 Buchsen auf eben diese Faser.
Keine pauschale Empfehlung für diesen Kit, scheint auch aus UK zu kommen (UK Netzteil?), sollte vom Prinzip das wie in dem Video sein.
https://www.amazon.de/InvisiLight-H...nes-unsichtbare-Kabelverbindung/dp/B0F8DQW36V


Galaxo schrieb:
Und mir wurde Kanal 44 empfohlen. Macs sollen diesen Kanal wohl „lieben“..

Ist das auch als Option möglich? Würde ich dann auch mal testen.
Kannst du probieren, ich würde nicht zu sehr darauf hoffen das ein anderer Kanal dauerhaft eine Lösung bringt. Je breiter der Kanal ist, desto anfälliger wird er für andere Netze. Bei deiner Fritzbox scheint 160MHz der Standard bei 5GHz zu sein, d.h. da bündelt man 8 x 20MHz zu einem Kanal zusammen. Andere Router/Fritzboxen machen "nur" 80MHz.
Im unteren Bereich (36 - 48 + 52 - 64) gibt es insgesamt "nur" 160MHz, somit wär's IMO ziemlich egal ob da den Kanal 36, 44 oder 60 nimmst, da du alle 8 20MHz brauchst um die 160MHz abzubilden. Im oberen Bereich (100-140) hat man theoretisch mit 240MHz etwas mehr Raum, aber auch da: Man bekommt keine zwei 160MHz Netze ohne Überschneidung hin.
Daher hilft nur der Blick in die Übersicht was die Nachbarn nutzen: Wenn EIN Netz im 5GHz die unteren Frequenzen belegt, kann man nach oben ausweichen, oder umgekehrt. Sind in beiden Bereichen Netze zu sehen kannst du probieren ob der untere oder obere Bereich für dich besser funktioniert - was auch nicht von Dauer sein muss/wird. Mehr Spielraum hast du mit der Fritzbox leider nicht. Selbst mit nur 80MHz Kanalbreite müsstest du schauen, ob ein Bereich dabei ist den kein Nachbar nutzt.

Daher eig. fast nur die Flucht ins 6GHz Netz - was nicht von Dauer sein muss wenn ein Nachbar das auch einrichtet. Die Reichweite ist eher unter dem Niveau von 5GHz, was es ggf. nicht so schlimm macht (Überschneidung mit den Nachbarn, Reichweite natürlich schon blöd wenn es weniger ist ^^).
Oder eben ein Kabel in irgendeiner Form. Ob klassiches Netzwerkkabel durch die Wand, oder Flachbandkabel oder optisches Kanal in Ecke/Sockelleisten - damit hast du eine 1:1 Verbindung ist keiner stört mehr (bis zum Router, im Cable Internet teilt man sich das Netz ab hinter dem Router schon wieder🙄)


1787585543035.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Galaxo schrieb:
folgendes geschrieben
Wollen wir jetzt hier das ganze Internet wiederholen? Ping-Spikes im WLAN sind seit Jahren gut dokumentiert … Wobei ein Spezial-Bericht für macOS fehlt, ja. Du musst in der FRITZ!Box PMF abschalten, also den WPA3-Transition-Mode abschalten. Du musst bei Deinem Modell von 160 MHz auf 80 MHz-Kanalbreite runter. Und dann hast Du alles gemacht, was Du machen kannst. Der Rest ist dann fast schon Richtung Esoterik, also 5-GHz-WLAN abschalten und auf 2,4 oder 6 GHz gehen bzw. anderes WLAN-Produkt (mit einem anderen WLAN-Chipsatz-Hersteller) gehen.
Galaxo schrieb:
mir wurde Kanal 44 empfohlen. Macs sollen diesen Kanal wohl „lieben“.
Ja, macOS schnappt sich dann das WLAN eher, weil es den Control-Channel eher im zweiten WLAN-Segment vermutet. Aber ändert nichts an der 160-MHz-Kanalbreite.
 
norKoeri schrieb:
Wollen wir jetzt hier das ganze Internet wiederholen? Ping-Spikes im WLAN sind seit Jahren gut dokumentiert … Wobei ein Spezial-Bericht für macOS fehlt, ja. Du musst in der FRITZ!Box PMF abschalten, also den WPA3-Transition-Mode abschalten. Du musst bei Deinem Modell von 160 MHz auf 80 MHz-Kanalbreite runter. Und dann hast Du alles gemacht, was Du machen kannst. Der Rest ist dann fast schon Richtung Esoterik, also 5-GHz-WLAN abschalten und auf 2,4 oder 6 GHz gehen bzw. anderes WLAN-Produkt (mit einem anderen WLAN-Chipsatz-Hersteller) gehen.

Ja, macOS schnappt sich dann das WLAN eher, weil es den Control-Channel eher im zweiten WLAN-Segment vermutet. Aber ändert nichts an der 160-MHz-Kanalbreite.
Danke euch für die ganzen Tipps! Ich habe inzwischen einiges davon durchgetestet.

Die Fritzbox habe ich testweise freier aufgestellt und den Mac direkt daneben benutzt – hat leider keinen Unterschied gemacht. „Netzwerk & drahtlose Kommunikation“ unter macOS ist ebenfalls deaktiviert.

Ich habe außerdem 2,4 und 5 GHz getrennt und dem 5-GHz-Netz eine eigene SSID gegeben. Band Steering ist deaktiviert und der Mac war beim Test definitiv nur mit dem 5-GHz-Netz verbunden. Auch damit bleiben die Spikes bestehen. Auf 5 GHz sind sie sogar ziemlich auffällig regelmäßig:


seq=0 46.559 ms
seq=1 89.795 ms
seq=2 10.873 ms
...
seq=12 46.298 ms
seq=13 90.312 ms
seq=14 7.710 ms
...
seq=24 56.807 ms
seq=25 93.794 ms
...
seq=36 47.729 ms
seq=37 90.532 ms
seq=38 4.244 ms

Also ziemlich genau alle 12 Sekunden.

5 GHz habe ich dann auch komplett deaktiviert und nur über 2,4 GHz / 20 MHz getestet. Dort treten ebenfalls deutliche Spikes auf, teilweise auf 80 ms und mehr. Allerdings werden hier 16 andere 2,4-GHz-Netze gefunden, das Band ist also ziemlich voll.

Den vorgeschlagenen Hotspot-Test habe ich ebenfalls gemacht: MacBook über den iPhone-Hotspot verbunden. Dort war der Ping über längere Strecken ziemlich stabil und dieses regelmäßige 12-Sekunden-Muster war nicht zu sehen.

Bei der PS5 hatte ich über WLAN übrigens ebenfalls Lags. Seit sie per LAN angeschlossen ist, sind die Probleme dort verschwunden.

WPA3/Transition Mode ist bei mir nicht aktiv. Die Fritzbox läuft auf WPA2 und PMF ist ebenfalls deaktiviert.

Was ich noch nicht testen konnte, sind 80 statt 160 MHz. Bei der 6660 finde ich dafür in der Oberfläche keine Einstellung. Falls jemand weiß, wie man das bei der 6660 sauber auf 80 MHz begrenzen kann, ohne an einer exportierten Konfigurationsdatei herumzubasteln, gerne Bescheid sagen. Jemand einen Tipp?!

Habe ich vergessen etwas zu testen?? Was wäre der nächste Schritt? Einen anderen Access Point habe ich leider aktuell nicht zum Gegencheck. Support-Daten habe ich während der Spikes erstellt und inzwischen auch an den FRITZ!-Support geschickt.
Also ist AP die nächste Option, könnte das wirklich helfen? Welchen teste ich da? Hat jemand eine Empfehlung…

Danke nochmal für die ganzen Vorschläge!
(in den Fotos sieht man alle Einstellungen, übersehe ich etwas??)
CubeID schrieb:
Ein einfaches Loch zum Aufhängen liegt im angemessenen Nutzungsrahmen einer Wohnung, eine Wand mit Löchern zu übersähen jedoch nicht. Das Durchbohren ist eine Grauzone.
Vermieter werden graue Haar bekommen, weil sie Schiss haben dass man ein Rohr oder Kabel an- oder schlimmer durchbohrt, oder der Putz danach wie Sau aussieht oder auf der gegenüberliegenden Seite der Bohrung ausbricht.
Wenn man da Vorsicht walten lässt, spricht EIGENTLICH nix dagegen. Halt nicht gleich mit der größten Hilti, dickem Bohrer, Vollgas und Gewalt bis zum Durchstoß bohren. Und nicht grad mittig in der Wand auf Brusthöhe ;-)
Ggf. gibt es eine Sockelleiste hinter der man es "verstecken" kann?

Wenn du fragst würde es mich nicht wundern wenn der Vermieter es untersagt und ggf. bei einem angekündigten Besuch oder Auszug explizit danach sucht und schaut.

Es gibt "Glas"faser Kits für die Wohnung, da legt oder klebt man eine dünne Kunststofffaser in Ecken oder hitner Sockelleisten. Die Faser ist extrem biegsam (siehe Video). An beiden Enden dann ein Medienkonverter mit klassichem RJ45 Buchsen auf eben diese Faser.
Keine pauschale Empfehlung für diesen Kit, scheint auch aus UK zu kommen (UK Netzteil?), sollte vom Prinzip das wie in dem Video sein.
https://www.amazon.de/InvisiLight-H...nes-unsichtbare-Kabelverbindung/dp/B0F8DQW36V



Kannst du probieren, ich würde nicht zu sehr darauf hoffen das ein anderer Kanal dauerhaft eine Lösung bringt. Je breiter der Kanal ist, desto anfälliger wird er für andere Netze. Bei deiner Fritzbox scheint 160MHz der Standard bei 5GHz zu sein, d.h. da bündelt man 8 x 20MHz zu einem Kanal zusammen. Andere Router/Fritzboxen machen "nur" 80MHz.
Im unteren Bereich (36 - 48 + 52 - 64) gibt es insgesamt "nur" 160MHz, somit wär's IMO ziemlich egal ob da den Kanal 36, 44 oder 60 nimmst, da du alle 8 20MHz brauchst um die 160MHz abzubilden. Im oberen Bereich (100-140) hat man theoretisch mit 240MHz etwas mehr Raum, aber auch da: Man bekommt keine zwei 160MHz Netze ohne Überschneidung hin.
Daher hilft nur der Blick in die Übersicht was die Nachbarn nutzen: Wenn EIN Netz im 5GHz die unteren Frequenzen belegt, kann man nach oben ausweichen, oder umgekehrt. Sind in beiden Bereichen Netze zu sehen kannst du probieren ob der untere oder obere Bereich für dich besser funktioniert - was auch nicht von Dauer sein muss/wird. Mehr Spielraum hast du mit der Fritzbox leider nicht. Selbst mit nur 80MHz Kanalbreite müsstest du schauen, ob ein Bereich dabei ist den kein Nachbar nutzt.

Daher eig. fast nur die Flucht ins 6GHz Netz - was nicht von Dauer sein muss wenn ein Nachbar das auch einrichtet. Die Reichweite ist eher unter dem Niveau von 5GHz, was es ggf. nicht so schlimm macht (Überschneidung mit den Nachbarn, Reichweite natürlich schon blöd wenn es weniger ist ^^).
Oder eben ein Kabel in irgendeiner Form. Ob klassiches Netzwerkkabel durch die Wand, oder Flachbandkabel oder optisches Kanal in Ecke/Sockelleisten - damit hast du eine 1:1 Verbindung ist keiner stört mehr (bis zum Router, im Cable Internet teilt man sich das Netz ab hinter dem Router schon wieder🙄)


Anhang anzeigen 1755588
Die Wand vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer ist kein Problem. Allerdings wohne ich in einem Altbau, und die Wand zwischen Schlafzimmer und Küche ist ca. 41 cm dick. Ich weiß nicht, ob ich da so einfach durchbohren kann. Alternativ könnte ich das LAN-Kabel (wenn auch etwas unsauber) aus dem Fenster führen, am Schlafzimmerfenster vorbei bis zum Balkon und dann durch die Balkontür in die Küche legen. Wäre das für das Kabel problematisch, wenn es beim geschlossenen Fenster bzw. bei der Balkontür etwas eingequetscht wird? Die Kabelalternative ist mir etwas zu teuer, muss ich leider sagen.
Meine Wohnung ist folgendermaßen aufgebaut: Ein langer Flur führt von der Wohnungstür bis ins Wohnzimmer, wo die FRITZ!Box steht. Von der Wohnungstür aus gesehen liegen alle Räume auf der linken Seite: zuerst das Bad, dann die Küche, danach das Schlafzimmer und am Ende das Wohnzimmer. Anstatt durch die dicke Wand zwischen Schlafzimmer und Küche zu bohren, könnte ich das LAN-Kabel natürlich auch vom Wohnzimmer aus über den Flur bis zur Küche verlegen. Das wäre vermutlich die einfachere Lösung, allerdings optisch nicht besonders schön. Ich wüsste auch nicht so richtig, wie man das Kabel dort unauffällig verlegen könnte, da es teilweise an bzw. um die Türrahmen herumgeführt werden müsste.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mach mal die Namen und MAC Adresse auf den WLAN-Übersichten und deinem Netzwerk unkenntlich (Bild 1,3, 4), damit kann man dich (nicht nur theoretisch) ausfindig machen.

Bei der Menge andere WLAN-Netze wundert es mich nicht, eher dass es nur alle 12sec ein Peak gibt.

Sofern du das Fenster nicht ständig auf/zu machst und das Kabel neu einquätschst, sollte es gehen. Bei der Balkontür wirst öfter mal rein/rausgehen, da ist es nicht so gut. Ggf. ein Fenster daneben? Dann lieber 2-3m mehr Weg in Kauf nehmen, dafür nicht ständig durch auf/zu belasten.
Am Besten ein UV-beständiges Kabel nehmen.

41cm Wand sind mit einem entsprechend langem Bohren eig. kein Problem. Würde mir ein passend langes Kabel kaufen, auf der einen Seite den Stecker abschneiden > durch's Loch ziehen > an das abgeschnittene Ende eine Keystone Buchse ran und von dort mit einem Kabel weiter. Oder sogar auf beiden Seiten der Wand eine Aufputznetzwerkdose setzen, sieht dann auch gleich sauberer aus als wenn ein loses Kabel aus der Wand kommt.
Mach mal eine Skizze vom Grundriss, wo welche Räume, dünnere/dickere Wände, Türen und Fenster sind, und wo ein Kabel legen willst - grad zu spät um deiner Ausführung zu folgen wo welcher Raum und wie dick welche Wand ist 😉

Das Kit mit den "Glas"fasern war wie gesagt nur ein Beispiel, gibt's ggf. günstigere, müsstest schauen.
 
Zurück
Oben